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Gegenwinde

Roman

(3)
Plötzlich ist Paul Anderen mit seinem neunjährigen Sohn und der siebenjährigen Tochter allein - von seiner Frau fehlt jede Spur. Die kleine Familie ist erschüttert und ratlos. Irgendwann ziehen die drei aus der Stadt an die bretonische Küste, wo Paul aufgewachsen ist und wo er Arbeit in der Fahrschule seines Bruders findet. In der rauen, sturmgepeitschten Landschaft versuchen sie, ein neues Leben zu beginnen. Doch in ihrem Schwanken zwischen Hoffnung und Verzweiflung kommen sie zu keiner dauerhaften Ruhe. Und eines Tages zeigt sich, was wirklich hinter dem rätselhaften Verschwinden ihrer Frau und Mutter steckt ... Sensibel und einfühlsam erzählt »Gegenwinde« von kleinen und großen Menschen, die sich in einem schweren Ausnahmezustand einrichten müssen.
Rezension
»Olivier Adam, der in der Pariser Banlieue aufwuchs und eine Zeit lang Texte für Rockmusik verfasste … ist ein empathischer Chronist des äußeren Randes der zerrissenen, französischen Gesellschaft und ein impressionistischer Landschaftsmaler zugleich. Das Tröstliche einer in Resten archaischen Natur - hier die des weiten Ozeans und seiner Strände, der Zauber von Pflanzen, Tieren, Wolken, Sonnenstrahlen, die er, im Gleichklang übersetzt von Andrea Spingler, in einer unaufdringlich schlichten, immer wieder staccatoartig beschleunigten Sprache schildert, - bilden immer Gegengewichte zu den von ihm gekennzeichneten menschlichen Schicksalswegen: krummen Lebensläufen, die sich stets und irgendwie mit anderen ebenso krummen Lebensläufen kreuzen.« Ulrike Frenkel, Stuttgarter Zeitung, 17.2.2012 »Der Roman ist, kurzgefasst, eine überzeugende Geschichte davon, wie jemand im Anblick des Abgrunds auf der Suche nach einer neuen Struktur für sein Leben ist.« Thomas Völkner, Hamburger Lokalradio, 1.5.2011 »Olivier Adam ist ein wahrer Meister der poetischen Verzweiflung, dem es auf wundersame Weise immer wieder gelingt, kleinbürgerlichen Mief, Trostlosigkeit und Tod auf eine ihm ganz eigene Weise zu sublimieren. So wächst aus dem Elend eine Melancholie, die nicht nur einen eigentümlichen Charme entwickelt, sondern am Ende beinahe Hoffnung vermittelt - in diesem Fall genau an dem Punkt, an dem der Protagonist eigentlich alle Hoffnung fahren lassen muss.« Carolin Fischer, Deutschlandradio Kultur, 29.4.2011
Portrait
Olivier Adam, geboren 1974 und in der Pariser Banlieue aufgewachsen, hat zahlreiche Romane, Jugendbücher und Erzählbände veröffentlicht. Viele seiner Romane wurden verfilmt. »Keine Sorge, mir geht's gut« erlangte in Frankreich und Deutschland Kultstatus. Adam lebt mit Frau und Kindern in Paris. Bei Klett-Cotta erschienen bislang von ihm die Romane »Nichts was uns schützt«, »Gegenwinde« und »An den Rändern der Welt«.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 270 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.10.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783608101713
Verlag Klett Cotta
Originaltitel Des vents contraires
Übersetzer Andrea Spingler
eBook
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Gegenwinde von Olivier Adam “

Christine Fehlhaber, Thalia-Buchhandlung Dresden

Ich bin Monsieur Adam und seiner wunderbaren Kunst mit Sprache umzugehen und seinem unverwechselbarem Stil ziemlich verfallen, auch wenn er immer schwierige Themen anpackt.
Wenn Sie das aber nicht schreckt erwartet Sie ein ungeheurer Lesegenuss.
Ich bin Monsieur Adam und seiner wunderbaren Kunst mit Sprache umzugehen und seinem unverwechselbarem Stil ziemlich verfallen, auch wenn er immer schwierige Themen anpackt.
Wenn Sie das aber nicht schreckt erwartet Sie ein ungeheurer Lesegenuss.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
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*~* Gegenwinde *~*
von Melanie Enns aus L. am 16.10.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

Das ganze Buch ist von der Stimmung her eher erdrückend, denn wir lernen eine Familie kennen, die vorher aus 4 Personen bestand: Paul, Sarah, Manon und Clemènt. Von einem Tag auf den anderen ändert sich die Lebenssituation, denn Sarah verschwindet auf unerklärliche Weise. Paul, der dies alles nicht mehr... Das ganze Buch ist von der Stimmung her eher erdrückend, denn wir lernen eine Familie kennen, die vorher aus 4 Personen bestand: Paul, Sarah, Manon und Clemènt. Von einem Tag auf den anderen ändert sich die Lebenssituation, denn Sarah verschwindet auf unerklärliche Weise. Paul, der dies alles nicht mehr aushält, verlässt mit den Kindern Paris und zieht in die Nähe seines Bruders an bretonische Küste, dort wo Paul seine Kindheit verbracht hat. Dort versucht er sich als Fahrlehrer und kommt eher schlecht als recht mit seinem neuen Leben zurecht. Immer wieder springen seine Gedanken zu seiner Frau und dem was sie erlebt haben. Immer wieder ist sie präsent und wir merken, daß er sie sehr geliebt hat und es ihn kränkt und schmerzt, daß sie fort ist. Sie haben seiner Meinung nach eine sehr gute Ehe geführt und er kann es nicht glauben, daß sie ihn einfach verlassen hat ohne die Kinder. An den Kindern merkt man natürlich durch das Verhalten und zwischen den Zeilen, wie sehr das Verlassen werden sie schmerzt. Sie legen einiges Verhalten an den Tag , was wir hier wahrscheinlich therapiert sehen möchten. Schlimm finde ich, daß es Lehrerinnen gibt, die durch Überbelastung oder vielleicht auch Überforderung nicht auf das Kind eingehen können und Manon sich tatsächlich eine Ohrfeige einhandelt. Sorry, da hab ich echt rot gesehen. Eine verwundete Kinderseele und eine Handlung die völlig daneben ist. Paul reagiert aber sehr gut, im ersten Moment und nimmt Manon erst einmal aus der Vorschule, bis er entschieden hat, wie es weitergeht. Der Schmerz plätschert also förmlich weiter und der Alltag wird versucht so gut es geht zu überstehen. Dabei wird Paul unterstützt von seinem Bruder und dessen Frau. In solchen Momenten muss man Menschen haben, die einen verstehen und unterstützen, wenn man sich mal anders verhält, als andere von einem erwarten. Manche Situation hätten mich die Hände über den Kopf zusammenschlagen lassen, andere wiederum haben mir fast die Tränen in die Augen getrieben, denn manchmal ist die Stimmung so düster, daß es einem wirklich mitnimmt. Paul steckt meiner Meinung nach in einer schweren Depression und zeigt seine Stärke nur dadurch, daß er sich um die beiden Kinder kümmern muss, die erst 4 und 9 Jahre alt sind und auch sehr leiden über die Ungewissheit. Clemènt zieht sich immer mehr zurück und Manon hat starke Alpträume. Meine vielen Eindrücke zu diesem Buch kann ich gar nicht in Worte fassen, denn es gibt da sehr viele und einige möchte ich auch gar nicht weitersagen. Dieses Buch erscheint manchen vielleicht langweilig und anderen wie mir geht es eher an die Substanz. Auf der einen Seite weht die Hoffnung, daß Sarah wiederkommt und auf der anderen Seite steht die Angst, daß eben dies nicht geschehen wird. Welche liebende Mutter und Ehefrau lässt ihr Auto mitsamt Handtasche einfach stehen und verschwindet spurlos? Alle persönlichen Dinge hinter sich lassend? 2 Jahre ist es her und dann wird der Fall neu aufgerollt. Bekommen Paul und seine Kinder nun endlich Gewissheit?

Rauhe Gegend, rauhe Sprache!
von Inge Barigione aus Shopping City Seiersberg am 01.04.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

Unruhig macht einen dieses Buch. Genau so, als hätte man irgendwo etwas vergessen aber man kommt einfach nicht drauf was! Lange, sehr lange muss man auf das Ende warten, das wenn es auch grausam und unvorhersehbar ist- endlich Erlösung mit sich bringt! Dazwischen schmunzeln, leiden und saufen wir mit dem Protagonisten Paul... Unruhig macht einen dieses Buch. Genau so, als hätte man irgendwo etwas vergessen aber man kommt einfach nicht drauf was! Lange, sehr lange muss man auf das Ende warten, das wenn es auch grausam und unvorhersehbar ist- endlich Erlösung mit sich bringt! Dazwischen schmunzeln, leiden und saufen wir mit dem Protagonisten Paul und zu guter Letzt sind wir ihm auch gar nicht böse, weil er ja eh ein guter Kerl ist!