Mord unter den Linden

Kriminologe Dr. Otto Sanftleben Band 1

Tim Pieper

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Beschreibung

Berlin, im Sommer 1890. Der Kriminologe Dr. Otto Sanftleben erforscht die Körpersprache von Kriminellen. Als eine junge Handschuhnäherin gekreuzigt und mehrere anarchistische Attentate verübt werden, erklärt er sich bereit, den ermittelnden Commissarius zu unterstützen und zur schnellen Aufklärung beizutragen. Eine geheimnisvolle Revueschauspielerin gibt den entscheidenden Fingerzeig und weckt tot geglaubte Gefühle in ihm. Zu spät begreift er, dass er in Lebensgefahr schwebt ...

"Tim Pieper zeichnet einen spannenden Kriminalfall vor einem facettenreichen Panorama jener Zeit mit bunten und galubwürdigen Charakteren." (Treffpunkte, Sommer 2012)
"Spannender Fall zu Berlins Kaiserzeit!" (TIPP der Redaktion, Histo-Couch.de)
"Ein äußerst kurzweiliger, interessanter historischer Krimi, der sich schon von der Thematik her aus der Masse abhebt. Eine volle Empfehlung für vergnügliche Lesestunden!" (Leser-Welt.de)
"Tim Pieper präsentiert uns einen grandiosen Kriminalroman." (Buchrezicenter.de)

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.03.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783863580612
Verlag Emons Verlag
Dateigröße 3971 KB
Verkaufsrang 27002

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Buchhändler-Empfehlungen

Sabine Rößler, Thalia-Buchhandlung Wildau

Lokalkrimi zur Jahrhundertwende. Gute Story, toll geschrieben und richtig spannend.

Kundenbewertungen

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Ein früher Profiler
von Igelmanu66 aus Mülheim am 17.09.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

„Unter der Verbrecherphänomenologie verstehen wir die Untersuchung kriminalistisch relevanter Erscheinungen, die uns Aufschluss über seelische Vorgänge des Täters geben und so die Hintergründe der Tat aufdecken können. Untersuchungsgegenstände sind unter anderem Körperhaltung, Mimik, Gestik und Kleidung…“ Dr. Otto Sanftleben ... „Unter der Verbrecherphänomenologie verstehen wir die Untersuchung kriminalistisch relevanter Erscheinungen, die uns Aufschluss über seelische Vorgänge des Täters geben und so die Hintergründe der Tat aufdecken können. Untersuchungsgegenstände sind unter anderem Körperhaltung, Mimik, Gestik und Kleidung…“ Dr. Otto Sanftleben ist so etwas wie ein früher Profiler. Nach dem großen Erfolg seines Buches „Phänomenologisches. Ein Beitrag zur Kriminalpsychologie“ wird er von der Berliner Polizei um Unterstützung bei der Aufklärung eines besonders grausamen Verbrechens gebeten. Eine junge Frau ist ermordet, an ein Holzkreuz genagelt und in Brand gesteckt worden. Zudem sorgt eine Reihe von scheinbar politisch motivierten Anschlägen für Unruhe. Zufall? Oder gibt es möglicherweise Zusammenhänge? Meine Güte, wo soll ich anfangen? In diesem Buch steckt so viel drin! Zunächst mal ist es ein spannender Krimi, und zwar einer von der Sorte, bei der es immer wieder neue Entwicklungen gibt und – so ging es jedenfalls mir – man wirklich von der Auflösung überrascht wird. Toll geschrieben und flüssig zu lesen wird es keinen Moment langweilig. Im Gegenteil, zusätzlich zu der Krimihandlung erfährt man noch sehr viel! Es gibt reichlich historischen Hintergrund, besonders intensiv geht es um das Thema Sozialistengesetze. Die politische Lage wird geschickt mit der Handlung verknüpft und liefert dadurch immer neue Ansatzpunkte für die Klärung des Falls. Aber den Täter nur auf der politischen Bühne zu suchen, wäre zu einfach! Schließlich gibt es auch reichlich Indizien, die für einen religiös motivierten Mord sprechen könnten. Und so muss Otto sich beispielsweise auch ein Bild von einem obskuren Sektenführer machen. Arbeit gibt es für ihn also mehr als genug. Aber er hat auch noch andere Dinge im Kopf! Neben einer Herzensangelegenheit, die ihn beschäftigt, ist er leidenschaftlicher Radfahrer. Und als solcher auch immer gerne bereit, sich mit der Obrigkeit anzulegen, wenn er Unter den Linden Rad fährt. Das ist nämlich polizeilich untersagt, stören die Radfahrer doch noch in vielen Augen „das sittliche Empfinden jedes anständigen Christenmenschen.“ Ich habe schon zuvor einiges zum Thema Radfahren in dieser Zeit gelesen und finde es immer wieder faszinierend! Otto ist mir rundum sympathisch. Dabei ist er weit davon entfernt, fehlerfrei zu arbeiten. Er ist manchmal unbedacht, nicht selten zu spontan oder voreingenommen – er ist absolut menschlich und das mag ich sehr. Ferner schlich sich sehr schnell der Commissarius Funke, mit dem er zusammenarbeitet, in mein Herz. Auch er ein toller Charakter und ich hoffe, dass sich die Freundschaft zwischen den beiden, die sich im Buch anbahnte, fortsetzen wird.

super!
von Daniela aus Berlin am 16.05.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ganz spannend geschrieben. Von Politik bis Sport, man möchte glatt in dieser Zeit mal leben,wenn auch die sozialen Probleme deutlich angesprochen werden.Hoffentlich hat Herr Pieper Lust noch meht vom sympathischen Otto und seinen Freunden zu schreiben.

Mord im Berlin 1890
von Uwe Tächl aus Bremen am 26.03.2012
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Inhalt: 1890 kommt es in Berlin zur Kreuzigung einer jungen Frau. Dr. Otto Sanftleben ist Spezialist für Körpersprache und wird deshalb als Berater von der Polizei angefordert. Erst stimmt er nur zögerlich zu, da er sich noch auf ein bevorstehendes Radrennen vorzubereiten hat, doch als es zu weiteren Morden und politisch motivi... Inhalt: 1890 kommt es in Berlin zur Kreuzigung einer jungen Frau. Dr. Otto Sanftleben ist Spezialist für Körpersprache und wird deshalb als Berater von der Polizei angefordert. Erst stimmt er nur zögerlich zu, da er sich noch auf ein bevorstehendes Radrennen vorzubereiten hat, doch als es zu weiteren Morden und politisch motivierten Aktionen, die mit dem bevorstehenden Ende der Sozialistengesetzes zusammenzuhängen zu scheinen, kommt, wird er immer mehr zum wichtigen Teil der Ermittlungen. Zusätzlich fühlt sich Otto zu einer Zeugin, die ihn an seine ehemalige Verlobte erinnert, hingezogen, was dazu führt, dass er sich weit mehr in den Fall hineinsteigert, als vielleicht gut ist. Rezension: Tim Piepers zweiter Roman verschlägt den Leser ins Berlin des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Auch wenn diese Zeit noch nicht so weit zurück liegt, so unterscheidet sie sich doch in einigem von der Neuzeit. Dies wird von Herrn Pieper gekonnt dargestellt und in diesen spannenden Kriminalroman eingearbeitet. Geschichtliche Ereignisse paaren sich mit psychologischen Charakterstudien und verbinden sich zu einem emotional mitnehmenden Leseerlebnis. Die 271 Seiten vergehen wie im Fluge, da man zwischendurch kaum von diesem Buch lassen mag. Will man einige Szenen herausheben so sind Radrennen und Eislaufen besonders gut gelungen. Mitreißend und packend gepaart mit einem abstoßenden Täter findet man alles was einen Kriminalroman ausmacht, der in ein stimmiges historisches Umfeld eingepackt wurde. Es bleibt zu hoffen dass die Geschichte um Otto Sanftleben eine Fortsetzung finden wird.


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