Wie soll ich leben?

oder Das Leben Montaignes in einer Frage und zwanzig Antworten

Sarah Bakewell

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Beschreibung


Sarah Bakewells Buch ist ein Geniestreich: Auf höchst elegante und unterhaltsame Weise erzählt sie das Leben Montaignes und beantwortet zugleich unsere Fragen nach einem guten Leben. Authentischer und aktueller wurde noch nie über den großen Philosophen und Essayisten geschrieben - ein Glücksfall!

Lebe den Augenblick! - Philosophiere nur zufällig! - Bedenke alles, bereue nichts! - Mit diesen und anderen Antworten auf die eine Frage "Wie soll ich leben?" führt Sarah Bakewell durch das ungewöhnliche Leben des Weingutbesitzers, Liebhabers, Essayisten, Bürgermeisters und Reisenden Michel de Montaigne. Dabei gelingt ihr das Kunststück, ihn ganz im 16. Jahrhundert, im Zeitalter der Religionskriege, zu verorten und gerade dadurch für unsere Zeit verständlich zu machen. Wie soll man Montaigne lesen? Nicht wie ein Kind, um sich zu amüsieren, und nicht wie die Ehrgeizigen, um sich zu belehren. "Nein. Lesen Sie ihn, um zu leben!", empfahl der große Flaubert.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 14.01.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-63969-2
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 22,3/15,2/3,4 cm
Gewicht 678 g
Originaltitel How To Live or A Life of Montaigne in one question and twenty attempts at an answer
Abbildungen mit 14 Abbildungen und 2 Karten
Auflage 4. Auflage
Übersetzer Rita Seuss

Buchhändler-Empfehlungen

Montaigne, immer noch aktuell!

Pascal Endres, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Zu erst einmal sei angemerkt, dass man Montaigne noch nicht gelesen haben muss um Spaß an diesem Buch zu haben. Man merkt dem Buch an wie sehr Sarah Bakewell von Montaigne fasziniert ist. Sie liefert sehr unterhaltsam einen Einstieg in Montaignes Werk und macht Lust darauf es selbst zu lesen. Gleichzeitig ist dieses Buch aber auch eine Biographie über Montaigne.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden aus Hanau am 01.10.2017
Bewertet: anderes Format

Eine kurzweilige Einführung in das Leben und Werk Montaignes. Dieses Buch macht Spaß und man bekommt Lust die Essays selbst zu lesen, denn manche sind von verblüffender Aktualität.

„Jedermann schaut vor sich, ich schaue in mich hinein“
von Sandra von Siebenthal aus Romanshorn am 07.09.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Wer einen Lebensratgeber erwartet nach dem Titel, der kann das Buch getrost weglegen – aber: Ich würde es nicht raten, denn es enthält etwas viel besseres: Die Lebensgeschichte Montaignes – und das auf eine Weise, wie sie ihresgleichen sucht. Sarah Bakewell gelingt in diesem Buch die Quadratur des Kreises: Sie entführt den Le... Wer einen Lebensratgeber erwartet nach dem Titel, der kann das Buch getrost weglegen – aber: Ich würde es nicht raten, denn es enthält etwas viel besseres: Die Lebensgeschichte Montaignes – und das auf eine Weise, wie sie ihresgleichen sucht. Sarah Bakewell gelingt in diesem Buch die Quadratur des Kreises: Sie entführt den Leser in die Zeit Montaignes, zeigt ihm die historischen Gegebenheiten, politischen Verhältnisse und gesellschaftlichen Vorstellungen dieser Zeit, stellt dann Montaigne als Mensch hinein in die Zeit und beschreibt, wie er sich darin bewegte. In der Folge spinnt sie ein Netz aus Zeit, Mensch und Werk, beleuchtet dabei Montaignes Gedankengänge und wie sie sich in seinem Werk niederschlugen. "Mein wesentlicher Charakterzug […] ist die Neigung, mich mitzuteilen und zu offenbaren: Zu Geselligkeit und Freundschaft geboren, bin ich vor aller Augen ganz nach aussen gewandt." Montaigne beschloss eines Tages, seine politische Laufbahn zu beenden und sich ganz dem Schreiben zu widmen. Dazu zog er sich in sein Turmzimmer zurück und schrieb. Er schrieb nicht, um zu belehren, vielmehr schrieb er, was er alles bei sich entdeckte, in der Welt wahrnahm, dachte. "Ich wende meinen Blick nach innen, und da halte ich ihn fest und lasse ihn verweilen. Jedermann schaut vor sich, ich schaue in mich hinein. Ich habe es nur mit mir selbst zu tun. Ich beobachte mich unablässig und prüfe mich, ich koste mich […]. Ich wälze mich in mir selbst." Kein Thema war tabu, er schaute hin. Damit stiess er, als es ums verlegen ging, nicht nur auf offene Türen, auch später noch fanden sich seine Essais immer mal wieder auf den Listen der verbotenen Bücher. Montaigne liess sich nicht beirren, er schrieb weiter neue Essais oder ergänzte die alten durch neue Gedanken oder Sichtweisen. Dies und der Umstand, dass die Essais in den Händen zweier Freunde waren, die unter Umständen auch Ergänzungen und Veränderungen vornahmen, ist die wirkliche Entstehungsgeschichte der Essais nicht ganz gesichert, was dem Lesegenuss aber keinen Abbruch tut, im Gegenteil. Montaigne wurde über all die Jahre begeistert gelesen und hinterliess bleibende Eindrücke, allen voran den Eindruck: Da schrieb einer, der in mich hineinschauen konnte. Auch der Rezeption von Montaignes Essais widmet sich Bakewell ausführlich und schliesst damit den Kreis. Montaigne wollte sich mitteilen, wollte etwas hinterlassen, das über ihn hinausweist. Das ist ihm gelungen, wie man aufgrund der vielfältigen Stimmen seiner (oft berühmten) Leser sieht. Trotz einer Flut von Informationen ist das Buch nie langatmig oder gar staubtrocken. Sarah Bakewell ist es gelungen, eine flüssig lesbare, fundierte, durch breites Wissen und tiefe Kenntnis betechende Biographie zu schreiben, die einen grosse Lust auf die Lektüre Montaignes selber macht. Sie hat also einfach alles richtig gemacht! Fazit Ein wunderbares, fundiertes, gut lesbares und umfassendes Buch über das Leben Montaignes, das Lust auf mehr macht. Absolut empfehlenswert!

Wem soll ich´s geben?
von einer Kundin/einem Kunden am 19.01.2013

Am Ende der Lektüre stellt sich wirklich die Frage: wem soll ich´s geben? Eines der besten Bücher des Jahrzehnts. Neben Montaignees Leben, steht das Leben an sich im Mittelpunkt. Der Geniestreich daran liegt in der Verknüpfung. Hier kann ruhig von einer meisterhaften Verknüpfung zwischen Leben, Geist und Literatur gesprochen wer... Am Ende der Lektüre stellt sich wirklich die Frage: wem soll ich´s geben? Eines der besten Bücher des Jahrzehnts. Neben Montaignees Leben, steht das Leben an sich im Mittelpunkt. Der Geniestreich daran liegt in der Verknüpfung. Hier kann ruhig von einer meisterhaften Verknüpfung zwischen Leben, Geist und Literatur gesprochen werden, und vor allem: es artet zum Lesevergnügen aus! Ist man am Ende angelangt, möchte der Geist tanzen.


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  • Wie soll ich leben?

    Michel de Montaigne in einer Frage und zwanzig Versuchen,
    eine Antwort zu geben



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Habe keine Angst vor dem Tod!

    "… am Rande der Lippen zu hängen"



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Lebe den Augenblick!

    Anfangen zu schreiben

    Bewusstseinsstrom



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Werde
    geboren!


    Micheau


    Das Experiment



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Lies viel,
    vergiss das meiste wieder, und sei schwer von Begriff !


    Lesen

    Montaigne, der Langsame und Vergessliche

    Der junge Montaigne in unruhigen Zeiten



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Verkrafte
    Liebe und Verlust!


    La Boétie: Liebe und Tyrannei

    La Boétie: Tod und Trauer



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Bediene dich
    kleiner Tricks!


    Einübung in die Kunst des Lebens

    Montaigne in der Knechtschaft

    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Stelle alles
    in Frage!


    Ich weiß, dass ich nichts weiß, und nicht einmal das weiß
    ich sicher

    Tiere und böse Geister

    Eine gewaltige Verführungsmaschinerie



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Habe ein
    Hinterzimmer in deinem Geschäft!


    Nur mit einer Pobacke

    Praktische Verantwortung



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Sei
    gesellig! Lebe mit anderen!


    Eine fröhliche und gesellige Weisheit

    Offenheit, Gnade und Grausamkeit



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Erwache aus
    dem Schlaf der Gewohnheit!


    Alles ist eine Frage des Standpunkts

    Edle Wilde



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Finde das
    rechte Maß!


    Reguliere die Temperatur!



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Bewahre dir
    deine Menschlichkeit!


    Terror

    Ein Held



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Tu etwas,
    was noch nie zuvor jemand getan hat!


    Ein barocker Bestseller



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Schau dir
    die Welt an!


    Reisen



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Mache deinen
    Job gut, aber nicht zu gut!


    Bürgermeister

    Moralische Einwände

    Missionen und Mord



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort:
    Philosophiere nur zufällig!


    Fünfzehn Engländer und ein Ire



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Bedenke
    alles, bereue nichts!


    Je ne regrette
    rien



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Gib die
    Kontrolle auf!


    Tochter und Schülerin

    Die Herausgeberkriege

    Montaigne remixed und
    embabouyné



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Sei
    gewöhnlich und unvollkommen
    !

    Sei gewöhnlich!

    Sei unvollkommen!



    Frage: Wie soll ich leben?

    Antwort: Das Leben
    sei die Antwort!


    Nicht das Ende



    Dank

    Zeittafel

    Anmerkungen

    Literatur

    Bildnachweis

    Personenregister