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Vom Leben der Texte

Kurt Drawert

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Beschreibung


Mit diesem Buch legt Kurt Drawert nicht nur ein Handbuch zum Schreiben vor, sondern auch einen Versuch über das, was Schreiben im radikalen Sinne bedeutet. Ebenso bietet er Einblicke in die Praxis des Schreibens und bespricht Probleme poetischer Techniken anhand von Beispielen und Exkursen. Autorinnen und Autoren, die tiefer in das Geschehen ihrer Arbeit eindringen wollen, aber auch alle anderen, die Einsichten in die Entstehungsgeschichte literarischer Texte suchen, über ihre Wirkung und Kriterien zu ihrer Beurteilung nachdenken möchten, werden hier reich belohnt. Es geht auch um das Verhältnis von Talent und Handwerk, Schreibanlass und Schreibumgebung und immer um die Frage: Wie wird aus Normalsprache ein poetischer Text, was wird unter welchen Bedingungen Literatur? Und da die ganze Person in allen ihren Beziehungen im Akt des Schreibens anwesend ist, muss, um gut oder besser oder anders schreiben zu können, auch die ganze Person in Betracht gezogen werden.

Kurt Drawert wurde 1956 in Hennigsdorf (Brandenburg) geboren und lebt seit 1996 als Autor von Lyrik, Prosa und Dramatik in Darmstadt. Bekannt wurde er vor allem mit seiner seit 1987 veröffentlichten und in zahlreiche Sprachen übersetzten Lyrik.
Für seine Prosa wurde er ausgezeichnet u. a. mit dem "Preis der Jürgen-Ponto-Stiftung", dem "Uwe-Johnson-Preis" und dem "Ingeborg-Bachmann-Preis", für seine Lyrik mit dem "Leonce-und-Lena-Preis", dem "Lyrikpreis Meran", dem "Nikolaus-Lenau-Preis", 2013 mit dem "Werner-Bergengruen-Preis" und 2014 mit dem "Robert Gernhardt Preis".

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 23.10.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-63945-6
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 22,2/14,9/3 cm
Gewicht 504 g
Auflage 1

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  • Kommen und Gehen (I)



    I. TEIL BEDINGUNGEN



    0. Vorbereitung. Anfänge.



    1. Lesung. Das Andere. Der Andere.


    Das starke Subjekt und das schwache

    Die ersten Formen der Spaltung

    2. Lesung.
    Der Text für sich. Die Stimme der Mutter.


    Subversionen der Arie

    Den richtigen Ton finden

    3. Lesung. Ahnungen. Zwischentexte.


    Gedächtnis und Erinnerung

    Männliche und weibliche Texte

    Was heißt "verstehen"?

    4. Lesung. Masken. Spiele. Triebstrukturen.


    Mythische Bildungen: Der "stehende Text"

    Die Sprache streikt: Blockaden

    Die poetische und die pathologische Metapher

    5. Lesung. Schreiben ist physisches Tun ganz unmittelbar


    Handschriftlichkeit und Digitalschrift

    Der entrissene Text. Internetmodus.

    Soziale Auskoppelungen. Idiosynkrasie.

    Psychose und Produktion

    II. TEIL BILDUNGEN




    6. Lesung. Sphären (I): Literaturbildungsprozesse


    Erfolge gibt es keine. Aber gute Autoren.

    Gegenpole

    Tagebücher

    Briefe

    Was ist Kitsch? Eine Körperverletzung.

    Jurys

    Textwerkstätten

    Therapeutische Initiationen

    Die literarische Kritik

    Das Buch ist eine Meinung zum Text

    7. Lesung. Sphären (II): Die Verpflichtung zur Lust


    Der Text und die Stimme. Konstative und
    Performative.

    Die öffentliche Lesung. Zeremonien.

    Ein Schauspieler liest

    Der Autor liest

    Gut lesen oder schlecht. Gern oder gar nicht.

    Noch einmal Kleist

    Metaphern der Bühne

    Ich ist nicht Ich. Formen der Selbstverwaltung.

    III. TEIL TECHNIKEN


    8. Lesung.
    Struktur und Ornament. Zur Rhetorik der
    Zeichen.


    Sprechakte. Interjektionen.

    Die Rhetorik der Zeichen

    Vom Rhythmus

    Metaphern (II)

    Ironie

    Pathos

    Klischees

    9. Lesung. Orte der Prosa. Die Zeit und der Blick.


    Standorte des Erzählens

    Erzählperspektiven

    Der auktoriale Erzähler

    Der Ich-Erzähler

    Der personale Erzähler

    Der neutrale Erzähler

    Erzählte Zeit. Zeit des Erzählens.

    Erzählmuster

    10. Lesung. Orte der Lyrik. Strahlkraft der
    Worte.


    Die Dominanz der Hypertexte

    Jakobson und Mukarovský: Die Prager Schule

    Saussure und Bühler: Zwei Modelle

    Wie Gedichte entstehen

    Poesie und Religiosität

    Klopstock

    Reform und Verfall: Der freie Vers

    Die Rückkehr der Mutter

    Dispersionen der lyrischen Rede

    Parallelismus

    Die Macht der Reime

    Metaphern (III)

    Kommen und Gehen (II)


    Wortregister

    Literaturregister

    Namensregister