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Fast ein bißchen Frühling

Hörspiel


TANGO mit GANGSTERN

Winter 1933/34, eine wahre Geschichte: Waldemar Velte und Kurt Sandweg aus Wuppertal wollen weg. Weg aus Nazi-Deutschland, weg, um in Indien ein neues Leben zu beginnen. Das nötige Geld soll bei einer Bank in Stuttgart besorgt werden; die Aktion fordert versehentlich einen Toten. Doch ihre Flucht endet schon in Basel, denn dort verliebt sich Waldemar unsterblich in eine Schallplattenverkäuferin. Von da an kaufen die beiden Tag für Tag eine Tango-Platte – so lange, bis das Geld aufgebraucht ist und ein neuer Banküberfall notwendig wird …

(1 CD, Laufzeit: 54 min)

Portrait
Capus, Alex
Alex Capus, geboren 1961 in Frankreich, studierte in Basel Geschichte, Philosophie und Ethnologie und lebt heute in Olten, Schweiz. Mit seinen Romanen "Eine Frage der Zeit" und "Léon und Louise" gelangen ihm durchschlagende Publikumserfolge. Zuletzt erschienen "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer" (2013), "Mein Nachbar Urs. Geschichten aus der Kleinstadt" (2014) sowie "Das Leben ist gut" (2016). Alex Capus verbindet sorgfältig recherchierte Fakten mit fiktiven Erzählebenen, in denen er die persönlichen Schicksale seiner Protagonisten einfühlsam beschreibt. Für seine schriftstellerische Arbeit erhielt er bereits zahlreiche Preise.

Redl, Christian
Christian Redl, geboren 1948 in Schleswig, gehörte - nach der Schauspielausbildung in Bochum und Engagements in Wuppertal, Bremen und Frankfurt - von 1980 bis 1993 dem Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg an, arbeitete mit Peter Zadek und Luc Bondy zusammen. Nach seiner ersten Kino-Hauptrolle in Uwe Schraders 'Sierra Leone' (1987) war Christian Redl auch verstärkt in Kino und TV zu sehen, so z. B. in 'Bunte Hunde' (1995). Für seine Rollen in 'Der Hammermörder' (1989) und 'Angst' (1994) wurde er jeweils mit dem "Adolf-Grimme-Preis" ausgezeichnet. Seine Stimme lieh der Schauspieler dem Hörverlag bereits für Moritz Rinkes "Die Nibelungen" und J.R.R. Tolkiens "Der Herr der Ringe" und Leon de Winters "Malibu".

Aljinovic, Boris
Boris Aljinovic, bekannt als Felix Stark aus dem Berliner "Tatort", ist neben zahlreichen Rollen im Theater, Film und Fernsehen (z.B. "7 Zwerge") auch ein erfolgreicher Hörbuchsprecher. Für Random House Audio hat er u.a. sieben Terry Pratchett-Romane sowie "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak eingelesen.

Haase, Matthias
Matthias Haase, Jahrgang 1957, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Nach drei Monaten Straßentheater in Deutschland, der Schweiz und Italien war er von 1984 bis 1990 am Schauspielhaus in Köln engagiert, wo er u. a. in Stücken von Lessing, Schiller und Thomas Bernhard spielte. Matthias Haase ist in zahlreichen Produktionen für Film und Fernsehen zu sehen und hat in über 200 Hörspielen bei allen deutschen Rundfunkanstalten mitgewirkt.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Christian Redl, Boris Aljinovic, Wanja Mues, Matthias Haase
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 18.11.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783867178112
Genre Belletristik
Verlag DHV Der Hoerverlag
Spieldauer 54 Minuten
Hörbuch (CD)
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11,19
bisher 13,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Wunderschöne Geschenkausgabe einer älteren Geschichte“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Eins vorab: Dies ist kein neues Buch von Alex Capus! Auf Grund seines großen Erfolges mit seinem wunderschönen Roman „Léon und Louise“, welches übrigens im Juli 2012 als Taschenbuch erscheint, hat sich der Hanser Verlag an eine frühere Geschichte des Autoren erinnert und sie in einer wunderschönen Geschenkausgabe herausgebracht. Ursprünglich ist dieser Text bereits 2002 erschienen.

Alex Capus erzählt darin die Geschichte der beiden deutschen Bauingenieure Kurt Sandweg und Waldemar Velte aus Wuppertal, die im Winter 1933/1934 für einiges Aufsehen gesorgt haben. Im jungen Nazideutschland fühlen sie sich nicht mehr zu Hause und Berufsaussichten haben sie ohne Parteizugehörigkeit eh nicht mehr. Da wählen sie den sehr ungewöhnlichen Weg und rauben in Stuttgart eine Bank aus. Der Plan ist eigentlich Deutschland zu verlassen und mit dem Geld nach Indien zu reisen, um dort einen Neuanfang zu beginnen. Leider benötigen sie hierfür diverse Papiere, die sie nicht haben. Und so endet die Reise bereits in Basel. Dort verliebt sich Waldemar Velte in die Schallplattenverkäuferin Dorley Schupp, bei der er jeden Tag eine neue Tango-Platte kauft. Abends geht Dorley mit den beiden Männern spazieren. Am Anfang ist auch noch die Kollegin Marie Stifter mit dabei. Und so entspinnen sich eine zarte, platonische Liebesgeschichte und eine wilde Verbrecherjagd, denn es bleibt nicht bei dem einen Banküberfall.

Das pikante an der Geschichte ist, dass Marie Stifter die Großmutter von Alex Capus ist, und ihm diese Geschichte erzählt hat. Und so recherchiert der Autor und flechtet in seine Geschichte Auszüge aus Zeugenaussagen und Polizeiberichten mit ein. Es ist eine kleine ungewöhnliche Geschichte, die sowohl die tragische Geschichte der beiden deutschen Bankräuber erzählt als auch die unglückliche Liebesgeschichte seiner Großmutter. Es ist ein wenig Bonnie und Clyde, denn irgendwie bringt man die beiden netten jungen Männer gar nicht wirklich mit den Bankräubern in Verbindung und leidet so mit ihnen. Sprachlich erkennt man auch schon an dieser frühen Geschichte die erzählerische Qualität von Alex Capus.
Eins vorab: Dies ist kein neues Buch von Alex Capus! Auf Grund seines großen Erfolges mit seinem wunderschönen Roman „Léon und Louise“, welches übrigens im Juli 2012 als Taschenbuch erscheint, hat sich der Hanser Verlag an eine frühere Geschichte des Autoren erinnert und sie in einer wunderschönen Geschenkausgabe herausgebracht. Ursprünglich ist dieser Text bereits 2002 erschienen.

Alex Capus erzählt darin die Geschichte der beiden deutschen Bauingenieure Kurt Sandweg und Waldemar Velte aus Wuppertal, die im Winter 1933/1934 für einiges Aufsehen gesorgt haben. Im jungen Nazideutschland fühlen sie sich nicht mehr zu Hause und Berufsaussichten haben sie ohne Parteizugehörigkeit eh nicht mehr. Da wählen sie den sehr ungewöhnlichen Weg und rauben in Stuttgart eine Bank aus. Der Plan ist eigentlich Deutschland zu verlassen und mit dem Geld nach Indien zu reisen, um dort einen Neuanfang zu beginnen. Leider benötigen sie hierfür diverse Papiere, die sie nicht haben. Und so endet die Reise bereits in Basel. Dort verliebt sich Waldemar Velte in die Schallplattenverkäuferin Dorley Schupp, bei der er jeden Tag eine neue Tango-Platte kauft. Abends geht Dorley mit den beiden Männern spazieren. Am Anfang ist auch noch die Kollegin Marie Stifter mit dabei. Und so entspinnen sich eine zarte, platonische Liebesgeschichte und eine wilde Verbrecherjagd, denn es bleibt nicht bei dem einen Banküberfall.

Das pikante an der Geschichte ist, dass Marie Stifter die Großmutter von Alex Capus ist, und ihm diese Geschichte erzählt hat. Und so recherchiert der Autor und flechtet in seine Geschichte Auszüge aus Zeugenaussagen und Polizeiberichten mit ein. Es ist eine kleine ungewöhnliche Geschichte, die sowohl die tragische Geschichte der beiden deutschen Bankräuber erzählt als auch die unglückliche Liebesgeschichte seiner Großmutter. Es ist ein wenig Bonnie und Clyde, denn irgendwie bringt man die beiden netten jungen Männer gar nicht wirklich mit den Bankräubern in Verbindung und leidet so mit ihnen. Sprachlich erkennt man auch schon an dieser frühen Geschichte die erzählerische Qualität von Alex Capus.

„Echtes Kleinod“

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Norderstedt

Glückwunsch an den Verlag, der dieses wunderbare Buch in einer wirklich schönen Geschenkausgabe noch einmal aufgelegt hat. Capus widmet sich in "Fast ein bißchen Frühling" dem ebenso abstrusen wie tragischen Schicksal zweier skurriler Gefährten. Eine deutsche Bonnie-und-Clyde-Story, im wahrsten Sinne. Mit seinem wohldosierten Wortwitz und Erfindungsreichtum legt der Autor mit seiner kurzen Erzählung eine ebenso spannende wie abenteuerliche Geschichte vor, die bei all ihrer Tragik immer einmal wieder zum kopfschüttelnden Schmunzeln ermuntert. Unbedingt lesen! Glückwunsch an den Verlag, der dieses wunderbare Buch in einer wirklich schönen Geschenkausgabe noch einmal aufgelegt hat. Capus widmet sich in "Fast ein bißchen Frühling" dem ebenso abstrusen wie tragischen Schicksal zweier skurriler Gefährten. Eine deutsche Bonnie-und-Clyde-Story, im wahrsten Sinne. Mit seinem wohldosierten Wortwitz und Erfindungsreichtum legt der Autor mit seiner kurzen Erzählung eine ebenso spannende wie abenteuerliche Geschichte vor, die bei all ihrer Tragik immer einmal wieder zum kopfschüttelnden Schmunzeln ermuntert. Unbedingt lesen!

„Eine wunderbare Erzählung“

Karlotta Quraishi, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Eine wahre Geschichte über zwei Bankräuber auf der Flucht Richtung Indien. Doch die Freundschaft zur Plattenverkäuferin Dorly zieht sie immer wieder nach Basel. Eine wunderbare Erzählung die durch eine charmante freundliche Sprache überzeugt. Es ist die liebevolle zurückhaltende Art der Beschreibung die den Zauber dieses Buchs ausmachen. Seither freue ich mich auf jedes neue Buch von Alex Capus. Eine wahre Geschichte über zwei Bankräuber auf der Flucht Richtung Indien. Doch die Freundschaft zur Plattenverkäuferin Dorly zieht sie immer wieder nach Basel. Eine wunderbare Erzählung die durch eine charmante freundliche Sprache überzeugt. Es ist die liebevolle zurückhaltende Art der Beschreibung die den Zauber dieses Buchs ausmachen. Seither freue ich mich auf jedes neue Buch von Alex Capus.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
8 Bewertungen
Übersicht
5
3
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Wunderbare Liebes-/Krimi-Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Solothurn am 01.09.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die Geschichte von Kurt Sandweg und Waldemar Velte ist atemberaubend. Zwei beste Freunde die während der Welt-Wirtschaftskrise den Anfängen der NS-Zeit in Deutschland entfliehen wollen und um zu überleben sich gezwungen sehen Verbrechen zu begehen.... In Basel flammt dann eine kurze Liebesgeschichte auf. Kurz, weil die Verbrechen eine Eigendynamik gewinnen, welche... Die Geschichte von Kurt Sandweg und Waldemar Velte ist atemberaubend. Zwei beste Freunde die während der Welt-Wirtschaftskrise den Anfängen der NS-Zeit in Deutschland entfliehen wollen und um zu überleben sich gezwungen sehen Verbrechen zu begehen.... In Basel flammt dann eine kurze Liebesgeschichte auf. Kurz, weil die Verbrechen eine Eigendynamik gewinnen, welche sie ins Verderbern führt.... Sensationell recherchiert und erzählt von Alex Capus. I love it!

Sehnsucht nach dem Frühling - doch der Winter ist hart...
von einer Kundin/einem Kunden aus Neuss am 05.11.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Kurt Sandweg und Waldemar Velte, Wuppertaler, angehende Bankräuber und Mörder, kehren 1933 Nazideutschland den Rücken. Ziel: Indien. Tatsächlich landen sie in Basel, hören Tangoplatten und gehen viel spazieren. Mit Dorly Schupp,Plattenverkäuferin, und deren Freundin, Marie Stifter, tatsächlich die Großmutter mütterlicherseits von Alex Capus... Wie so oft, nimmt Capus einen authentischen... Kurt Sandweg und Waldemar Velte, Wuppertaler, angehende Bankräuber und Mörder, kehren 1933 Nazideutschland den Rücken. Ziel: Indien. Tatsächlich landen sie in Basel, hören Tangoplatten und gehen viel spazieren. Mit Dorly Schupp,Plattenverkäuferin, und deren Freundin, Marie Stifter, tatsächlich die Großmutter mütterlicherseits von Alex Capus... Wie so oft, nimmt Capus einen authentischen Stoff, recherchiert akribisch und benutzt die Erzählungen seiner Verwandschaft, um das Ganze zu einer ebenso abstrusen wie warmherzigen Gangsterklamotte zu formen. Sehnsucht nach dem Glück wird hier leise und melancholisch dargestellt, wobei die Motivation des Tötens nicht wirklich beleuchtet wird. Das hat mich etwas irritiert. Daher einen Stern Abzug. Es ist ein früher Capus (2002) und es sei mir bei all meiner Bewunderung für diesen großartigen Erzähler erlaubt zu sagen: ein noch etwas unreifer. Nichtsdestoweniger zeigt sich in 'Fast ein bisschen Frühling' schon das große Talent und der eigenwillige Erzähl- und Sprachduktus dieses begnadeten Romanciers (ganz im Sinne der alten Schule!). Liebe Grüße nach Olten an dieser Stelle!

Basel, 2. Weltkrieg, Globusfräulein und Platten
von ML aus Basel am 01.11.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ein herrliches Buch, mit einer wunderbaren Liebesgeschichte die auf wahren Begebenheiten beruhen soll. Basel während des zweiten Weltkriegs, die Kriegswehen beginnen erst. Die zwei Flüchtlinge brauchen Geld, rauben eine Bank aus, und besuchen (um Musik zu hören) immer wieder die Plattenabteilung des Globus. Hier lernt der eine der beiden seine... Ein herrliches Buch, mit einer wunderbaren Liebesgeschichte die auf wahren Begebenheiten beruhen soll. Basel während des zweiten Weltkriegs, die Kriegswehen beginnen erst. Die zwei Flüchtlinge brauchen Geld, rauben eine Bank aus, und besuchen (um Musik zu hören) immer wieder die Plattenabteilung des Globus. Hier lernt der eine der beiden seine grosse Liebe kennen... Das tragische Ende ist so fein, so schön geschildert. Herrlich! Ein Buch für stille Leser und Liebhaber der leisen Töne die Action mögen, aber vor allem genissen möchten.