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Meuterei auf der Bounty

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Wir schreiben das Jahr 1789 - der mit einer Fracht Brotbäumen beladene britische Segler "Bounty" nimmt Kurs auf Haiti. Es ist eine Fahrt durch die Hölle. Der sadistische Kapitän führt ein strenges Regiment. Auspeitschungen und Demütigungen sind an der Tagesordnung. Bis sich die verzweifelte Mannschaft auflehnt und mörderische Rache übt. Von da an segelt die "Bounty" in eine ungewisse Zukunft...
RezensionBild
Das ist nicht das erste Mal, dass die Bounty in High-Definition-Gewässern unterwegs ist, denn schon vor einigen Jahren wurde eine HD-DVD veröffentlicht, welche das über drei Stunden dauernde Epos in einem hochwertigen neuen HD-Transfer präsentierte. Die hier vorliegende Blu-ray Disc bietet dieselben Spezifikationen, MPEG4/AVC-Codec in 1080p und ein extrem breites 2,75:1 Seitenverhältnis, jedoch ist der Transfer ein anderer. Das Bild wirkt im direkten Vergleich etwas besser ausbalanciert, gerade was Farben und Kontrast betrifft. Das Bild wirkt insgesamt dunkler und etwas dynamischer als das der HD-DVD. Hierdurch kommen die Farben etwas besser zur Geltung und das hat zusätzlich den netten Nebeneffekt, dass weniger Bereiche zum Überstrahlen neigen.

Bis auf diese nur im direkten Vergleich sichtbaren Unterschiede sind kaum Verbesserungen auszumachen. Die Schärfe schwankt zwischen gut und befriedigend, wobei gerade weitwinklige Aufnahmen etwas Tiefeneindruck missen lassen. Der Transfer bietet meist strahlende, gut gesättigte Farben, was vor allem zu Beginn an Marlon Brandos rotem Überwurf oder am statten Grün der Südsee-Inseln leicht zu erkennen ist.

Weit vor der digitalen Zeit wurde die Bounty auf herkömmliches Zelluloid gebannt, was auch nach der Neuabtastung zu erkennen hätte sein sollen. Leider wurde aggressive Rauschunterdrückung eingesetzt, die auch das letzte Korn des Filmgrains radikal ausradiert hat und außerdem dafür sorgt, dass Texturen oftmals wachsartig und künstlich erscheinen.
RezensionBonus
Beim Bonusmaterial gibt es nichts Neues zu finden. Wieder vorhanden ist die Dokumentation „Nach den Dreharbeiten: Eine Reise auf der Bounty“ sowie der Beitrag „Die Geschichte der H.M.S. Bounty“. Beide Dokumentationen beschäftigen sich sowohl mit dem Film als auch den realen Hintergründen der Meuterei auf der Bounty und zeigen auf, dass die Realität in vielerlei Hinsicht anders ausgesehen hat, als es im Film geschildert wird. Außerdem vorhanden ist der „Kinotrailer“.
RezensionTon
Die Blu-ray Disc bietet neben dem neu erstellten DTS-HD 5.1 Master Audio-Track in englischer Sprache auch eine deutsche Dolby Digital 5.1-Tonspur. Während die deutsche Version trotz des Upmixes sehr angestaubt wirkt, ist der DTS-HD-Track erstaunlich gut gelungen. Die deutsche Synchronisation hat über die Jahre deutlich Federn lassen müssen – sie klingt blechern, dumpf und wenig dynamisch. Das Selbige gilt für die Umgebungsgeräusche und Effekte, die sich zwar ab und an auf allen Lautsprechern des Surround-Systems breit machen, aber dort nur wenig beeindrucken können. Im Gegensatz hierzu bietet die Originaltonspur einen sehr dynamischen, sehr sauberen und klaren Sound, der die 50 Jahre Alter des Filmes nahezu vergessen macht. Wenn das Original dem anderen Track auch in allen Belangen mehr als überlegen ist, so ist es doch die Dialogwiedergabe, die etwas aus der Reihe tanzt. Leider ist es auch dieses Mal wieder so, dass die Sprache so leise abgemischt wurde, dass sie in actionreichen Szenen fast untergeht.
Zitat
Die \'Meuterei auf der Bounty\' (USA 1962) ist wohl die meistverfilmte Geschichte der Seefahrt, so gab es zum Erscheinungsdatum der hier vorliegenden Fassung aus dem Jahr 1962 schon drei bekannte Vorgänger, die das selbe Thema behandelten. Was jedoch neu an der von Lewis Milestone inszenierten Fassung war, war das hohe Budget und die damit verbundenen Hochkaräter auf der Besetzungsliste. Neben Marlon Brando heuerten nämlich auch Trevor Howard sowie Richard Harris auf der \'Bounty\' an und machten das über drei Stunden dauernde Seefahrer-Epos zu einem Hollywood-Großevent.

Gedreht an Originalschauplätzen bietet die \'Meuterei auf der Bounty\' auch heute nach über 50 Jahren noch einiges an Schauwerten. Gerade die Aufnahmen auf Tahiti und deren Nachbarinseln sind wunderschön gelungen und lassen zu keinem Zeitpunkt Studio-Feeling aufkommen, wie man das von neueren Produktionen leider eher gewohnt ist – hier ist wirklich noch alles echt. Dieses Prädikat kann leider nicht für die Story gelten, denn statt die Meuterei so nachzuerzählen, wie sie geschichtlich verbürgt ist, entschied man sich während der Drehbuchphase, der verklärten Romanvorlage zu folgen, die Captain Bligh zum Unmenschen und Sadisten demontiert und die Meuterer zu Helden stilisiert. Hierdurch verkommt die Unterscheidung zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch zu reiner Schwarz-Weiß-Malerei und bietet keinerlei nachgelagertes Potential, was jedoch zum Stil der 60er passt – man wollte das Publikum damals schließlich nicht mit zu viel moralischen Fragestellungen überfordern. Hat man sich einmal daran gewöhnt, dass es sich hier nicht um eine Geschichtsstunde mit akkuratem und korrektem Informationsfluss handelt und den Film als das entlarvt, was er wirklich ist, nämlich pure Unterhaltung, können die ersten 150 Minuten auch heute noch durchaus überzeugen. Federn und Punkte lässt das Werk jedoch in den letzten Minuten, deren pathetische Inszenierung dann auch noch die letzte Ernsthaftigkeit raubt und es schafft, die ansonsten gelungene Seefahrer-Geschichte auf der Zielline zum Groschenroman verkommen zu lassen.

\'Meuterei auf der Bounty\' ist ein prachtvolles Werk mit tollen Schauspielern und grandioser Ausstattung, das zu seiner Zeit Maßstäbe setzte und dennoch niemals in die Liga der absoluten Klassiker aufschließen konnte, was definitiv an der stereotypen und geradlinigen Erzählweise der Geschichte liegt, bei der man nicht das geringste Risiko eingehen wollte. In dieser Hinsicht ist die 1984er-Variante mit Mel Gibson und Anthony Hopkins etwas besser gelungen, wenn auch der Gesamteindruck dort keineswegs besser ist. Vielleicht wäre es tatsächlich mal an der Zeit für die X-te Neuverfilmung...

Technisch gefällt die Blu-ray Disc durch ein ordentliches Bild, wenngleich man durch zu heftiges Filtern nahezu jedes Leben aus dem Material gepresst hat. Der Sound der Synchronisationen ist nicht gerade perfekt, dafür gefällt das neu gemasterte englische Original, dessen Stimmen leider etwas zu leise in den Mix gemischt wurden. Das Bonusmaterial ist insgesamt ordentlich, jedoch schon von älteren Veröffentlichungen bekannt.

Subjektive Filmwertung: 7 von 10 hochklassig inszenierte Seefahrer-Epen ohne Anspruch auf geschichtliche Korrektheit
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Beschreibung

Produktdetails


Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 16 Jahren
Erscheinungsdatum 11.11.2011
Regisseur Lewis Milestone
Sprache Deutsch, Dänisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch (Untertitel: Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch)
EAN 5051890045522
Genre Abenteuer
Studio Warner Home Video
Originaltitel Mutiny on the Bounty
Spieldauer 185 Minuten
Bildformat HD (1080p), Widescreen (2,76:1)
Tonformat Deutsch: DD 5.1, Französisch: DD 5.1, Englisch: DTS HD 5.1
Verkaufsrang 224
Produktionsjahr 1962
Film (Blu-ray)
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9,99
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Prädikat wertvoll ... Brot für England und unser tägliches Wasser gib uns heute
von Don Alegre aus Bayern am 02.04.2012

Dieses glänzend remastered, 1962 aufwendige, in Technicolor gedrehte Farbremake des Abenteuerklassikers über die Geschehnisse auf der HMS Bounty um den 28. April 1789 und über Kapitän William Bligh, einen der fähigsten Seefahrer und Navigatoren seiner Zeit, sowie seinen anfänglichen Freund und Masters Mate (2. Offizier) Christ... Dieses glänzend remastered, 1962 aufwendige, in Technicolor gedrehte Farbremake des Abenteuerklassikers über die Geschehnisse auf der HMS Bounty um den 28. April 1789 und über Kapitän William Bligh, einen der fähigsten Seefahrer und Navigatoren seiner Zeit, sowie seinen anfänglichen Freund und Masters Mate (2. Offizier) Christian Fletcher, damals 24 Jahre alt, steht der bereits berühmt gewordenen S/W-Verfilmung von 1935 mit Charles Laughton und Clarke Gable in Nichts nach. Abweichend von den recherchierten, heute bekannten, historischen Tatsachen folgte Lewis Milestone in seiner Regie und Drehbuchauswahl in erster Linie den aufgezeichneten Aussagen der Meuterer, da sich eine Maximierung der cineastische Spannung in der Brutalität eines, in seiner Pflichterfüllung und Treue zu Admiralität übereifrigen, zynisch-sadistischen Bligh geradezu anbot. In erster Linie die Ereignisse aus dieser Sichtweise im Sinn, inszenierte Milestone "auf hoher See" und vor der bildgewaltigen, paradiesischen Kulisse von Tahiti und Moorea mit vor allem den beiden Hauptdarstellern ein grandioses, in allen Bereichen technisch perfektes Spektakel und Epos, neutral in der Charakterisierung seiner Ereignisträger. Obwohl mehr als 40 Jahre seid dem Anlaufen vergangen, ist diese Verfilmung eines, der wohl bekanntesten Kapitels aus der Seefahrt im 18ten Jahrhundert immer noch sehenswert und für den Nostalgiker sowieso ein Muss. Anm.: Bis auf ein paar kleine optische Kontrast- und Schärfen-Probleme in dunklen Partien und schnellen Bewegungen ist das Remastering brillant in Farbe und Ton. Darsteller: * Marlon Brando : Fletcher Christian * Trevor Howard : William Bligh * Richard Harris : John Mills * Hugh Griffith : Alexander Smith * Richard Haydn : William Brown * Tarita Tumi Teriipaia : Maimiti und Percy Herbert als Matthew Quintal / Duncan Lamont als John Williams / Gordon Jackson als Edward Burkett / Chips Raffety als Michael Byrne / Noel Purcell als William McCoy / Ashley Cowan als Samuel Mack / Eddie Byrne als John Fryer / Frank Silvera als Minarii / Tim Seely als Edward Young / Keith McConnell als James Morrison / Matahiarii Tama als Häuptling Hitihiti / Henry Daniell als Richter am Kriegsgericht / Antoinette Bower als Lady Gwendenare Some Facts: ** William Bligh geboren um den 9. September 1754 in Plymouth, gestorben am 7. Dezember 1817 in London: Britischer Seeoffizier (Vizeadmiral) und Gouverneur von New South Wales / Australien. ** Fletcher Christian, geboren am 25. September 1764 in Brigham, England, ermordet am 3. Oktober 1793 in Adamstown, Pitcairn: Britischer Seemann (Oberbootsmann) und Anführer der Meuterei auf der Bounty. ** Pitcairninseln /Pazifik: 9 Meuterer, 6 polynesischen Männer und 12 polynesischen Frauen besiedelten die felsige, unbewohnte Insel am 15. Januar 1790. ** Tarita Tumi Teriipaia war seit 1961 bis zu seinem Tode Marlon Brando Geliebte und hatte mit ihm zwei Kinder. ** In einer der längsten Seereisen, die je in einem offenen Boot unternommen wurden, schaffte es Bligh innerhalb von 41 Tagen, die kleine, völlig überladene, 7 x 2 m große Barkasse über die kaum erforschte Torresstraße zwischen Australien und Neuguinea zur ca. 5.800 km entfernten Insel Timor zu segeln.