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Das Buch des Hüters

Andreas Dresen

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Beschreibung

Kommando 9. August. Wir befreien Sie vom Diktat des Stroms und der Herrschaft des Computers. Leben Sie natürlich."
Diese Sätze leiten das Ende der uns bekannten Welt ein: Als radikale Umweltschützer die gesamte Stromversorgung zum Erliegen bringen, bedeutet dies eine Katastrophe für die Menschheit: Atomkraftwerke explodieren, Tiere beginnen sich gegen die Menschen zu richten und die Natur erobert die Erde zurück.
Hundert Jahre später fristen die Bewohner des industriellen Nordens ihr Leben in einer grauen Stadt voller Maschinen und Fabriken, während in der mittelalterlichen Gesellschaft von Panäa, dem verfeindeten Süden des Landes, alle technologischen Neuerungen verboten sind.
In dieser Welt bekommt Pejo, ein junger Mann aus dem Norden, auf einer Expedition in den Süden ein geheimnisvolles Buch von einem sterbenden Mädchen anvertraut.
Schnell stellt Pejo fest, dass die Mächtigen sowohl im Norden als auch im Süden des Landes alles daran setzen würden, in den Besitz dieses Schriftstückes zu gelangen, und dass er zwischen die Fronten eines alten Krieges geraten ist.
Auf seinem Weg durch den Süden, auf dem er Heilerinnen, Mutanten und gefährlichen "Viechern" begegnet, muss er nicht nur Gefahren trotzen, sondern sich auch der Vergangenheit seines Landes und seinen eigenen Gefühlen stellen - denn nur so kann er am Ende die richtige Entscheidung treffen.

Andreas Dresen, Jahrgang 1975, lebt und arbeitet in seiner Heimatstadt Aachen. Schon immer war er von fremden Welten fasziniert - von der wilden Atlantik-Küste Südirlands genauso wie von den Sagen und Legenden seiner Heimat. Bereits in seinem Debütroman "Ava und die STADT des schwarzen Engels" - ebenfalls im ACABUS Verlag erschienen - findet sich eine fesselnde, gleichsam skurrile und charmante Mischung aus Fantasy-Elementen, klassischer Mythologie und einem scharfen Blick für die Kuriositäten der Gesellschaft und des Alltags. In seinem neuen Roman "Das Buch des Hüters" entwirft Andreas Dresen eine post-apokalyptische Welt zwischen seelenloser Industrialisierung und "Ökofaschismus", in der sich neben Menschen auch Mutanten und gefährliche "Viecher" tummeln. Ein fantastischer Roman über den verantwortungsvollen Umgang miteinander - spannend, unterhaltsam und außergewöhnlich erzählt.

Produktdetails

Format PDF i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 218 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 06.12.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783862820542
Verlag Acabus Verlag
Dateigröße 1179 KB

Kundenbewertungen

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Spannend ohne Spannung
von Grüne Ronja aus Berlin am 15.02.2016
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Wir befreien Sie vom Diktat des Stroms und der Herrschaft des Computers. Leben sie natürlich.“ (S.49) Mit diesem Satz endet die Welt, wie wir sie kennen. Die Ökos haben den Strom abgestellt und die Welt ist untergegangen. Atomkraftwerke explodieren und die Tiere wenden sich gegen den Menschen. Die Natur holt sich die Welt z... „Wir befreien Sie vom Diktat des Stroms und der Herrschaft des Computers. Leben sie natürlich.“ (S.49) Mit diesem Satz endet die Welt, wie wir sie kennen. Die Ökos haben den Strom abgestellt und die Welt ist untergegangen. Atomkraftwerke explodieren und die Tiere wenden sich gegen den Menschen. Die Natur holt sich die Welt zurück. Hundert Jahre später…. Der junge Pejo war ursprünglich auf einer geheimen Mission in den Süden. Die Mission war so geheim, dass nicht mal er wusste, worum es geht. Leider sind seine Reisebegleiter alle tot, und Pejos Flucht führt ihn nach Waldfurth. Dort wird er Zeuge eines Anschlags, und rennt dem flüchtenden Mädchen hinter her, aus Angst die Wachen könnten ihn schnappen. Denn jeder weiß, was die Wachen im Süden, in Panäa, mit den Bewohnern des Nordens, aus Flusshaven, machen. Doch das Mädchen, stirbt in Pejos Armen, und gibt ihm ein Buch, das weder der Norden noch der Süden in die Hände kriegen soll. Pejo ist wieder auf der Flucht, nur weiß er diesmal nicht so richtig, wohin. „Und das machte ihn wütend. […] Wütend, dass er in Dinge hineingezogen wurde, von denen er nichts verstand und zum Spielball gemacht wurde.“ (S.42) Wie wäre die Welt, wenn wir von jetzt auf gleich keinen Strom mehr hätten? Würde die Natur sich auch so schnell alles zurück erobern, wie in dem Buch? Würden die Tiere sich auch gegen den Menschen wenden? Fällt die Welt zurück ins Mittelalter, wie in Panäa? Oder bleibt ein wenig Zivilisation erhalten, so wie in Flusshaven? Dieses Buch wirft viele solcher Fragen auf. Vor allem das Buch das Hüters, dessen Einträge direkt aus der Zeit nach der Abschaltung des Stroms stammen, enthalten sehr viel Wahrheit. „Wir haben verlernt uns selbst zu versorgen.“ (S.51) Und wie werden die Menschen 100 Jahre später von uns denken? „Die Menschen vor dem Ende waren ein sehr religiöses Volk.[…] Die Antennen waren so eine Art Götzensymbol. Sie waren verbunden mit dem Altar im Wohnzimmer. […] [die Menschen] setzten sich oft den ganzen Abend mit allen Familienmitgliedern vor den Altar und empfingen die Göttliche Energie.“ (S. 54) Dieses Buch führt uns in eine aufregende neue Welt. Denn es existieren nicht nur Norden und Süden, Menschen und Viecher (bösartige Tiere). Außerdem lässt uns dieses Buch auch über uns selbst nachdenken. Die Figuren sind vielseitig und lohnenswert kennengelernt zu werden. Der Schreibstil ist flüssig, und aus wechselnder Sicht. Manchmal kam mir das Buch etwas langatmig vor, es fehlte die Spannung, obwohl es spannend war. Es ist schwer zu beschreiben. Auf jeden Fall lohnt sich das Buch schon wegen des Themas.

düstere Zukunftsaussichten
von Kerstin Stutzke aus Berlin am 27.03.2012
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nach dem Zeitalter der Technologie: Vor 100 Jahren haben Aktivisten die Stromversorgung der gesamten Welt gekappt, mit ungeahnten Folgen. Nun existieren auf dem Kontinent, der ehemals Europa war, nur noch Panäa und Flusshaven. In Panäa wird Technologie vom Gesetz her abgelehnt, hier gibt es nur das ursprüngliche Leben. Ein paar ... Nach dem Zeitalter der Technologie: Vor 100 Jahren haben Aktivisten die Stromversorgung der gesamten Welt gekappt, mit ungeahnten Folgen. Nun existieren auf dem Kontinent, der ehemals Europa war, nur noch Panäa und Flusshaven. In Panäa wird Technologie vom Gesetz her abgelehnt, hier gibt es nur das ursprüngliche Leben. Ein paar Relikte aus der alten Zeit werden als Schmuggelware gehandelt. In Flusshaven gibt es noch Fabriken, doch nichts anderes. Tag für Tag, Jahr für Jahr schuften die Menschen in den Fabriken des Stromkönigs, noch nie sahen sie einen Baum oder ein Feld, denn in Flusshaven wird zwar produziert, aber nichts angebaut. So entsteht zwischen diesen beiden Teilen der Welt ein Abhängigkeitsverhältnis - und dennoch brodelt es überall. Die Menschen sind unzufrieden. Der junge Pejo aus dem Norden wurde vom Stromkönig nach Panäa gesandt, um das "Buch des Hüters" zu finden. Pejo ist Anfang zwanzig, doch auf Grund seiner sehr behüteten Kindheit, hat er von der Welt um sich herum nur sehr wenig Ahnung. Als seine Karawane überfallen wird, überlebt er als einziger, doch er ist vollkommen auf sich allein gestellt. Was soll er machen? Er spricht die Sprache der Menschen hier, es ist auch seine eigene, aber ansonsten ist ihm in Panäa alles unbekannt. Er weiß jedoch, wenn er entdeckt wird, wird er getötet, denn er ist aus dem Norden und somit ein Feind. Huya, eine fahrende Prostituierte und Kräuterfrau nimmt ihn auf und hilft ihm, sich in dieser Welt zurecht zu finden. Denn trotz aller Unwegsamkeiten hat Pejo nur ein Ziel vor Augen: Er will wieder nach Hause, nach Flusshaven. Während seines Aufenthaltes in der kleinen Stadt Waldfurth wird Pejo Zeuge eines Anschlages - das Ziel: Das Buch des Hüters. Junge Aktivisten wollen es zerstören, denn sie befürchten, es bringe nur noch weiteres Unglück über die Welt. Pejo wird als Beteiligter des Anschlages verdächtigt, kann jedoch fliehen. Er trifft auf Rosso, eine dieser jungen Aktivistinnen und kann mit ihr kurzfristig untertauchen. Doch Rosso ist verletzt und stirbt - zuvor gibt sie Pejo jedoch das "Buch des Hüters", das sie an sich genommen hat. Unerwartet hat Pejo seinen Auftrag erfüllt - jetzt steht ihm jedoch das größte aller Abenteuer bevor, die Reise zurück nach Flusshaven. Unterwegs muss er gegen Bestien und Mutanten kämpfen, doch auch seine Feinde sind ihm dicht auf den Fersen. Was steht in dem "Buch des Hüters", dass jeder, der es besitzt, kurz darauf sein Leben verliert? Was für düstere Zukunftsaussichten!!! In diesem Endzeitroman führt uns der Autor glaubhaft vor Augen, was mit der Menschheit geschehen würde, wenn wir plötzlich ohne Strom, ohne wirkliche medizinische Versorgung, jedoch mit mächtigen, von der Natur geschaffenen Feinden dastehen würden. Der Plot wurde sehr fantasievoll und auch erschreckend-realistisch dargestellt, denn in unserer heutigen Zeit möchte ich mir nicht einmal im Ansatz vorstellen, wie das Leben ohne Technologie wäre - Andreas Dresen hingegen ist es fantastisch gelungen, mir dies vor Augen zu führen. Die Figuren des Romans weisen sehr viel Tiefe und Dynamik auf, jederzeit konnte ich sie mir bildlich vor Augen vorstellen.

Strom oder Mittelalter?
von dark_angel aus Ulm am 28.12.2011
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Radikale Umweltschützer bringen die gesamte Stromversorgung zum Erliegen: Atomkraftwerke explodieren und die Tierwelt richtet sich gegen die Menschen. Nach über hundert Jahren hat sich auch die Natur von den Einflüssen der Menschheit befreit und sich ihr Gebiet zurückerobert. Die Bevölkerung hat sich zwischen dem Norden und Süde... Radikale Umweltschützer bringen die gesamte Stromversorgung zum Erliegen: Atomkraftwerke explodieren und die Tierwelt richtet sich gegen die Menschen. Nach über hundert Jahren hat sich auch die Natur von den Einflüssen der Menschheit befreit und sich ihr Gebiet zurückerobert. Die Bevölkerung hat sich zwischen dem Norden und Süden aufgeteilt. Während der Norden von Konzernen regiert wird und Strom weiterhin bezogen werden kann, fristet das südliche Panäa ein mittelalterliches Dasein, in dem jeder technologische Fortschritt verboten ist. Der aus dem Norden stammende junge Pejo gerät zwischen die Fronten des alten Krieges zwischen Nord und Süd, als er in den Besitz eines Buchs gerät, das beide Seiten um jeden Preis haben wollen... In "Das Buch des Hüters" zeichnet Andreas Dresen eine post-apokalyptische Welt zwischen skrupelloser Industrialisierung und mittelalterlichem Dasein. Hinzu kommen nukleare Nebenwirkungen in Form von Mutanten und Tieren, die sich schlagartig gegen die Menschheit gewandt hat. Es ist nicht nur ein Fantasy- und Unterhaltungsroman, sondern auch ein Buch darüber, wie die Menschen miteinander umgehen und eine Welt entwirft, die nicht gänzlich realitätsfern sein könnte. Die Charaktere werden rasch eingeführt und erhalten erst im Laufe der Handlung mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit, so dass die Handlung ohne Stocken voranschreiten kann. Es bleibt konstant spannend und unterhaltsam. Trotz der 200 Seiten lässt sich der Roman nicht so schnell lesen wie anhand der etwas geringen Seitenzahl anfänglich vermutet werden kann. Denn der Autor verpackt seine Beschreibungen und Gedanken in wenigen Sätzen, die den Leser dazu bringen, sich vieles im Kopf vorzustellen und darüber nachzudenken, bevor er weiterliest. So hat der Leser am Ende das Gefühl, ein weitaus dickeres Buch gelesen zu haben und sich nicht nur bestens unterhalten gefühlt, sondern sich auch bewusst Gedanken darüber gemacht, wie sich beispielsweise das endgültige Ausfallen einer Stromversorgung auf die Menschheit auswirken könnte.

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