Duplik Jonas 7

Roman

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Jonas ist ein Duplik. Er lebt mit vielen anderen Dupliks in einem sogenannten Hort, abgeschottet von der Welt, und muss nichts anderes tun als Sport treiben, sich richtig ernähren und auf seine Gesundheit achten. Nur eine Bedrohung gibt es in diesem idyllisch anmutenden Leben: den FRASS.

Eine Krankheit, die plötzlich und unbemerkt auftritt, die alle Organe befallen und die nur mit der sofortigen Entfernung des jeweiligen Körperteils »geheilt« werden kann. Die grausame Wirklichkeit, die dahinter steckt, ahnt keiner der Dupliks: Sie sind genetische Zwillinge von in der »normalen« Welt lebenden Menschen und müssen jederzeit als Ersatzteillager fungieren. Eines Tages ist auch Jonas vom FRASS befallen.

Portrait
Birgit Rabisch wurde 1953 in Hamburg geboren, studierte Soziologie und Germanistik und arbeitet als VHS-Dozentin. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne. Neben Lyrik und einem Krimi hat sie die Romane ›Sonjas Logbuch‹ und ›Möglichkeit der Liebe‹ veröffentlicht. ›Duplik Jonas 7‹ (dtv pocket plus 78081) ist Birgit Rabischs erstes Kinderbuch und wurde mit dem Umweltliteraturpreis NRW ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 192
Altersempfehlung 12 - 14
Erscheinungsdatum 01.04.1996
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-78081-0
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 19,2/12,2/1,8 cm
Gewicht 194 g
Auflage 18. Auflage
Verkaufsrang 86.585
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Kundenbewertungen

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Ethische Fragen, verpackt in eine spannende Handlung
von mabuerele am 18.12.2017
Bewertet: eBook (ePUB)

„...Aber wie kann eine Frau es heute noch verantworten, ein möglicherweise behindertes Kind in die Welt zu setzen?...“ Wir befinden uns in der Welt der Zukunft. Eine Liga von Staaten kontrolliert die Welt. Die eigene Bevölkerung wird in Kategorien geteilt. Wer es sich leisten kann, hält sich einen Duplik. Er... „...Aber wie kann eine Frau es heute noch verantworten, ein möglicherweise behindertes Kind in die Welt zu setzen?...“ Wir befinden uns in der Welt der Zukunft. Eine Liga von Staaten kontrolliert die Welt. Die eigene Bevölkerung wird in Kategorien geteilt. Wer es sich leisten kann, hält sich einen Duplik. Er sorgt dafür, dass bei Erkrankung die entsprechenden Organe und Körperteile zur Verfügung stehen. Jonas, dessen Vater zur Oberschicht gehört, hat sich darüber nie Gedanken gemacht. Doch nach einem Autounfall verliert er das Augenlicht. Ihm werden die Augen seines Dupliks implantiert. Die Autorin hat eine ergreifende Erzählung geschrieben. Letztendlich geht es dabei um die Frage, wann ein Mensch ein Mensch ist und welche ethischen Regeln wir uns in der Zukunft geben wollen. Die dargestellte Gesellschaft ist stolz darauf, dass eine Ethikkommission über wichtige Fragen entscheidet. Doch mit der Genehmigung von Dupliks wird diese Kommission zur Farce, denn diese sind eigentlich Zwillinge ihres Gegenüber. Der Schriftstil ist dem Inhalt angemessen. Anfangs schwingt bei Jonas noch eine Spur Humor mit, aber die vergeht ihm bald. Sehr detailgenau wird dargestellt, wie die Dupliks in sogenannten Horten aufwachsen. Ihre Bildung wird auf ein Minimum reduziert. Gesundbleiben ist alles. Immer vier Personen bilden ein Kleeblatt. Zwischen ihnen entstehen tiefgreifende Beziehungen. Mitgefühl und Hilfsbereitschaft sind an der Tagesordnung. Ihren eigentlichen Zweck kennen sie genau so wenig, wie das Leben außerhalb des Hortes. Mögliche Organentnahmen werden mit eigener Krankheit begründet. Außerdem gilt auch hier, dass das Zusammenleben wirtschaftlich optimiert werden soll. Zu den sprachlichen und inhaltlichen Höhepunkten gehören die fein ausgearbeiteten Dialoge. Jonas` Freund Mehmet ist selbst behindert. Er leidet an einer genetisch bedingten Erkrankung, weil sich seine Mutter einem Gentest verweigert hat. Damals war das noch möglich, mittlerweile nicht mehr. Mehmet sucht nach Möglichkeiten, durch Eingriffe in die Keimbahn solche Krankheiten zu vermeiden. Er macht Jonas, klar dass die Duplikathaltung ein Verbrechen ist. Das Eingangszitat stammt von Jonas. Es fällt im Gespräch mit seiner Schwester Ilka. Ilka lehnt sich nicht nur gegen ihren Vater, sondern auch gegen die vorherrschende Meinung auf. Leider vertritt sie dabei aber selbst einen radikalen Standpunkt. So äußert sie gegenüber Jonas 7, Jonas` Duplikat, den folgenden Satz. „...Alleinsein ist die Grundbedingung der Freiheit...“ Jonas 7 aber ist bisher in Gemeinschaft aufgewachsen und hat das als wohltuend empfunden. Er sehnt sich nach seinen Freunden. Außerdem kennt Ilka bei der Durchsetzung ihrer Ziele keine Skrupel. In einem Brief wird deutlich, welch psychische Anspannung es für die Frauen bedeutet, die mit den Duplikats zu tun haben. Sie sehen sie aufwachsen. Für sie sind sie Menschen, keine Dinge. Die ganze Brisanz des Geschehens wird in dem Satz von Jonas 7 deutlich, den er in einer Videobotschaft übermittelt: „...Ich bin stolz, kein Mensch zu sein...“ Das Ende der Geschichte ist offen. Das ist gut so, denn alles andere wäre unglaubwürdig. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es legt dar, dass nicht alles, was möglich ist, auch ethisch vertretbar ist. Dabei werden Probleme angesprochen, die heute schon auf der Tagesordnung stehen. Die Geschichte mahnt zur Wachsamkeit und ist nicht zuletzt den jugendlichen Lesern zu empfehlen.

Wie weit darf man gehen
von Everett am 12.12.2017

In nicht allzu ferner Zukunft, oder schon jetzt, leben in extra Unterkünften, sog. Horten menschliche Duplike. Duplike, die als menschliches Ersatzteillager dienen, wenigstens bei den Leuten, die es sich leisten können. Den Dupliken erzählt man, dass sie plötzlich vom „Frass“ befallen sind und nur durch eine entsprechende Entfernung des... In nicht allzu ferner Zukunft, oder schon jetzt, leben in extra Unterkünften, sog. Horten menschliche Duplike. Duplike, die als menschliches Ersatzteillager dienen, wenigstens bei den Leuten, die es sich leisten können. Den Dupliken erzählt man, dass sie plötzlich vom „Frass“ befallen sind und nur durch eine entsprechende Entfernung des Körperteils geheilt werden können. Eines Tages hat auch Jonas 7 den Frass. Und hier kommt eine interessante Geschichte zustande, durch Jonas Schwester, die sich für Ethik und Menschlichkeit engagiert und so auch ihren Bruder aufrüttelt. Der Vater, der doch recht seltsame An-sichten hat. Und es geht auch um genetische Perfektion, wie weit da die Kontrolle gehen sollte. Die Geschichte von Jonas und Jonas 7 ist eher knapp geschildert, was mir gut gefällt. So bleibt Raum für eigene Gedanken und Gefühle gerade in Bezug auf die Behandlung der Duplike und der Familie, den Geschehnissen um Jonas. Ein umfassendes Thema, was reichlich zum Nachdenken anregt. Wie weit gehen die Menschen für die eigene Unversehrtheit, Gesundheit? Ohne eine persönliche Geschichte bleibt für die Meisten ein Duplik etwas nicht-menschliches, nur so kann man das Verhalten, auch unter sog. ethischen Grundsätzen, er-klären, dass die Gesellschaft so etwas duldet. Aber das ist ja kein Einzelfall, dieses Verhalten zieht sich ja durch die gesamte menschliche Geschichte. Ein empfehlenswertes Jugendbuch, nicht nur für Jugendliche. Allerdings habe ich mich gefragt, warum zumindest meine Tochter dieses Buch nicht in der Schule gelesen hat. Das wäre mal ein interessantes Thema gewesen. Dafür musste sie sich durch Tschick quälen… Eine Empfehlung von mir, über dieses Thema sollten alle mal nachdenken und es sollte unbedingt in Schulen gelesen werden.

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