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Maultrommel spielen - Band 1

Eine systematische Anleitung zum Selbststudium

Wolf Janscha

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Beschreibung

Maultrommel spielen
von Wolf Janscha

Eine systematische Anleitung zum Selbststudium

Die Maultrommel ist eines der ältesten Musikinstrumente der Welt und völlig einzigartig. Über den ganzen Globus verbreitet wird sie in verschiedensten Stilen gespielt.

Es ist ein rhythmisches Bordun- und Obertoninstrument, welches angeschlagen und gleichzeitig mit und ohne Luft bespielt wird. Als Resonanzkörper dient der Mund- und Rachenraum. Auf einer Maultrommel können mehr als dreißig verschiedene Obertöne klar hörbar gemacht werden. Die feinen Melodien sind im europäischen Raum seit dem Mittelalter fester Bestandteil in der Bordun- und Volksmusik. Der Klang der Maultrommel ist ungewöhnlich farbenreich, meditativ, schamanisch, rhythmisch mitreißend und beeindruckend.

In Zusammenarbeit mit der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien, entwickelte Wolf Janscha ein Notationssystem für Maultrommel. Es hat das westliche Notationssystem als Grundlage. Zusätzlich weist es
jedoch eine spezielle Tabulatur auf, die die unterschiedlichen Spieltechniken transparent darstellt. Mithilfe dieses Systems und der Analyse der Spieltechniken entsteht das weltweit erste umfassende Lehrwerk für Maultrommel.

Alle Inhalte werden so verständlich erklärt, dass der Spieler leicht die Spieltechniken erlernen und meistern kann. Die ausführlichen Erläuterungen, Grafiken und Hörbeispiele tragen zusätzlich zum Verständnis bei. Besonderer Wert wurde auf die Unabhängigkeit von Stilen gelegt, um ein spieltechnisches Vermögen zu entwickeln, welches nach Wunsch in jedem Stil angewendet werden kann bzw. beim Entwickeln des
eigenen Spielstils hilft.

Auf Grund des enormen Umfangs und der Komplexität der verschiedenen Spieltechniken der Maultrommel wird sich das Lehrwerk über mehrere Bände erstrecken.

Maultrommel spielen - Band 1
Eine systematische Anleitung zum Selbststudium

Der erste Band ist der ideale Einstieg für Anfänger ohne Vorkenntnisse des Maultrommelspiels und ohne Notenkenntnisse. Das Lehrbuch soll es dem Spieler möglich machen, in den wichtigsten Taktarten zu improvisieren und rhythmisch und klanglich zu variieren.

Aus dem Inhalt:

- Überblick über das Instrument und dessen Geschichte.
- Grundlagen des Spiels mit einer Maultrommel: Haltung, Ansatz, Anschlags- und Vorbereitungsbewegung.
- Leicht verständliche Erläuterung des Notationssystems und der Musiktheorie von Anfang an: Tempo, Metrum, grundlegende binäre und ternäre Notenwerte, Taktarten, Permutationen und deren praktische
Umsetzung auf die Maultrommel.
- Zahlreiche Übungen zur progressiven Entwicklung von Anschlag, Atmung, Koordination der einzelnen Bewegungen, Obertonhören mittels Vokalstellungen, Betonungen und Verschlusstechniken
- Hintergründe zum Instrument, Tipps zum Maultrommelkauf, hilfreiche Körper- und Mentalübungen,
- Kreative Techniken zur eigenen Gestaltung von eigenen Grooves.
- Zahlreiche Hörbeispiele zu den wichtigsten Übungen auf CD.

Für den Spieler mit Vorkenntnissen ist das Werk ein wertvolles Trainingsbuch, um die Spieltechnik zu verfeinern und neue Blickwinkel auf das Maultrommelspiel zu erhalten. Für Lehrer ist es als Begleitmaterial zum Unterricht besonders hilfreich.

Die dem ersten Band beiliegende Audio-CD enthält die wichtigsten Übungen zum Anhören und Mitspielen. Maultrommel und Rhythmus sind dabei in Stereo-Kanaltrennung jeweils so angeordnet, dass sie getrennt oder zusammen anhörbar sind.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 09.03.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-927240-93-3
Verlag Verlag der Spielleute
Maße (L) 21 cm
Gewicht 468 g
Abbildungen mit 38 Abbildungen
Auflage 1. Auflage
Illustrator Rudolf Klapka

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  • Die Maultrommel ist – oder besser – war (!) im mitteleuropäischen, speziell österreichischen Raum weitum als ein Instrument der Volksmusik bekannt, wenngleich einige wenige Beispiele in der Kunstmusik als Ausnahmen herhalten.

    Das Spiel auf der Maultrommel wird immer wieder mit dem Fensterln (Gass’ngehn oder Kiltgang) in Verbindung gebracht, so hat man das Instrument im Salzkammergut sogar als Menschafånga bezeichnet, weil die magische Wirkung des Maultrommelklanges besondere Werbeerfolge erbrachte, wie es die Legende kolportiert. Als billiges Klangspielzeug für halbwüchsige Schulkinder war das Instrument noch bis in die 1970er-Jahre gang und gäbe – auch für mich. Wir verwendeten das Instrument auf erstaunlich kreative Arten, wobei die Mundhöhle allein als Resonanzkörper dabei nicht mehr ausreichte und diverse verfügbare
    Gegenstände dafür Ersatz bieten mussten. Wie man sie „richtig“ zu verwenden hatte, entnahmen wir einer Zeichnung, die der Verpackung auf einem Blatt beigefügt war. Das war die Unterweisung im Maultrommelspiel – den Rest besorgte man sich eben selbst. In einschlägigen Radiosendungen konnte man zudem noch – übrigens äußerst selten und dadurch auffallend – Aufnahmen von Maultrommel, häufig in Verbindung mit
    diversen Begleitinstrumenten – meist Gitarre –, hören. Allen, die sich damals um die Mitte des 20. Jahrhunderts mit der Maultrommel „beschäftigten“, war eines gemeinsam: Sie hatten keinen Lehrer und schon gar keinen institutionalisierten Instrumentalunterricht auf der Maultrommel. Und eine gedruckte Schule für das Instrument gab es auch nicht zu erwerben, wenn man von den wenigen, zu einem späteren Zeitpunkt zu erwähnenden Büchlein absieht. Und es genügte, und es war gut so – wozu also nun ein in alle Details gehendes Lehrwerk zur Maultrommel verfassen und vorlegen?!

    Es ist in Bezug auf die zuvor geschilderten Umstände rund ums Maultrommelspiel viel Zeit vergangen, und heute haben sich diese grundlegend verändert. Die Funktion der oben geschilderten legendenhaften, männlich dominierten Verwendung der Maultrommel in der Liebeswerbung, die vielfach zum Klischee mutierte, änderte sich in unseren Tagen radikal. Es sind nicht mehr ausschließlich die Männer, die zupfend und zirpend die Frauen betören, sondern ebenso begeistern Frauen (und Männer) in gendermäßig ausgeglichenen und unterschiedlichsten Ensemblezusammensetzungen mit ihrem stilistisch vielfältigen Maultrommelspiel ein breites Publikum. Und es sind die Musikanten, nicht mehr die Bauernburschen, sondern urbane Kreise aus dem Bildungsbürgertum, die sich für eine komplexe Verwendung der Maultrommel interessieren. So wundert es nicht, dass es im Rahmen der vielen Fortbildungsmöglichkeiten, von privat organisierten Wochenendlehrgängen bis zu Praktika an akademischen Bildungseinrichtungen, zu einem häufig geäußerten Wunsch nach einer „Maultrommelschule“ gekommen ist. Diese liegt hiermit vor! Und sie deckt nicht mehr allein die musikalisch-stilistischen Bedürfnisse einer bestimmten Region ab, sondern, wie es für gute Lehrwerke üblich ist: Das Konzept ist so aufgebaut, dass man von den einzelnen Parametern der Spieltechniken bis zur Obertontechnik – einem unabdingbaren Element des Maultrommelspiels – schreitet. Dem Autor
    ist es dabei wesentlich, dass der Schüler/die Schülerin, egal wo er/sie zu Hause ist, sich in allen Maultrommelstilen der Welt zurechtfindet. Und – es kommt wahrlich der Quadratur des Kreises nahe: Das Lehrwerk richtet sich sowohl an den musikalisch Vorgebildeten wie an den Laien, ohne eine der beiden Seiten zu benachteiligen.

    Jedes noch so überlegte Lehrwerk vermag jedoch nicht die Persönlichkeit eines Lehrenden zu ersetzen! Die vorliegende erste (!) Maultrommelschule bietet für beide Seiten eine wertvolle Hilfe!

    Dr. Rudolf Pietsch
    Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien