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Der Hobbit

Kinder- und Jugendbuchausgabe

J. R. R. Tolkien

(63)
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Beschreibung

Für viele Jungen und Mädchen ist "Der Hobbit" das erste größere Leseerlebnis. Diese Neuausgabe des Fantasy-Klassikers wendet sich mit ihrer freundlichen Ausstattung und der großen Schrift besonders an junge Leser.
"In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit." So einfach kann es sein, Leseneugier zu wecken. Die Geschichte, die heute ein Millionenpublikum begeistert, hat sich der geborene Fabulierer J. R. R. Tolkien zunächst für seine Kinder ausgedacht. Mit der Zeit wuchs daraus ein Lebenswerk, das Epos von Mittelerde. Diese Ausgabe präsentiert den "Hobbit" in einer klaren und zeitgemäßen Sprache, die sich tief vor dem Erfindungsreichtum des Autors verbeugt. Und wer will, kann ganz am Anfang lernen, wie man Runen liest und schreibt ... "In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit." So einfach kann es sein, Leseneugier zu wecken. Die Geschichte, die heute ein Millionenpublikum begeistert, hat sich der geborene Fabulierer J. R. R. Tolkien zunächst für seine Kinder ausgedacht. Mit der Zeit wuchs daraus ein Lebenswerk, das Epos von Mittelerde. Diese Ausgabe präsentiert den "Hobbit" in einer klaren und zeitgemäßen Sprache, die sich tief vor dem Erfindungsreichtum des Autors verbeugt. Und wer will, kann ganz am Anfang lernen, wie man Runen liest und schreibt ...

J.R.R. Tolkien wurde 1892 in Bloemfontain (Südafrika) geboren und starb 1973 in Oxford. Seine Werke »Der Hobbit«, »Der Herr der Ringe« und »Das Silmarillion« wurden in über 40 Sprachen überSetzt und haben auf der ganzen Welt Millionen Leser begeistert.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 462
Altersempfehlung 5 - 16
Erscheinungsdatum 15.03.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-93864-7
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 21,2/13,7/3,4 cm
Gewicht 560 g
Originaltitel The Hobbit
Abbildungen mit Illustrationen
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Wolfgang Krege
Verkaufsrang 19874

Buchhändler-Empfehlungen

Christopher Weule, Thalia-Buchhandlung Gelsenkirchen

Dieser Roman muss sich vor dem späteren "Herrn der Ringe" nicht verstecken! Trotz der Tatsache, dass Tolkien ihn als Kinderbuch gedacht hat und der Schreibstil aufgrund dessen auffallend anders ist als beim Nachfolger, kann man ihn auch wunderbar als Erwachsener lesen!

Sinan Erol, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

Absoluter Klassiker unter den Fantasy Büchern des letzten Jahrhunderts. In der illustrierten Ausgabe von Alan Lee ist das Buch besonders schön und unfassbar detailliert. Muss man gelesen haben!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
63 Bewertungen
Übersicht
57
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1
0

Der Hobbit auf Reisen
von Stephanie Ertli am 14.06.2020
Bewertet: Medium: H?rbuch (CD)

Inhaltsangabe: Bilbo Beutlin, der kleine Hobbit, macht sich auf den Weg zum Einsamen Berg, um den rechtmäßigen Schatz der Zwerge zurückzuholen, den der Drache Smaug gestohlen hat. Als er auf seiner Reise einen Ring findet und ihn arglos einsteckt, ahnt er nicht, was für eine Rolle der Ring einmal spielen wird ... Cover: Das... Inhaltsangabe: Bilbo Beutlin, der kleine Hobbit, macht sich auf den Weg zum Einsamen Berg, um den rechtmäßigen Schatz der Zwerge zurückzuholen, den der Drache Smaug gestohlen hat. Als er auf seiner Reise einen Ring findet und ihn arglos einsteckt, ahnt er nicht, was für eine Rolle der Ring einmal spielen wird ... Cover: Das Cover ist Schlicht, aber passt zur Geschichte. Das Filmcover ist nicht ganz so mein Geschmack. Ich mag das alte Cover mit Smaug und dem Schatz lieber. Sprecher: Gerd Heidenreich passt zu Bilbo Beutlin sehr gut. Auch wenn er Gandalf oder Thorin imitiert hat, fand ich es passend. Jedoch mochte ich nicht jede Darstellung und manchmal klangen mir die einzelnen Figuren zu ähnlich, sodass ich sie kaum auseinander halten konnte. Aber ansonsten hat Herr Heidenreich eine sehr angenehme Stimme, die der Geschichte leben einhaucht und man so leicht in dem Abenteuer versinken kann. Sichtweise/Story: Die Geschichte wird von Aussen erzählt, jedoch meist aus Bilbo's Sicht. Die Geschichte startet sehr langsam um sich in Tolkien's Welt um Hobbingen, den einsamen Berg und dem Elbenreich zurecht zu finden. Auch wenn es eine Abenteuer Geschichte ist, wird vereinzelt auch mal Humor eingebaut und was besonders schön ist, das Bilbo's Geschichte von Freundschaft und Zusammenhalt handelt. Freunde, die sich auch mal uneinig sind und Gegenseitig den Kopf waschen. Die Elemente wurden sehr gut in die Abenteuer eingebaut und geben einfach dem Hörer sehr viel. Nach dem sanften Einstieg geht es Spannend weiter, immer wieder geraten die Zwerge und Bilbo in schwierige Situationen, aus dennen sie sich befreien müssen. Auch wenn die Spannung zwischendurch etwas abflacht und man den Eindruck hat, es zieht sich vereinzelt, wird man mit einem großen Finale belohnt. Ich habe ungedildig dem Finalem Kampf entgegen gefiebert und die Reise mit Herrn Beutlin sehr genoßen. Fazit: Auch wenn die Geschichte ihre kleineren Schwächen hat, eine abenteuerliche Reise, auf die ich nicht mehr verzichten möchte.

Muss für jeden Hobbit / Herr der Ringe - Fan!
von einer Kundin/einem Kunden aus Markt Piesting am 12.01.2020
Bewertet: Einband: Leder

Ich habe vor Jahren von meiner Mutter eine Taschenbuchausgabe des Hobbit bekommen. Mittlerweile bin ich ein riesiger Hobbit / Herr der Ringe - Fan und musste diese Luxusausgabe einfach haben! Das Buch sieht sehr schön aus und hat wunderbare Extras - zB Original-Illustrationen von Tolkien, eine Ausfaltbare Karte,... Ich bin seh... Ich habe vor Jahren von meiner Mutter eine Taschenbuchausgabe des Hobbit bekommen. Mittlerweile bin ich ein riesiger Hobbit / Herr der Ringe - Fan und musste diese Luxusausgabe einfach haben! Das Buch sieht sehr schön aus und hat wunderbare Extras - zB Original-Illustrationen von Tolkien, eine Ausfaltbare Karte,... Ich bin sehr Zufrieden!

Schöne Lesung mit schlechter Auswahl der Übersetzung
von einer Kundin/einem Kunden aus Halle am 02.09.2019
Bewertet: Medium: H?rbuch-Download

Das Buch ist als Hörbuch von Heidenreich sehr schön hervorgetragen. Betonungen, wie auch die unterschiedlichen Charaktere wurden ebenfalls unterschiedlich hervorgehoben, womit man dann auch gleich wusste, wer etwas sagt. Leider war aber die Wahl der Übersetzung hier für mich ein deftiger Schlag in den Magen. Mit nur wenigen ... Das Buch ist als Hörbuch von Heidenreich sehr schön hervorgetragen. Betonungen, wie auch die unterschiedlichen Charaktere wurden ebenfalls unterschiedlich hervorgehoben, womit man dann auch gleich wusste, wer etwas sagt. Leider war aber die Wahl der Übersetzung hier für mich ein deftiger Schlag in den Magen. Mit nur wenigen Begriffen hat es Wolfgang Krege geschafft, die ganze Geschichte derart zu versauen, dass es keinen Spaß mehr macht dieser Übersetzung noch weiter zu zu hören. Es begann schon relativ weit vorne bei den Trollen, als man von "kicken wie einen Fußball" hörte und endete im Düsterwald bei den Spinnen, als Bilbo eine Spinne allen Ernstes als "Wackelschlampe" bezeichnete. Warum man sich beim Hörbuch für die Krege-Übersetzung entschieden hat, bleibt mir ein Rätsel. Aber leider gibt es keine andere Hörbuch-Version, womit sie damit alternativlos ist. Schade.


  • Artikelbild-0
  • Dies ist eine Geschichte aus alter Zeit. Die Sprachen und
    Schriftzeichen waren damals andere als unsere heutigen.* Die Runen schnitt oder
    ritzte man ursprünglich in Holz, Stein oder Metall; darum waren sie dünn und
    eckig. Zur Zeit dieser Erzählung wurden sie nur von den Zwergen benutzt,
    besonders in persönlichen oder geheimen Aufzeichnungen. Ihre Runen werden in
    diesem Buch durch altenglische Runen** wiedergegeben, die heute nur noch wenige
    Leute kennen. Anhand der Runen auf Thrors Karte und ihrer Transkription in
    modernes Englisch lässt sich das Alphabet bestimmen, so dass auch der Titel
    dieser Ausgabe entziffert werden kann. Alle gebräuchlichen Runen finden sich auf
    der Karte, ausgenommen für X, I und U werden für J und V gebraucht. Eine Rune
    für Q gab es nicht (dafür kann man CW oder KW verwenden), auch nicht für Z
    (dafür gab es, wo erforderlich, die Zwergenrune ). Man wird ferner sehen, dass
    manchmal eine einzige Rune zwei moderne Buchstaben vertritt: th, ng, ee;
    auch andere Runen wurden manchmal in dieser Weise gebraucht ( ea und
    st). Die geheime Tür war mit D(oor) bezeichnet. Unter der Hand, die von
    der Seite auf sie hindeutete, stand geschrieben: (»Five feet high the door and
    three may walk abreast«, vgl. S. 40: »Türhöhe fünf Fuß, und drei können
    nebeneinander gehen.«).Die Mondrunen, die Elrond las, waren:(»Stand by the grey
    stone when the thrush knocks and the setting sun with the last light of Durin's
    Day will shine upon the key-hole«, vgl. S. 90: »Stellt euch an den grauen Stein,
    wenn die Drossel schlägt und der letzte Sonnenstrahl am Durinstag auf das
    Schlüsselloch fällt).Die Himmelsrichtungen sind auf der Karte mit Runen
    bezeichnet, mit Ost zuoberst, wie auf Zwergenkarten üblich. Im Uhrzeigersinn:
    E(ast, Ost), S(üd), W(est), N(ord).

    * * In der Originalausgabe wurden diese Sprachen durch das
    Englische ausgedrückt, das hier ins Deutsche übersetzt wurde. Doch es muss
    darauf hingewiesen werden:Ork ist weder ein englisches noch ein deutsches
    Wort, sondern ein Ausdruck, den die Hobbits damals diesen Kreaturen gaben. Er
    ist keinesfalls mit dem Wort orca verwandt, das Walarten
    bezeichnet.
    ** Diese Runen stimmen nicht überein mit der im Herrn der
    Ringe (Anhang E) dargestellten Angerthas-Schrift oder den »Zwergenrunen«:
    Die Zeichen sind zwar zum großen Teil dieselben, doch sind sie anderen Lauten
    zugeordnet. [Anm. d. Übers.]
    Ein unerwartetes FestIn einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit.
    Nicht in einem feuchten, schmutzigen Loch, wo es nach Moder riecht und
    Wurmzipfel von den Wänden herabhängen, und auch nicht in einer trockenen, kahlen
    Sandgrube ohne Tische und Stühle, wo man sich zum Essen hinsetzen kann: Nein,
    das Loch war eine Hobbithöhle, und das heißt, es war sehr komfortabel.
    Die
    Tür war kreisrund wie ein Bullauge, grün gestrichen, mit einem blanken gelben
    Messingknopf genau in der Mitte. Sie führte in eine röhrenförmige Diele, eine
    Art Tunnel, aber ein sehr komfortabler, luftiger Tunnel mit holzgetäfelten
    Wänden, gekacheltem und mit Teppichen belegtem Fußboden, lackierten Stühlen und
    einer Unmenge Haken an der Wand für Hüte und Mäntel - der Hobbit hatte gern
    Besuch. Die Diele zog sich in Windungen ein ganzes Stück weit hin, aber nicht
    tief in den Bühl hinein - so wurde die kleine Anhöhe von den Nachbarn auf
    etliche Meilen im Umkreis genannt -, und viele kleine runde Türen gingen darauf
    hinaus, abwechselnd zu beiden Seiten. Treppen brauchte der Hobbit nicht zu
    steigen: Schlafzimmer, Bad, Keller, Speisekammern (deren er mehrere hatte),
    Garderoben (ganze Kammern voller Kleider), die Küche und die Speisezimmer, alles
    lag auf gleicher Höhe und grenzte an diesen Gang. Die besten Zimmer waren auf
    der linken Seite (wenn man hereinkam), denn nur hier gab es Fenster, tief über
    dem Boden angesetzte runde Fenster, aus denen der Hobbit auf seinen Garten und
    die zum Fluss abfallenden Wiesen dahinter hinaussah.Dieser Hobbit war ein sehr
    wohlhabender Hobbit, und er hieß Beutlin. Die Beutlins wohnten schon seit
    unvordenklichen Zeiten in der Gegend um den Bühl und galten als sehr achtbare
    Leute, nicht nur, weil die meisten von ihnen reich waren, sondern auch, weil sie
    sich nie auf irgendwelche Abenteuer einließen oder etwas Unerwartetes taten: Was
    ein Beutlin auf irgendeine Frage sagen würde, wusste man immer schon, ohne die
    Frage erst stellen zu müssen. Unsere Geschichte nun handelt von einem Beutlin,
    der dennoch in ein Abenteuer hineingeriet und der sich dabei ertappen musste,
    wie er Dinge sagte und tat, die ihm niemand zugetraut hätte. Die Achtung seiner
    Nachbarn mag er dabei verloren haben, aber er gewann - na, ihr werdet ja sehen,
    ob er am Ende auch etwas gewann.Die Mutter des Hobbits, von dem wir reden - aber
    was ist ein Hobbit? Ich glaube, ein paar Angaben sind nötig, denn die Hobbits
    sind heutzutage selten und gehen dem Großen Volk, wie sie uns nennen, scheu aus
    dem Weg. Sie sind (oder waren) kleine Leutchen, etwa halb so groß wie wir,
    kleiner noch als die langbärtigen Zwerge. Hobbits haben keine Bärte. Mit
    Zauberei haben sie wenig oder nichts zu tun, abgesehen von dem bisschen
    Alltagsmagie, das ihnen erlaubt, schnell und geräuschlos zu verschwinden, wenn
    große, täppische Leute wie du und ich dahergestapft kommen, mit einem Lärm wie
    eine Elefantenherde, den die Hobbits meilenweit hören. Sie werden oft ein wenig
    rund um die Leibesmitte und kleiden sich in helle Farben (vor allem Grün und
    Gelb). Schuhe tragen sie nicht, weil ihnen an den Füßen natürliche Ledersohlen
    und ein dichter brauner Pelz wachsen, ähnlich wie das Kraushaar auf ihren
    Köpfen. Sie haben lange und geschickte braune Finger, gutmütige Gesichter und
    ein tiefes saftiges Lachen (besonders nach dem Mittagessen, das sie am liebsten
    zweimal täglich einnehmen). Damit wisst ihr über Hobbits fürs Erste genug. Wie
    schon gesagt, die Mutter dieses Hobbits - Bilbo Beutlins nämlich - war die
    fabelhafte Belladonna Tuk, eine der drei vortrefflichen Töchter des Alten Tuk.
    Der Alte Tuk war das Familienoberhaupt der Hobbits, die irgendwo jenseits der
    Wässer wohnten, des Flüsschens, das am Fuße des Bühls vorüberfloss. In den
    anderen Hobbitfamilien wurde gemunkelt, vor langer Zeit müsse ein Tuk einmal
    eine Elbin geheiratet haben. Das war natürlich Unsinn, aber immerhin war an
    dieser Sippe noch etwas nicht ganz Hobbitmäßiges, und dann und wann kam es vor,
    dass ein Tuk fortging und in Abenteuer verwickelt wurde. Meistens verschwand er
    dann unauffällig, und die Familie vertuschte die Angelegenheit; aber Tatsache
    blieb, dass die Tuks, obwohl zweifellos reicher als die Beutlins, doch keine
    ganz so ehrbaren Leute waren.Nicht dass Belladonna Tuk je wieder ein Abenteuer
    erlebt hätte, nachdem sie einmal Bungo Beutlins Frau geworden war. Bungo, das
    war Bilbos Vater, baute für sie (und zum Teil mit ihrem Geld) die luxuriöseste
    Hobbithöhle, die es auf oder unter dem Bühl oder jenseits der Wässer zu sehen
    gab, und dort wohnten sie bis ans Ende ihrer Tage. Trotzdem ist es
    wahrscheinlich, dass Bilbo, ihr einziges Kind und in Aussehen und Benehmen ganz
    der behäbige Vater, etwas von einem Tuk mitbekommen hatte, eine absonderliche
    Ader, die bei passender Gelegenheit hervortreten konnte. Die Gelegenheit kam
    nie, bis Bilbo Beutlin erwachsen, das heißt, etwa fünfzig Jahre alt war, und
    noch immer wohnte er in der schönen Hobbithöhle, die sein Vater gebaut hatte und
    in der er nun so gut wie festgewachsen zu sein schien.Es war ein merkwürdiger
    Zufall. Eines Morgens in der Frühe der Zeiten, als es noch mehr Grün und weniger
    Lärm auf der Welt gab, als die Hobbits noch zahlreich waren und es ihnen
    gutging, stand Bilbo Beutlin nach dem Frühstück vor seiner Tür und rauchte eine
    gewaltige lange Holzpfeife, die fast bis zu seinen pelzigen (und sauber
    gebürsteten) Zehen herabreichte, als Gandalf daherkam. Gandalf! Wenn ihr nur den
    vierten Teil von all dem gehört hättet, was ich über ihn gehört habe - und ich
    weiß selbst nur wenig von dem, was es da zu wissen gibt -, dann würdet ihr euch
    auf eine erstaunliche Geschichte gefasst machen. Abenteuer und Gerüchte
    außergewöhnlichster Art schienen ihm auf dem Fuße zu folgen, wohin er auch ging.
    Unter dem Bühl war er seit ewigen Zeiten nicht mehr vorbeigekommen, seit sein
    Freund, der Alte Tuk, gestorben war, und die Hobbits hatten fast vergessen, wie
    er aussah. Das letzte Mal war er da gewesen, als sie alle noch kleine
    Hobbitjungen und Hobbitmädchen waren, und seither hatte er anderswo zu tun
    gehabt, irgendwo in den Gegenden hinter dem Bühl und jenseits der Wässer.Alles,
    was der ahnungslose Bilbo an diesem Morgen sehen konnte, war ein alter Mann mit
    einem Stab. Er trug einen spitzen blauen Hut, einen langen grauen Mantel, ein
    silberweißes Halstuch, über dem ein weißer Bart bis zum Gürtel herabhing, und
    große schwarze Stiefel.»Einen schönen guten Morgen!«, sagte Bilbo, und genau so
    meinte er es auch. Die Sonne schien, und das Gras war grün. Aber Gandalf sah
    ihn, unter seinen buschigen Brauen, die weiter hervorstachen als die Krempe
    seines Hutes, scharf an.»Wie meinen Sie das?«, sagte er. »Wünschen Sie mir einen
    guten Morgen, oder meinen Sie, dass es ein schöner Morgen ist, egal was wir
    wünschen; oder dass Sie an diesem Morgen alles schön und gut finden, oder dass
    man an diesem Morgen gut oder schön sein muss?«»Alles zugleich«, sagte Bilbo.
    »Und außerdem genau die richtige Zeit, um vor der Tür eine Pfeife zu rauchen.
    Wenn Sie eine Pfeife dabeihaben, setzen Sie sich doch her und stopfen Sie sich
    eine mit meinem Tabak! Wir haben keine Eile, der ganze Tag liegt noch vor uns!«
    Dann setzte Bilbo sich auf die Bank vor seiner Tür, schlug die Beine
    übereinander und blies einen schönen grauen Rauchring, der in die Luft aufstieg,
    ohne zu zerreißen, und über den Bühl davonschwebte.»Sehr nett!«, sagte Gandalf.
    »Aber heute Morgen habe ich keine Zeit, Rauchringe zu blasen. Ich stecke in den
    Vorbereitungen für ein Abenteuer und suche jemanden, der noch mitmacht. Es ist
    sehr schwer, jemanden zu finden.«»Kann ich mir denken - hier in der Gegend. Wir
    sind alles einfache, ruhige Leute und haben für Abenteuer nichts übrig. Dabei
    hat man nur Ärger und Scherereien! Man kommt nicht mal mehr rechtzeitig zum
    Essen! Ich versteh nicht, was man daran finden kann«, sagte unser guter Bilbo
    Beutlin, klemmte einen Daumen hinter seinen Hosenträger und blies einen noch
    größeren Ring aus. Dann nahm er sich die Post vor, die am Morgen gekommen war,
    und fing an zu lesen, als ob der alte Mann nicht mehr da wäre. Er fand, das war
    kein Umgang für ihn; hoffentlich ginge der Kerl nun weiter. Aber der rührte sich
    nicht. Er stand da, auf seinen Stock gestützt, und schaute den Hobbit an, ohne
    etwas zu sagen, bis Bilbo ganz nervös und ein bisschen ungehalten wurde.»Guten
    Morgen!«, sagte er schließlich. »Für Abenteuer haben wir hier keine Verwendung,
    nein danke! Versuchen Sie's doch mal hinter dem Bühl oder drüben jenseits der
    Wässer.« Damit wollte er sagen, dass er das Gespräch für beendet hielt.»Was Sie
    mit einem Guten Morgen alles sagen können!«, sagte Gandalf. »Jetzt
    bedeutet es, dass Sie mich loswerden wollen und dass der Morgen erst gut werden
    kann, wenn ich fort bin.«»Aber nicht doch, keineswegs, mein werter Herr - ach,
    ich weiß gar nicht, wie war doch Ihr Name?«»Ja, ja, mein werter Herr! - aber
    Ihren Namen weiß ich, Herr Bilbo Beutlin. Und Sie kennen meinen Namen auch, Sie
    wissen nur nicht, dass er zu mir gehört. Ich bin Gandalf, Gandalf bin ich! Dass
    ich das noch erleben muss: Belladonna Tuks Sohn will mich mit einem Guten Morgen
    abwimmeln wie einen Hausierer, der Knöpfe verkauft!«»Gandalf, Gandalf! Du liebe
    Güte, doch nicht der Wanderzauberer, von dem der Alte Tuk die magischen
    Manschettenknöpfe aus Diamant bekommen hat, die sich von selbst einhakten und
    nur auf Befehl wieder aufgingen? Doch nicht der alte Knabe, der an den Festtagen
    immer so wundervolle Geschichten erzählt hat, von Drachen, Orks, Riesen, von
    geretteten Prinzessinnen und vom unverhofften Glück armer Witwensöhne? Und der
    immer so ein unglaubliches Feuerwerk gemacht hat! Das weiß ich noch! Der Alte
    Tuk ließ immer zur Sommersonnenwende eines abbrennen. Herrlich! Das stieg auf
    wie große Lilien von Feuer, wie Löwenmaul und Goldregen, und hing den ganzen
    Abend am Himmel.« Ihr werdet schon bemerkt haben, dass Herr Beutlin nicht ganz
    so prosaisch war, wie er selbst gern glaubte, und dass er ein Blumenfreund war.
    »Du lieber Himmel!«, fuhr er fort. »Doch nicht der Gandalf, der schuld war, dass
    so viele ganz vernünftige Jungen und Mädchen ins Blaue hinein auf verrückte
    Abenteuer auszogen, angefangen beim Herumklettern auf Bäumen bis hin zu Besuchen
    bei den Elben oder Seereisen zu fremden Küsten! Mein lieber Mann, das war schon
    ein ganz inter... ich meine, Sie haben dann und wann hier in der Gegend allerhand
    Staub aufgewirbelt. Ich bitte um Verzeihung, aber ich hatte keine Ahnung, dass
    Sie immer noch im Geschäft sind.«»Wo sollte ich sonst sein?«, sagte der
    Zauberer. »Trotzdem, es freut mich, dass Sie mich noch nicht ganz vergessen
    haben. Meine Feuerwerke wenigstens scheinen Ihnen in guter Erinnerung geblieben
    zu sein, und das lässt ein wenig hoffen. Und um Ihres seligen Großvaters Tuk und
    der armen Belladonna willen gewähre ich Ihnen, was Sie erbeten haben.«»Verzeihen
    Sie, ich habe doch nichts erbeten!« »Doch, eben schon zum zweiten Mal! Meine
    Verzeihung. Die haben Sie. Ich will sogar noch weiter gehn und Sie auf dieses
    Abenteuer mitnehmen. Wird sehr lustig für mich und sehr gut für Sie - und
    einträglich auch, sehr wahrscheinlich, wenn Sie's überleben.«
    »Tut mir leid!
    Ich wünsche keine Abenteuer, nein danke! Heute nicht. Guten Morgen! Aber bitte
    kommen Sie doch mal zum Tee - jederzeit, wenn es Ihnen passt! Warum nicht
    morgen? Kommen Sie doch morgen! Wiedersehn.« Und damit drehte der Hobbit sich
    um, huschte hinter seine runde grüne Tür und machte sie so schnell zu, wie er es
    glaubte riskieren zu können, ohne unhöflich zu erscheinen. Bei Zauberern konnte
    man nie wissen.
    »Warum in aller Welt habe ich ihn bloß zum Tee eingeladen?«,
    sagte er zu sich selbst, als er in die Speisekammer ging. Er hatte zwar eben
    erst gefrühstückt, fand aber, dass ein paar Kekse und etwas zu trinken ihm nach
    dem Schreck guttun würden.
    Unterdessen stand Gandalf immer noch draußen vor
    der Tür und lachte lange still in sich hinein. Nach einer Weile trat er näher an
    die schöne grüne Tür des Hobbits heran und kratzte mit der Spitze seines Stabes
    ein sonderbares Zeichen hinein. Dann ging er fort, als Bilbo eben seinen zweiten
    Keks verzehrt hatte und sich allmählich bei dem Gedanken beruhigte, dass die
    Abenteuer noch mal an ihm vorübergegangen waren.
    Am nächsten Tag hatte er
    Gandalf fast vergessen. Er behielt solche Dinge meistens nur, wenn er sie in
    seinen Terminkalender eintrug, etwa so: Gandalf Tee Mittwoch. Daran hatte
    er gestern in seiner Aufregung nicht gedacht.
    Erst kurz vor der Teestunde,
    als es stürmisch an der Tür klingelte, fiel es ihm wieder ein! Er setzte rasch
    den Kessel auf, stellte eine zweite Tasse und Untertasse und ein paar Kekse mehr
    auf den Tisch und rannte zur Tür.
    »Tut mir ja so leid, dass ich Sie warten
    lassen musste!«, wollte er gerade sagen, als er sah, dass es nicht Gandalf war,
    der vor ihm stand. Es war ein Zwerg mit blauem, unter einem goldenen Gürtel
    festgesteckten Bart und sehr hell leuchtenden Augen unter einer dunkelgrünen
    Kapuze. Sobald die Tür auf war, schob er sich herein, als glaubte er, erwartet
    zu werden.
    Er hängte seinen Kapuzenmantel an den nächsten Haken. »Dwalin, zu
    Diensten!«, sagte er mit einer tiefen Verbeugung.
    »Bilbo Beutlin, zu
    Diensten!«, sagte der Hobbit, zu verblüfft fürs Erste, um irgendwelche Fragen zu
    stellen. Als das Schweigen, das nun eintrat, drückend wurde, fügte er hinzu:
    »Ich bin grad beim Tee, bitte kommen Sie doch rein und nehmen Sie etwas zu
    sich!« Ein bisschen steif vielleicht, aber er meinte es freundlich. Und was
    würdet ihr tun, wenn ein uneingeladener Zwerg plötzlich vor eurer Tür stünde und
    ohne ein Wort der Erklärung seine Sachen in eurer Diele aufhängte?
    Sie saßen
    noch nicht lange bei Tisch, waren kaum beim dritten Keks angelangt, als es schon
    wieder klingelte, lauter als das erste Mal.
    »Entschuldigen Sie!«, sagte der
    Hobbit und ging zur Tür.
    »Na, da sind Sie ja endlich!«, wollte er nun zu
    Gandalf sagen. Aber es war wieder nicht Gandalf. Sondern ein sehr alter Zwerg
    mit weißem Bart und scharlachroter Kapuze; und auch er kam gleich herein, als
    wäre er eingeladen.
    »Aha, die andern kommen auch schon«, sagte er, als er
    Dwalins grüne Kapuze sah. Er hängte seine rote daneben. »Balin, zu Diensten!«,
    sagte er und legte die Hand auf die Brust.
  • Inhalt

    KAPITEL 1
    Ein unerwartetes Fest
    SEITE 11
    KAPITEL 2
    Hammelbraten
    SEITE 52
    KAPITEL 3
    Eine kurze
    Rast SEITE 78
    KAPITEL 4
    Drüber
    hin und unten durch SEITE 92
    KAPITEL
    5
    Rätsel im Dunkeln SEITE 111
    KAPITEL 6
    Aus der Pfanne ins Feuer SEITE
    145
    KAPITEL 7
    Ein seltsames Quartier SEITE 176
    KAPITEL 8
    Fliegen und
    Spinnen SEITE 216
    KAPITEL 9

    Fässer unverzollt SEITE
    262
    KAPITEL 10
    Ein begeisterter Empfang SEITE 288
    KAPITEL 11
    Auf der
    Türschwelle SEITE 307
    KAPITEL
    12
    Aus gutunterrichteter Quelle SEITE
    321
    KAPITEL 13
    Nicht daheim SEITE 355
    KAPITEL 14
    Feuer und Wasser
    SEITE 374
    KAPITEL 15
    Die Wolken
    sammeln sich SEITE 390
    KAPITEL
    16
    Ein Dieb in der Nacht SEITE 406
    KAPITEL 17
    Die Wolken bersten SEITE
    417
    KAPITEL 18
    Der Rückweg SEITE
    436
    KAPITEL 19
    Die letzte Etappe SEITE 450