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Der Hals der Giraffe

Bildungsroman

Judith Schalansky

(26)
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Beschreibung

Anpassung ist alles, weiß Inge Lohmark. Schließlich unterrichtet sie seit mehr als dreißig Jahren Biologie. Daß ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern ? in der schrumpfenden Kreisstadt im vorpommerschen Hinterland fehlt es an Kindern. Lohmarks Mann, der zu DDR-Zeiten Kühe besamt hat, züchtet nun Strauße, ihre Tochter Claudia ist vor Jahren in die USA gegangen und hat nicht vor, Kinder in die Welt zu setzen. Alle verweigern sich dem Lauf der Natur, den Inge Lohmark tagtäglich im Unterricht beschwört. Als sie Gefühle für eine Schülerin der 9. Klasse entwickelt, die über die übliche Haßliebe für die Jugend hinausgehen, gerät ihr biologistisches Weltbild ins Wanken. Mit immer absonderlicheren Einfällen versucht sie zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Nach dem gefeierten »Atlas der abgelegenen Inseln« schreibt Judith Schalansky einen Roman. Darin kämpft eine Biologielehrerin für die Einhaltung der Naturgesetze, verrenkt sich den Hals nach unerreichbaren Früchten und fällt am Ende vom Glauben an Gott Darwin ab. Schauplatz der Geschichte ist eine der irrwitzigsten Anstalten dieser Welt: die Schule.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 224 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.09.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783518757000
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Dateigröße 14342 KB
Verkaufsrang 42783

Buchhändler-Empfehlungen

Ein ungewöhnliches Buch, ein Buch der etwas anderen Art, eine Entwicklungslehre mit offenem Ende.

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Judith Schalansky, die Autorin des großartigen Buches „Atlas der abgelegenen Inseln“, hat mit ihrem neuen Roman, wie sie sagt einem Bildungsroman, wieder ein ungewöhnliches Buch vorgelegt. Schon äußerlich ist dieses Werk ein Buch der etwas anderen Art. Ohne Schutzumschlag, dafür mit einem grob strukturierten Leineneinband und schwarzem Prägedruck, darauf abgebildet das Skelett einer schwarzen Giraffe ohne Kopf. Beim Öffnen des Buches erwartet den neugierigen Leser die nächste Überraschung. Detailverliebte, raffinierte Schwarzweißzeichnungen, die immer einen Bezug zu den einzelnen Kapiteln haben. Aber worum geht es eigentlich? Schalansky, selbst in der damaligen DDR geboren, erzählt die letztendlich tragische Geschichte der Inge Lohmark, einer Lehrerin der „alten Schule“. Sie unterrichtet seit dreißig Jahren Biologie, ist eine Anhängerin von Darwin und den Naturgesetzen und ist überzeugt, die Welt damit erklären zu können. Ihre Familie kann davon ein Lied singen, denn ihr Mann, in der DDR hat er Kühe besamt, ist nun unter die Straußenzüchter gegangen und geht völlig in seiner neuen Berufung auf. Und vergisst dabei eigentlich, dass er eine Familie hat, denn „anatomisch gesehen sind wir immer noch Jäger und Sammler. Altmenschen, die in kleinen Gruppen in der Savanne rumlungerten“. Ihre Tochter Claudia hat sich bewusst den Naturgesetzen verweigert, lebt in den USA und denkt nicht einmal daran, Kinder in die Welt zu setzen. Inge Lohmark verdrängt dies alles, drangsaliert weiterhin ihre Schüler und wirft mit kernigen Sätzen nur so um sich. Längst ist die DDR Vergangenheit, der westliche Kapitalismus ist angekommen und nicht nur in Vorpommern schrumpfen die Schülerzahlen. Als Inge Lohmark sich völlig untypisch für sie in eine Schülerin verguckt, gerät ihre Welt aus den Fugen, alle Naturgesetze scheinen außer Kraft gesetzt zu sein. Mit äußerst fragwürdigen Aktionen versucht sie zu retten, was nicht zu retten ist, und am Ende muss sie sich geschlagen geben, wird ihre Welt eine untergegangene sein. „Einen Fortschritt gab es nicht. Fortschritt, das war ein Denkfehler. Alles war unvollkommen, aber nicht hoffnungslos. Die Gegenwart nur ein Durchgangsstadium, der Mensch nur ein Provisorium. Jedes Ergebnis ein Zwischenergebnis...“ Und am Ende, nach drei Tagen, die sich manchmal anfühlen wie dreißig Jahre, steht Inge Lohmark am Zaun und schaut. Ein ungewöhnliches Buch, ein Buch der etwas anderen Art, eine Entwicklungslehre mit offenem Ende.

Ungewöhnlich, überzeugend und schnörkellos

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Der kleine Band ist sowohl sprachlich als auch gestalterisch überzeugend. Der besondere Reiz ergibt sich aber aus der gelungenen Verknüpfung einer naturwissenschaftlichen Lehre (Darwin) mit dem persönlichen Umfeld einer Biologielehrerin in Brandenburg. Scharf, klar und desillusioniert betrachtet sie Menschen und aussterbende Ortschaften ihrer Heimat. Sehr lesenswert!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
26 Bewertungen
Übersicht
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Nachdenken garantiert!
von Ira Rübenkönig aus Baden-Baden am 18.03.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der Hals der Giraffe ist der zweite Roman von Judith Schalansky, der 2011 als Bildungsroman erfolgreich erschien und nun als Taschenbuch erhältlich ist. Es geht um eine von Darwin geprägte 55 jährige Biologielehrerin. Inge Lohmank unterrichtet seit 30 Jahren an ihrem geliebten Gymnasium. Das ihre Schule in vier Jahren ge... Der Hals der Giraffe ist der zweite Roman von Judith Schalansky, der 2011 als Bildungsroman erfolgreich erschien und nun als Taschenbuch erhältlich ist. Es geht um eine von Darwin geprägte 55 jährige Biologielehrerin. Inge Lohmank unterrichtet seit 30 Jahren an ihrem geliebten Gymnasium. Das ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern, die Stadt im hinteren Vorpommern schrumpft, es fehlt an Kindern. n In der Welt von Inge Lohmank steht die Natur über Erziehung und Humanismus. So lebt sie und so unterrichtet sie auch ! Das hat seine Konsequenzen. Erst recht, als Inge Lohmank Gefühle für eine Schülerin entwickelt. Ein außergewöhnliches Taschenbuch, mit einer präzisen Sprache, der Sarkasmus kommt dabei nicht zu kurz. Biologieunterricht vom feinsten ! Nachdenken garantiert !!

Rationale Weltsicht gerät ins Wanken
von Daniel Keck aus Karlsruhe am 18.01.2013
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Naturwissenschaftlern wird ja gerne eine besonders nüchterne Sicht der Welt nachgesagt.Die Erde und das All funktionieren physikalisch und Träume sind Schäume. Die Lehrerin Inge Lohmark muss im Spätherbst ihrer Schulkarriere erkennen dass es auch noch etwas anderes geben muss. Schöner und überdies toll illustrierter Bildungsroman.

wundervolles Leseerlebnis
von einer Kundin/einem Kunden am 25.10.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Inge Lohmark ist Lehrerin für Biologie. Seit mehr als 30 Jahren versucht sie, mit mal mehr, mal weniger Erfolg, dieses Wissen an ihre Schüler weiterzugeben. .... "Inge Lohmark war dafür bekannt, dass sie die Zügel anziehen und die Leine kurz halten konnte, ganz ohne Tobsuchtsanfall und Schlüsselbundwerferei" und bei Inge Lohma... Inge Lohmark ist Lehrerin für Biologie. Seit mehr als 30 Jahren versucht sie, mit mal mehr, mal weniger Erfolg, dieses Wissen an ihre Schüler weiterzugeben. .... "Inge Lohmark war dafür bekannt, dass sie die Zügel anziehen und die Leine kurz halten konnte, ganz ohne Tobsuchtsanfall und Schlüsselbundwerferei" und bei Inge Lohmark gab es kein Mitspracherecht .......... "Der Hals der Giraffe" von Judith Schalansky ist ein großes Lesevergnügen.

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