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Der Liebhaber

Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 1984

Marguerite Duras

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Beschreibung

"Mir scheint, daß Marguerite Duras sagen wollte: Die Liebe, sie ist doch kein leerer Wahn." (Marcel Reich-Ranicki)

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 193
Erscheinungsdatum 03.04.1989
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-38129-8
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 18,8/11,8/1,5 cm
Gewicht 196 g
Originaltitel L'Amant
Auflage 19. Auflage
Übersetzer Ilma Rakusa
Verkaufsrang 77981

Portrait

Marguerite Duras

Marguerite Duras, eigtl. M. Donnadieu, wurde in Giadinh (Vietnam) am 4.4.1914 geboren. Sie studierte Jura, Staatswisssenschaften und Mathematik. Im 2.Weltkrieg war sie Mitglied der Resistance, ihr Ehemann Robert Antelme, wurde in ein deutsches Konzentrationslager deportiert. Das Bangen um ihren Mann, dessen Rettung und Rückkehr nach Frankreich beschreibt Marguerite Duras in ihrem (Tage-)Buch "Der Schmerz". Nach dem Krieg arbeitete sie als Journalistin. Die Schriftstellerin und Regisseurin gilt als eine der Hauptvertreterinnen des Nouveau roman ("Moderato Cantabile", 1958). Duras schrieb Dramen und Drehbücher ("Hiroshima mon amour", 1959) und führte Regie u.a. in den Filmen "Zerstören, sagt sie" (1969) und "Indiasong" (1975). Weitere Romane: Der Liebhaber (1984), Emily L. (1987). Sie starb am 3.3.1996 in Paris.

Artikelbild Der Liebhaber von Marguerite Duras

Buchhändler-Empfehlungen

Atemlos durch ein bewegtes Leben

Nico Haingärtner, Thalia-Buchhandlung Mannheim

"Der Liebhaber" war mein erster Roman von Marguerite Duras, und nachdem ich die erste Hälfte des Buches in einem einzigen Atemzug verschlungen hatte, musste ich erst mal innehalten und verschnaufen. Die Autorin schrieb diese autobiographische Geschichte in erster Linie für sich selbst, das merkt man, man spürt den Schmerz, der in den Erinnerungen mitschwingt, so, als wolle der dringend benötigte Katharsis-Schrei nicht gelingen, zu dick ist die Mauer der Distanz, die sie in ihrem Kopf errichtet hat und die sich auch im lakonischen Schreibstil niederschlägt. So eilt man als Leser atemlos durch diese so prägenden Jahre eines bewegten Lebens und kommt erst im Nachhinein, Stück für Stück, zum Sortieren dieses intensiven Gefühlstrudels. Keine leichte Kost, aber sehr lohnenswert!

Kundenbewertungen

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Der Liebhaber - Marguerite Duras
von einer Kundin/einem Kunden aus Forch am 28.01.2020

Super Geschichte, von einer Frau mit 70 Jahren geschrieben. Alle Achtung ! Der Text erschliesst sich vielleicht nicht beim erstmaligen durchlesen, ich habe das Buch bereits zweimal gelesen. Fritz Suter

Verwirrender Schreibstil, vernachlässigte Story
von KittyCatina am 28.07.2019

Indochina, Anfang der dreißiger Jahre: Sie ist fünfzehneinhalb Jahre alt, als sie bei der Überquerung des Mekong auf einen viel älteren Chinesen trifft. Fortan treffen sie sich regelmäßig und gehen eine Affäre miteinander ein. Aber diese Liaison soll nicht lange anhalten, denn irgendwann muss das Mädchen zurück in ihre französis... Indochina, Anfang der dreißiger Jahre: Sie ist fünfzehneinhalb Jahre alt, als sie bei der Überquerung des Mekong auf einen viel älteren Chinesen trifft. Fortan treffen sie sich regelmäßig und gehen eine Affäre miteinander ein. Aber diese Liaison soll nicht lange anhalten, denn irgendwann muss das Mädchen zurück in ihre französische Heimat, während er eine andere Frau heiraten soll. Schon eine gefühlte Ewigkeit lag dieses Buch ungelesen in meinem Regal. Nun hatte ich nach einem dünnen Büchlein gesucht und es gleich zur Hand genommen. Leider fühlte es sicher aber an, als würde die autobiografische Geschichte Duras' gar nicht enden wollen, denn sie konnte mich einfach nicht packen. Das lag vor allem am unkonventionellen Schreibstil der Autorin, der sicher nichts für jedermann ist, so auch nicht für mich. Sie erzählt nämlich weniger eine Geschichte, als dass sie, scheinbar völlig willkürlich zwischen den Erzählweisen sowie den Erzählzeiten abwechselnd, Erinnerungen und Gedanken preisgibt. Aber auch ansonsten fiel es mir sehr schwer, mich durch ihr Erzählwirrwarr hindurchzukämpfen. Und auch was die Geschichte angeht, so hatte ich mir darunter etwas ganz anderes vorgestellt, denn die eigentliche Affäre bekommt nur sehr wenig Raum. Dafür geht die Erzählerin immer wieder auf ihre schlechten familiären Verhältnisse ein, was ich ja noch verstehen konnte, weil diese doch irgendwie mit dem eigentlichen Thema des Romans zu tun hatten. Allerdings wurde noch so viel ringsherum erzählt und alles in die Länge gezogen, so dass ich irgendwann einfach die Lust an der Geschichte verloren habe. Und dass, obwohl die Geschichte rund um die Affäre zwischen einem weißen, minderjährigen Mädchen und einem reichen, bereits erwachsenen Chinesen eigentlich super interessant war. Leider gab es davon aber viel zu wenig. Schade ist auch, dass die Charaktere für mich überhaupt nicht greifbar wurden, weil sie zwar beschrieben wurden, aber oftmals eher oberflächlich. Einzig der ältere Bruder der Protagonistin bekommt etwas mehr Aufmerksamkeit. Allerdings war der einfach nur ein Ekel. Und auch die Protagonistin selbst war mir eher unsympathisch. Insgesamt kann ich leider nur sagen, dass mich diese eigentlich dramatisch traurige Geschichte rund um ein recht skandalöses Thema einfach nicht abgeholt hat. Die Verfilmung dieses Buches kann ich allerdings nur empfehlen, da sich diese mehr auf das Wesentliche konzentriert und die ganze Geschichte verständlicher macht, ohne zu weit vom Roman abzuweichen.

verbotene Liebe
von Isa am 14.08.2008

Verbotene Früchte schmecken am besten. Amour fou erzählt von einem Mädchen mit bewegtem Leben, das später zu einer erfolgreichen Schriftstellerin wird. Leidenschaft pur..


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