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Cherubinischer Wandersmann

Kritische Ausgabe

Reclams Universal-Bibliothek Band 8006

Angelus Silesius

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Beschreibung

In seiner berühmtesten Dichtung »Der cherubinische Wandersmann« wandelt Angelus Silesius (Johannes Scheffler) auf den pansophischen Pfaden von Denkern wie Meister Eckhart oder Jakob Böhme. Er malt antithetische Bilder, um in der Versprachlichung des Unsagbaren Gott nahe zu kommen, und bringt diese in die ebenso knappe wie kunstvolle Form eines Epigramms im typisch barocken Versmaß des Alexandriners. Bis heute gilt »Der cherubinische Wandersmann«, der bei seinem Erscheinen die Öffentlichkeit spaltete, als ein Meisterwerk barocker Dichtkunst.

"Neben einem sorgfältig erstellten kritischen Apparat (...) bietet dieser handliche und ansprechend gestaltete Reclam-Band ein Glossar, das heute nicht mehr gebräuchliche Wortformen sowie wichtige Termini der mystischen Sondersprache erklärt, einen ausführlichen Kommentar in Form von Anmerkungen zu einzelnen Epigrammen, Literaturhinweise, einen mit ′Daten und Fakten zu Leben und Werk′ überschriebenen Abschnitt, der (...) eine knappe, übersichtliche Zusammenstellung bio-bibliographischer Fakten gibt, sowie ein 60-seitiges Nachwort von eigenem Gewicht. (...) Der Liebhaber und Nichtfachmann wird die klare und unprätentiöse Sprache der Herausgeberin ebenso schätzen wie die Tatsache, dass sämtliche lateinischen Zitate auch in deutscher Übersetzung erscheinen."
-- Neue Zürcher Zeitung

Angelus Silesius (d. i. Johannes Schef¿er), getauft 25. 12. 1624 Breslau - 9. 7. 1677 ebd. Der Sohn eines polnischen Adeligen und einer Schlesierin besuchte das Breslauer Elisabeth-Gymnasium, studierte in Straßburg (1643-44), Leiden (1644-46) und Padua (1647-48; Dr. phil., Dr. med.). Anschließend trat er eine Stelle als herzoglicher Hof- und Leibmedicus in Oels bei Breslau an (1649-52). Am 12. 6. 1653 konvertierte er in einem öffentlichen, demonstrativen Akt zum Katholizismus. Von nun an nannte er sich Johannes Angelus Silesius. 1661 emp¿ng er die Priesterweihe, von 1664 bis 1666 stand er als Rat und Hofmarschall im Dienst des Of¿zials und Generalvikars von Schlesien, Sebastian v. Rostock, danach betreute er als Arzt und Priester Arme und Kranke im Breslauer St.-Matthias-Stift. Die Begegnung mit dem Böhme-Anhänger A. v. Franckenberg führte zu einer vertieften Beschäftigung mit der mystischen und pansophischen Tradition; außerdem lernte A. durch Franckenberg D. Czepko und dessen (im 17. Jh. ungedruckte) mystische Epigrammatik kennen. Vom mystischen Weg zu Gott handeln die beiden Hauptwerke A.': Im Cherubinischen Wandersmann geschieht dies spekulativ, den Intellekt ansprechend in der Form des 'geistreichen', d. h. spitz¿ndigen, scharfsinnigen, antithetisch-pointierten, paradoxen Alexandrinerepigramms, die Geistlichen Hirten-Lieder Der in jhren Jesum verliebten Psyche beschreiben den affektiven Weg zu Gott und stehen im Zeichen einer durch das Hohelied legitimierten Brautmystik, die Formen und Motive der weltlichen Pastoral- und Liebesdichtung parodiert und dem geistlichen Zweck nutzbar macht. Die späteren schriftstellerischen Arbeiten sind, sieht man von der Versdichtung Sinnliche Beschreibung Der Vier Letzten Dinge ab, kontroverstheologische Traktate und Polemiken im Dienst der Gegenreformation. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Louise Gnädinger
Seitenzahl 415
Erscheinungsdatum 01.01.1986
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-008006-1
Verlag Reclam, Philipp
Maße (L/B/H) 14,7/9,5/2,2 cm
Gewicht 204 g

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    Approbatio

    Erstes Buch
    Andertes Buch
    Drittes Buch
    Vierdtes Buch
    Fuͤnfftes Buch
    Sechstes Buch

    Anhang
    Zur Textgestalt
    Verzeichnis der Textvarianten
    Glossar
    Anmerkungen
    Literaturhinweis
    Daten zu Leben und Werk

    Nachwort: Die mystische Epigrammsammlung des Angelus Silesius