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Schloß Gripsholm

Eine Sommergeschichte

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Eine Sommerliebe in Schweden: Kurt, Publizist und Schriftsteller, verbringt mit seiner 'Prinzessin' Lydia einen schier endlosen Sommer in Schloß Gripsholm. Als die Sängerin Billie und der Flieger Karlchen dem Paar nach Schweden folgen, sind die Turbulenzen nicht mehr aufzuhalten.
Die unvergeßliche Liebesgeschichte, 1950 eines der ersten rororo-Taschenbücher, wurde mit Heike Makatsch, Ulrich Noethen und Jasmin Tabatabai neu verfilmt.
Portrait
Der am 9. Januar 1890 in Berlin geborene Kurt Tucholsky war einer der bedeutendsten deutschen Satiriker und Gesellschaftskritiker des vorigen Jahrhunderts.

Er gewann als radikaler Pazifist und geradezu bestürzend frühzeitiger, prophetischer Warner vor dem militanten deutschen Nationalismus politische Bedeutung. Unter den Pseudonymen Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel und Kaspar Hauser war er fünffacher Mitarbeiter der «Weltbühne», einer Wochenschrift, die er gemeinsam mit Siegfried Jacobsohn und nach dessen Tod mit dem späteren Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky zu einem der aggressivsten und wirksamsten publizistischen Instrumente der Weimarer Republik machte.

Nach dem Absturz Deutschlands in die Barbarei nahm er sich am 21. Dezember 1935 in seiner letzten Exilstation Hindås/Schweden das Leben. Er starb im Göteborger Sahlgrenska Sjukhuset. Sein Grab liegt auf dem Friedhof Mariefred-Gripsholm.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 01.10.2001
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-33179-4
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19,2/12,4/2,9 cm
Gewicht 255 g
Abbildungen zahlreiche Illustrationen
Auflage 2. Auflage
Illustrator Wilhelm M. Busch
Buch (Taschenbuch)
8,95
inkl. gesetzl. MwSt.
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Eine wunderbare Erzählung Tucholskys mit deutlich mehr Tiefgang als der Vorgänger "Rheinsberg". Der unnachahmlich leichte und doch eindringliche Stil des Autoren begeistert jeden. Eine wunderbare Erzählung Tucholskys mit deutlich mehr Tiefgang als der Vorgänger "Rheinsberg". Der unnachahmlich leichte und doch eindringliche Stil des Autoren begeistert jeden.

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Eine Sommergeschichte
von Wortschätzchen aus Kreis HD am 23.09.2016
Bewertet: Medium: H?rbuch (CD)

Tucholsky, im Buch von seiner Freundin Lydia, die er meist nur „die Prinzessin“ nennt, Peter oder Fritz genannt, da sie „Kuard“ so doof findet, geht mit ebendieser für ein paar Wochen in Urlaub. Was er dabei erlebt, packt er in die Erzählung, die er dann anschließend seinem Verleger Rowohlt... Tucholsky, im Buch von seiner Freundin Lydia, die er meist nur „die Prinzessin“ nennt, Peter oder Fritz genannt, da sie „Kuard“ so doof findet, geht mit ebendieser für ein paar Wochen in Urlaub. Was er dabei erlebt, packt er in die Erzählung, die er dann anschließend seinem Verleger Rowohlt verkaufen wird. Die Erlebnisse dieser Reise sind kunterbunt. Von der Reise selbst bis hin zu den Besuchen von Freunden an ihrem Urlaubsort und der Rettung eines kleinen Mädchens aus den Fängen einer sadistischen Erzieherin, all das darf der Leser miterleben. Schon allein der fiktive Briefwechsel zwischen Tucholsky und Rowohlt ist wunderbar komisch – und doch so aktuell, nach all den Jahren! Die Gespräche zwischen den Protagonisten sind berührend, komisch, tiefgründig, erstaunlich – Tucholsky hat ein ganzes Kaleidoskop an Gefühlen und Reaktionen in diese Erzählung gepackt. Wunderbar auch die wohldosiert eingestreuten Plattdeutschen Sätze. Sie geben der Geschichte, aber auch den Aussagen Lydias, erstaunlich viel Tiefe und Gefühl. Umwerfend komisch, aber auch irgendwie treffend, sind Wortschöpfungen wie: „Wasser in Halbtrauer“ oder „katholische Flora“ – ich liebe es! Die Idee, dass ein Freund von „Peter“ und eine Freundin Lydias nacheinander zu Besuch nach Schweden zu den beiden Urlaubern kommen, ist herrlich anders. Karlchen und Billie sind Originale, wie so ziemlich jede Figur dieser Erzählung. In aller Komik ruht aber so viel Melancholie und Wahrheit – es ist erstaunlich. Wenn man dann noch bedenkt, wann die Geschichte entstanden ist, wieviel sich seither verändert hat und wieviel doch noch immer so ist, wie es damals war, kann man nur staunen. Uwe Friedrichsen verstand es wahrlich meisterlich, die Erzählung perfekt einzulesen. Ohne lächerliche Piepsstimme für Lydia gab er ihr eine ganz eigene Art zu sprechen, die ihre Parts sofort erkennen ließ. Sei Platt ist so klar, dass sogar ich alles verstanden habe und keine Übersetzungen benötigte. Einfach großartig, wie er mit den Worten und seiner Stimme gearbeitet hat – als wäre er eine Reinkarnation von Tucholsky. Wunderbar! Ein wenig Liebesgeschichte, ein wenig Roadtrip, ein wenig Krimi, ein wenig Reisebericht, ein wenig Schwedenflair – „Schloss Gripsholm“ ist ein bunter Strauß Worte, die verzaubern. Klassiker sind nicht jedermanns Sache. Doch diese 288 Minuten (ungekürzte Lesung!) klingen gar nicht angestaubt und machen wirklich Freude. Tucholsky war seiner Zeit einfach weit voraus – und heute wäre eine Beziehung, wie sie „Peter“ zu Lydia hatte, auch kein Skandal mehr. Tucholsky ist ein sehr wichtiger Autor, der ohne Geschwurbel dem Leser/Hörer den Irrsinn der Welt zeigt und sie damit zu verbessern versteht. Ein wunderbares Hörbuch, das man einfach nur mit den vollen fünf Sternen bewerten kann! Unbedingt hören!

Zivilcourage im Urlaub
von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 09.10.2011
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Angeregt vom Verleger Rowohlt präsentiert der Autor Tucholsky eine Ich-Erzählung eines nur teilweise unbeschwerten Urlaubs in Schweden. Mit der Freundin Lydia, die später vom Annäherungsversuch ihres Chefs erzählt, tuckert Kurt nach Schweden und beide landen kurz darauf in Schloß Gripsholm. Die gemächlich dahin plätschernde Urlaubserzählung erhält zwei Unterbrechungen und eine... Angeregt vom Verleger Rowohlt präsentiert der Autor Tucholsky eine Ich-Erzählung eines nur teilweise unbeschwerten Urlaubs in Schweden. Mit der Freundin Lydia, die später vom Annäherungsversuch ihres Chefs erzählt, tuckert Kurt nach Schweden und beide landen kurz darauf in Schloß Gripsholm. Die gemächlich dahin plätschernde Urlaubserzählung erhält zwei Unterbrechungen und eine brisante Parallelhandlung. Freund Karlchen kommt zu Besuch und später Lydias Freundin Billie. Mit Billie und Lydia verbringt Kurt eine gemeinsame Nacht. Amüsiert las ich, dass diese Dreiecksepisode 1931 anrüchig war. Während des Aufenthalts auf Schloß Gripsholm machen Lydia und Kurt die Bekanntschaft eines Mädchens, das aus einem benachbarten Kinderheim aufgerissen war. Sie stellen die Heimleiterin zur Rede, doch die stellt sich stur. Da schalten sie couragiert die Mutter der Kleinen in der Schweiz ein und können das Mädchen aus dem Heim befreien. Nur gelegentlich blitzt der Satiriker und politische Denker Tucholsky auf, so wenn es um Vaterlandstreue geht, um den Anschluss Österreichs (im Jahre 1931!) oder die Todesstrafe. Für das heutige Lesepublikum ist die Erzählung weitgehend harmlos und ruhig stellend. Einzig der zweite Handlungsstrang mit der praktizierten Zivilcourage lohnt die Lektüre auch heute noch. Die Neuausgabe der Büchergilde mit den passenden Zeichnungen von Hans Traxler bietet sich als ansprechendes Geschenk an.

Für die Tasche
von Wiebke Hartung aus Bremen am 24.06.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die perfekte Sommerlektüre im Handtaschenformat: wer sich mal wieder einen Klassiker gönnen und auf schöne Sprache und gute Unterhaltung nicht verzichten will, sollte sich Schloss Gripsholm in die Tasche stecken und direkt an den Strand fahren!