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Die schöne Frau Seidenman

Roman

Dieser Roman handelt von der Rettung der Irma Seidenman, einer blauäugigen, schlanken und schönen Polin, und einer Vielfalt von Gestalten und Geschichten, die der Autor in einer großartigen Komposition um sie herum gruppiert. Ein Roman wie ein unvergleichliches Gemälde, voller Poesie und leisen Humors, scharf beobachtet und unsentimental.
Rezension
"Szczypiorski belegt, daß der Roman keineswegs tot ist, daß menschliche Schicksale im doppelten Sog der Geschichte und der Zeit noch immer auf höchstem Niveau in der Romanform darstellbar sind."(Neue Zürcher Zeitung)
Portrait
Andrzej Szczypiorski, geboren 1928 in Warschau, dort im Jahre 2000 gestorben, nach der Teilnahme am Aufstand dieser Stadt 1944 im KZ, 1981 interniert, Mitglied des Vorstandes des polnischen PEN-Clubs. Mit seinem "Meisterwerk" (Buch aktuell) 'Die schöne Frau Seidenman' und dem Roman 'Eine Messe für die Stadt Arras', den Marcel Reich-Ranicki "Szczypiorskis Hauptwerk" nennt, belegt er, "daß der Roman keineswegs tot ist, daß menschliche Schicksale im doppelten Sog der Geschichte und der Zeit noch immer, und zwar auf höchstem Niveau, in der Romanform darstellbar sind" (Neue Zürcher Zeitung).
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 278
Erscheinungsdatum 22.01.1991
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-21945-6
Verlag Diogenes Verlag AG
Maße (L/B/H) 18/11,4/1,9 cm
Gewicht 250 g
Originaltitel Poczatek
Auflage 20.Auflage
Übersetzer Klaus Staemmler
Verkaufsrang 131000
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Plädoyer der Menschlichkeit

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Es gibt keinen aktuellen Anlass, dass an dieser Stelle ein über dreißig Jahre alter Roman empfohlen wird: Das Werk wird weder von Netflix noch von Hollywood verfilmt, zudem ist der Autor nicht gestern sondern schon mit Beginn dieses Jahrtausends gestorben. Der Grund ist sehr profan und für mich ein Glücksfall. Während eines Krankenhausaufenthaltes sprang mich in der dortigen Bibliothek zwischen Simmel und Konsalik das Cover eines Buches an, dass ich - wie so viele Bücher- immer schon lesen wollte, aber immer drängten sich die Neuerscheinungen des Frühjahres und Herbstes auf. Jetzt aber hatte ich genügend Zeit für "Die schöne Frau Seidenmann" von Andrzej Szczypiorski. Ein unvergessliches Rendezvous! Szczypiorski, sowohl in Warschau geboren, als auch dort gestorben, schildert in diesem einzigartigen Buch die Zeit der deutschen Besatzung bis hin zum Aufstand im Warschauer Ghetto. Ein Panoptikum von über 20 Figuren bevölkert diesen prallen Roman, der vor Leben nur so strotzt, obwohl der Tod -ein Meister aus Deutschland - allgegenwärtig ist. Im Zentrum steht die wunderschöne, blonde und blauäugige(!) Jüdin Seidenmann und der junge Pawelek, der sie ebenso heiss begehrt, wie viele ihrer Nachbarn. Ebenso treten auf: Henio, ein Junge, der lieber ins Ghetto zurück geht, als sich weiter zu verstecken,; der einfache Schneider Kujawski, der sich zum Kunstliebhaber und Widerstandskämpfer wandelt; der Schönling und Denunziant Lolo, der selbstlose Schurke... Dieses Buch ist jenseits von Sentimentalität und Betroffenheitsliteratur, sondern besticht durch die sprachliche und literarische Qualität, mit der Szczypiorski uns sowohl die unvergessenen Charaktere als auch die Vielzahl der Geschichten so nahe bringt, dass sich wohl kaum ein Leser der Magie des Romans entziehen kann. Als Buchhändler versuche ich meist - in nicht missionarischer Absicht -das richtige Buch zur richtigen Zeit für die richtige Person zu finden. Für "Die schöne Frau Seidenmann" möchte ich eine Ausnahme machen, und es wirklich jedem empfehlen. Müsste ich eine Liste der 20 Bücher, die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist, erstellen (als kläglicher Ersatz eines literarischen Kanons, an dem schon der große Reich-Ranicki scheiterte), dieses Buch wäre drauf. In der Hoffnung, vielleicht ein oder zwei neue Leser dem Roman zuzuführen.

Ulrike Kaiser, Thalia-Buchhandlung Mülheim Rhein-Ruhr-Zentrum

Ein älterer Roman, den es wiederzuentdecken gilt! Er beschreibt das Schicksal der Jüdin Seidenman,die so "arisch" aussieht, dass es ihr im Kampf ums Überleben helfen könnte...

Kundenbewertungen

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Überleben
von Polar aus Aachen am 03.07.2007

Über den Holocaust zu erzählen, den Schrecken leise und verwerflich an die Wand zu werfen, so daß er trotz aller Poesie Klage erhebt und ganz nah bei den Menschen bleibt, schaffen nur wenige Autoren. Andrzej Szczypiorski war ein politischer Autor, er verstand es, Geschichten wie jene der schönen Frau Seidenmann zu erzählen, Mome... Über den Holocaust zu erzählen, den Schrecken leise und verwerflich an die Wand zu werfen, so daß er trotz aller Poesie Klage erhebt und ganz nah bei den Menschen bleibt, schaffen nur wenige Autoren. Andrzej Szczypiorski war ein politischer Autor, er verstand es, Geschichten wie jene der schönen Frau Seidenmann zu erzählen, Momente zu schildern, in denen ein Leser sich fragt, wie hättest du gehandelt, wärst du Opfer gewesen, Täter? Hättest du beiseitegeschaut? Gute Bücher konfrontrieren uns mit diesen Fragen, erlassen uns die Antworten nicht, sie erziehen uns dazu, bei Verbrechen, die wir allzu gerne in die Geschichtsbücher verbannen würden, nicht wegzusehen. Vor allem wenn sie mit einer solchen Liebe für die Menschen wie in diesem Buch erzählt werden.