Warenkorb
 

Der arme Mann im Tockenburg

Lebensgeschichte und Natürliche Ebentheuer des Armen Mannes im Tockenburg. Vorw. v. Hans Mayer

Die Geschichte seiner Jugend- und Mannesjahre beschrieb der arme Kleinbauer und Garnhausierer Ulrich Bräker, der nur wenige Wochen eine kümmerliche Dorfschule besuchte, ›bei schwacher Lampe an Sonntagen oder sonst in freien Augenblicken‹. Durch Bräkers ›Kritzeleien und Hirngeburten‹ wird die Lebenswirklichkeit der unteren Volksklassen erstmals detailliert beschrieben, so daß Bräker eine ›einzigartige Stellung als wohl erstem plebejischen Schriftsteller in der Literatur des 18. Jahrhunderts Deutschlands‹ (Hans Mayer) zukommt.
Rezension
"Ein in seiner Art klassisches Werk, welches der Weltliteratur zugerechnet werden kann und neben dessen Lebensnähe und naturfrischer Ursprünglichkeit alle deutsche Prosa - die Goethes nicht ausgenommen - verbleicht." (Die deutsche Literatur im 19. Jahrhundert)

Portrait
Ulrich Bräker, geboren 1735 im Toggenburg als Bauernsohn, wurde nach einer harten und entbehrungsreichen Jugend Leinenweber, Salpetersieder und Garnhausierer. Ein preußischer Werbeoffizier nutzte die Naivität des 20-Jährigen aus und zwang ihn, Söldner unter Friedrich dem Großen zu werden. Bräker desertierte in seiner ersten Schlacht. Wieder zu Hause, bildete er sich autodidaktisch weiter und wurde 1776 Mitglied der Moralischen Gesellschaft zu Lichtensteig und – nach deren Auflösung – der Literarischen Gesellschaft zu St. Gallen. In Wattwil starb Bräker 1798 als angesehener, verarmter Schriftsteller, aber auch als der kleine Händler vom Dorfe, der er in der Umgebung des wohlhabenden Bürgertums stets geblieben war.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Samuel Voellmy
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 28.06.1995
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-22662-1
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 17,8/11,3/2,2 cm
Gewicht 260 g
Auflage 7. Auflage
Buch (Taschenbuch)
Buch (Taschenbuch)
12,00
12,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
PAYBACK Punkte
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?

Buchhändler-Empfehlungen

Nicht immer nur Goethe....

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Im Oktober 1788 sitzt der schweizer Garn- und Tuchhändler Ulrich Bräker, laut eigener Aussage von einfacher Bildung, mal wieder zu Hause am Küchentisch, lässt seinen Tag Revue passieren, und "kritzelt" seine Betrachtungen über die Welt in ein kleines Buch. Vieles kommt einem auch heute noch bekannt vor, ist zutiefst menschlich, er hadert mit der Umwelt, mit der eigenen Situation allgemein, mit der Ehefrau (gestreng sei sie) und seinem Leben... Was dieses Buch noch heute so lesenswert macht, ist das ganz einfache herangehen an alles - Bräker war tatsächlich im heutigen Sinne "ungebildet", aber immer total neugierig - er sog alles Wissen seiner Zeit, alles, was er lesen konnte, wie ein Schwamm auf; und er hat das aufgenommene überdacht, reflektiert, kommentiert - und dann aufgeschrieben! Es gibt zB nur wenige Menschen, die so fundiert und nachdenlich über Shakespeares Dramen geschrieben haben, und dem großen Engländer zeitlich so nahe standen! Das ganze Buch ist ein intelektuelles Lesevergnügen der ganz besonderen Art - und ein phantastisches Zeitdokument! "Ich las kürzlich zum ersten Male die "natürlichen Abenteuer" des armen Mannes im Tockenburg, bewegt von der Schönheit des Ganzen und dem unvergleichlichen Schluß!" (Walter benjamin an Hugo von Hoffmannsthal)

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
2
1
0
0
0

Erfrischend ehrlich und volksnah
von einer Kundin/einem Kunden aus Kallern am 23.03.2019

Lebensgeschichte in vielen kurz gehaltenen Kapiteln. Langeweile kommt nie auf. Empfehlenswert

Berührender Einblick in die Schweiz vor 300 Jahren
von einer Kundin/einem Kunden aus Rorschach am 11.03.2019

Vor 300 Jahren war die Schweiz ein "Entwicklungsland" mit Hunger und hoher Kindersterblichkeit. Viele wanderten aus oder traten als Söldner in fremde Kriegshändel. Ulrich Bräker beschreibt sein schwieriges Leben sehr berührend und anschaulich.