Léon und Louise

Roman

Alex Capus

(119)
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Beschreibung


»Ein Paar zum Verlieben.« Angela Wittmann in ›Brigitte‹

Zwei junge Menschen verlieben sich, aber der Krieg bringt sie auseinander: Das ist die Geschichte von Léon und Louise – die Geschichte einer großen Liebe, gelebt gegen die ganze Welt. Sie beginnt mit ihrer Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, doch dann trennt sie ein Fliegerangriff mit Gewalt. Sie halten einander für tot, Léon heiratet, Louise geht ihren eigenen Weg – bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Métro wiederbegegnen. Ein Paar, das gegen alle Konventionen an seiner Liebe festhält und ein eigensinniges, manchmal unerhört komisches Doppelleben führt.

"Manche Bücher lösen Glücksgefühle aus. Diese wunderbare Geschichte gehört eindeutig dazu."
Brigitte 30.05.2012

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 01.07.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14128-4
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,3/12,2/2,7 cm
Gewicht 307 g
Auflage 14. Auflage
Verkaufsrang 15366

Buchhändler-Empfehlungen

Birgit Druffel, Thalia-Buchhandlung Wesel

Dieser Roman hat mein Herz zerschmettert und wieder zusammengesetzt, mehrmals. Die Liebesgeschichte zwischen Léon und Louise ist einfach sooo schön, zeitlos, herzergreifend und doch nicht kitschig. Mit feinem Humor und schöner Sprache hat er mich tief berührt. Klare Empfehlung!

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Wollte diesen charmanten Roman einer ganz besonderen Liebesgeschichte verschenken und bin beim Darin-blättern tatsächlich noch mal komplett abgetaucht. Leon liebt Louise und sie ihn - eine Liebe, die quasi alles überdauert - stilistisch und sprachlich wunderbar komponiert- lesen

Kundenbewertungen

Durchschnitt
119 Bewertungen
Übersicht
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Dieses Buch hat das besondere Etwas!
von einer Kundin/einem Kunden aus Willich am 27.11.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ich musste erst ein paar Tage verstreichen lassen, bis ich anfangen konnte, diese Rezension zu schreiben. Mein erster Eindruck war: Die Geschichte kommt mir bekannt vor. Ich dachte, ich hätte sie schon mal als Film gesehen. Wie sich dann aber herausstellte, gibt es den noch nicht. Ein Zustand, der möglichst schnell geändert w... Ich musste erst ein paar Tage verstreichen lassen, bis ich anfangen konnte, diese Rezension zu schreiben. Mein erster Eindruck war: Die Geschichte kommt mir bekannt vor. Ich dachte, ich hätte sie schon mal als Film gesehen. Wie sich dann aber herausstellte, gibt es den noch nicht. Ein Zustand, der möglichst schnell geändert werden sollte, wie ich finde. Auf den Schreibstil werde ich gleich zwar nochmal genauer eingehen, aber er ist eindrucksvoll, sodass dem Leser automatisch ein Film vor Augen steht. Vom Stil hätte es tatsächlich auch ganz gut ein typischer französischer Film sein können. Gleich vorwegnehmen möchte ich, dass eine Freundin von mir das Buch ebenfalls gelesen hat und noch viel begeisterter ist als ich. Sie hat mich dazu gebracht, das Buch endlich in die Hand zu nehmen und dafür bin ich ihr sehr dankbar. Was hatte ich erwartet? Eine Liebesgeschichte mit Ups und Downs. Vielleicht auch sehr klischégeladen. Was habe ich bekommen? Eine Liebesgeschichte, aber nicht nur zwischen den beiden Protagonisten, sondern mit dem Leben selbst. Ja, es gibt Aufs und Abs, aber sie wirken hier nicht dramatisch, sondern sehr realistisch. Beide Liebenden zeigen ein Urvertrauen in das Leben und sich selbst. Sie haben keinen Anspruch, ein Leben in Poesie zu leben, sondern machen ihr eigenes, so wie es ist, zu ihrer besonderen Art von Kunst. Interessant ist die Erzählperspektive: Zwar ist es ein neutraler Erzähler, aber trotzdem wird eine Sicht in die Gedankenwelt der einzelnen Charaktere offenbart. Der Erzähler gibt sich auch zu Bekennen und wendet sich zum Teil direkt an den Leser. Es ist zwar kein beeindruckender Fakt, wer der Schreiberling ist, da er aber Teil der erzählten Welt ist, möchte ich nicht spoilern. Was mir aber beim Lesen Kopfzerbrechen bereitet hat, ist der Umstand, dass der Erzähler auch so viele Dinge weiß, die er eigentlich gar nicht wissen kann. Auch nicht durch Tagebucheinträge. Manchmal stellt er auch nur Vermutungen an, aber durch die Art, wie er diese ausholend aufwirft, wirkt es dann doch wie ein unumstößlicher Fakt. Das soll keinesfalls Kritik sein, sondern nur den paradoxen Charakter der Erzählung herausstellen. Ich habe auch mit der besagten Freundin darüber gesprochen und die hat das gar nicht gestört. Neben dem Schicksal der beiden Protagonisten, die von zwei Kriegen gezeichnet sind, werden auch politische und geschichtliche Umstände diskutiert. Das war umso interessanter, da wir uns ja in Frankreich befinden. Sonst lese ich über die NS-Zeit meistens aus deutscher Perspektive. Auch ungewohnt, aber nicht unwillkommen, war in diesem Zusammenhang der heitere, hoffnungsvolle Grundton der Erzählung. Ähnlich wie Léon und Louise selbst es anmuten, legt auch der Erzähler ein gewisses Urvertrauen an Das Leben, á la es kommt schon so, wie es kommen soll, an denTag. Was ich ein bisschen schade fand, war, dass ich im Gegensatz zu Léon keinen richtigen Zugang zu Louise finden konnte. Klar, sie ist eine sehr starke Person und etwas Besonderes. Etwas kalt und unabhängig, vielleicht auch dominant. Aber den Zauber, den Léon in ihr gesehen hat, den konnte ich leider nicht erfassen. Aber vielleicht ist es auch wichtig, dass er dieses Geheimnis selbst vor dem Leser bewahren kann... Nun zum Schreibstil. Hmm, wie soll ich das erklären? Ich denke, dass die zahlreichen hier aufgeführten Zitate es besser zeigen, als ich es beschreiben kann. Eine ganz besondere und schöne Note. Sie zeugt von einer sehr durchachten Art zu denken. Ganz klar: Es steckt ein verkopfter Mensch dahinter. Jemand, der sich über alles den Kopf zerbricht und gleichzeitig das Talent hat, den Nagel auf den Kopf zu treffen. Aber dafür mit dem Hammer ganz weit ausholen muss. Dadurch ergeben sich Gedanken, die mir auch bereits durch den Kopf geschworren sind und sicherlich niemand für sich gepachtet hat. Aber so klar vor Augen wie hier hatte ich sie nie. Besonders war auch die Art, mit der Vorausdeutungen gemacht wurden. Der Erzähler hat selbst kleinste Details so verkauft, als wenn sie teleologisch motiviert wären. Als gäbe es gar keine andere Möglichkeit, damit alles so endet, wie es endet. Das Ende... Könnte das Leben selbst geschrieben haben, so wie es da steht. Ein ganz besonderes Buch voller vieler einprägsamen Szenen. Und trotzdem denke ich immer noch, mir würde ein Puzzle-Stück fehlen. Vielleicht ist es aber auch einfach die Ehrlichkeit, die zwischen den Zeilen mitschwingt. Ich weiß nicht, ob ich an Léons oder Louises Stelle sein möchten, trotz dem Besonderen, was die beiden miteinander teilen. Noch einen Punkt möchte ich thematisieren: Eignet sich der Roman für die Schule? Meine Freundin sagt: Nein. Denn was sollten die Jungs in der Zeit machen? Und was soll man im Unterricht besprechen? Ich bin mir nicht sicher. Der Schreibstil ist schon eine Kuriosität. Sicherlich könnte man Erzähltheorie an diesem Beispiel hervorragend thematisieren. Aber sie hat Recht: Entweder, man holt inhaltlich aus, oder lässt das ganze Buch weg. Die Schüler, vor allem mit den historischen Ereignissen, allein zu lassen, halte ich für keine gute Idee. Deswegen bietet sich eine Kooperation mit dem Geschichtsunterricht an. Und allen männlichen Lesern möchte ich an dieser Stelle Mut machen, es doch einfach mal zu versuchen. Immerhin ist unser Protagonist auch ein waschechter Kerl.

Ein wunderschönes Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 15.12.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die Liebesgeschichte von Leon und Louise macht nur einen Teil der Schöhnheit dieses Buches aus. Auch die Geschichte der Familie von Leon ist berührend. Besonder interessant ist auch die Einsicht, die man in die neuere französische Geschichte bekommt. Ich möchte dieses Buch sehr empfehlen!

Mehr als nur eine Liebesgeschichte
von Argentumverde aus Patersberg am 18.11.2016
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

(0) Der Leser begleitet Leon durch sein gesamtes Leben. Den jungen Leon in der beginnenden Kriegszeit lernt er als Träumer kennen der unbekümmert in den Tag lebt. Er begleitet ihn auf seinem recht ungewöhnlichen Werdegang und lernt mit ihm gemeinsam Louise kennen. Den erwachsenen Mann begleitet er durch Paris wäh... (0) Der Leser begleitet Leon durch sein gesamtes Leben. Den jungen Leon in der beginnenden Kriegszeit lernt er als Träumer kennen der unbekümmert in den Tag lebt. Er begleitet ihn auf seinem recht ungewöhnlichen Werdegang und lernt mit ihm gemeinsam Louise kennen. Den erwachsenen Mann begleitet er durch Paris während der Hauptkriegsjahre und begegnet mit ihm zusammen eben jener Louise wieder, die ihn als Jugendlichen so gefesselt hat. Die Geschichte wird leicht und beschwingt erzählt, trotz vieler widriger Umstände in ihren Leben, sind beide Protagonisten immer wieder positiv und lebensfroh. Capus gelingt eine Leichtigkeit in seinem Schreibstil, die den Leser gar nicht merken lässt wie die Zeit beim Lesen verrinnt. Verpackt in einer Liebesgeschichte über zwei ganze Menschenleben erzählt der Autor gleichzeitig von Frankreich in den Jahren des 2ten Weltkrieges und gibt ein starkes Bild von Menschen wieder, die sich mutig und intelligent ihren Weg suchen. Ein absolut lesenswertes Buch, das viel mehr ist als nur eine einfache Liebesgeschichte, es ist eine ganze Liebeserklärung an das Leben und auch an die Menschen selbst.


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