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Was ist Demokratie?

Geschichte und Gegenwart

Beck Reihe Band 6028

Paul Nolte

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Beschreibung


Die Demokratie ist ins Gerede gekommen – die Wahlbeteiligung schwindet, die Skepsis der Bürger gegenüber den Politikern nimmt zu. Die Regierungen wirken machtlos im Kampf um die Regulierung der globalen Finanzmärkte. Zugleich ist in Nordafrika ein demokratischer Frühling erwacht, in den Millionen Menschen ihre Hoffnungen setzen, und in China rufen mutige Dissidenten wie Liu Xiaobo nach mehr Freiheit und Menschenrechten. Was aber meinen wir eigentlich, wenn wir von Demokratie sprechen? Warum gibt es ein Parlament, wie sind die Parteien entstanden? Brauchen wir mehr direkte Beteiligung des Volkes? Kommt die Demokratie in einer globalen und multikulturellen Welt an die Grenzen ihrer Möglichkeiten?

Paul Nolte ist Professor für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Freien Universität Berlin und Präsident der Evangelischen Akademie zu Berlin.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 08.03.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-63028-6
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 21,4/14,1/3,8 cm
Gewicht 634 g
Auflage 1
Verkaufsrang 148902

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Die Demokratie ist kein starres Gebilde
von Michael Bronn aus Magdeburg am 01.05.2013
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Was ist Demokratie? Diese Frage stellt sich in Zeiten von zunehmender Politikverdrossenheit, demokratischen Revolutionen in der arabischen Welt und neuen Partizipationsmöglichkeiten wie dem Internet immer wieder. Paul Nolte erklärt in seinem einzigartigen Kompendium sowohl die historische Entwicklung dieser politischen Ordnung v... Was ist Demokratie? Diese Frage stellt sich in Zeiten von zunehmender Politikverdrossenheit, demokratischen Revolutionen in der arabischen Welt und neuen Partizipationsmöglichkeiten wie dem Internet immer wieder. Paul Nolte erklärt in seinem einzigartigen Kompendium sowohl die historische Entwicklung dieser politischen Ordnung von der Antike bis ins 21. Jahrhundert, als auch Chancen und Herausforderungen, denen sich eine demokratische Gesellschaft stellen muss. Spannend und leicht verständlich geht er auf die Anfänge der Demokratie ein, betrachtet die großen demokratischen Revolutionen im 18. und 19. Jahrhundert, erläutert die Krisen des 20. Jahrhunderts und findet dabei immer wieder den Bezug zu aktuellen Entwicklungen und Problemen. Für ihn ist die Geschichte der Demokratie aus drei Perspektiven zu betrachten – als Erfüllung von Erwartungen, als Suche nach neuen Möglichkeiten und als Krise in politischer Realität und Selbstreflexion. Desweiteren analysiert er die verschiedenen Elemente, die die Demokratie erst funktionsfähig machen. Die Bedeutung von Menschen- und Grundrechten, Partizipation und Öffentlichkeit für die Demokratie werden genauso ausführlich erklärt wie die Funktionen von Parlament, Verfassung und Gewaltenteilung. Besonderes Augenmerk legt er auf aktuelle Entwicklungen. So beantwortet er unter anderem die Fragen nach den Möglichkeiten von digitaler Demokratie und globaler Verantwortlichkeit, als auch nach Konflikten und Widersprüchen innerhalb demokratischer Gesellschaften. Dabei zeigt er dem Leser immer wieder neue Perspektiven der Demokratie. Für ihn Demokratie ist kein starres Gebilde, sie entwickelt sich weiter und passt sich den gesellschaftlichen Bedingungen an - sowohl im Verlauf ihrer Geschichte als auch heute. Dieses brilliante Buch bietet nicht nur einen hervorragenden Überblick über die Geschichte der Demokratie, sondern zeigt auch, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, sich an der demokratischen Gegenwart zu beteiligen. Höchst aktuell, ausführlich und zudem spannend geschrieben - ich kann dieses Buch jedem politik- und geschichtsinteressierten Leser einfach nur empfehlen.

"Demokratie ist die schlechteste Staatsform, aber wir haben keine bessere ..."
von Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 11.04.2012

In einem Streifzug durch die Geschichte geht der Autor der Demokratie und ihren Ursprüngen auf den Grund. Die Demokratie ist eine schwache Herrschaftsform. Sie stellt sich dauernd infrage und lädt ihre Gegner zur Kritik ein. Nolte selbst haben die Zweifler bewogen, dieses Buch zu schreiben. Er beschreibt darin eine Geschichte ... In einem Streifzug durch die Geschichte geht der Autor der Demokratie und ihren Ursprüngen auf den Grund. Die Demokratie ist eine schwache Herrschaftsform. Sie stellt sich dauernd infrage und lädt ihre Gegner zur Kritik ein. Nolte selbst haben die Zweifler bewogen, dieses Buch zu schreiben. Er beschreibt darin eine Geschichte von frühen Erfolgen und häufigem Wandel einer Staatsform, die vom klassischen Griechenland über die Aufklärung, die Revolutionen des 18. Jahrhunderts, den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart reicht. Der Blick in die turbulente Krisengeschichte der Demokratie lohnt sich, glaubt Nolte. Das Werden, Vergehen und Wiederkehren von Demokratie beschreibt er in neun Kapiteln. Chronologisch durchquert er die Jahrhunderte, macht beim Gang durch die Geschichte seine Leser aber auch vertraut mit den philosophischen Grundlagen und Vorstellungen von Rechten, Machtaufteilung und Machtbeteiligung, die sich im Laufe der Zeit allmählich etabliert haben. Zum "Wahlvolk" beispielsweise gehörten im klassischen Athen nur die Vollbürger, eine winzige Minderheit. Arme, Sklaven oder gar Frauen waren ausgeschlossen. Von 200.000 Athenern hatten nur 30.000 das Wahlrecht. 2400 Jahre später durften im England des 18. Jahrhunderts bloß knapp ein Drittel der erwachsenen Männer wählen. Frauen erhielten das Wahlrecht dort erst nach dem Ersten Weltkrieg. Noch später war die Schweiz dran, wo das Frauenwahlrecht erst 1971 eingeführt wurde. Nolte zeigt an solchen Querschnitten, wie schwer erkämpft und wie stark wandelbar die Demokratie war - und bleibt. Denn auch die deutsche Nachkriegsrepublik ist steter Veränderung unterworfen. Eine wertvolle Lektüre für Kritiker wie auch Verfechter der Macht, die vom Volk ausgeht.


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