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Riven Rock

Roman

(4)
Über einen seelisch Kranken
»Zwanzig Jahre lang, zwanzig öde, einförmige Jahre lang bekam Stanley McCormick keine Frau zu Gesicht, Weder seine Mutter noch seine Schwestern, noch seine eigene Frau.« Als Stanley McCormick, Sohn des Erfinders des Mähdreschers und damit Erbe eines gigantischen Vermögens, die schöne Katherine Dexter heiratet, bezeichnen die amerikanischen Gazetten dieses Ereignis als »Jahrhunderthochzeit«, Doch Stanley McCormick erweist sich als seelisch krank: Er hört Stimmen, sieht unsichtbare Dinge, und vor allem seine heftigen Ausfälle gegenüber Frauen machen ihn äußerst gefährlich.
Die Ärzte diagnostizieren Schizophrenie und sexuelle Wahnvorstellungen, und nach verheerenden Flitterwochen wird er in sicheren Gewahrsam verbracht, nach Riven Rock, in einen festungsartigen Palast der McCormicks in Kalifornien. Zwanzig Jahre lang versuchen sich alle möglichen Mediziner mit den verrücktesten Therapien an ihm, einer ehrgeiziger und verschrobener als der nächste. Zwanzig Jahre darf Katherine ihren trotz allem geliebten Mann nicht besuchen, dann endlich erhält sie Zutritt zu ihm. Unter strengsten Vorsichtsmaßnahmen . . .
Portrait

T. Coraghessan Boyle, geboren 1948 in Peekskill, New York, unterrichtet an der University of Southern California in Los Angeles. Für seinen Roman ›World's End‹ erhielt er 1987 den PEN/Faulkner-Preis. Als Enfant terrible der amerikanischen Gegenwartskultur wurde T. C. Boyle zum Pop- und Literaturstar seiner Generation.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 576
Erscheinungsdatum 01.06.2000
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-12784-4
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,2/12,1/3,2 cm
Gewicht 412 g
Originaltitel Riven Rock Viking, New York
Auflage 7. Auflage
Übersetzer Werner Richter
Verkaufsrang 34.291
Buch (Taschenbuch)
12,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Ziemlich schräg und typisch Boyle. Macht aber Laune, wenn man sich darauf einlässt. Ziemlich schräg und typisch Boyle. Macht aber Laune, wenn man sich darauf einlässt.

Kundenbewertungen

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Der Hammer
von einer Kundin/einem Kunden aus Kerns am 13.02.2017

Dieser Roman ist genial für Leute mit psychologischem Gespür und Flair. Besser könnte so eine Geschichte sehr wahrscheinlich niemand schreiben ausser T.C. Boyle!

René
von einer Kundin/einem Kunden am 02.12.2013
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Dragisch-komische Geschichte eines geistesgestörten Millonärs mit seinen sexuellen Beklemmungen, die Krew und seine Frau die sich um Staneley McCormick kümmern. Extrem flüssig und klar geschrieben mit einer Pointe Humor... Ein Roman den ich nur weiterempfehlen kann... Viel Spass beim Lesen

Das kann Boyle mit Sicherheit besser
von einer Kundin/einem Kunden am 10.10.2008
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Ich gebe ehrlich zu, hätte ich nicht America von T.C. Boyle vor diesem Buch gelesen und wüsste, dass der Autor es besser kann, ich bin mir nicht sicher, ob ich nach Riven Rock noch einmal zu einem seiner Bücher gegriffen hätte. Das Buch als schlecht zu bezeichnen trifft es nicht... Ich gebe ehrlich zu, hätte ich nicht America von T.C. Boyle vor diesem Buch gelesen und wüsste, dass der Autor es besser kann, ich bin mir nicht sicher, ob ich nach Riven Rock noch einmal zu einem seiner Bücher gegriffen hätte. Das Buch als schlecht zu bezeichnen trifft es nicht richtig. Die Geschichte ist solide erzählt, die Sprache gewohnt bildhaft und von angenehmer Boshaftigkeit und Ironie geprägt, die Charaktere nicht schlecht gezeichnet, aber mehr auch nicht. Solide, aber nicht packend, Plätschern, statt Biss. So würde ich das was hier passiert umschreiben. Im Mittelpunkt steht der millionenschwere Mähmaschinenerbe Stanley McCormick, ein unter Schizophrenie und sexuellen Wahnvorstellungen leidender Mann. Stanley stellt eine Gefahr für die Allgemeinheit und v.a. für seine Frau Katherine dar, weswegen er schlussendlich nach Riven Rock verfrachtet wird. Riven Rock, ein herrschaftliches Anwesen mit allem Pipapo, ursprünglich von ihm selbst geplant und zur Verwahrung seiner ebenfalls schwer geisteskranken Schwester Mary Virginia gedacht, wird zu seinem lebenslangen Gefängnis. Isoliert von der Welt und speziell von den Frauen, die nichts als Aggressionen in ihm hervorrufen. Katherine Dexter, von der man bald den Eindruck gewinnt, dass sie mehr unter der Trennung leidet, als Stanley, der eingesperrt vor sich hinvegetieren muss, bleibt beharrlich an seiner Seite. So wie sie bis zum Schluss beharrlich darauf besteht, dass ihr Mann wieder gesund werden könnte, um mit ihr gemeinsam ein normales Leben zu leben. Es mag irritieren, dass eine Frau, die ihr Leben dem Kampf für die Gleichberechtigung verschreibt, selbst ein Studium am MIT durchgeboxt hat, sich gegen eine Trennung und für ein Dasein als ,Witwe' entscheidet. Doch ich finde, es passt zu ihr. Katherine hält auch hier an ihrem Glauben fest mit Beharrlichkeit alles erreichen zu können. Mir hat sich im Laufe des Lesens immer mehr der Gedanke aufgedrängt, dass auch sie, trotz ihrer wissenschaftlichen Ausbildung zur Biologin, seine Krankheit nie richtig verstanden hat, geschweige den akzeptiert. Und so wird Stanley im Laufe seines Lebens von einer Reihe von Psychiatern mit unterschiedlichsten Ansätzen betreut, deren Schaffenszeiträume dem Buch auch seine grobe Einteilung geben. Immer an seiner Seite, Eddie O'Kane, Pfleger, Trinker, Ehebrecher, gut aussehender Frauenliebling. Ein Mann dessen Schicksal bis zum Ende mit dem seines Arbeitgebers verwoben bleiben wird. Für mich am Ende die Figur mit der größeren Anziehungskraft, da sich der Plot rund um Stanley McCormick zu einer einzigen Aneinanderreihung von Nichts entwickelt. Auch der Wechsel zwischen den Erzählsträngen (Kathrine/Stanley zu Eddie O'Kane und zurück) ist nicht immer glücklich. Die immer wieder auftretenden Zeitsprünge hinterlassen keine Lücken in der Handlung, da man nie das Gefühl hat irgendetwas Entscheidendes verpasst zu haben. Dieses Buch zieht sich über einige Jahrzehnte, reißt die Anfänge der Psychoanalyse an, Frauenrechte, das Verhältnis der Oberschicht zur Unterschicht bzw. den Einwanderern, alles interessante Ansätze und doch ist Riven Rock für mich ein Buch, das nie mehr als ganz okay wird, was mir persönlich zu wenig ist. Es ist schade, wenn einem das Gefühl bleibt, nichts versäumt zu haben, hätte man es nicht gelesen.