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Ich will Schlafen!

Roman

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»So rührend, knallhart und realistisch ist über Geburt und Mutterschaft noch nie geschrieben worden. Ein grandioses Buch.« Charlotte Roche
»Ich will schlafen!« ist ein mutiges, ein notwendiges Buch. Ein radikaler, ergreifender Roman über eine alleinerziehende, moderne junge Mutter, deren Traum vom Kind zum Albtraum wird. Umwerfend heutig, ist dies beste Literatur von einer der interessantesten Autorinnen Großbritanniens.
Rachel steht vor dem größten Abenteuer ihres Lebens: Sie wird zum ersten Mal Mutter. Sie wünscht sich das Kind aus tiefstem Herzen und freut sich auf diese einschneidende Veränderung in ihrem Leben. Doch nach der Geburt ihres Sohnes Joseph scheint nichts zu sein, wie sie es sich vorgestellt hat. Der Grund: Schlafmangel, massiver Schlafmangel. Ihr Sohn scheint nie zu schlafen, schlimmer aber ist, dass sie keine Ruhe findet. Trotz überwältigender Liebesgefühle für ihr Kind gerät Rachel an den Rand des Wahnsinns. Stets vollkommen übernächtigt, verschwimmen teilweise die Grenzen von Realität und Fiktion, und es stellt sich die Frage, wie weit sie zu gehen bereit ist, um ihren kleinen Sohn in den Schlaf zubekommen.
»Helen Walsh gehört zu den ungewöhnlichsten, bezwingendsten jungen Schriftstellern in Großbritannien, sie verkörpert geradezu das heutige Großbritannien. Voller Wagemut stürzt sie sich auf das Leben der Gegenwart. ›Ich will schlafen!‹ ist eine brandgefährliche Mischung aus roher Emotion und tiefstem Mitgefühl. Dies ist kein Roman über Schrecken, Schmerz oder Einsamkeit, sondern ein Buch über das Leben selbst.« (Independent on Sunday)
Rezension
"Helen Walsh gehört zu den ungewöhnlichsten, bezwingendsten jungen Schriftstellern in Großbritannien, sie verkörpert geradezu das heutige Großbritannien. Voller Wagemut stürzt sie sich auf das Leben der Gegenwart. ′Ich will schlafen!′ ist eine brandgefährliche Mischung aus roher Emotion und tiefstem Mitgefühl. Dies ist kein Roman über Schrecken, Schmerz oder Einsamkeit, sondern ein Buch über das Leben selbst." Independent on Sunday
"Helen Walsh gehört zu den ungewöhnlichsten, bezwingendsten
jungen Schriftstellern in Großbritannien, sie verkörpert geradezu
das heutige Großbritannien. Voller Wagemut stürzt sie sich auf das
Leben der Gegenwart. ′Ich will schlafen!′ ist eine brandgefährliche
Mischung aus roher Emotion und tiefstem Mitgefühl. Dies ist kein
Roman über Schrecken, Schmerz oder Einsamkeit, sondern ein Buch
über das Leben selbst."
Independent on Sunday
Portrait
Helen Walsh wurde 1976 in der Nähe von Liverpool geboren, wo sie auch heute lebt. Ihr Debütroman »Millie« (KiWi 940) erregte durch seine drastische Schilderung von Sex, Partys und Drogen viel Aufsehen und war in Großbritannien und Deutschland ein großer, viel diskutierter Erfolg. »Millie« wurde mit dem Betty Task Prize ausgezeichnet. Walshs zweiter Roman »Once Upon A Time in England« gewann den Somerset Maugham Prize. »Ich will schlafen!« erntete begeisterte Kritiken - und trat eine Lawine los: Die Autorin erhielt Tausende von E-Mails junger Mütter, die Helen Walsh für ihr offenherziges Buch dankten.

Maria Hummitzsch, 1982 in Magdeburg geboren, studierte in Leipzig, Lissabon und Florianópolis Übersetzung, Psychologie und Afrikanistik. Seit April 2011 arbeitet sie als Literaturübersetzerin aus dem Portugiesischen und Englischen. Sie war Stipendiatin des Deutschen Bundestages, des DAAD, der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Übersetzerfonds (DÜF). Maria Hummitzsch leitet die Pressestelle des Verbands der deutschsprachigen Literaturübersetzer (VdÜ) und ist seit März 2013 auch als Beisitzerin im Vorstand des Verbands tätig. Sie ist Mitorganisatorin der Deutsch-Brasilianischen ViceVersa-Übersetzerwerkstätten und arbeitet regelmäßig als Moderatorin. Maria Hummitzsch lebt mit ihrer Tochter Clara in Leipzig.
Übersetzungen
Romane
- Costello, Mark / Wallace, David Foster: Signifying Rappers. Warum Rap, den Sie hassen, nicht Ihren Vorstellungen entspricht, sondern scheißinteressant ist und wenn anstößig, dann bei dem, was heute so abgeht, von nützlicher Anstößigkeit. Kiepenheuer & Witsch 2014. - (zusammen mit Ulrich Blumenbach)- Keener, Jessica. Schwimmen in der Nacht. C.H.Beck 2014.- Bracher, Beatriz. Antonio. Assoziation A 2013.- Boianjiu, Shani. Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst. Kiepenheuer & Witsch 2013 (zusammen mit Ulrich Blumenbach).- Saavedra, Carola. Landschaft mit Dromedar. C.H. Beck 2013.- Azevedo, Francisco. Der Hochzeitsreis, dtv 2013.- Bracher, Beatriz. Gespräch nach außen. Agência Riff 2012.- Walsh, Helen. Ich will schlafen! Kiepenheuer & Witsch 2012.
Erzählungen
- Saavedra, Carola. Zusammenleben. 87-92 in: Timo Berger (Hg.). Popcorn unterm Zuckerhut. Junge brasilianische Literatur. Berlin: Wagenbach, 2013.- Saavedra, Carola. Die andere Seite des Spiels. 142-46 in: Luiz Ruffato (Hg.). Der schwarze Sohn Gottes. 16 Fußballgeschichten aus Brasilien. Berlin: Assoziation A, 2013.- Bracher, Beatriz. Zezé Sussuarana, 107-20 in: Jakob, Wanda / Luísa Costa Hölzl (Hgg.). Wenn der Hahn kräht. Zwölf hellwache Geschichten aus Brasilien. Hamburg: edition fünf, 2013.- Giannetti, Cecilia. Ana und Letícia. 68-82 in: Jakob, Wanda / Luísa Costa Hölzl (Hgg.). Wenn der Hahn kräht. Zwölf hellwache Geschichten aus Brasilien. Hamburg: edition fünf, 2013.- Bracher, Beatriz. Bananensplit. die horen 251 (58.3; 2013): 145-48.- Saavedra, Carola. Romanfragment. die horen 251 (58.3; 2013): 158-63.- Walsh, Helen. Ein mallorquinischer Sommer. Kiepenheuer & Witsch, Frühjahr 2015. - (zusammen mit Michael Schickenberg)- Bracher, Beatriz: Die Verdächtigung. Assoziation A, Januar 2015.- Saavedra, Carola. Blaue Blumen. C.H. Beck, Frühjahr 2015.
Werke und Literaturprojekte
Friesen Blume, Rosvitha; Hummitzsch, Maria: Die Übersetzung als kulturelle Vermittlung: deutsche Kurzgeschichtenanthologie zeitgenössischer brasilianischer Autorinnen, in Lusorama - Zeitschrift für Lusitanistik Nr.79-80, November 2009: 162-176.
Auszeichnungen
2012 - Johann-Joachim-Christoph-Bode-Stipendium des DÜF (Mentorin: Marianne Gareis)
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 318
Erscheinungsdatum 16.02.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04380-8
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 21,1/13,6/3,5 cm
Gewicht 448 g
Originaltitel Go To Sleep
Übersetzer Maria Hummitzsch
Buch (gebundene Ausgabe)
19,99
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Kundenbewertungen

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Leider nicht sehr überzeugend
von Anneja aus Halle am 02.10.2018

Ja, ich bin keine Mutter und auch nicht auf dem Weg eine zu werden, trotzdem packte mich die Kurzbeschreibung so sehr, das ich mich entschied das Buch zu lesen. Zudem sprach mich das Cover mit seiner düsteren Erscheinung an. Doch konnte es mich überzeugen? Ich sage mal naja. Auch wenn... Ja, ich bin keine Mutter und auch nicht auf dem Weg eine zu werden, trotzdem packte mich die Kurzbeschreibung so sehr, das ich mich entschied das Buch zu lesen. Zudem sprach mich das Cover mit seiner düsteren Erscheinung an. Doch konnte es mich überzeugen? Ich sage mal naja. Auch wenn mich die Thematik nicht betrifft, hatte ich schon öfter in Serien oder Nachrichten von der Wochenbettdepression gehört und mich auch teilweise mit ihr befasst. Dies war jedoch das erste Mal das ich ein Buch darüber las. Dementsprechend hoch waren anscheinend auch meine Erwartungen, denn ich ging mit meinem gesammelten Wissen an die Geschichte ran und erwartete wohl dementsprechend viel. Die ersten Seiten waren gelesen und ich fühlte mich wohl. Der Schreibstil war packend und die Welt um Rachel interessant. Trotzdem muss ich sagen, das sich die Autorin mit Rachel und ihrer Familie sehr komplizierte Charaktere erschaffen hat, deren Verhalten nicht vorhersehbar war. Das klingt natürlich gut, passte hier aber einfach nicht. Gerade Rachel wurde im Laufe des Buches immer mehr zum Mysterium, da sie ein Freigeist war und sich ihre Welt so zurecht packte, bis sie ihr gefiel. Man merkt bereits das ich mit der Hauptakteuren ganz schön zu kämpfen hatte und das änderte sich leider bis zum Ende nicht. Rachel´s Vergangenheit bis zudem Punkt ihrer Schwangerschaft ist sehr eigen und ich glaube kaum, das sich viele in ihr wieder finden werden. Trotzdem freute ich mich für die Sozialarbeiterin, die mit vollem Herz an ihrem Job hang. Als es dann zur Geburt überging, nahm die Geschichte dann leider einen Verlauf an, der sehr übertrieben dargestellt wurde und den ich mir unmöglich vorstellen konnte. Das Buch erklärt in seiner Kurzbeschreibung ja, das Joseph einfach nicht schlafen will und Rachel deswegen kein Auge mehr zubekommt. Komischerweise, wurde dermaßen oft darüber berichtet, wie der kleine Mann glücklich schlief oder einfach nur vor sich her guckte. Hier sollte wohl der psychologische Faktor angesprochen, denn Rachel handelte komplett entgegen gesetzt zum Verhalten ihres Sohnes. Wenn er schlief putzte sie die Wohnung oder weckte den kleinen Mann um ihn zu baden. Irgendwie schon sehr widersprüchlich. Zudem weigerte sie sich Hilfe anzunehmen, so sehr sie auch langsam die Nerven verlor. Kein Wunder, das sie müde war. Der Erlösung erfolgt am Ende, das aber leider viel zu knapp abgehandelt wurde. Allgemein gesehen fühlte ich mich im Buch recht unwohl. Der psychologische Faktor war ein einfach nicht richtig greifbar und die Charaktere waren viel zu kompliziert. Dabei soll die Autorin das Buch nach ihren eigenen Erfahrungen geschrieben haben. Da kann ich nur hoffen, das sie jetzt ein erfüllendes Familienleben führt. Mein Fazit Ob glaubwürdig oder nicht, empfand ich dieses Buch nicht gerade als Offenbarung wenn es um die Thematik ?Wochenbettdepression? ging. Das Thema wurde viel zu sehr verschachtelt und hatte dazu sehr komplizierte Figuren, die mich teilweise mit Fragezeichen in den Augen sitzen ließen.

Ich schlafe ein...
von einer Kundin/einem Kunden am 10.05.2012

Auffälliges Cover - erweckt Neugierde. Der Titel? Hört sich impulsiv und wütend an, macht Hoffnung auf einen amüsanten Roman voller Bissigkeit, Ironie, Zynismus und Wahnsinn. Doch weit gefehlt: Dieser kürzlich erschienene Roman ist leider schlichtweg öde.      Rachel, Anfang dreißig, alleinstehend, Sozialpädagogin, schwanger von einem Somalier, der nichts davon weiß.... Auffälliges Cover - erweckt Neugierde. Der Titel? Hört sich impulsiv und wütend an, macht Hoffnung auf einen amüsanten Roman voller Bissigkeit, Ironie, Zynismus und Wahnsinn. Doch weit gefehlt: Dieser kürzlich erschienene Roman ist leider schlichtweg öde.      Rachel, Anfang dreißig, alleinstehend, Sozialpädagogin, schwanger von einem Somalier, der nichts davon weiß. Typisch modern: eine alleinerziehende strotzt vor Stolz darauf, dass sie schweigt und genießt, indem sie dem Erzeuger ihres Kindes kein Wort von seinen baldigen Vaterfreuden mitteilt. Schön, wenn Helen Walsh dieses Klischee der starken, unabhängigen Frau unbedingt einbringen soll, dann sollte man sie gewähren lassen. Doch dann sollte man sie Story doch auch bitte witzig gestalten, und wenn nicht witzig, dann bitte aufrüttelnd, schockierend oder wenigstens ekelerregend! Aber mir entlockte dieses Werk keine einzige nennenswerte, prägende Emotion. Die Protagonistin irrt, übermüdet und nervlich am Ende, weil ihr Baby ständig gestillt werden will (nein, eeeehrlich??), durch das verregnete Liverpool und kann nach einer schmerzvollen (ach, neee!) Geburt keine Liebe für ihr Kind empfinden.      Ganz ehrlich - die Protagonistin ist mir höllisch unsympathisch. Ich kann es Walsh einfach nicht abnehmen, dass Rachel sich eher für SMS' eines straftätigen Jugendlichen in einem Sozial-Wohnheim interessiert, als dass sie sich an die neue Situation in ihrem Leben - Joe, ihr Kind - gewöhnen will. Mag sein, dass viele Mütter, die ein ähnlich kompliziertes Schrei-Baby großgezogen haben, sich perfekt in Rachel einfühlen können und es toll finden, dass mal aufgezeigt wird, dass man auch ruhig mal denken darf, dass das Baby doch am allerbesten sterben sollte, damit man seine Ruhe hat. Doch um selbst von diesen krassen postpartal-depressiven Gedanken überzeugt zu werden, schreibt Walsh zu schwach, zu unbetont, zu eintönig und zu glatt.Außerdem vermischen sich die Problematiken: Will Walsh auf das Schicksal einer Schrei-Baby-Mutter oder auf postpartale Depression aufmerksam machen? Das eine wird nicht durch das andere bedingt.      Charlotte Roche schreibt: "So rührend, knallhart und realistisch ist über Geburt und Mutterschaft noch nie geschrieben worden. Ein grandioses Buch." Knallhart? So etwas hört man von der Autorin von Feuchtgebiete? Wenn Walsh wenigstens so ekelhaft schreiben könnte wie Roche! An diesem Roman ist nichts knallhart, nichts rüttelt einen wach und nichts bringt einen zum tieferen Nachdenken. Das Portrait einer Frau mit postpartaler affektiver Störung ist zwar in seinen Umrissen durchaus treffend gezeichnet worden, doch es fehlt die Darstellung intrusiver, lebendiger Gedanken. Ich hätte mir gewünscht, dass Walsh viel intensiver auf die prekäre Lage von Rachel eingeht, und zwar dergestalt, dass ihre Verzweiflung, ihre Wut und ihre Traurigkeit authentischer präsentiert wird. Der durchweg trockene Schreibstil kann diese Forderung nicht erfüllen.Wie der Leser unmöglich nicht bemerkt haben kann: Ich bin enttäuscht von diesem Roman.      Macht euch euer eigenes Bild! Es ist jedenfalls nichts für Frauen, oder auch Männer, die sich gern einmal in eine Frau in extremem Baby-Stress einfühlen wollen, denn dazu ist der Roman zu oberflächlich. Ist man betroffen und erhofft sich durch diesen Roman Bestätigung, dann vereinbart man besser einen Termin bei seiner Gynäkologin, Doula usw., oder entscheidet sich direkt für eine Psychotherapie.