Warenkorb
 

Sie haben noch keinen tolino eReader? Jetzt informieren.

Nur eine Ohrfeige

(48)
Aus einer scheinbar banalen Begebenheit entwickelt sich eine packende Erzählung über Liebe, Sex und die verschiedenen Auffassungen von Ehe, Erziehung und Freundschaft. Die Ohrfeige zwingt alle Beteiligten dazu, ihr eigenes Familienleben, all ihre Erwartungen, Überzeugungen und Wünsche infrage zu stellen. Aus acht Perspektiven schildert Tsiolkas eindrücklich das innere Erleben der Gäste. Ein großer Gesellschaftsroman - ein Roman über die moderne Familie. - Monatelang auf den Bestsellerlisten in Großbritannien und Australien - Ausgezeichnet mit dem »Commonwealth Writers’ Prize« - Nominiert für den »Man Booker Prize« - Verfilmt als Fernsehserie
Portrait
Christos Tsiolkas, geboren 1965 im australischen Melbourne als Sohn griechischer Immigranten, arbeitet u.a. fürs Theater und Fernsehen. Mit »Nur eine Ohrfeige« legte er sein bislang erfolgreichstes Buch vor, das auch über Australien hinaus für Furore sorgte und mit dem »Commonwealth Writers‘ Prize« bedacht wurde sowie für den »Man Booker Prize« nominiert war. Tsiolkas lebt in Melbourne.
… weiterlesen
eBook kaufen
eBook verschenken

Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 510 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 10.02.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783608103052
Verlag Klett Cotta
Originaltitel The Slap
Übersetzer Nicolai Schweder-Schreiner
eBook
10,99
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
In der Cloud verfügbar
Per E-Mail verschenken i
eBook kaufen
eBook verschenken
PAYBACK Punkte
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.

Buchhändler-Empfehlungen

Marta Gorecki, Thalia-Buchhandlung Münster

Offene, schonungslose Gesellschaftskritik des heutigen Australiens mit seiner multikulturellen Vielfalt. Wer den Blick in menschliche Abgründe nicht scheut, wird belohnt.

Offene, schonungslose Gesellschaftskritik des heutigen Australiens mit seiner multikulturellen Vielfalt. Wer den Blick in menschliche Abgründe nicht scheut, wird belohnt.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Eine köstliche Familiengeschichte. Ich persönlich hätte auch gern noch die Eltern gehauen. Aber das tun aus acht Perspektiven mehr oder weniger die anderen Protagonisten. Eine köstliche Familiengeschichte. Ich persönlich hätte auch gern noch die Eltern gehauen. Aber das tun aus acht Perspektiven mehr oder weniger die anderen Protagonisten.

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Gesellschaftskritik mit scharfen Spitzen, teilweise über zogen und doch sehr wahr im Kern. Gesellschaftskritik mit scharfen Spitzen, teilweise über zogen und doch sehr wahr im Kern.

„Nur eine Ohrfeige“

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Der Aufhänger des Romans ist ein Barbecue, zu dem Hector und seine Frau Freunde und Familie eingeladen haben.
Einer der Gäste ohrfeigt den kleinen Hugo, seine Eltern erstatten Anzeige gegen diesen Mann, Harry.

Aus acht Perspektiven wird nun fortlaufend weiter erzählt, wie die Ohrfeige Freundschaften und familiäre Bande ins Wanken bringt, da jeder seine eigene Meinung zu diesem Vorfall hat.
Hauptsächlich aber davon, wie sich die Protagonisten in ihrem eigenen Leben zurecht finden, von ihren Wünschen, Träumen und Hoffnungen.

Wirkt zum Beispiel Harry im ersten Kapitel noch wie ein relativ netter, aber aufbrausender Typ, ergibt sich aus den anderen Kapiteln ein gänzlich anderes Bild.

Für mich bestand der Reiz des Buches darin, zu lesen, wie weit Innen- und Außenansicht aller Figuren auseinander klaffen. Manche werden sympathisch, andere entpuppen sich als selbstgerecht, in jedem Fall ist niemand so, wie es auf den ersten Blick scheint.

Der Aufhänger des Romans ist ein Barbecue, zu dem Hector und seine Frau Freunde und Familie eingeladen haben.
Einer der Gäste ohrfeigt den kleinen Hugo, seine Eltern erstatten Anzeige gegen diesen Mann, Harry.

Aus acht Perspektiven wird nun fortlaufend weiter erzählt, wie die Ohrfeige Freundschaften und familiäre Bande ins Wanken bringt, da jeder seine eigene Meinung zu diesem Vorfall hat.
Hauptsächlich aber davon, wie sich die Protagonisten in ihrem eigenen Leben zurecht finden, von ihren Wünschen, Träumen und Hoffnungen.

Wirkt zum Beispiel Harry im ersten Kapitel noch wie ein relativ netter, aber aufbrausender Typ, ergibt sich aus den anderen Kapiteln ein gänzlich anderes Bild.

Für mich bestand der Reiz des Buches darin, zu lesen, wie weit Innen- und Außenansicht aller Figuren auseinander klaffen. Manche werden sympathisch, andere entpuppen sich als selbstgerecht, in jedem Fall ist niemand so, wie es auf den ersten Blick scheint.

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Großer Gesellschaftsroman eines in Deutschland völlig unterschätzen Autors. Auch der Titel Barrakuda von Tsiolkas ist toll. Großer Gesellschaftsroman eines in Deutschland völlig unterschätzen Autors. Auch der Titel Barrakuda von Tsiolkas ist toll.

Anja Werner, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Nur eine Ohrfeige bringt die scheinbar harmonische Welt dreier befreundeter Familien gehörig ins Wanken. Macht schon mächtig Spaß, wie Tsiolkas seine Figuren leiden lässt. Nur eine Ohrfeige bringt die scheinbar harmonische Welt dreier befreundeter Familien gehörig ins Wanken. Macht schon mächtig Spaß, wie Tsiolkas seine Figuren leiden lässt.

„Eine Ohrfeige mit ungeahnten Folgen!“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Ein schöner Tag in Melbourne, die Sonne scheint und ein Grillfest ist im Gange. Hugo, 4jähriger Rotzlöffel, nervt alle. Irgendwann ist er nur noch unausstehlich und Harry verliert die Beherrschung und ohrfeigt den Quälgeist. Die Eltern sind entsetzt und zeigen ihn an. Es kommt zum Prozess. Die verschiedenen Anwesenden erzählen jeweils aus der eigenen Perspektive die Geschichte weiter. Es ist spannend, lässt gesellschaftlich tief blicken und ist durch die unterschiedlichen Sichtweisen interessant erzählt. Leider ist die Sprache manchmal derb, was nicht nötig gewesen wäre. Ein schöner Tag in Melbourne, die Sonne scheint und ein Grillfest ist im Gange. Hugo, 4jähriger Rotzlöffel, nervt alle. Irgendwann ist er nur noch unausstehlich und Harry verliert die Beherrschung und ohrfeigt den Quälgeist. Die Eltern sind entsetzt und zeigen ihn an. Es kommt zum Prozess. Die verschiedenen Anwesenden erzählen jeweils aus der eigenen Perspektive die Geschichte weiter. Es ist spannend, lässt gesellschaftlich tief blicken und ist durch die unterschiedlichen Sichtweisen interessant erzählt. Leider ist die Sprache manchmal derb, was nicht nötig gewesen wäre.

„Familienbande...Woody Allen: Bitte verfilmen!! “

Moritz Revermann, Thalia-Buchhandlung Neuss


Lange schon nicht mehr eine so großartige, unterhaltsame und moderne Variante des klassischen Bildungsromans gelesen! Tsiolkas versteht es perfekt, hinter die Fassade gutbürgerlicher Realität zu schauen, frei nach der Devise: Schau dem Volk auf's Maul - aber vergiss nicht den Blick in die Seele...

Was bin ich froh um die Ohrfeige, die Harry dem unausstehlichen, verzogenen kleinen Hugo verpasst, - ohne sie hätte es diesen Roman vielleicht nie gegeben. Sie ist der Ausgangspunkt für die Verhärtung von Fronten, die schon immer da waren, aber nie an- oder ausgesprochen wurden.

Tsiolkas zeigt die Maske hinter der Maske der australischen Mittelschicht. Puzzleartig entlarvt er Konventionen und Verhaltensweisen, von denen die Protagonisten selbst nicht wissen, woher sie stammen. Bei aller säuerlichen Bitterkeit verliert er nie seine Objektivität des neutralen Reporters. Warmherzig und verständnisvoll wird hier berichtet, mit viel Humor und Verve.Nie langweilig. Und so reich an Innenansichten, dass der ehrliche Leser sich oft genug an die eigene Nase fassen kann. In welcher Hinsicht auch immer!

Bin gespannt, ob irgendein Roman dieses Jahr dieses kleine Meisterwerk noch toppen kann. In meinem kleinen Vorgarten der Literatur. Tsiolkas: Bitte, bitte mehr davon!

Lange schon nicht mehr eine so großartige, unterhaltsame und moderne Variante des klassischen Bildungsromans gelesen! Tsiolkas versteht es perfekt, hinter die Fassade gutbürgerlicher Realität zu schauen, frei nach der Devise: Schau dem Volk auf's Maul - aber vergiss nicht den Blick in die Seele...

Was bin ich froh um die Ohrfeige, die Harry dem unausstehlichen, verzogenen kleinen Hugo verpasst, - ohne sie hätte es diesen Roman vielleicht nie gegeben. Sie ist der Ausgangspunkt für die Verhärtung von Fronten, die schon immer da waren, aber nie an- oder ausgesprochen wurden.

Tsiolkas zeigt die Maske hinter der Maske der australischen Mittelschicht. Puzzleartig entlarvt er Konventionen und Verhaltensweisen, von denen die Protagonisten selbst nicht wissen, woher sie stammen. Bei aller säuerlichen Bitterkeit verliert er nie seine Objektivität des neutralen Reporters. Warmherzig und verständnisvoll wird hier berichtet, mit viel Humor und Verve.Nie langweilig. Und so reich an Innenansichten, dass der ehrliche Leser sich oft genug an die eigene Nase fassen kann. In welcher Hinsicht auch immer!

Bin gespannt, ob irgendein Roman dieses Jahr dieses kleine Meisterwerk noch toppen kann. In meinem kleinen Vorgarten der Literatur. Tsiolkas: Bitte, bitte mehr davon!

„Von einem Sumpf zum anderen“

Jennifer Lölke, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Der kleine (Satansbraten!) Hugo überspannt den Bogen und fängt sich auf einer Gartenparty unter „Freunden“ eine schallende Ohrfeige von Harry ein. Diese Ohrfeige ist zugleich der Startschuss für eine lustige Fahrt durch die kunterbunte Doppelbödigkeit der australischen Mittelschicht.


Tsiolkas schreibt in diesem Buch aus mehreren Perspektiven. So bleibt die Geschichte schön lebendig und abwechslungsreich, obwohl man in etwa ahnt, was wohl als nächstes um die Ecke gekrochen kommt. Tsiolkas lässt den Handlungsstrang um die Ohrfeige also munter weiter im Hintergrund laufen, während der Leser vordergründig erfährt, wie abgründig es hinter den Kulissen der Vorstadtidylle zugeht. Ihre Gesichtsmuskeln werden mitunter einem Belastungstest unterzogen – Schadenfreunde und der Gedanke „Na sowas!“ inklusive hämischen Grinsen sind garantiert. Die Figuren sind sehr unterschiedlich und bieten so jedem Leser eine Angriffs- als auch Projektionsfläche. Fans von „Der Gott des Gemetzels“ werden ihre wahre Freude haben.


Warum gibt es dennoch nur 3 Sterne? Weil es Tsiolkas in einem der letzen Kapitel ums Verrecken nicht gelingen will, sich in eine attraktive, erfolgreiche Frau in der beschriebenen Situation hineinzuversetzen. Er kommt auf Verdeih und Verderb nicht aus seiner männlichen Haut. Ich habe jedenfalls während des Kapitels enttäuscht mit dem Kopf geschüttelt. Schade eigentlich, denn in den vorausgegangenen Kapiteln sind die Figuren wirklich authentisch.


To put it in a nutshell: Es ist es eine Wonne, die kleinen dreckigen Geheimnisse hinter den Jägerzäunen (Haben Australier Jägerzäune?) zu entdecken und sich gemeinsam mit Herrn Tsiolkas in den Sümpfen der einzelnen Schicksale zu suhlen. Die Figuren sind ein buntgemischter Haufen und von allem etwas – ein gewaltiges Konfliktpotential steckt in diesem Potpourri aus Gehemnissen, Kulturen, Vorurteilen: ein großer Spaß im Sinne des Domino-Effekts.
Der kleine (Satansbraten!) Hugo überspannt den Bogen und fängt sich auf einer Gartenparty unter „Freunden“ eine schallende Ohrfeige von Harry ein. Diese Ohrfeige ist zugleich der Startschuss für eine lustige Fahrt durch die kunterbunte Doppelbödigkeit der australischen Mittelschicht.


Tsiolkas schreibt in diesem Buch aus mehreren Perspektiven. So bleibt die Geschichte schön lebendig und abwechslungsreich, obwohl man in etwa ahnt, was wohl als nächstes um die Ecke gekrochen kommt. Tsiolkas lässt den Handlungsstrang um die Ohrfeige also munter weiter im Hintergrund laufen, während der Leser vordergründig erfährt, wie abgründig es hinter den Kulissen der Vorstadtidylle zugeht. Ihre Gesichtsmuskeln werden mitunter einem Belastungstest unterzogen – Schadenfreunde und der Gedanke „Na sowas!“ inklusive hämischen Grinsen sind garantiert. Die Figuren sind sehr unterschiedlich und bieten so jedem Leser eine Angriffs- als auch Projektionsfläche. Fans von „Der Gott des Gemetzels“ werden ihre wahre Freude haben.


Warum gibt es dennoch nur 3 Sterne? Weil es Tsiolkas in einem der letzen Kapitel ums Verrecken nicht gelingen will, sich in eine attraktive, erfolgreiche Frau in der beschriebenen Situation hineinzuversetzen. Er kommt auf Verdeih und Verderb nicht aus seiner männlichen Haut. Ich habe jedenfalls während des Kapitels enttäuscht mit dem Kopf geschüttelt. Schade eigentlich, denn in den vorausgegangenen Kapiteln sind die Figuren wirklich authentisch.


To put it in a nutshell: Es ist es eine Wonne, die kleinen dreckigen Geheimnisse hinter den Jägerzäunen (Haben Australier Jägerzäune?) zu entdecken und sich gemeinsam mit Herrn Tsiolkas in den Sümpfen der einzelnen Schicksale zu suhlen. Die Figuren sind ein buntgemischter Haufen und von allem etwas – ein gewaltiges Konfliktpotential steckt in diesem Potpourri aus Gehemnissen, Kulturen, Vorurteilen: ein großer Spaß im Sinne des Domino-Effekts.

„Sehr beeindruckend“

Heidi Wosnitza, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Die Ohrfeige, die Harry dem verzogenen, nervenden Dreijährigen auf einer großen Grillparty in Melbourne gibt, ist Anlass, daß sich Paare und Familien in zwei Lager spalten.Die einen finden die Reaktion verständlich, die anderen wollen sogar vor Gericht ziehen. Der Roman vermittelt informative und spannende Einblicke in die australische Mittelschicht, wobei die meisten Romanfiguren griechischer Abstammung sind. Alkoholismus, Sexsucht, Drogenkonsum, aber auch liebevolle Beziehungen gibt es in diesem Roman, der in Australien Bestseller ist.Es ist auch von einer Verfilmung die Rede. Rund machen dieses Buch auch die verschiedenen Wertvorstellungen konservativer und liberaler Menschen. Ich bin immer noch beeindruckt, bitte lesen!
Die Ohrfeige, die Harry dem verzogenen, nervenden Dreijährigen auf einer großen Grillparty in Melbourne gibt, ist Anlass, daß sich Paare und Familien in zwei Lager spalten.Die einen finden die Reaktion verständlich, die anderen wollen sogar vor Gericht ziehen. Der Roman vermittelt informative und spannende Einblicke in die australische Mittelschicht, wobei die meisten Romanfiguren griechischer Abstammung sind. Alkoholismus, Sexsucht, Drogenkonsum, aber auch liebevolle Beziehungen gibt es in diesem Roman, der in Australien Bestseller ist.Es ist auch von einer Verfilmung die Rede. Rund machen dieses Buch auch die verschiedenen Wertvorstellungen konservativer und liberaler Menschen. Ich bin immer noch beeindruckt, bitte lesen!

„Christos Tsiolkas, Nur eine Ohrfeige“

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Dieses Buch ist ein weiterer Liebling auf meiner Liste der Neuerscheinungen im Frühjahr 2012.
Ort der Handlung ist eine BBQ-Party in einer gutsituierten Vorstadt Melbournes - und könnte ebenso gut in Hamburg, Berlin oder München spielen. Die Gäste sind auf den ersten Blick nette Nachbarn und Freunde,( Menschen wie "Du Und Ich") mit denen man gerne feiert. Aber dann tut sich der Abgrund auf, weil der nette, fleißige Harry dem Rotzlöffel Hugo eine Ohrfeige gibt, denn der hatte sich an Harry´s kleinem Sohn vergriffen. Damit bricht die Fassade der gutbürgerlichen Existenzen zusammen und es treten Dinge und Wahrheiten zu Tage, die uns zunehmend verstören:der nette Harry hat schon lange eine Affäre und ein ernstes Drogenproblem. Aber auch die anderen Protagonisten sind nicht so, wie sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Da die Geschichte aus acht verrschiedenen Perspektiven erzählt wird, geraten wir immer mehr in die Zwickmühle unserer eigenen Gefühle für die einzelnen Charaktere. Wer hat Recht ? Wer hat Schuld ? Wer ist Täter ? Wer ist Opfer ?
Ein toller Roman, den ich nicht aus der Hand legen mochte !!
Dieses Buch ist ein weiterer Liebling auf meiner Liste der Neuerscheinungen im Frühjahr 2012.
Ort der Handlung ist eine BBQ-Party in einer gutsituierten Vorstadt Melbournes - und könnte ebenso gut in Hamburg, Berlin oder München spielen. Die Gäste sind auf den ersten Blick nette Nachbarn und Freunde,( Menschen wie "Du Und Ich") mit denen man gerne feiert. Aber dann tut sich der Abgrund auf, weil der nette, fleißige Harry dem Rotzlöffel Hugo eine Ohrfeige gibt, denn der hatte sich an Harry´s kleinem Sohn vergriffen. Damit bricht die Fassade der gutbürgerlichen Existenzen zusammen und es treten Dinge und Wahrheiten zu Tage, die uns zunehmend verstören:der nette Harry hat schon lange eine Affäre und ein ernstes Drogenproblem. Aber auch die anderen Protagonisten sind nicht so, wie sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Da die Geschichte aus acht verrschiedenen Perspektiven erzählt wird, geraten wir immer mehr in die Zwickmühle unserer eigenen Gefühle für die einzelnen Charaktere. Wer hat Recht ? Wer hat Schuld ? Wer ist Täter ? Wer ist Opfer ?
Ein toller Roman, den ich nicht aus der Hand legen mochte !!

„Ein australischer Familienroman“

Claudia Hüllmann, Thalia-Buchhandlung Magdeburg (Allee-Center)

jenseits von Kitsch und Kängurus, der mit Jonathan Franzen und Jeffrey Eugenides zu vergleichen ist und doch eine ganz eigene faszinierende Sprache hat. Für mich ist dieses Buch DER Gesellschaftsroman des Jahres. jenseits von Kitsch und Kängurus, der mit Jonathan Franzen und Jeffrey Eugenides zu vergleichen ist und doch eine ganz eigene faszinierende Sprache hat. Für mich ist dieses Buch DER Gesellschaftsroman des Jahres.

„Unbedingt lesen!“

Katrin Schönmüller, Thalia-Buchhandlung Dresden

Dieses Buch von Christos Tsiolkas ist eine echte Entdeckung!
Ein heißer australischer Sommertag, ein Barbecue mit Familie und Freunden. Und dann verpasst Harry dem dreijährigen Hugo eine Ohrfeige. Dieser Vorfall hat für alle Anwesenden Konsequenzen, jeder muss Stellung beziehen.
Wie Tsiolkas die Handlung aus den verschiedenen Perspektiven heraus vorantreibt, hat mich sehr beeindruckt.
Unbedingt lesen!
Dieses Buch von Christos Tsiolkas ist eine echte Entdeckung!
Ein heißer australischer Sommertag, ein Barbecue mit Familie und Freunden. Und dann verpasst Harry dem dreijährigen Hugo eine Ohrfeige. Dieser Vorfall hat für alle Anwesenden Konsequenzen, jeder muss Stellung beziehen.
Wie Tsiolkas die Handlung aus den verschiedenen Perspektiven heraus vorantreibt, hat mich sehr beeindruckt.
Unbedingt lesen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
48 Bewertungen
Übersicht
25
16
7
0
0

Ohrfeige
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 19.07.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Christos Tsiolkas. Wer zum Teufel ist das? Zumindest literarisch bekommt der geneigte Leser Auskunft. Im vergangenen Jahr haben mich vom Klett Cotta Verlag schon die grandiosen Romane von Silvia Avallone und Lauren Grodstein positiv überrascht, mit Christos Tsiolkas Gesellschaftsroman „Nur eine Ohrfeige“ toppt der Verlag meine Erwartung noch. Dafür... Christos Tsiolkas. Wer zum Teufel ist das? Zumindest literarisch bekommt der geneigte Leser Auskunft. Im vergangenen Jahr haben mich vom Klett Cotta Verlag schon die grandiosen Romane von Silvia Avallone und Lauren Grodstein positiv überrascht, mit Christos Tsiolkas Gesellschaftsroman „Nur eine Ohrfeige“ toppt der Verlag meine Erwartung noch. Dafür ziehe ich, den virtuellen Hut. Schlicht gesagt, geht es in dem Buch um eine Ohrfeige, die ein Erwachsener, dem kleinen Hugo verpasst, einer monströsen kindlichen „ich“-Maschine, die von einer labilen Mutter groß und größer gesäugt wird. Das ganze geschieht, während eines belanglosen Grillfestes in einem der sterilen Vororte Melbournes. Mein Haus, mein Auto, mein Job, meine Vorzeigefamilie, darüber definieren sich die unterschiedlichsten Ethnien im Schmelztiegel Australien und richten sich in ihrer Langeweile ein. Da kann so eine lapidare Ohrfeige schon Risse in den Putz des modernen Mittelschichtbürgers sprengen. Erzählt wird die Geschichte aus acht verschiedenen Perspektiven. Der Hausherr Hector, passives Muttersöhnchen, verbeamteter Frauenschwarm in der Midlife Crises ansonsten viriler Allesvögler ist stoned, als das Ereignis eintritt, scharf auf eine anwesende Minderjährige und versucht nicht auf das Minenfeld zu treten, dass sich zwischen seiner Mutter seiner indischen Ehefrau auftut. Immerhin verschafft ihm seine griechische Abstammung die Möglichkeit einmal eindeutig Stellung zu beziehen. Der Täter muss unschuldig sein, er stammt aus der eigenen Familie. Für Anouk, eine toughe Schreiberin für schwachsinnige Fernsehserien und Jungmannschwäche ist die Sache schon komplizierter. Eigentlich will sie lieber den Roman ihres Lebens schreiben. Eigentlich will sie Klartext mit Hugos Mutter sprechen, wenn die Freundschaftsbande dreier Frauen nicht ihren Verständnistribut einfordern würden. Harry, der hitzige Ohrfeigenverteiler, ist erfolgreicher Geschäftsmann und Macher kann es nicht fassen, wegen einer lächerlichen Backpfeife vor den Richter ziehen zu müssen. Was kann er für Rosies verzogene Göre? Das ausgerechnet Er, der unsozialste, die Morallawine los tritt ist folgerichtig. Connie, Kindermädchen der kindlichen „ich“- Maschine träumt den Traum aller Heranwachsender von der besten Party der Stadt und dem coolsten Typen, des Universums. Es ist kein leichtes Los in dem Alter zu sein, schon gar nicht ohne die verstorbenen Eltern, die keine Richtung, keinen Halt mehr geben können. Egal, in dieser Vorstadthölle übernehmen die Teenager, die eigene Erziehung, von Drogen benebelt, gleich mit. Ihre Arbeitgeberin Rosie lässt es zum Äußersten kommen, den Gerichtsprozess gegen Harry. Was einmal so schmerzvoll aus ihrem Unterleib gefahren kam, gebührt der Aufmerksamkeit einer hingebungsvollen Mutter, die allerdings mit einigen charakterlichen Schönheitsfehlern ausgestattet ist, welche nicht ganz unschuldig an dem Geschehen sind. Manolis, Hectors Vater, betrachtet das Leben aus dem Blickwinkel eines mit sich hadernden Rentners, dessen beste Zeit schon weit zurück liegt. Irgendwie hat sich die Welt verändert, Freunde sterben weg. Alte Gewissheiten geraten ins Wanken. Vielleicht hätte er weniger Kompromisse machen sollen, sicher sogar. Zeit für Ordnung zu sorgen. Er startet einen Vermittlungsversuch. Das erwachsene Menschen, die ihr Geld als Ärzte und Geschäftsleute verdienen, nicht in der Lage sind eine Lappalie in Sekundenschnelle aus der Welt zu bringen, wenn der Qualm der ersten Ärgers einmal verraucht ist, kann er nicht glauben. Aisha, Hectors Frau und somit Gastgeberin des Barbecues bezieht klar Stellung, weil sie ein Geheimnis kennt. Auf einer Asienreise begegnet der resoluten Vernunftfrau eine männliche Alternative, ein Zweitleben in Canada erscheint auf dem Wunschzettel, jetzt wo der Angetraute schwächelt und Gefühle zeigt, die sie überflüssig und abstoßend findet. Sie muss sich entscheiden. Und da wäre noch Richie, eine blendend auserzählte Figur mit zerrütteter Kindheit und einer gesunden Beziehung dazu. Die Katastrophe ist quasi der Normalzustand, worüber sich aufregen, wenn der gelegentlich auftauchende Erzeuger, dem Asthmatikerjüngling die rauchende Kippe unter die Nase hält. Sein wirkungsvollster Trost, immerhin weiß Richie das er schwul ist. Während sein ständig betrunkener Vater nicht einmal weiß, dass er doof ist und seinen Sohn mit einem halben ipod zu versöhnen sucht. Meinung: Es ist schon ein besonderes Erlebnis für mich gewesen, den Roman zu lesen. Christos Tsiolkas schaut hinter die Fassade einer total durch individualisierte Gesellschaft, in der kein kleinster gemeinsamer Nenner mehr gefunden werden kann. Zwischen gelungenen und gescheiterten Lebensentwürfen bekommen hier Bagatellen ein Hochhausgewicht. Der Lebensinn muss, gespeist durch den jeweiligen kulturellen Hintergrund, mühevoll konstruiert werden, nachdem der Broterwerb gesichert ist. Dazu dienen neben sexuellen Erlebnissen und Bedürfnisbefriedigung jedweder Couleur, überlieferte Grundüberzeugungen, die man täglich selbst mit den Füssen tritt. Die „ich“-Maschine erreicht mit dem kleinen Hugo einen Höhepunkt. Wer immer da zuschlägt, schlägt zunächst einmal sich selbst. Schriftstellerisch ist „Nur eine Ohrfeige“ eine Meisterleistung, wobei zu konstatieren ist, das Christos Tsiolkas, den Anlass für die Konflikte etwas aus dem Auge verliert. Gegen Mitte des Romans flacht das Buch leicht ab, weil die Spannungserwartungen des Lesers nicht erfüllt werden und sich die Geschichte außerhalb des Erwartungsrahmens auflöst. Als sehr angenehm habe ich den Schreibstil empfunden und die fehlende Zuteilung in gut und böse Charaktere. Man darf bei Tsiolkas alle Menschen mögen, man darf über sie die Nase rümpfen, man darf nur nicht behaupten, dass sie unglaubhaft sein. Darin liegt eine Stärke, des Autoren. Ganz im Gegensatz zu seinem wenig emphatischen Personal, taucht er metertief in die Psyche von Männlein und Weiblein ein und fördert das Gold der Erkenntnis zu Tage. Ein feines Buch!

von einer Kundin/einem Kunden aus Hilden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Sehr bewegendes Familiendrama. Hat in Australien einige Literaturpreise gewonnen. Dieser Roman ist immer aktuell und reflektiert ganz wunderbar Familie und Gesellschaft.

Nur eine Ohrfeige
von I. Schneider aus Mannheim am 17.01.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Aisha und Hector, ein beliebtes Paar mit zwei Kindern, geben im heißen Sommer Melbournes ein Grillfest für alle ihre Freunde und die Familie. Von Aishas indischer Familie ist nur ihr Bruder zu Besuch gekommen, dafür aber jede Menge Freunde. Aus Hectors griechischer Familie sind alle anwesend, als der kleine... Aisha und Hector, ein beliebtes Paar mit zwei Kindern, geben im heißen Sommer Melbournes ein Grillfest für alle ihre Freunde und die Familie. Von Aishas indischer Familie ist nur ihr Bruder zu Besuch gekommen, dafür aber jede Menge Freunde. Aus Hectors griechischer Familie sind alle anwesend, als der kleine vierjährige Hugo, der verzogenen Sohn von Aishas langjähriger Freundin Rosie, zornig und unausstehlich wird und sogar noch den Kricketschläger gegen den Jungen Rocco schwingt. Roccos Vater, Harry (der Cousin von Hector) sieht rot und verpasst dem verzogenen Lümmel eine schallende Ohrfeige. Diese Ohrfeige wird für die Zukunft maßgeblich sein, denn Familie und Freunde spalten sich in zwei Gruppen, die eine, die die Aktion Ohrfeige gerechtfertigt fanden und zu Harry stehen, und die andere Gruppe, die Harrys Verhalten verurteilt. Hugos Eltern sind so aufgebracht, dass sie Harry bei der Polizei anzeigen und es zu einer Verhandlung kommt. In den weiteren Kapiteln kommen einige Freunde und Familienmitglieder Aishas und Hectors zu Wort und beschreiben die Situation aus ihrer Sicht. Wir lernen Anouk - Aishas Freundin, Harry - den Cousin von Hector, Connie - Aishas junge Mitarbeiterin und Hectors Geliebte, Rosie - die Mutter von Hugo, Manolis -Aishas Schwiegervater und Richie -Connies Kumpel, alle kennen. Jeder von ihnen beschreibt sein Leben seit diesem Vorfall und man bekommt einen wunderbaren Einblick in die Gesellschaft Melbournes. Das Buch hat mich so gefesselt, dass ich es in einem Wochenende durchgelesen habe!