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Gnadenhof / Hauptkommissar Eike Hansen Bd.2

Ein Allgäu-Krimi

Hauptkommissar Eike Hansen Band 2

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Taschenbuch
Das Museumsdorf in der Nähe von Memmingen bereitet sich auf einen anstrengenden Sonntag vor. Zahlreiche Vorführungen sollen vor allem Familien anlocken. Am Vorabend macht Museumspädagoge Ulrich Stadler bei seinem letzten Rundgang eine schauerliche Entdeckung: Im alten Uttenhof sitzen drei sehr lebensecht wirkende Figuren um den Esstisch. Erst fällt ihm nur auf, dass die Gestalten für das Ambiente zu modern gekleidet sind – dann sieht er das Blut am Boden.
Rezension
"Spannend mit viel Lokalkolorit und liebenswerten Akteuren. Als unterhaltsame Krimilektüre nicht nur für Allgäu-Büchereien zu empfehlen.", Bayern im Buch 20151120
Portrait
Seibold, Jürgen
Jürgen Seibold, geboren 1960 in Stuttgart, arbeitete als Redakteur und freier Journalist für Tageszeitungen, Zeitschriften und Radiostationen und veröffentlichte 1989 seine erste Musikerbiografie. Es folgten weitere Sachbücher mit einer Gesamtauflage von rund 1,2 Millionen Exemplaren. Außerdem schreibt er Jugendbücher, Thriller und seine erfolgreiche Allgäu-Krimi-Reihe um den Hauptkommissar Eike Hansen. Mit seiner Familie lebt Jürgen Seibold im Rems-Murr-Kreis.
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  • Artikelbild-0
  • Samstag, 31. Mai
    Es war schon nach halb sieben, als die letzten Besucher das Gelände verließen. Ulrich Stadler sah den Senioren nach, die schwatzend und lachend auf dem Weg zum Parkplatz waren. Morgen würde das Publikum deutlich jünger ausfallen. Dann war Familiensonntag im Bauernhofmuseum Illerbeuren, und die Aktionen, Spiele und Vorführungen würden vor allem Eltern mit kleinen Kindern anlocken.
    Stadler sah in den Himmel: Auch das Wetter würde wohl mitspielen. Für Memmingen und Umgebung war ein prächtiger Frühsommertag vorhergesagt, und das blaue, nur hier und da mit weißen Wölkchen betupfte Firmament schien die Prognose zu bestätigen.
    Er ließ seinen Blick über die umstehenden Gebäude schweifen, dann wandte er sich dem Gromerhof zu, in dem eines der Museumsgasthäuser eingerichtet war. Im Biergarten halfen seine Kollegen einer Kellnerin, einige Tische zu einer großen Tafel zusammenzuschieben. Stadler packte mit an, damit ihnen die Bedienung möglichst bald die gefüllten Gläser bringen konnte. Mit einem frischen Weißbier würde sich die Abschlussbesprechung schon fast wie Feierabend anfühlen.
    Die Gestalt, die sich an das Fachwerk des großen Zehentstadels drückte und aufmerksam um die Ecke lugte, sah sich noch einmal um, aber im Museumsdorf schien nun niemand mehr unterwegs zu sein. Höchste Zeit, die Sache zu ihrem Ende zu bringen.
    "Na ja", sagte Tom Schaber leichthin und zuckte mit den Schultern. "Frechenrieden ist zwar nicht gerade der beste Standort für ein Elektrogeschäft, aber was soll s? Mein Vater war halt hier Elektriker." Lachend deutete er auf den knallbunten Prospekt des Memminger Großhändlers, der ihm eben aus der Tageszeitung gerutscht war. "Immerhin hab ich hier im Dorf keine solche Konkurrenz!"
    Resi und Hansen saßen im Garten und unterhielten sich prächtig mit Tanja und Tom Schaber, Resis bester Freundin und ihrem Mann. Die Sonne überzog nur noch einen kleinen Teil des Gartens mit sattem Gelb, der Rest lag schon im Schatten, aber die Luft war noch so warm, dass sie sich das Abendessen draußen schmecken lassen konnten.
    Seit fast einem Jahr leitete Eike Hansen nun schon das Kommissariat 1 der Kripo Kempten, und gleich durch den ersten Fall hatte er Resi Meyer kennengelernt, die als Rechtsmedizinerin an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität arbeitete. Sie war gerade zu Besuch bei ihren Eltern in Roßhaupten gewesen, als nach dem Mord an einem Lechbrucker Pferdezüchter jemand gebraucht wurde, der sich das Opfer ansah und es später obduzierte. Diesem Umstand hatte Hansen in den vergangenen Monaten ein unverhofft schönes Privatleben zu verdanken, auch wenn Resi die eine oder andere Nacht ihren Eltern zuliebe nicht in Hansens gemietetem Bauernhaus am Füssener Stadtrand, sondern in Roßhaupten verbracht hatte. Sogar seiner in Hannover gebliebenen Frau, die noch nicht so recht in die Scheidung einwilligen wollte, war aufgefallen, dass Hansen schon in seinem ersten Sommer im Allgäu aufgeräumter und fröhlicher wirkte als die Jahre zuvor.
    Er nahm ein Stück Käse, hörte den anderen zu und betrachtete versonnen seine Freundin. Resi war groß und schlank und trug wie meistens Jeans und Karohemd. Ihre kurz geschorenen Haare waren weißblond und bildeten einen starken Kontrast zu ihrer sonnengebräunten Haut, und ihre blauen Augen funkelten hinter einer randlosen Brille.
    Resi war im Reinen mit sich und der Welt. Sie schminkte morgens keine Falten weg, und ihre Frisur war dann gelungen, wenn sie sich nur schnell mit feuchten Fingern durch die Stoppeln fahren musste, um das Haus hinreichend gestylt verlassen zu können. Nur eines mochte sie überhaupt nicht an sich: ihren Vornamen Therese, den deshalb allenfalls ihr Vater ungestraft aussprechen durfte, wenn er seine Tochter mal wegen einer allzu flapsigen Bemerkung tadelte.
    Jetzt lachte sie gerade herzlich über eine Anekdote, die Tom zum Besten gab, und Hansen musste schmunzeln, als er sah, wie Resis ganzes Gesicht mitlach
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 20.01.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30075-9
Reihe Allgäu-Krimis 2
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,5/12/2,7 cm
Gewicht 260 g
Verkaufsrang 47836
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Alles super wie immer
von einer Kundin/einem Kunden aus Oerlinghausen am 19.11.2018

Habe Bücher und Kalender bestellt. Die empfindlichen Kalender waren sehr hochwertig verpackt. Bin sehr zufrieden,weiter so.

Gnadenhof
von Haserl1 aus Bayern am 14.02.2014

"Gnadenhof" ist der zweite Band aus der Allgäu- Krimi Serie und zugleich mein allererstes Buch von Jürgen Seibold. Bedauerlicherweise habe ich das erste Buch "Rosskur" nicht gelesen und war dementsprechend kritisch was diese Lektüre betrifft. Ich war doch sehr skeptisch... was ist, wenn sich diese beiden Bücher vielleicht unt... "Gnadenhof" ist der zweite Band aus der Allgäu- Krimi Serie und zugleich mein allererstes Buch von Jürgen Seibold. Bedauerlicherweise habe ich das erste Buch "Rosskur" nicht gelesen und war dementsprechend kritisch was diese Lektüre betrifft. Ich war doch sehr skeptisch... was ist, wenn sich diese beiden Bücher vielleicht untereinander ergänzen... vielleicht finde ich in diese Geschichte nicht hinein... Aber auch ohne das erst Buch gelesen zu haben, kam ich ganz gut zurecht. Der Anfang zog mich förmlich in seinen Bann und fesselte mich...es war ein gelungener Einstieg... sehr spannungsgeladen..einfach so, wie man sich einen guten Krimi wünscht. Er lässt sich angenehm lesen und ist sehr sachlich herausgearbeitet. Einfach ideal... Leider muss ich aber sagen, das mich diese Story so ab der Hälfte des Buches, mehr und mehr enttäuschte. Vielleicht war meine Erwartungshaltung, heraufbeschworen durch diesen grandiosen Einstieg, einfach zu hoch gesteckt.... Wer weiß Bedauerlicherweise war das gesamte Handlungsschema sowie die Dialoge, so wirkte es in meinen Augen, sehr oberflächlich..verwirrend und monoton. Einige Protagonisten tauchten wie aus dem nichts auf und verschwanden auch wieder dorthin. Dies verwirrte mich stellenweise sehr. Nichtsdestotrotz muss ich aber sagen ist es ein guter Krimi. Worum geht es: Ein kleines idyllisches bayrisches Dorf in der Nähe von Memmingen , bereitet sich auf einen aufregendes Wochenende vor...Sie planen eine Feierlichkeit im örtlichen Bauernmuseum um mehr Besucher in ihre Gegend zu locken. Leider passiert aber gerade in diesen besagten Museum ein grausiger Mord. Drei unbekannte Tote, werden um einen Esstisch kunstvoll drapiert... Wer sind diese drei Toten und vor allem warum gerade jetzt???!!! Kommissar Eike Hansen wird zum Tatort gerufen und beginnt sofort mit seinen Ermittlungen... Ob es ihm gelingen wird den Täter zu stellen oder sich selbst in große Gefahr begibt werde ich nicht verraten. Ich gebe 3 Sterne von 5.

Erfolgreich geht die Angst um
von einer Kundin/einem Kunden aus Erlangen am 13.02.2014

Unprofessionell will er dann doch nicht sein, der Hauptkommissar Hansen von der Kripo Kempten, während die Resi sicher und zügig die nötigen Schnitte setzt beim Dreifachmord der Soko Museum. Mit von der Partie natürlich Hansens engste Mitarbeiter Hanna und Haffmeyer mit ihren durchgeknallten Hobbys. Alles ein blutiger Wink mit d... Unprofessionell will er dann doch nicht sein, der Hauptkommissar Hansen von der Kripo Kempten, während die Resi sicher und zügig die nötigen Schnitte setzt beim Dreifachmord der Soko Museum. Mit von der Partie natürlich Hansens engste Mitarbeiter Hanna und Haffmeyer mit ihren durchgeknallten Hobbys. Alles ein blutiger Wink mit dem Zaunpfahl? Oder einfach nur echt verrückt?