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Die Enden der Parabel

Roman

Thomas Pynchon

(2)
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Beschreibung

Das Leben als Parabel. Parabelförmig ist die Flugbahn zwischen zwei Punkten, ist die Flugbahn der deutschen V-Waffen im Zweiten Weltkrieg, deren Entwicklung und Einsatz nur einen der zahllosen Handlungsstränge dieses Pandämoniums darstellen. Die Rakete als Sinnbild besiegter Schwerkraft, aber auch hybrider Männlichkeit mit ihren katastrophalen Auswirkungen, lenkt den Blick des Lesers durch eine unabsehbare Fülle von Ereignissen. Thomas Pynchons großer Roman ist bereits zu einem Mythos der modernen Literatur geworden.

Elfriede Jelinek, 1946 geboren, hat für ihr literarisches Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Georg-Büchner-Preis und den Franz-Kafka-Literaturpreis. 2004 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen..
Thomas Piltz, geboren 1949 in München, ist freier Fotograf und Übersetzer. Er übertrug unter anderem Werke von Thomas Pynchon, Jonathan Franzen und John Updike ins Deutsche.  Ausgezeichnet mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis..
Thomas Pynchon wurde 1937 in Long Island geboren. Sein einziger öffentlicher Auftritt fand 1953 an der Oyster Bay High School in Long Island statt. Er studierte Physik und Englisch an der Cornell University, später schrieb er für Boeing technische Handbücher und verschwand. Seither sind seine Bücher (u.a. „Die Enden der Parabel“; „V“; „Gegen den Tag“) die einzigen öffentlichen Spuren seiner Existenz. Pynchon gilt als einer der bedeutendsten englischsprachigen Schriftsteller der Gegenwart. Er lebt in New York.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 1200
Erscheinungsdatum 01.10.1994
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-13514-9
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 19/12,3/5,5 cm
Gewicht 692 g
Originaltitel Gravity's Rainbow
Auflage 15. Neuausg.
Übersetzer Elfriede Jelinek, Thomas Piltz
Verkaufsrang 48209

Kundenbewertungen

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Ein Mammutprojekt wird vertont!
von Tina Bauer aus Essingen am 18.03.2020
Bewertet: Medium: Hörbuch-Download

Thomas Pynchon ist und war nie einfach zu lesen. Pynchon treibt in seinen Romanen alles voran und ist schonungslos offen. Wir befinden uns am Ende des zweiten Weltkrieges. Mit dem amerikanischen GI Tyrone Slothrop sind wir in London stationiert. Slothrop profitiert in vielerlei Hinsicht vom Einschlag deutscher V2 Raketen. ... Thomas Pynchon ist und war nie einfach zu lesen. Pynchon treibt in seinen Romanen alles voran und ist schonungslos offen. Wir befinden uns am Ende des zweiten Weltkrieges. Mit dem amerikanischen GI Tyrone Slothrop sind wir in London stationiert. Slothrop profitiert in vielerlei Hinsicht vom Einschlag deutscher V2 Raketen. Ob im Traum oder in der Realität ist es für Slothrop und somit auch für den Leser oft unklar, in welcher Zeitschleife oder gar in welchem Traum wir uns gerade befinden. Allmächtig über den diversen Charakteren befindet sich immer die schwebende V2 Rakete. Diese Rakete führt uns durch Pynchons „Zone“. Hier herrscht vollständige Anarchie. Mystische Erzählungen, wirre Einblenden und mathematische Rätsel umgeben uns dort. Slothrop stellt während seines Auftrages fest, dass sich die vermeintlichen Gegensätze zum Ende des Krieges hin immer mehr anziehen. Die Enden der Parabel schließen sich immer deutlicher, während Slothrop immer mehr in Absurditäten abrutscht. Fazit: Was für den Leser eine Herausforderung scheint, ist für den Hörer ein wahres Abenteuer. Zeit- und Zonenwechsel beschäftigen das Hörvermögen und diverse Einblenden begleitet das Hörspiel. Oft ist wie auch im Buch nicht ganz klar, ob man sich in der Realität oder in irgendeinem Traum befindet. Pynchon macht es uns sehr deutlich, wo eine Welt die Menschen hinführt, welche in Anarchie, Freiheitskämpfen und auf der Suche nach der verlorenen Identität stecken bleiben. Mehr zum Mammutprojekt: Die Produktion des Hörspiels „Die Enden der Parabel“ dauerte über zwei Jahre. Dem SWR und seinem Hörspiel-Chefdramaturgen Manfred Hess ist es gelungen, dass Pynchon erstmalig der Bearbeitung seines Opus Magnum zustimmte. Die Radiopremiere findet am 17. und 18. April 2020 in SWR2 statt, ab dem 24. April ist das Hörspiel bei Hörbuch Hamburg erhältlich. Das Hörspiel ist das neue Großprojekt des renommierten und mehrfach ausgezeichneten Hörspielregisseurs und Komponisten Klaus Buhlert zum SWR-Schwerpunkt »Ende des II. Weltkrieges«. Es basiert auf der Übersetzung von Elfriede Jelinek und Thomas Piltz (Rowohlt, 1981). Die Ausstrahlung in SWR2 erfolgt am 17. und 18. April 2020, jeweils von 20.00 Uhr bis 3.00 Uhr, im Anschluss erfolgt eine Ausstrahlung im Deutschlandfunk. Zeitgleich erscheint das Hörspiel als Hörbuchausgabe bei Hörbuch Hamburg. Als Erzähler finden sich unter anderem Franz Pätzold, Felix Goeser, Corinna Harfouch und Golo Euler zusammen.

Ein Leuchten
von Polar aus Aachen am 14.06.2008

Vielleicht der mystischste Roman des 20. Jahrhunderts. Die Handlung splittert sich auf und nicht umsonst wählt die deutsche Übersetzung die Form der Parabel als Titel, deren Enden im Ungefähren verlaufen. Im Mittelpunkt steht die V-2, eine Rakete, in deren Bann Tyronne Slothtrop gerät, ihn an immer wieder wechselnden Schauplätze... Vielleicht der mystischste Roman des 20. Jahrhunderts. Die Handlung splittert sich auf und nicht umsonst wählt die deutsche Übersetzung die Form der Parabel als Titel, deren Enden im Ungefähren verlaufen. Im Mittelpunkt steht die V-2, eine Rakete, in deren Bann Tyronne Slothtrop gerät, ihn an immer wieder wechselnden Schauplätzen auf der Welt auftauchen läßt, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Im Verlauf des Romans scheint sich Slothrop in all den Geschichten, die um ihn herumranken, zu verlieren. Ein Blendwerk an Einfällen, an Erzählsträngen, an Wissen, an Zeitgeschehen, ein schier unerschöpflicher Brunnen an Möglichkeiten tatsächliche Ereignisse in Fiktion umzuwandeln. Es ist fast so, als explodiere der Roman in der Mitte wie eine Rakete und der Leser sieht auf einen Knall hin, ein Glitzern in der Luft. Um alle einzelnen Punkte, Geschichten aufzunehmen, ist er überfordert, doch für kurze Zeit schenkt Pynchon ihm das Gefühl, ein Buch wie kein zweites in der Hand zu halten. Die Zeit löst sich darin auf, man kann sich stets nur an dem festhalten, was gerade erzählt wird, weil schon in Kürze womöglich die Perspektive wieder wechseln wird. Mitten drin fragt man sich, wo bin ich überhaupt, aber trotzdem vermag man sich, dem Sog von Pynchons Sprache nicht zu entziehen. Man gerät in eine Strömung, deren Anfang und Ende zwar mit dem Abschuss und dem Einschlag einer Rakete klar umrissen zu sein scheint, aber dessen Turbulenzen während des Flugs eine Herausforderung ist. Es geht wie bei einem Fest zu. Viele Stimmen und man wandert umher, um sich immer wieder auf eine zu konzentrieren, sie zu verlieren, ihr später noch einmal zu begegnen. Die knapp zwölfhundert Seiten sind dazu da, zu rätseln, sich fallen zu lassen. Auch dazu da, aufzugeben, wenn man überhaupt nicht mehr durchblickt. Das ist nur etwas für jemanden, den der Mut auf halber Strecke nicht verläßt und der sich damit zufrieden gibt, dass die Welt als Ganzes längst nicht mehr darstellbar ist.


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