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Mirjam

Roman

Luise Rinser

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Beschreibung

»Hier bringt eine Frau die versteinerte Männerwelt um Jesus zum Tanzen: Judas ("Jehuda") will Politik machen, Johannes ("Jochanan") grübelt ewig, Jesus ("Jeschua") heilt, und Mirjam aus Magdala, die schöne Makkabäer-Tochter, sucht sich selber und den Sinn des Lebens. Sie ist Rebellin und Getreue, Begleiterin und oft Zweifelnde, eine starke, liebende Frau. Sie harrte aus unter dem Kreuz und sah als erste Jesus nach seinem Tod. Eine Frau also von zweifelhaftem Ruf war zuerst vertraut mit dem größten Mysterium des christlichen Glaubens. "Weibergeschwätz" war die erste Reaktion der Männer, als Mirjam von dem "Auferstandenen" erzählte... Luise Rinser erweckt den Mann aus Nazareth zu neuem Leben. Mirjam erinnert abendländische Christen an ihre Jesus-Vergeßlichkeit.« Franz Alt in Die Zeit

Luise Rinser, 1911 in Pitzling in Oberbayern geboren, war eine der meistgelesenen und bedeutendsten deutschen Autorinnen nicht nur der Nachkriegszeit. Ihr erstes Buch, ›Die gläsernen Ringe‹, erschien 1941 bei S. Fischer. 1946 folgte ›Gefängnistagebuch‹, 1948 die Erzählung ›Jan Lobel aus Warschau‹. Danach die beiden Nina-Romane ›Mitte des Lebens‹ und ›Abenteuer der Tugend‹. Waches und aktives Interesse an menschlichen Schicksalen wie an politischen Ereignissen prägen vor allem ihre Tagebuchaufzeichnungen. 1981 erschien der erste Band der Autobiographie, ›Den Wolf umarmen‹. Spätere Romane: ›Der schwarze Esel‹ (1974), ›Mirjam‹ (1983), ›Silberschuld‹ (1987) und ›Abaelards Liebe‹ (1991). Der zweite Band der Autobiographie, ›Saturn auf der Sonne‹, erschien 1994. Luise Rinser erhielt zahlreiche Preise. Sie ist 2002 in München gestorben.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 336
Erscheinungsdatum 01.11.1987
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-25180-3
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 18,8/12/2,2 cm
Gewicht 250 g
Auflage 19. Auflage
Verkaufsrang 138576

Buchhändler-Empfehlungen

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Mirjam ist eine Zeugin ihrer Zeit, eine Frau, die die Unterdrückung ihres Volkes bewusst wahrnimmt und die selbstbewusst genug ist, um für ihren Glauben und ihre Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit in einer patriarchalischen Welt zu kämpfen. Hochaktuell und spannend zu lesen !

Kundenbewertungen

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beachtlich
von einer Kundin/einem Kunden aus Pulheim am 15.06.2014

wenn ich bedenke, dass Frau Rinser heute 100 Jahre alt wäre, sind ihre Denkansätze bei der Maria Magdalena-Geschichte durchaus modern und spannend zu lesen.


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  • Mirjam zu Jesus: "Den Feind lieben sagst du. Aber gibt es denn überhaupt Feinde?Ich meine, man ist doch nicht von jeher Feind. Man wird's. Aber warum? Aus Angst, aus Habsucht, aus Neid, aus Eifersucht. Aus all dem macht man sich selber einen Feind." Und Jesus zu Mirjam: "Nicht Furcht vor Strafe hält ab vom Töten des Lebens und der Seele. Nur die Erkenntnis vom Einssein alles Lebendigen schafft dasFriedensreich. Sag das den anderen. Sag es alles! Sag es tausend mal. Dies ist mein Auftrag an dich: Lehre die Einheit alles Lebendige, lehre die Liebe."