Warenkorb
 

Ostgezeter

Beiträge zur Schimpfkultur

edition suhrkamp 2023

(1)

An seine literarischen Geschichtschroniken, das bekannt gewordene Buch Die verkauften Pflastersteine und die Die Entdeckung des Gehens beim Wandern, anknüpfend, erzählt Thomas Rosenlöcher in Aufzeichnungen vom Übergang: von Ost nach West. Thomas Rosenlöcher pocht mit Polemik und Witz auf die Unterschiede. Gegen allen Vereinheitlichungszwang ist ihm die regionale Vielstimmigen noch das beste im Einheitsdeutschland. In seinen Ortsbeschreibungen erkundet er, inwieweit der Osten noch Osten oder schon längst Westen ist

Portrait

Thomas Rosenlöcher, geboren 1947 in Dresden, studierte von 1976 bis 1979 am Literaturinstitut in Leipzig und lebt als freier Schriftsteller in der Nähe von Dresden. Rosenlöcher ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und der Akademie der Künste in Berlin.

Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

… weiterlesen
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 179
Erscheinungsdatum 29.09.1997
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-12023-1
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 18,2/10,9/1,2 cm
Gewicht 118 g
Auflage 11. Auflage
Buch (Taschenbuch)
11,00
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Weitere Bände von edition suhrkamp mehr

  • Band 2018

    11042054
    Benimm und Erkenntnis
    von Wolf Lepenies
    Buch
    12,00
  • Band 2021

    3047500
    Standort Europa
    von Stephan Leibfried
    Buch
    18,00
  • Band 2022

    1698454
    Globalisierung versus Fragmentierung
    von Ulrich Menzel
    Buch
    16,00
  • Band 2023

    3032860
    Ostgezeter
    von Thomas Rosenlöcher
    (1)
    Buch
    11,00
    Sie befinden sich hier
  • Band 2024

    11069391
    Der postkoloniale Blick
    von Paul M. Lützeler
    Buch
    16,99
  • Band 2025

    3054069
    Ethik im Kontext
    von Gernot Böhme
    Buch
    10,00
  • Band 2026

    3039052
    Entferntes Verstehen
    von Werner Hamacher
    Buch
    14,00

Kundenbewertungen

Durchschnitt
1 Bewertung
Übersicht
1
0
0
0
0

Pointiert, witzig, einfühlsam und jenseits aller Vergangenheits- und Wiedervereinigungsklischees
von H. Seewald aus Berlin am 12.08.2011

Wenn man diverse Meinungsbekundungen einiger Meinungsmacher liest oder viel mehr noch hört, so habe es in der DDR nur Menschen gegeben, die entweder im Widerstand oder total angepasst waren. Tatsächlich ist die Gruppe der Dissidenten, die kompromisslos gegen das bestehende System Widerstand leisteten, von der Anzahl her sehr gering.... Wenn man diverse Meinungsbekundungen einiger Meinungsmacher liest oder viel mehr noch hört, so habe es in der DDR nur Menschen gegeben, die entweder im Widerstand oder total angepasst waren. Tatsächlich ist die Gruppe der Dissidenten, die kompromisslos gegen das bestehende System Widerstand leisteten, von der Anzahl her sehr gering. Groß hingegen, ja Legion, ist die Zahl derer, die sich nach dem Herbst 89 (oder gar noch während desselben) eine Widerstandsbiografie zu konstruieren suchten, nicht selten mit Erfolg. Im Text „Nickmechanismus“ nimmt Thomas Rosenlöcher eine andere Bevölkerungsgruppe unter die Lupe, nämlich die, welche sich zum Teil anpassten, zum Teil aufmüpfig waren, Zivilcourage zeigten. Er tut dies exemplarisch, seine eigene Vergangenheit beleuchtend, durch Selbstbefragung. Diese Selbstbefragung kommt authentisch rüber, wohl vor allem auch deshalb, weil der Autor eigene Fehler und Feigheiten eingesteht, mit viel Selbstironie. Das Buch enthält zudem eine ganze Reihe von witzigen und scharfsichtigen Texten, die unverkrampft die deutsche Wiedervereinigung und ostdeutsche Vergangenheit thematisieren. Als ein Beispiel hierfür sei die im feuilletonistischen Stil verfasste Reisebeschreibung „Die Spreewaldloreley – Ein Bierdeckelrekonstruktionsversuch“ genannt, welche von der Anpassung des Spreewald-Tourismus an die neue Zeit handelt, und dies überaus witzig, manchmal bissig, doch immer auch einfühlsam.