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Florenz und Bagdad

Eine westöstliche Geschichte des Blicks

Beck Reihe Band 6019

Hans Belting

Buch (Taschenbuch)
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19,95
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Beschreibung

Wie und was wir sehen, ist in hohem Grade von der Kultur geprägt, in der wir leben. Hans Belting vergleicht in seinem Buch den Blick der westlichen Welt, der im Florenz der Renaissance geboren wurde und völlig neuartige Bilder hervorbrachte, mit dem der islamischen Welt, der sich in ihrer Kunst und ihrem Verhältnis zu Bildern ausdrückt. Zugleich erklärt das Buch, das schon heute ein Klassiker genannt werden kann, wie das westliche Bild der Neuzeit erst durch einen intensiven Austausch mit der Wissenschaft und Kultur der arabischen Welt entstehen konnte.

Hans Belting, geboren 1939 in Andernach, leitete von 2004 bis 2007 das Internationale Forschungszentrum für Kulturwissenschaften in Wien. Zuvor lehrte er nach Stationen an den Universitäten Heidelberg und München an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, die er 1992 mitbegründete, und hatte 2003 den Europäischen Lehrstuhl am Collège de France in Paris inne. Er ist Mitglied des Ordens pour le Mérite für Wissenschaften und Künste.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 318
Erscheinungsdatum 09.02.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-63273-0
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 21,9/15,9/2,2 cm
Gewicht 644 g
Abbildungen mit 109 Abbildungen, davon 45 in Farbe
Auflage 1
Verkaufsrang 150460

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  • Einführung: Kulturbeschreibung durch Blickwechsel

     

    I. Die Perspektive
    als Bildfrage. Wege zwischen Ost und West


    1. Was ist eine Symbolische Form?

    2. Arabische Mathematik und westliche Kunst
     

    3. Geometrie und Kunstgewerbe: Die Arabeske
     

    4. Die Globalisierung der Perspektive

    5. Blickwechsel:
    Orhan Pamuk und die Perspektive
    als "Verrat" 

     

    II. Das gezähmte
    Auge. Die Kritik des Sehens im Islam


    1. Das Bilderverbot und die Religion
     

    2. Bilder als Verrat am Lebendigen

    3. Das Wort Gottes und die Schrift im Koran

    4. Unter dem Blick Allahs: Bilder als Erzählung

    5. Blickwechsel:
    Bilder mit dem Leben des Blicks

     

    III.
    Alhazens Vermessung des Lichts. Die arabische Erfindung der
    Camera obscura 


    1. Alhazens Lehrbuch der Optik: "
    Perspectiva"

    2. Die Distanz zur antiken Sehkultur
     

    3. Verkehrswege des Lichts und Merkmale der Dinge
     

    4. Mathematik und Geometrie in der islamischen Kunst

    5. Blickwechsel:
    Keplers wiedererfundene Camera obscura 

     

    IV. Wahrnehmung als
    Erkenntnis. Sehtheorie im Wandel zur Bildtheorie
     


    1. Der Streit um Wahrnehmung und Erkenntnis in der
    Scholastik

    2. Vor der Perspektive: Der Blick in Giottos Malerei

    3. Pelacanis Erfindung des
    mathematischen Raums 

    4. Ghibertis "Kommentare" und
    Pieros mathematische Kunst 

    5. Blickwechsel:
    Alhazen oder Euklid? Die Option für Vitruv

     

    V.
    Brunelleschis Vermessung des Blicks. Die mathematische
    Perspektive und das


    Schauspiel

    1. Zwei Erfinder in Florenz 

    2. Der Raum: Eine Architektur des Blicks

    3. Der Prospekt der Bühne

    4. Panoramen in Urbino
     

    5. Blickwechsel:
    Die Geometrie der Muqarnas

     

    VI. Das Subjekt im
    Bild. Die Perspektive als Symbolische Form


    1. Der Diebstahl eines Emblems: Das Auge als Blick

    2. Cusanus und die Blickhoheit
    Gottes 

    3. Das Subjekt als neuer Narziss

    4. Horizont und Fensterblick

    5. Blickwechsel:
    Die Symbolische Form der Maschrabiyya
     

     

    Schlussbetrachtung: Der Blick im Kulturvergleich

    Schlusswort

     

    Anmerkungen

    Literatur  

    Bildnachweis

    Register