Mythos und Psychologie

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Mythen sind Weltbilder, Urmodelle für die Beantwortung wichtiger Fragen und
Rätsel: Wie entstand die Welt? Liebe und Rache - wie sollen wir damit umgehen? Auch
heute noch begegnen wir fast täglich mythischen Vorstellungen. Ihre Inszenierung im
Ritual erreicht soziale Ziele mit Mitteln, die wir heute therapeutisch nennen
würden. Eine Psychologie, die Mythen analysiert, spiegelt daher stets auch ihr
eigenes Verhältnis zur Gesellschaft wieder. Der Psychoanalytiker und Bestsellerautor
Wolfgang Schmidbauer hat sein Erstlingswerk über das Verhältnis von "Mythos und
Psychologie" um Theorieansätze zeitgenössischer Psychoanalytiker und aktuelle
Diskussionsbeiträge bereichert. Schmidbauers Erfahrung aus zwanzigjähriger
psychoanalytischer Praxis zeigt sich in der weitsichtigen Argumentation und bringt
völlig neue Aspekte des Themas ein. Denn auch Unternehmen und Organisationen
schaffen sich Mythen und Rituale. Spürt man solche Mythen auf, können sie wertvolle
Erkenntnisse über Funktionszusammenhänge vermitteln und zu einem besseren
Zusammenspiel der Kräfte beitragen. So leistet letztlich nicht nur die Psychologie
einen Beitrag zum Verständnis der Mythen, auch die Mythologie kann uns zu neuen
Erkenntnissen über Psychoanalyse und andere therapeutische Methoden
verhelfen.

Portrait
Dr. phil. Wolfgang Schmidbauer, geb. 1941, studierte Psychologie und promovierte 1968 über 'Mythos und Psychologie'. Er lebte dann einige Jahre als Autor in Italien. 1972 gründete er mit Kollegen ein Institut für analytische Gruppendynamik und wenig später die Münchner Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse. 1977 prägte er in dem Bestseller 'Die hilflosen Helfer' den Begriff des Helfer-Syndroms. Heute arbeitet Wolfgang Schmidbauer als Autor und Psychoanalytiker in eigener Praxis in München.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 298
Erscheinungsdatum 1999
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-497-01481-1
Verlag Reinhardt Ernst
Maße (L/B/H) 19,7/14,1/2,4 cm
Gewicht 446 g
Abbildungen 1 Abbildungen
Auflage 2. aktualisierte und erweiterte Auflage. Jubiläumsausgabe
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Vom positivistischer Machbarkeit ...
von Buechermaxe aus München am 31.10.2006

Wir leben in einer zivilisatorisch geprägten Welt, die sich im positivistischen Glauben an die Allmacht und Kompetenz des Sozialexperten an die allgemeine Machbarkeit im Praktischen gebunden hat. Die Daseinsvorsorge ist durch vorsorgende und helfende Sozialtechnik bestimmt, so dass für die eigentlichen Bedürfnisse nach Geborgenheit und Sinn nur wenig Platz... Wir leben in einer zivilisatorisch geprägten Welt, die sich im positivistischen Glauben an die Allmacht und Kompetenz des Sozialexperten an die allgemeine Machbarkeit im Praktischen gebunden hat. Die Daseinsvorsorge ist durch vorsorgende und helfende Sozialtechnik bestimmt, so dass für die eigentlichen Bedürfnisse nach Geborgenheit und Sinn nur wenig Platz noch ist. Schmidbauers Buch zeigt anhand der Geschichte von Mythos und Psychologie auf, dass die eigentlichen Bedürfnisse und Sehnsüchte des Menschen anderswo liegen. Er greift auf die klassischen Beschreibungen und Deutungen der Mythen zurück, ihre Geschichte und Konzeptionn bei Sigmund Freud, seinen Schülern sowie C.G. Jung. Zentrales Thema ist der Ödipus-Mythos und der Beitrag dieses gesamten Themenkomplexes zur Psychologie. Das Buch ist damit nicht nur ein eindimensionaler Aufriss der Geschichte dieses Begriffs, sondern seine Eingliederung in die Psychologie, in Deutungen des Menschenlichen nach heutiger Sicht. Ein Buch für alle, die sich aus mythologischer und psychologischer SIcht für den Menschen interessieren. Ein Buch, das wissenschaftlich inspiriert, in Wort und Begriff aber nicht abgehoben ist.