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Hell

Stipe Erceg, Hannah Herzsprung, Lars Eidinger, Angela Winkler, Lisa Vicari

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Beschreibung

Seitdem die Strahlkraft der Sonne zugenommen hat, ist die Erde ein verdörrter, mörderischer Ort geworden. Nur wenige Überlebende sind verblieben, die sich notdürftig gegen die Sonnenstrahlen schützen und deren Leben von der Suche nach Wasser und Benzin bestimmt ist. Dazu gehört die Zweckgemeinschaft von Phillip und den Schwestern Marie und Leonie. Auf dem Weg in die Berge, wo es angeblich Leben geben soll, lesen sie Tom auf, ohne sich sicher sein zu können, dass er ihnen wohlgesonnen ist. Als sie in einen Hinterhalt geraten, beginnt ihr Kampf ums Überleben.

Angela Winkler erhielt 1975 für ihre Hauptrolle in Schlöndorffs Die verlorene Ehre der Katharina Blum den Bundesfilmpreis, und auch Die Blechtrommel brachte ihr großes internationales Ansehen. Zuletzt widmete sie sich verstärkt dem Theater, u.a. als Mitglied des Berliner Ensembles.

Das Bild (2,35:1; 1080p) macht einen hervorragenden Eindruck. Die Schärfe ist großartig und bietet eine erstklassige Detailzeichnung. Lediglich in dunklen Szenen lässt dies etwas nach, da hier ein deutliches Rauschen auftritt. Extrem stilisiert bzw. bearbeitet sind die Tageslichtaufnahmen. Sehr helle, ausgebleichte, beinahe monochromatische Bilder bestimmen den Look, hergestellt durch direkte Lichteinstrahlungen in das Objektiv, Überbelichtung und wahrscheinlich auch Color Grading. Die Kompression arbeitet unauffällig, aber gelegentliches Banding tritt doch vereinzelt auf.

Die Extras bestehen aus einem Making of (ca. 23 min), den beiden kurzen und eher werbeartigen Featurettes Geschichte (ca. 3 min) und Besetzung (ca. 3 min), einem Premierentrailer (ca. 2 min), der Aufnahmen und Statements von der Filmpremiere enthält, sowie einem Trailer.

Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1

Die Tonspur ist exzellent. Die Abmischung bringt einen voluminösen, druckvollen und dynamischen Klang mit räumlicher Kulisse hervor. Selbst in ruhigeren Szenen kann man wunderbar subtile Umgebungsgeräusche und die verhaltene Musik vernehmen. Dazu kommen immer wieder detailreiche und differenzierte Soundeffekte. Die Rears sind zwar nicht durchweg im Einsatz, dafür gibt es zu viele sehr ruhige Momente, aber wenn sie zum Einsatz kommen, lassen sie eine tolle Atmosphäre entstehen. Der Subwoofer trägt mit seinem Beitrag zum gelungenen Eindruck bei.

Es gibt optionale deutsche Untertitel. (Feste, nicht ausblendbare UTs gibt es für die französischen Sätze zu Beginn des Filmes.)

HELL (BRD, Schweiz, 2011) ist das bemerkenswerte Spielfilmdebüt von Regisseur Tim Fehlbaum, der mit seinem Erstling gleich viel Aufmerksamkeit erzielen konnte und diverse Preise einheimste.

Fehlbaum erzählt in seinem dystopischen Endzeit-Drama vom klimabedingten Zusammenbruch der Gesellschaft, der für einen Verfall von Werten und Moral sorgt. Das Ganze wurde dabei eingebettet in ein genregerechtes Setting. Sein Augenmerk liegt schlussendlich aber mehr auf zwischenmenschlichen Beziehungen als auf purem Horror. Dabei schwenkt der Film von einem post-apokalyptischen Drama á la THE ROAD und THE BOOK OF ELI um zu einem Backwood-Horror-Streifen mit Motiven aus WRONG TURN oder THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE. Allerdings auch nur halbherzig, denn in Sachen Blut und Gewalt bleibt man sehr zurückhaltend und ergeht sich zumeist nur in Andeutungen. Inhaltlich neu, originell oder innovativ ist das alles natürlich nicht.

Das ist auch einer der Gründe, warum das Ergebnis nicht vollauf überzeugt, denn das Ganze ist leider viel zu brav geraten, also Horror ohne Horror. Selbst die Gegner im Finale sind alles andere als wirklich furchteinflößend, sondern im Grunde eher langweilig. Zwar ist der Film streckenweise halbwegs spannend und durchaus atmosphärisch, aber im Grunde bleibt alles doch recht konventionell. Das verhaltene und bedächtige Erzähltempo wird auch nicht jedem schmecken. Die Überraschung ist eben hier nur, dass es sich um einen deutschen Film handelt. Schade eigentlich, dass man das immer so betonen muss.

Trotzdem ist HELL, obwohl er technisch und handwerklich internationalen Produktionen ebenbürtig ist, was nicht selbstverständlich ist, letztendlich doch enttäuschend, und das nicht nur, weil der finale Twist keine Überraschung ist, sondern früh absehbar.

HELL ist also bei weitem nicht perfekt oder rundum gelungen, aber dennoch interessant anzusehen und ein kleiner Lichtblick im deutschen Problemfilm. Bitte mehr davon und dann gerne auch mutiger.

Produktdetails

Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 16 Jahren
Erscheinungsdatum 26.04.2012
Regisseur Tim Fehlbaum
Sprache Deutsch (Untertitel: Deutsch)
EAN 4010884244762
Genre Thriller
Studio Paramount
Spieldauer 89 Minuten
Bildformat 16:9, HD
Tonformat Deutsch: DTS HD 5.1
Produktionsjahr 2011

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