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Der Picassomörder. Huntinger und das Geheimnis des Bösen

Huntinger und das Geheimnis des Bösen

Heinz-Joachim Simon

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 268
Erscheinungsdatum 14.02.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86282-097-9
Verlag Acabus Verlag
Maße (L/B/H) 21,2/14,4/2,3 cm
Gewicht 293 g
Auflage 1

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Flotter Durchschnittskrimi
von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 17.04.2012

Im Juli 2010 wird in Berlin die Kuratorin einer Gallerie an ihrer Arbeitsstelle ermordet aufgefunden. Noch sensationieller: ein Bild von Picasso aus der Minotaurus-Serie fehlt. Kommissar Huntinger übernimmt. Er stößt auf einen ähnlichen, zurückliegenden Fall in Dachau und fährt hin. Schon bald zielen seine Ermittlungen auf wenig... Im Juli 2010 wird in Berlin die Kuratorin einer Gallerie an ihrer Arbeitsstelle ermordet aufgefunden. Noch sensationieller: ein Bild von Picasso aus der Minotaurus-Serie fehlt. Kommissar Huntinger übernimmt. Er stößt auf einen ähnlichen, zurückliegenden Fall in Dachau und fährt hin. Schon bald zielen seine Ermittlungen auf wenige Mitglieder zweier einflussreichen Familien in einer fiktiven Stadt nahe Dachau. Den nächsten Morden der Serie will Huntinger zuvorkommen. In Frankreich - Huntinger ist vor Ort - erwischt es die nächste Frau. Wie die anderen ist sie grausam durchpfahlt, der Täter hatte mit seinem Opfer Geschlechtsverkehr und ein Picassobild fehlt. Am Ende ist der Kommissar dem Wüterich dicht auf den Fersen. Er wird auf den Berghof Hitlers nahe dem Kehlsteinhaus gelockt. Es kommt zum Showdown mit überraschendem Ende. Diese knappe Inhaltsangabe klingt besser als der Roman ist. Dabei liest er sich flüssig und hat ein paar Nebenstränge und -motive. Die Mitarbeiter(innen) des Kommissar sind gut getroffen, insbesondere die emsige Mäusel wächst ans Herz der Leser. Seit einiger Zeit pflegen viele Krimis eine besondere Mode. 1) Grausame Serienmorde, die oft schon beim 1. Mordfall als Serie erkannt werden 2) "Botschaft" beim Opfer für Polizei und Presse 3) karnevalistische Verkleidung der Opfer 4) besonders grausame Ermordung oder Verstümmelung 5) Motiv der Mordserie: Ursprung in lange zurückliegenden Ereignissen. "Der Picassomörder" erfüllt nahezu alle Punkte des Schemas. Liest man nur gelegentlich Krimis mag das nicht stören, vielleicht auch nicht auffallen. Das modische Schema wäre zu ertragen, doch es passieren auch einige mehr oder weniger offensichtliche Nachlässigkeiten und Unglaubwürdigkeiten. Wer eine schnelle Krimihandlung mit viel Sex lesen will, die Stümperhaftigkeit des Täters und der Ermittlern in Kauf nimmt und die Unglaubwürdigkeiten nicht bemerkt oder überliest, mag zu diesem Krimi greifen.

Dem Minotaurus auf der Spur
von dark_angel aus Ulm am 05.03.2012

Entsetzliche Morde halten die Kunstwelt in Atem. In den Galerien werden jeweils Frauen auf brutale Weise ermordet und ein kostbares Bild aus Picassos Minotaurus-Serie entwendet. Der Anfang scheint Berlin zu bilden, gefolgt von weiteren Galerien und Museen in Europa. Hauptkommissar Huntinger wird mit den Ermittlungen betraut und ... Entsetzliche Morde halten die Kunstwelt in Atem. In den Galerien werden jeweils Frauen auf brutale Weise ermordet und ein kostbares Bild aus Picassos Minotaurus-Serie entwendet. Der Anfang scheint Berlin zu bilden, gefolgt von weiteren Galerien und Museen in Europa. Hauptkommissar Huntinger wird mit den Ermittlungen betraut und stösst kurz darauf auf einen weiteren Mord. Eine atemlose Jagd quer durch Deutschland und Frankreich beginnt, um den Mann zu stoppen, der sich selbst für den Minotaurus hält... Wer hat nicht schon vom berühmten Maler Picasso gehört? Aber auch einen Krimi gelesen, in dem man einiges über den Künstler und seine Arbeiten erfährt? Mit "Der Picassomörder" bietet sich dem Leser gleich die Gelegenheit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen; einen spannenden Krimi mit Mörderjagd zu lesen und sich in Sachen Picasso weiter zu bilden. Der Autor Heinz-Joachim Simon hat bereits mit vorangehenden Werken versucht, Deutschlands Vergangenheit zu beleuchten. In "Der Picassomörder" versucht der Autor nun auch der Frage nach dem Bösen auf den Grund zu gehen und wie die Erziehung und unmittelbare Umgebung eine Person formen kann, die schließlich zum Mörder wird. Mit Hauptkommissar Huntinger hat der Autor einen Ermittler gezeichnet, der trotz all dem Bösen in der Welt, seine Menschlichkeit nicht verliert und glaubhaft rüberkommt, ohne klischeehaft zu wirken oder mit Action überladen zu sein. Ein solider und spannender Krimi, in dem es aber auch um Menschlichkeit und psychologische Aspekte geht.


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  • Leseprobe aus Kapitel 1:

    Berlin, im April 2010.
    Kommissar Huntinger ermittelt in Berlin.

    Ein seltsamer Ort für eine Leiche. Hauptkommissar Charles Huntinger stand etwas ratlos vor der Toten in der Neuen Nationalgalerie in Berlin. Die Picassoausstellung war das Kunstereignis des Jahres. Besucherrekord. Doch jetzt, am frühen Morgen, war die Galerie noch leer. Draußen drängten sich die Besucher bereits in einer endlosen Menschenschlange. Sie würden noch eine Weile warten müssen, ehe die Galerie aufmachte.
    „Der Täter hat eines der besten Blätter von Picasso mitgenommen“, stöhnte Schwiebel, der Museumsdirektor. Ein kleiner, übergewichtiger Mann mit Stirnglatze. Ängstliche Augen. Schweiß auf der Stirn.
    „Wie lange ist sie schon tot?“, fragte Huntinger den Pathologen Wurmser, mit dem er sich jeden Freitagabend zu einer Schachpartie in seiner Wohnung am Gendarmenmarkt zusammensetzte. Teuerste Lage in Berlin. Geerbt. Man musste nur die richtigen Großeltern haben.
    Wurmser drehte die Tote, nachdem der Fotograf die Leiche aufgenommen hatte, vorsichtig um.
    „Nach der Körpertemperatur zu urteilen, seit einer Stunde. Was für eine grässliche Wunde!“, stöhnte Wurmser. Zerknautschtes Uhugesicht. Dicke Brillengläser, die die Augen vergrößerten.
    „Hast du so etwas schon mal gesehen?“ Er wies auf die große Wunde im Unterleib.
    Um die Leiche hatte sich eine Blutlache gebildet, die bereits festtrocknete. Eine Wunde, so rot und rund wie die Farbkleckse auf den Gemälden von Miró. Scheißvergleich, dachte Huntinger. Dies hier war die Picassoausstellung. Nachdenklich holte er seine Pfeife heraus und steckte sie kalt in den Mund. Die Verletzung war zu groß, um von einem Messer zu stammen. Als hätte man ihr einen Pfahl in den Leib gerammt. Der Museumsdirektor räusperte sich unbeholfen.
    „Hier ist Rauch …“
    Huntinger winkte ab.
    „Die Pfeife ist doch kalt.“
    „So etwas habe ich bisher nur bei Leichen nach einem Verkehrsunfall gesehen“, erläuterte Wurmser kopfschüttelnd.
    „Ein Auto ist hier wohl kaum durchgerast“, erwiderte Mäusel in ihrer luschen Art. Huntingers Mitarbeiterin war trotz ihrer Jugend bereits Kommissarin. Rotzfrech, aber ein prima Kerl.
    Huntinger saugte an seiner Pfeife und sah auf die leere Stelle, wo der Picasso gehangen hatte.
    „Diese Frau war also Ihre Mitarbeiterin?“, fragte er den Museumsdirektor.
    „Ja. Frau Dennecke war meine Stellvertreterin. Sie war immer die erste hier im Museum. Sehr tüchtig.“
    Ein Rubenstyp, dachte Huntinger. Sehr weibliche Ausstrahlung. Sie war eine attraktive Frau gewesen, obwohl sie die Vierzig bereits überschritten haben mochte.
    „Sehen Sie hier“, sagte die Mäusel und ging in die Knie.
    Im Kommissariat nannte man sie nur „Maus“. Sie war klein und stämmig. Auf einen etwas unförmigen Körper hatte der Herrgott ein Gesicht gesetzt, das er wohl einem Engel abgeguckt hatte. Durch ihren weiten Pullover wirkte ihr Körper noch unförmiger, als er war. Sie hatte schulterlanges blondes Haar, blaue Augen und einen breiten Mund. Das netteste Lächeln der Welt, wenn sie lächelte. Doch meistens lächelte sie nicht. Meist war sie mit sich und der Welt unzufrieden. Ihr T–Shirt mit der Aufschrift Fuck you gab darüber Auskunft. Andere T–Shirts trugen Aufschriften wie Achtung. Bissiger Hund. Huntinger hatte sich, wie die Kollegen, längst daran gewöhnt.
    Mäusel wies auf seltsame Striche in der Blutlache neben dem Kopf der Leiche. „Sieht aus wie ein Ziegenbock.“
    „Hm“, brummte Huntinger. „Was für ein Bild fehlt denn?“
    Er sah hoch auf die Wand, an der endlos viele Zeichnungen von Picasso hingen. Alle zeigten einen Menschen mit Stierkopf, der über üppig proportionierte Frauen herfiel oder sie umarmte oder mit ihnen wollüstig das Lager teilte.
    „Eines aus der Minotaurusserie. Ein besonders schönes Blatt. Es zeigt den Minotaurus mit einem Dolch. Eine Radierung aus dem Jahr 1933. Ein ähnliches Motiv hat er auch für die Zeitschrift Minotaure entworfen.“
    „Will der Mörder uns damit etwas sagen?“, fragte Otto Pressel, auch er ein Kommissar aus Huntingers Abteilung. Ein dürrer Hagestolz, der in seiner nachlässigen Kleidung immer aussah, als würde er unter den Brücken von Berlin schlafen. Nicht verheiratet. Extrem zuverlässig. Ging nur lustlos in den Feierabend.
    Huntinger zuckte mit den Achseln. „Schon möglich.“
    „Aber wenn er auf das Bild scharf war, warum diese grässliche Verstümmelung? Womit hat er die Frau getötet?“