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Er hätte weiter gemordet

Aufsehenerregende Kriminalfälle aus der Rechtsmedizin

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Die bekannte Krimiautorin Claudia Puhlfürst verlässt auch in ihrem zweiten Buch für Militzke gewohnte Erzählpfade und offeriert dem Leser authentische Kriminalgeschichten. Diesmal hat sie Rechtsmedizinern in ganz Deutschland über die Schultern geschaut und sich deren spannendste Fälle herausgepickt.
Dabei erfährt sie Einzelheiten zu der Mordserie an älteren Frauen in Bremerhaven und nimmt Einblick in die Akten über eine junge Frau aus Sachsen, die behauptet hat, von Neonazis verletzt worden zu sein, als sie ein kleines Mädchen vor deren Übergriffen schützen will. Ihr soll sogar ein Preis für Zivilcourage verliehen werden. Doch es kommen Zweifel an der Geschichte der Frau auf. Die genauen Untersuchungsmethoden der Rechtsmediziner sollen hier Licht ins Dunkel bringen.
Fast kurios muten die autoerotischen Unfälle an, von denen die Mediziner berichten. Doch auch diese Fälle greift Puhlfürst als weiteres Detail der forensischen Arbeit auf und gewährt dem Leser Einblicke in den Obduktionssaal und die Arbeit dort, die sie plastisch und verständlich zu beschreiben vermag.
Gewohnt meisterhaft erzählt Puhlfürst von grauenhaften Morden, aufsehenerregenden Verbrechen und eigentümlichen Todesfällen - eine packende Lektüre.
Portrait
Claudia Puhlfürst lebt und arbeitet in Zwickau. Ursprünglich Lehrerin für Biologie und Chemie ist sie hauptberuflich Redakteurin und Schulberaterin. In ihrem Nebenberuf als Schriftstellerin hat sie mittlerweile sechs Kriminalromane veröffentlicht. Ihr Spezialgebiet ist die Humanethologie (menschliches Verhalten).
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 208 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.03.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783861897873
Verlag Militzke Verlag
Dateigröße 3017 KB
eBook
12,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Fundierte Einblicke in die Rechtsmedizin
von Stephanie Manig aus Oelsnitz/Erzgeb. am 14.07.2015
Bewertet: Einband: Kunststoff-Einband

Berichte über authentische Kriminalfälle erfreuen sich einem großen Interesse. Der “Stern” hat mit “Crime” kürzlich sogar ein eigenes Magazin herausgegeben, das sich ausschließlich mit reellen Verbrechen befasst. Die in Zwickau lebende Autorin Claudia Puhlfürst widmet sich in ihrem Sachbuch “Er hätte weiter gemordet”, erschienen am 1. März 2012 im Militzke... Berichte über authentische Kriminalfälle erfreuen sich einem großen Interesse. Der “Stern” hat mit “Crime” kürzlich sogar ein eigenes Magazin herausgegeben, das sich ausschließlich mit reellen Verbrechen befasst. Die in Zwickau lebende Autorin Claudia Puhlfürst widmet sich in ihrem Sachbuch “Er hätte weiter gemordet”, erschienen am 1. März 2012 im Militzke Verlag, in acht Kapiteln ebenfalls echten Kriminalfällen, die zum Teil deutschlandweit für Entsetzen sorgten. Der Untertitel “Aufsehenerregende Fälle aus der Rechtsmedizin” ist Programm, denn die 1963 geborene Schriftstellerin beschränkt sich nicht darauf, die unfassbaren Taten einfach wiederzugeben. Ihr Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf der rechtsmedizinischen Komponente dieser Verbrechen. Mit Prof. Dr. med. Klaus Püschel und Dr. med. Carsten Hädrich standen ihr dabei zwei erfahrene Rechtsmediziner zur Seite. In ihrem 208-seitigen Buch gewährt die Autorin dem Leser eindrucksvolle Einblicke in eine Welt, die dem Normalbürger (Gott sei Dank?!) verschlossen bleibt und die sowohl im Fernsehen als auch in Kriminalromanen oft sehr einseitig dargestellt wird. Viele nehmen an, dass in der Gerichtsmedizin ausschließlich die Obduktion von Leichen erfolgt. Doch auch die Begutachtung von lebenden Gewaltopfern, die naturwissenschaftliche Forschung oder die Analyse von Blutspuren sind feste Bestandteile dieses Arbeitsgebietes. Ein Mordversuch an einer 18-jährigen Chemnitzerin, Skelettfunde aus dem Mittelalter oder der Fall des zu Tode gequälten Kleinkindes Kevin aus Bremen (Nichts für schwache Nerven!) belegen die Vielfältigkeit der Aufgaben der Rechtsmedizin. Man merkt, dass es Claudia Puhlfürst ein Bedürfnis ist, dem Leser diese enorme Bandbreite zu vermitteln. Akribisch listet die Autorin in allen Fällen die gefundenen Verletzungen auf und führt aus, zu welchen teils hochinteressanten Schlussfolgerungen die Rechtsmediziner dadurch gelangen. Manchmal geht sie allerdings ein wenig zu sehr ins Detail. In sachlichem Ton, dabei aber immer bestens verständlich, beschreibt Claudia Puhlfürst Taten, Täter, Opfer und natürlich die Arbeit der Gerichtsmedizin. Sperrige Fachbegriffe erklärt sie und lässt den Laien somit nicht im Dunkeln tappen. Die Autorin scheut sich nicht, Missstände in der Rechtsmedizin anzusprechen – es geht beispielsweise um gekürzte Gelder, die dadurch bedingte Schließung von Instituten und die erschreckend hohe Zahl der nicht erkannten Tötungsdelikte. Für “Er hätte weiter gemordet” hat die Verfasserin spürbar gründlich recherchiert. So zitiert sie etwa aus Anklageschriften, Gutachten und Studien. Obwohl Claudia Puhlfürst mitunter ein wenig zu weit ausholt und sich hier und da so mancher Schreibfehler eingeschlichen hat, kann ich dieses Buch jedem, der sich für die Arbeit der Rechtsmedizin interessiert, nur ans Herz legen. Außerordentlich fundiert, gut verständlich und dazu noch unterhaltsam – diese gelungene Kombination findet man nicht bei jedem Sachbuch dieser Art.