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Eine Kiste explodierender Mangos

Roman

(6)
Am 17. August 1988 explodiert wenige Minuten nach dem Start in Richtung Islamabad das Flugzeug des pakistanischen Präsidenten Zia ul-Haq. An Bord befinden sich neben dem Militärdiktator und treuesten Verbündeten der USA im Afghanistankrieg auch einige seiner ranghöchsten Generäle und der US-Botschafter Arnold Raphel. Bis heute ist es eine der großen offenen Fragen in der gewaltreichen Geschichte Pakistans, ob es sich bei dem mysteriösen Absturz um einen Unfall oder um ein Attentat handelte.
Mohammed Hanif greift dieses Ereignis auf und entwickelt daraus einen Roman mit anarchischer Komik und schwarzem Humor. Hatte die CIA ihre Finger im Spiel? Waren es pakistanische Generäle, unglücklich über ihre bevorstehende Pensionierung? Geschah es wegen des Fluches einer blinden Frau? Oder durch ein Geschenk der All Pakistan Mango Farmers Cooperative?
Auch könnte der Erzähler, der Luftwaffenkadett Ali Shigri, verantwortlich gewesen sein, der eigene Pläne verfolgt. Ebenso sein Freund Obaid, der jede Frage des Lebens mit einem Spritzer Eau de Toilette und einem Rilke-Zitat beantwortet und plötzlich verschwindet. Oder ist es am Ende doch Leutnant Bannon, der aus seinem Vietnamtrauma in Marihuanaträume fällt?
Portrait
Mohammed Hanif, geboren 1965 in Okara/Pakistan, war Pilot der pakistanischen Luftwaffe, bevor er eine Karriere als Journalist einschlug. Ende der neunziger Jahre übersiedelte er nach London. Er schrieb Theaterstücke und Drehbücher und seinen ersten Roman "Eine Kiste explodierender Mangos", der bereits kurz nach Erscheinen für den Man Booker Prize nominiert wurde. Im Herbst 2008 kehrte er mit seiner Familie nach Pakistan zurück und arbeitet dort als Korrespondent der BBC. Er lebt in Karachi.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 384 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 10.02.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783940666253
Verlag A1 Verlag
Dateigröße 3952 KB
Übersetzer Ursula Gräfe
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„Eine temporeiche und hochexplosive politische Satire“

Andreas Hack, Thalia-Buchhandlung Bonn

Mohammed Hanif ist mit ‘Eine Kiste explodierender Mangos’ eine bitterböse Satire über den mysteriösen Tod des Diktators Zia-ul-Haq 1988 in Pakistan gelungen.
Hanifs Roman bietet einen aufschlussreichen Blick auf Pakistan im Besonderen und den Wahnsinn von Militärdiktaturen im Allgemeinen.
Die Geschichte ist mit so herrlich groteskem Humor erzählt, dass ich bei der Lektüre des öfteren laut herauslachen musste. Ein absolut gelungenes Buch !

Mohammed Hanif ist mit ‘Eine Kiste explodierender Mangos’ eine bitterböse Satire über den mysteriösen Tod des Diktators Zia-ul-Haq 1988 in Pakistan gelungen.
Hanifs Roman bietet einen aufschlussreichen Blick auf Pakistan im Besonderen und den Wahnsinn von Militärdiktaturen im Allgemeinen.
Die Geschichte ist mit so herrlich groteskem Humor erzählt, dass ich bei der Lektüre des öfteren laut herauslachen musste. Ein absolut gelungenes Buch !

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Wie es wirklich war...
von Xirxe aus Hannover am 30.08.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

Im August 1988 explodierte kurz nach dem Start das Flugzeug des pakistanischen Militärdiktators Zia ul-Haq, wobei er sowie einige seiner Generäle und der amerikanische Botschafter ums Leben kamen. Bis heute sind die Ursachen, die zu diesem Unglück führten, nicht bekannt. In dem Buch mit diesem ungewöhnlichen Titel stellt der... Im August 1988 explodierte kurz nach dem Start das Flugzeug des pakistanischen Militärdiktators Zia ul-Haq, wobei er sowie einige seiner Generäle und der amerikanische Botschafter ums Leben kamen. Bis heute sind die Ursachen, die zu diesem Unglück führten, nicht bekannt. In dem Buch mit diesem ungewöhnlichen Titel stellt der Autor Mohammed Hanif seine eigene Sicht der Dinge dar - und das in einer eher ungewöhnlichen Form. Stets kapitelweise wechselnd erfolgt ein Bericht der Hauptfigur, des jungen Luftwaffenkadetten Ali Shigri und (zumeist) ein zeitgleicher Abschnitt aus dem Leben Zia al-Haqs. Während Shigri einen zu Beginn mysteriösen Plan zu verfolgen scheint, der ihn in eine ausgesprochen schwierige Situation bringt, fühlt sich der Diktator von allen Seiten bedroht - nicht immer zu Recht. Auch die Sichtweisen anderer Personen spielen in den Kapiteln eine Rolle, denn irgendwie haben diese alle ihren Anteil an dem zu Beginn genannten Unglück. Was sich nun vielleicht eher wie eine kriminalistische Aufklärungsgeschichte anhören mag, ist jedoch eine herrliche Satire auf die Situation in den Herrschaftsverhältnissen dieser Militärdiktatur. Zia ul-Haq wird als ein sehr gläubiger Moslem dargestellt, überaus eitel und voller Paranoia vor möglichen Attentätern. Selbst der Generalsekretär der Straßenfegergewerkschaft sitzt deswegen im Kerker. Doch die Ängste des Diktators entbehren nicht ganz jeglicher Grundlage: Seine Führungsriegen sind ausschließlich auf ihren eigenen Vorteil bedacht und jeder katzbuckelt und intrigiert so gut und viel wie möglich. Shigris Kapitel dagegen beschreiben die Wilkür und Gewalt, der im Prinzip jeder (nicht nur Soldat) ausgesetzt sind. Doch sein Tonfall ist dabei so wunderbar trocken, dass ich beispielsweise selbst bei der Beschreibung der unschönen Unterbringung in der Folterkammer lachen musste (schon mal was von 'Do-it-yourself-Folter' gehört?). Ein witziges Buch mit einem ernsten Hintergrund, das nicht immer ganz einfach zu lesen ist, da die häufigen Zeitsprünge gelegentlich irritierend wirken.

Debüt gelungen
von einer Kundin/einem Kunden aus Plauen am 27.05.2013

Mohammed Hanif - pakistanischer Journalist - erreicht mit seinem Debüt-Roman gleich eine Nominierung zum "Man Brooker Prize" - einer der wichtigsten Buchpreise der englischen Literaturwelt. Es ist ein Roman über Diktatur, Geheimdienste und Militärs in dem er eine satirisch kluge Geschichte um den Flugzeugabsturz von 1988 strickt, bei dem... Mohammed Hanif - pakistanischer Journalist - erreicht mit seinem Debüt-Roman gleich eine Nominierung zum "Man Brooker Prize" - einer der wichtigsten Buchpreise der englischen Literaturwelt. Es ist ein Roman über Diktatur, Geheimdienste und Militärs in dem er eine satirisch kluge Geschichte um den Flugzeugabsturz von 1988 strickt, bei dem der pakistanische Diktator Zia und ein US-Botschafter ums Leben kamen.

Wer wars?
von Vera Politynski aus Augsburg am 16.03.2011
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In diesem Roman spürt man richtig, wie eine Kiste explodierender Mangos einen um den Kopf gewirbelt wird. Schon lange habe ich nicht mehr einen so vielschichtigen Roman mit leisen und auch lauteren Tönen gelesen. Einfach nur eine Freude zum erleben und schmecken!