Auferstehung

Roman

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Fürst Nechljudow nimmt an einer Gerichtsverhandlung als Geschworener teil und erkennt in der des Mordes Angeklagten das Mädchen wieder, das er einst verführt und dann im Stich gelassen hat. Als diese unschuldig zu vier Jahren Zwangsarbeit verurteilt wird, beginnt die moralische Auferstehung des Fürsten. Er bemüht sich vergeblich um die Aufhebung des Urteils und folgt der Verurteilten schließlich nach Sibirien, um ihr die Ehe anzubieten und so seine Schuld zu sühnen.
Der zu Tolstojs Alterswerk zählende Roman ›Auferstehung‹ erschien nach zehnjähriger Entstehungszeit im Jahr 1899 zunächst in einer Zeitschrift. Tolstoj übt Kritik an den sozialen Verhältnissen und klagt die ungerechte Rechtsprechung im damaligen Rußland an. Dem religiösen Auferstehungsmythos setzt er sein eigenes Verständnis entgegen: Demnach besteht die Auferstehung in der Läuterung des Menschen im Diesseits und der Rückkehr auf den Weg der göttlichen Vernunft des Gewissens.
Portrait
Lew Tolstoj wurde am 9. September 1828 in Jasnaja Poljana bei Tula geboren und starb am 20. November 1910 in Astapowo, heute zur Oblast Lipezk an einer Lungenentzündung. Tolstoj entstammte einem russischen Adelsgeschlecht. Als er mit neun Jahren Vollwaise wurde, übernahm die Schwester seines Vaters die Vormundschaft. An der Universität Kasan begann er 1844 das Studium orientalischer Sprachen. Nach einem Wechsel zur juristischen Fakultät brach er das Studium 1847 ab, um zu versuchen, die Lage der 350 geerbten Leibeigenen im Stammgut der Familie in Jasnaja Poljana mit Landreformen zu verbessern. Er erlebte von 1851 an in der zaristischen Armee die Kämpfe im Kaukasus und nach Ausbruch des Krimkriegs 1854 den Stellungskrieg in der belagerten Festung Sewastopol. Die Berichte aus diesem Krieg (1855: Sewastopoler Erzählungen) machten ihn als Schriftsteller früh bekannt. Er bereiste aus pädagogischem Interesse 1857 und 1860/61 westeuropäische Länder und traf dort auf Künstler und Pädagogen. Nach der Rückkehr verstärkte er die reformpädagogischen Bestrebungen und richtete Dorfschulen nach dem Vorbild Rousseaus ein. Seit 1855 lebte er abwechselnd auf dem Gut Jasnaja Poljana, in Moskau, und in Sankt Petersburg. Im Jahre 1862 heiratete er die 18-jährige deutschstämmige Sofja Andrejewna Behrs, mit der er insgesamt 13 Kinder hatte. In den folgenden Jahren seiner Ehe schrieb er die monumentalen Romane Krieg und Frieden sowie Anna Karenina, die Tolstojs literarischen Weltruhm begründeten.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 629
Erscheinungsdatum 25.03.1984
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-32491-1
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 18/11,3/3,7 cm
Gewicht 321 g
Abbildungen mit Abbildungen
Auflage 10
Illustrator Theodor Eberle
Übersetzer Adolf Hess
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Auferstehung
von einer Kundin/einem Kunden am 26.08.2013

Ein Werk des russischen Schriftstellers, das zu Unrecht im Schatten seiner Hauptwerke steht. Als Geschworener stellt Fürst Nechliudow fest, dass es sich bei der Angeklagten um Katjuscha, seiner Jugendliebe, handelt. Nach Nachforschungen ist er sich sicher, dass er durch sein verantwortungsloses Handeln dafür verantwortlich ist, warum sie auf die... Ein Werk des russischen Schriftstellers, das zu Unrecht im Schatten seiner Hauptwerke steht. Als Geschworener stellt Fürst Nechliudow fest, dass es sich bei der Angeklagten um Katjuscha, seiner Jugendliebe, handelt. Nach Nachforschungen ist er sich sicher, dass er durch sein verantwortungsloses Handeln dafür verantwortlich ist, warum sie auf die schiefe Bahn geriet. Von ihrer Unschuld überzeugt nimmt die Tragödie ihren Lauf....

sehr sozialkritisch
von einer Kundin/einem Kunden aus schwedeneck am 16.03.2008

das buch ist einfach klase! es bewegt einen zum nachdenken! es war sicherlich revolutioner zur damaliger zeit sowas zu schreiben! ich konnte nicht aufhören zu lesen ,obwohl das buch sehr dick ist und an einigen stellen sehr mühsam weiter zu kommen.aber trotzdem -einfach klassiker!