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Epistulae morales ad Lucilium. Liber I /Briefe an Lucilius über Ethik. 1. Buch

Lat. /Dt.

Reclams Universal-Bibliothek Band 2132

Müssen denn alle Seeufer mit Luxusvillen zugebaut werden? Muss man Delikatessen vom anderen Ende der Welt auf dem Tisch haben? Geradezu aktuell wirken Senecas Beispiele, mit denen er in den Briefen an seinen Freund Lucilius die Regeln für ein rechtes Leben gemäß der Stoa vermittelt: Wenn wir der Natur folgen, brauchen wir weniger und leben zufriedener und gesünder. Auch wer etwas über die römische Gesellschaft erfahren möchte, kommt bei der Lektüre der Briefe auf seine Kosten. Denn wie kaum ein anderer wusste Seneca die Marotten seiner Zeitgenossen aufs Korn zu nehmen und ein lebendiges Bild vom Alltagsleben zu zeichnen.
Portrait
Seneca (Lucius Annaeus Seneca, auch Seneca der Jüngere genannt, zwischen 4 v. Chr. und 1 n. Chr. Cordova/Cordoba – April 65 n. Chr. bei Rom) war unter den Kaisern Caligula und Claudius als Anwalt, Quästor und Senator tätig. Im Jahre 41 ins Exil nach Korsika geschickt, wurde er acht Jahre später zur Erziehung Neros nach Rom zurückberufen. Als Dichter beschäftigt sich Seneca in »Medea«, »Oedipus« und sieben weiteren Tragödien mit Stoffen aus dem griechischen Sagenkreis. Mit »Apocolocyntosis« (»Die Verkürbissung des Kaisers Claudius«) gelingt ihm ein bissiges und scharfzüngiges Pamphlet gegen Claudius, der ihn ins korsische Exil geschickt hatte. Als Philosoph vertritt er in seinen Briefen »Epistulae morales ad Lucilius« (»Briefe an Lucilius über Ethik«) sowie in seinen Abhandlungen, beispielsweise »De vita beata« (»Vom glücklichen Leben«) oder »De tranquillitate animi« (»Von der Ausgeglichenheit der Seele«) die Lehre der Stoa, die Leben und Tod mit Genügsamkeit, Weisheit und Gleichmütigkeit entgegentritt. In diesem Geist erscheint auch Senecas Ableben, wie es der Historiker Tacitus in seinen »Annalen« beschreibt: Seneca wird von Nero, der dem Lehrer zusehends entglitten war, der Teilnahme an der Pisonischen Verschwörung beschuldigt und zum Selbstmord gedrängt – einem Befehl, dem der Philosoph laut Tacitus stoisch Folge leistete.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Franz Loretto
Seitenzahl 88
Erscheinungsdatum 01.01.1986
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-002132-3
Verlag Reclam, Philipp
Maße (L/B/H) 15/9,5/0,7 cm
Gewicht 48 g
Verkaufsrang 92770
Buch (Taschenbuch)
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Seneca - Epistulae morales ad Lucilium Liber I
von einer Kundin/einem Kunden am 19.03.2011

Seneca hat mit seinen Briefen an Lucilius ein philosophisches Werk erster Güte geschaffen. Dabei ist es ihm gelungen, seinen Gedanken einen klaren Ausdruck zu verleihen, sodass diese auch nach so langer Zeit ihre Gültigkeit nicht verloren haben und auch dem modernen Leser wichtige Anstöße für das eigene Denken liefern.