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Das Büro

Roman


Als Maarten Koning eine Stelle als wissenschaftlicher Beamter in einem volkskundlichen Büro antritt, ändert sich sein Leben schlagartig. Von nun an beschäftigt er sich mit Wichtelmännchen - und mit den lieben Kollegen. Der graue Büroalltag wird aufgelockert durch ergebnislose Sitzungen, nutzlose Dienstreisen und feuchtfröhliche Kongresse. Und bei alledem versteht es Direktor Beerta meisterhaft, immer neue Projekte und Stellen zu schaffen...

Was Joanne K. Rowling für England war, war J. J. Voskuil für die Niederlande: Sein monumentaler Büro-Roman löste eine wahre "Büromanie" aus mit Fanklubs und langen Schlangen im Morgengrauen vor den Buchhandlungen. Mit seinen knappen Schreibtischdialogen, lakonischen Schilderungen von Arbeitsabläufen und einem bitterbösen Gespür für die urkomischen Aspekte des Bürolebens hat Voskuil den Nerv unserer arbeitswütigen Zeit getroffen. Während der Leser wie bei einer Soap-Opera atemlos einer Szene nach der anderen folgt, wird er unmerklich in das Leben des Maarten Koning hineingezogen.

Ein Trostbuch für alle, die jeden Morgen ihren Kaffee kochen und ins Hamsterrad der Projekte und Konferenzen steigen.

 

Portrait
J. J. (Han) Voskuil, 1926 - 2008, war von 1957 bis 1987 als Beamter an einem volkskundlichen Institut in Amsterdam beschäftigt. Er hat zahlreiche Romane veröffentlicht. Am 1. Mai 2008, dem Tag der Arbeit, schied J. J. Voskuil nach schwerer Krankheit freiwillig aus dem Leben.

Gerd Busse, geb. 1959, ist Erziehungswissenschaftler, Politologe und Niederlandist. Heute arbeitet Busse als Projektentwickler und -berater in deutsch-niederländischen Bildungsprojekten und ist seit vielen Jahren als Publizist und Übersetzer tätig. Er lebt in Dortmund.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 848
Erscheinungsdatum 13.07.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-63733-9
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 22,3/14,6/4,8 cm
Gewicht 1102 g
Originaltitel Het Bureau I: Meneer Beerta
Auflage 1
Übersetzer Gerd Busse
Verkaufsrang 156368
Buch (gebundene Ausgabe)
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Das Büro - Band 6 - 1982 bis 1987
von einer Kundin/einem Kunden aus Bayreuth am 21.09.2019
Bewertet: Einband: Kunststoff-Einband

Der vorletzte Band der Reihe „Das Büro“ des niederländischen Autors J. J. Voskuil behandelt – wie der Titel „Abgang“ schon vermuten lässt – die letzten Jahre im Berufsleben von Maarten Koning. Es sind intensive Jahre, geprägt vom Wandel und einer wissenschaftlichen Neuausrichtung seines Fachs. Nicht alles davon kann Maarten mit ... Der vorletzte Band der Reihe „Das Büro“ des niederländischen Autors J. J. Voskuil behandelt – wie der Titel „Abgang“ schon vermuten lässt – die letzten Jahre im Berufsleben von Maarten Koning. Es sind intensive Jahre, geprägt vom Wandel und einer wissenschaftlichen Neuausrichtung seines Fachs. Nicht alles davon kann Maarten mit seinen eigenen Vorstellungen und Überzeugungen vereinbaren und so beschließt er schließlich, vorzeitig in Rente zu gehen, ohne aber noch konkrete Pläne für die Zeit seines Ruhestandes zu haben. Darauf angesprochen, was er mit seiner freien Zeit anfangen wird, antwortet er meistens mit Fahrrad fahren und Spazieren gehen. Einige Monate vorher aber verabschiedet sich erst noch Balk, dem sich Maarten gegen Ende zuweilen verbundener fühlt als während der langen gemeinsamen Zeit vorher. Es wird etliche Monate dauern, bis das Büro einen neuen Direktor bekommen wird. Auch das eine Zeit des Übergangs, während der Maarten die kommissarische Leitung des Büros übernehmen wird. Zeitgleich bringen sich gleich mehrere frühere Weggefährten als Kandidaten für die vakante Position in Stellung. Der sechste Band endet schließlich für Maarten (vermeintlich) harmonisch und versöhnlich, als sich seine Abteilung - jeder einzelne auf eine sehr individuelle Weise - von ihm verabschiedet. Abgang und Abschied – die zentralen Themen des sechsten Bandes. Maartens berufliche und private Lebenskurve ist zudem gekennzeichnet von Krankheit, Trennungen und mehreren Abschieden für immer. Die durch die baldige Aufgabe seiner beruflichen Tätigkeit gewonnene Aussicht auf persönliche Freiheit geht bei ihm daher immer auch einher mit einer zunehmenden Verunsicherung. Was werden Nicolien und ihm die kommenden Jahre noch bringen? Was werden seine Aufgaben, wo sein künftiger Platz in der sich rapide verändernden Gesellschaft sein? Ohne hier spoilern zu wollen – es lohnt sich, nicht nur diesen sechsten, sondern auch den (vergleichsweise kurzen) 7. Band noch zu lesen. Denn rückblickend ist bzw. war nicht immer alles so, wie es Maarten erschien. Und manche Verbindungen und Beziehungen zu den früheren Kollegen erscheinen letztendlich in einem neuen Licht.

Suchtfaktor!
von einer Kundin/einem Kunden am 14.08.2012

Es ist wie mit einer spannenden Soap - auch wenn die absurdesten Dinge passieren will man wissen wie es weitergeht. Doch braucht Voskuil gar keine Absurditäten um den Leser bei der Stange zu halten. Es sind die Feinheiten des Alltags, der Wiedererkennungswert, der pointierte Humor und die lakonischen Dialoge die einen fesseln. ... Es ist wie mit einer spannenden Soap - auch wenn die absurdesten Dinge passieren will man wissen wie es weitergeht. Doch braucht Voskuil gar keine Absurditäten um den Leser bei der Stange zu halten. Es sind die Feinheiten des Alltags, der Wiedererkennungswert, der pointierte Humor und die lakonischen Dialoge die einen fesseln. Ein jeder und eine jede wird in diesem Buch Situationen aus seinem Alltag wiederfinden. Denn die Leute sind überall die selben! Frei nach dem Motto "Hier ist es wie anderswo nur anders!" (Treibhaus Innsbruck) erkennt man Kollegen und Situationen wieder, erkennt sich vielleicht selbst in einem der Charaktere. Ein sehr fein gezeichneter Roman und der Auftakt zu einer siebenteiligen "Soap" (wenn ich das Wort meines Vorrezensenten entlehnen darf) die den Leser fasziniert! Fortsetzung folgt (hoffentlich bald)!