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Sloterdijk, P: Weltfremdheit

edition suhrkamp Band 1781


Das schöne, vielleicht ein wenig zu deutsch klingende Wort Weltfremdheit benennt eine so ursprüngliche wie unvermeidliche Stellung antiker Minderheiten und neuzeitlicher Mehrheiten zu einem Ganzen, dessen Liebenswürdigkeit den Test der Geschichte nicht unbeschädigt übersteht. Folglich könnte man das Buch Weltfremdheit als eine Expertise zur Strukturreform im Weltaufenthaltsraum bezeichnen. Seinem Grundzug nach gehört es nicht zur Kulturkritik, zur Moralphilosophie noch weniger. Seine Wissenschaft ist gewiß keine traurige, als fröhliche ist sie aber eine verhaltene. Worum es in ihm geht, ist eine Phänomenologie des weltlosen oder weltabgewandten Geistes. Diese entfaltet gleichsam ein großes Welttheater unter dem Aspekt des Fernseins von der Bühne. Wird das Interesse dieser Studien als ein anthropologisches beschrieben, so ist dies nur mit einer Einschränkung korrekt. Nicht die Menschen sind die Helden der Geschichte, sondern die Rhythmen und Gewalten des Weltaufgangs und -untergangs, in denen Menschen vorkommen.

Portrait

Peter Sloterdijk wurde am 26. Juni 1947 als Sohn einer Deutschen und eines Niederländers geboren. Von 1968 bis 1974 studierte er in München und an der Universität Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik. 1971 erstellte Sloterdijk seine Magisterarbeit mit dem Titel Strukturalismus als poetische Hermeneutik. In den Jahren 1972/73 folgten ein Essay über Michel Foucaults strukturale Theorie der Geschichte sowie eine Studie mit dem Titel Die Ökonomie der Sprachspiele. Zur Kritik der linguistischen Gegenstandskonstitution. Im Jahre 1976 wurde Peter Sloterdijk von Professor Klaus Briegleb zum Thema Literatur und Organisation von Lebenserfahrung. Gattungstheorie und Gattungsgeschichte der Autobiographie der Weimarer Republik 1918–1933 promoviert. Zwischen 1978 und 1980 hielt sich Sloterdijk im Ashram von Bhagwan Shree Rajneesh (später Osho) im indischen Pune auf. Seit den 1980er Jahren arbeitet Sloterdijk als freier Schriftsteller. Das 1983 im Suhrkamp Verlag publizierte Buch Kritik der zynischen Vernunft zählt zu den meistverkauften philosophischen Büchern des 20. Jahrhunderts. 1987 legte er seinen ersten Roman Der Zauberbaum vor. Sloterdijk ist emeritierter Professor für Philosophie und Ästhetik der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und war in Nachfolge von Heinrich Klotz von 2001 bis 2015 deren Rektor.

Peter Sloterdijk wurde am 26. Juni 1947 als Sohn einer Deutschen und eines Niederländers geboren. Von 1968 bis 1974 studierte er in München und an der Universität Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik. 1971 erstellte Sloterdijk seine Magisterarbeit mit dem Titel Strukturalismus als poetische Hermeneutik. In den Jahren 1972/73 folgten ein Essay über Michel Foucaults strukturale Theorie der Geschichte sowie eine Studie mit dem Titel Die Ökonomie der Sprachspiele. Zur Kritik der linguistischen Gegenstandskonstitution. Im Jahre 1976 wurde Peter Sloterdijk von Professor Klaus Briegleb zum Thema Literatur und Organisation von Lebenserfahrung. Gattungstheorie und Gattungsgeschichte der Autobiographie der Weimarer Republik 1918–1933 promoviert. Zwischen 1978 und 1980 hielt sich Sloterdijk im Ashram von Bhagwan Shree Rajneesh (später Osho) im indischen Pune auf. Seit den 1980er Jahren arbeitet Sloterdijk als freier Schriftsteller. Das 1983 im Suhrkamp Verlag publizierte Buch Kritik der zynischen Vernunft zählt zu den meistverkauften philosophischen Büchern des 20. Jahrhunderts. 1987 legte er seinen ersten Roman Der Zauberbaum vor. Sloterdijk ist emeritierter Professor für Philosophie und Ästhetik der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und war in Nachfolge von Heinrich Klotz von 2001 bis 2015 deren Rektor.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 381
Erscheinungsdatum 27.09.1993
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-11781-1
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 17,8/10,8/1,9 cm
Gewicht 221 g
Auflage 11. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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ätzend
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 03.11.2012

Diese Texte fand ich derart ätzend und irgendwie belanglos, dass ich mich fragte, warum sie überhaupt veröffentlicht wurden? Weil eben auch noch das Letzte dieses Autors Kasse bringt? Hoffen wirs nicht...Er kann es besser, aber so jedes zweite Buch von Sloterdijk ist wieder ein Tiefschlag. Mich nerven auch oft die Bezüge auf die... Diese Texte fand ich derart ätzend und irgendwie belanglos, dass ich mich fragte, warum sie überhaupt veröffentlicht wurden? Weil eben auch noch das Letzte dieses Autors Kasse bringt? Hoffen wirs nicht...Er kann es besser, aber so jedes zweite Buch von Sloterdijk ist wieder ein Tiefschlag. Mich nerven auch oft die Bezüge auf die alten Griechen oder zB. Nietzsche. Die Weltbevölkerung betrug bei diesen Griechen gerade mal ca. 200 Mio.! Heute stehen wir bei 7 Mia.! Oder vor 100 Jahren erst 2 Mia. Da kann man doch im Ernst kaum noch was vergleichen, zumal damals auch kaum jemand lesen und schreiben konnte und weder Telefon noch sonst was zur Verbreitung der Nachrichten existierte, ausser einigen Boten. So werden Vergleiche unmöglich schal. Unsere Urvorfahren verfügten noch über ein ziemlich desorientiertes Wissen, viel ist reiner Fantasie entsprungen, die Texte wurden von Wenigen verfasst, während die Vielen sich zum Überleben abrakerten und kaum Erwähnung fanden ausserhalb von Königshöfen und anderen Flanierzonen mit Peitsche. Oder Nietzsche, der erscheint heute eher als protziger Angeber, der zwar einige Lichtblicke aufweist, aber in der Fülle seiner Texte oft verwirrt und belanglos wirkt. Darum finde ich die Art des Philosophierens von Sloterdijk (und er sieht sich ja als Philosoph) immer bemühender, kann sie nicht mehr ganz ernst nehmen und betrachte sie eher als zeitvertreibenden Feuilleton. Jemand fabuliert eben auf Grund beliebig zusammengewürfelter Alttexte, zur heutigen Gesellschft übertragen, ein Birchermüsli mehr ist entstanden. Weniger wäre bei der Textinflation von Sloterdijk evtl. mehr...