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Oblomow

Roman in vier Teilen

Wenn einer weiß, was nötig ist, und es trotzdem nicht tut, dann leidet er an Oblomowerei. Gontscharows Meisterwerk ist heute zeitgemäßer denn je: Mit der Figur des lebensuntüchtigen Oblomow, der lieber seine Tagträume pflegt, als Ordnung in seinem Leben zu schaffen, hat Gontscharow eine prophetische Figur der modernen Welt geschaffen. Nicht nur in Politik und Wirtschaft ist das sprichwörtlich gewordene Laster zur Krankheit unserer Gegenwart geworden. Die Neuübersetzung des Klassikers aus Russland schafft den Witz, die Originalität, aber auch die tragische Tiefe von Oblomows Schicksal neu und ist dabei provozierender als mancher Gegenwartsroman.
Portrait
Gontscharow, Iwan
Iwan Gontscharow, 1812 in Simbirsk (heute Uljanowsk) an der Wolga in einer Kaufmannsfamilie geboren, zählt zu den großen Klassikern der russischen Literatur. Neben zahlreichen Erzählungen, kritisch-essayistischen Arbeiten und der zweibändigen Beschreibung seiner Weltumseglung unter dem Titel Fregatte Pallas, veröffentlichte er jeweils im Abstand von zehn Jahren drei als Trilogie konzipierte Romane: Eine alltägliche Geschichte, Oblomow und Die Schlucht. Die erhebliche Arbeitsbelastung als Beamter zunächst im Finanzministerium, später als Zensor im Ministerium für Volksbildung und immer wieder ausbrechende Depressionen lähmten seine schriftstellerische Arbeit; seine Briefe endeten nicht selten mit der Selbstdiagnose: "Literat im Ruhestand." 1891 starb Iwan Gontscharow in Petersburg, wo er seit 1835 lebte. Mit der Gestalt des Oblomow hat er der Weltliteratur einen unvergesslichen Helden geschenkt.

Bischitzky, Vera
Vera Bischitzky, geboren 1950, lebt in Berlin. Sie übersetzte u. a. Anton Tschechow und Dina Rubina. Fur ihre Neuübersetzung von Nikolai Gogols Tote Seelen wurde sie 2010 mit dem Braem-Preis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Vera Bischitzky
Seitenzahl 838
Erscheinungsdatum 27.02.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-23874-9
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 19,2/12,7/3,1 cm
Gewicht 501 g
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Vera Bischitzky
Verkaufsrang 87274
Buch (gebundene Ausgabe)
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Buchhändler-Empfehlungen

Was für eine Oblomowerei!

Matthias Preuschoff, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Der König der Prokrastination ! Oblomow ist eine zeitlose, in der Figur des Oblomow personifizierte Parabel, die einer aufgeklärten aber untätigen Gesellschaft den Spiegel vorhält.

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Berührendes und ernstes Buch
von morsmordre aus Luftenberg am 07.03.2007
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wie in der russischen Literatur im Allgemeinen schreibt auch Gontscharow über Menschen aus dem täglichen Leben. Jeder kennt die Gedankengänge, jeder kennt die Gefühle und jeder hat oft die selben Probleme wie die Figuren in diesem Roman. Oblomow ist ein, oberflächlich betrachtet, fauler Mensch. Er bliebe am liebsten den ganzen ... Wie in der russischen Literatur im Allgemeinen schreibt auch Gontscharow über Menschen aus dem täglichen Leben. Jeder kennt die Gedankengänge, jeder kennt die Gefühle und jeder hat oft die selben Probleme wie die Figuren in diesem Roman. Oblomow ist ein, oberflächlich betrachtet, fauler Mensch. Er bliebe am liebsten den ganzen Tag im Bett. Er liest auch nicht gern und ausgehen will Oblomow sowieso schon lange nicht mehr. Sein Freund aus der Jugendzeit, Andrej Stolz, ist das genaue Gegenteil. Stolz ist aktiv, arbeitet viel und äußerst erfolgreich. Im Laufe des Buches verliebt sich Oblomov in Olga, welche ihm von Stolz vorgestellt wird, und diese sich in ihm. Doch, scheinbar, aus Faulheit löst er sein ihr gegebenes Versprechen, sie zu heiraten, nicht ein. Stattdessen heiratet Stolz Olga. Diese werden ein glückliches Paar. Oblomow heiratet seine Haushälterin Anisija, für einen Adeligen undenkbar. Das stellt auch einen Bruch in der Beziehung zu Stolz her. Stolz stellt sich nach dem Tod Oblomows als der Verfasser des Buches heraus. Wenn man dieses buch liest, denkt man, zumindest ich für meinen Teil, dass Oblomow der "Arme" ist und Stolz der "Glückliche", doch Gontscharow beschreibt die verschiedenen Möglichkeiten zu leben, und ein größerer Kontrast zwischen Oblomows`s und Stolz` Lebensstil ist nicht möglich, so gut, dass am Ende der Leser unweigerlich darüber nachdenkt, wie man eigentlich leben soll. Und das ist auch der Hauptzweck, glaube ich, dieses Buches. Zu zeigen wie man Leben kann und welche Werte im Leben wirklich wichtig sind. Aber auch wie verschieden die Menschen sind.