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Narziß und Goldmund

Erzählung

Hermann Hesses Erzählung über den Gegensatz zwischen Geist- und Sinnenmenschen und ihre produktive Vereinigung im Künstler ist eine moderne Gestaltung des Don-Juanund Casanova-Motivs. Sie ist aber auch ein Loblied der Freundschaft, voller Abenteuer in einem zeitlosen Mittelalter. Klösterlicher und städtischer Kunstbetrieb, Zigeunermädchen und Vagantenpoesie: »Alle diese Elemente deutsch-romantischer Erzählkunst vereinen sich hier in seltener Vollständigkeit« (Rolf Schneider). Jahre bevor der Nationalsozialismus die kulturellen Traditionen Deutschlands mißbrauchte, hat Hesse in diesem Roman die Idee von Deutschland und deutschem Wesen, die er seit seiner Kindheit in sich trug, dargestellt und ihr seine »Liebe gestanden, gerade weil ich alles, was heute spezifisch deutsch ist, so sehr hasse«, schrieb er 1933.
Zu Hesses Lebzeiten war »Narziß und Goldmund« das erfolgreichste seiner Bücher. Die deutsche Gesamtauflage von 1930 bis heute beträgt mehr als zwei Millionen Exemplare. Übersetzt ist der Roman mittlerweile in dreißig Sprachen.

»Ein wunderschönes Buch in seiner poetischen Klugheit, seiner Mischung aus deutsch-romantischen und modern-psychologischen, ja psychoanalytischen Elementen.« Thomas Mann
Rezension
"... eine Erzählung voller Kraft und Faszination. Denn auch wenn Narziß und Goldmund voller Gegensätze und gegensätzlicher Lebensvorstellungen sind, sind sie doch eins: Das Leben in allen Facetten."
Jutta Ladwig, literaturkritik.de August 2012
Portrait
Hermann Hesse, geboren am 2.7.1877 in Calw/Württemberg als Sohn eines baltendeutschen Missionars und der Tochter eines württembergischen Indologen, starb am 9.8.1962 in Montagnola bei Lugano.
Er wurde 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur, 1955 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Nach einer Buchhändlerlehre war er seit 1904 freier Schriftsteller, zunächst in Gaienhofen am Bodensee, später im Tessin.
Er ist einer der bekanntesten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts.     
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 465
Erscheinungsdatum 17.06.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46356-7
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 14,4/9,1/3 cm
Gewicht 220 g
Auflage 7. Auflage
Verkaufsrang 3311
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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Narziß und Goldmund
von einer Kundin/einem Kunden aus Düsseldorf am 21.04.2020

Das Buch ist fantastisch, es hat mich gleich von Anfang an fasziniert. Kann ich jedem empfehlen, der sich gerne auf eine solche "Reise" einlässt.

Faszinierendes Werk
von Eberhard Landes am 20.10.2016

Aktuell animiert durch eine Lesung widmete ich mich diesem (1877 geborenen und 1962 verstorbenen) Klassiker und Literaturnobelpreisträger (1946) unter den deutschsprachigen Literaten und seiner Ende der Zwanziger Jahre entstandenen, also fast 90 Jahre alten, Erzählung. Schon ewig hatte ich von Hesse nichts gelesen; um ehrlich ... Aktuell animiert durch eine Lesung widmete ich mich diesem (1877 geborenen und 1962 verstorbenen) Klassiker und Literaturnobelpreisträger (1946) unter den deutschsprachigen Literaten und seiner Ende der Zwanziger Jahre entstandenen, also fast 90 Jahre alten, Erzählung. Schon ewig hatte ich von Hesse nichts gelesen; um ehrlich zu sein: es muss in der Schulzeit gewesen sein; und dort war es - vermutlich aus Gründen, auf die ich noch komme - nicht "Narziß und Goldmund", sondern nach meiner Erinnerung "Steppenwolf". Das Buch "Narziß und Goldmund" erzählt eine im Mittelalter spielende Geschichte, in deren Zentrum zwei so unterschiedliche, gar gegensätzliche, Freunde stehen: der Eine, Narziß, ein Mensch des Geistes, der Andere, Goldmund, ein Mensch der Sinne; der Eine der Denker, der Andere der Träumer und die Erzählung reicht von Beider Jugend in einem Kloster, über Goldmunds ausgedehnte Wanderjahre bis dessen Tod. Und bis dahin hören sie nie auf, den jeweils so ganz Anderen trotz ihrer so gegensätzlichen Lebensentwürfe, was die gesamte Erzählung prägt, zu bewundern, gar zu lieben. Die Geschichte an sich und die Sprache des Autors, seine Erzählkunst, begeisterten, ja faszinierten, mich und ... das Buch überraschte mich - und damit komme ich auf die Eingangsbemerkung zur Schulzeit zurück - was den großen Anteil Erotik betrifft: Goldmund lies - um es im heutigen Jargon flapsig auszudrücken - in seinen Wanderjahren "nix anbrennen" und Hesse schildert das in manchen Passagen recht detailliert. Letzlich ist das aber nur Mittel zum Zweck und zwar dem, die Gegensätzlichkeit der Beiden noch zu unterstreichen. Hesse arbeitet die Stärken und Schwächen beider Charaktere fein heraus ohne je die eine oder andere Seite zu favorisieren. Denker vs. Träumer, Kopf vs. Bauch, Ratio vs.Emotion = Remis, also unentschieden. Entschieden hingegen bin ich in meinem Urteil: Sowohl sprachlich als auch inhaltlich handelt es sich um ein Meisterwerk und somit ist das Buch - auch heute noch - mehr als lesenswert. Für Literaturinteressierte ein Muss.