Irre

Roman

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Rainald Goetz schreibt in seinem ersten Roman über die Psychiatrie und einen Helden unserer Tage. Wie weh tut der Irrsinn den Irren? Wie schlimm ist das Arbeiten als Arzt in einer psychiatrischen Klinik? Wie, bitteschön, geht das Leben? Muß das wirklich so zerrissen und zerfetzt sein?

Portrait
Rainald Goetz, geboren 1954 in München, studierte Medizin und Geschichte, lebt in Berlin.

Er hat bisher fünf Bücher geschrieben über die folgenden Themen: über PSYCHIATRIE den Roman Irre; über REVOLUTION die Stücke Krieg; über die RAF: Kontrolliert. Geschichte; über SPRACHE: Festung. Stücke; und über PARTY die Geschichte der Gegenwart Heute Morgen.

Mit seinem neuen Roman Johann Holtrop setzt Goetz das Buch Schlucht, eine Analyse der Nullerjahre, fort; bisher erschienen: Klage, loslabern, elfter september 2010.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 330
Erscheinungsdatum 26.04.1986
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-37724-6
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 17,7/10,8/2 cm
Gewicht 193 g
Abbildungen Nachdr. mit Abbildungen 18 cm
Auflage 17. Auflage
Verkaufsrang 92.364
Buch (Taschenbuch)
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Befund
von Polar aus Aachen am 24.05.2008

Als der Roman erschien, hatte der Autor einen spektakulären Auftritt beim Ingeborg Bachmann-Preis hinter sich, wo er sich vor Augen der Jury die Stirn aufschlitzte, während er aus dem Manuskript vorlas. Was als Werbegag hätte abgetan werden können, bewies sich als Kampfansage für den verstaubten Literaturbetrieb. Im Nachhinein tauchte... Als der Roman erschien, hatte der Autor einen spektakulären Auftritt beim Ingeborg Bachmann-Preis hinter sich, wo er sich vor Augen der Jury die Stirn aufschlitzte, während er aus dem Manuskript vorlas. Was als Werbegag hätte abgetan werden können, bewies sich als Kampfansage für den verstaubten Literaturbetrieb. Im Nachhinein tauchte hier ein Autor auf, der mit gängigen Kriterien nicht abzuurteilen war und sich auch nicht darum scherte. Irre ist ein fulminanter Roman über die Psychiatrie, beschreibt die Arbeit in einer Klinik und stellt die Frage nach einem menschenwürdigen Leben auf beiden Seiten. Stilistisch läßt er einem Leser nicht viel Raum, sich zurückzulehnen und zu goutieren. Wir begegnen einer Melange aus Popmusik, Kneipenleben und Psychiatrie, in der die Nerven allesamt gespannt, die Sucht nach Erfahrung groß ist. Goetz gehört zu den wenigen Autoren, die ein schillerndes Debüt durch spätere Werke bestätigt haben, ohne an Kraft zu verlieren.