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Flucht aus Lager 14

Die Geschichte des Shin Dong-hyuk, der im nordkoreanischen Gulag geboren wurde und entkam


Ein erschütternder Bericht aus der Hölle Nordkorea

Das diktatorisch regierte Nordkorea ist fast völlig isoliert, aggressiv und bettelarm. Und es hält rund 150.000 seiner Bürger in Lagern gefangen, die vergleichbar sind mit NS-Konzentrationslagern oder dem Gulag. Da die Lager seit Jahrzehnten existieren, gibt es inzwischen Tausende, die dort aufgewachsen sind. Einer von ihnen ist Shin Dong-hyuk.

Blaine Harden erzählt die Geschichte des 1982 im sogenannten Lager 14 geborenen Shin, der bis zu seiner Flucht nie etwas anderes kennengelernt hatte als die grausame und primitive Lagerwelt. Menschlichkeit, Vertrauen, Wärme, Zuneigung und jegliche Errungenschaften der Zivilisation waren ihm unbekannt, Hunger, Misstrauen und brutale Züchtigungen hingegen Alltag. Shins Zeugenbericht gibt einen tiefen Einblick in die unmenschlichen Lebensverhältnisse, die in dieser Lagerhölle herrschen, und schildert das berührende Schicksal eines jungen Mannes, dem wie durch ein Wunder die Flucht in die Freiheit gelang.

Ausstattung: mit Abbildungen

Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 12.11.12
Ein schockierender Bericht über Nordkoreas Höllen-Zone. Flucht aus Lager 14 muss die Staatengemeinschaft aufrütteln, muss Menschen mit Einfluss dazu bringen, hier etwas zu unternehmen. Ein Buch das zeigt, wie bestialisch Menschen mit Menschen umgehen. Es zeigt Nordkoreas hässlichste Fratze.
Portrait
Blaine Harden, geboren 1952, ist Autor des »Economist« und der US-Dokumentarsendung »PBS Fronline«. Zuvor war er Korrespondent der »Washington Post« in Asien, Osteuropa und Afrika und arbeitete eine Zeitlang für die »New York Times«. Er veröffentlichte bereits zwei Bücher, darunter eines über Afrika, und lebt in Seattle.

Shin Dong-hyuk, geboren 1982 im Lager 14, lebt seit seiner Flucht aus Nordkorea in Washington und Seoul.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 10.09.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-421-04570-6
Verlag DVA
Maße (L/B/H) 22,2/14,6/2,9 cm
Gewicht 477 g
Originaltitel Escape from Camp 14. One Man's Remarkable Odyssey from North Korea to Freedom in the West
Abbildungen mit Abbildungen, schwarz-weiss Illustrationen
Auflage 11
Übersetzer Udo Rennert
Verkaufsrang 98966
Buch (gebundene Ausgabe)
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19,99
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In diesem Werk wird deutlich, was Leben in einer Diktatur bedeutet. Ein seltener Einblick in den Alltag vieler unterdrückter Menschen eines kommunistischen Regimes.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
15 Bewertungen
Übersicht
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Aktualisierung revidiert vieles am Ende & löst Enttäuschung beim Leser aus
von Lia48 am 29.07.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

“Kim Jong II erklärte einmal: ‚Wir müssen unsere Umwelt in einen dichten Nebel hüllen, um unsere Feinde daran zu hindern, irgendetwas über uns zu erfahren.‘" INHALT: Seit seiner Geburt ist das Lager 14 - ein Arbeitslager für "politische Feinde" der nordkoreanischen Regierung - Shins Zuhause. Ein Lager, aus dem niemand entlas... “Kim Jong II erklärte einmal: ‚Wir müssen unsere Umwelt in einen dichten Nebel hüllen, um unsere Feinde daran zu hindern, irgendetwas über uns zu erfahren.‘" INHALT: Seit seiner Geburt ist das Lager 14 - ein Arbeitslager für "politische Feinde" der nordkoreanischen Regierung - Shins Zuhause. Ein Lager, aus dem niemand entlassen wird. Der Bruder seines Vaters hatte ein "Verbrechen" begangen. Shin "war der Nachkomme von unrettbaren Sündern, damit war sein Blut aufs Schlimmste verdorben.“ (S.54) Als Sklave muss er hart arbeiten und bekommt kaum zu Essen. Gewalt, öffentliche Hinrichtungen und Folter sind im Lager keine Seltenheit. Schon früh lernt er, seine Familie und Mitschüler zu bespitzeln und zu verraten - die einzige Möglichkeit um dort zu überleben. Wer gegen Vorschriften verstößt, "verdient zu sterben" und wird häufig erschossen. “Für ihn gab es keine Hoffnung, die er hätte verlieren können, keine Vergangenheit, der er hätte nachtrauern, und keinen Stolz, den er hätte verteidigen können.“ (S.100) Doch nachdem Shin von der wunderbaren Welt und von all den Möglichkeiten außerhalb des Arbeitslagers erfährt, will er mehr vom Leben und ihm gelingt 2005 nach 23 Jahren endlich die Flucht... MEINUNG: Meine Meinung bezieht sich auf die 2019 erschienene & AKTUALISIERTE Taschenbuchausgabe! Bis heute bestreitet die nordkoreanische Regierung die Existenz von Zwangsarbeitslagern. Kaum jemandem ist bisher die Flucht aus einer der gut bewachten Einrichtungen gelungen. Die Häftlinge arbeiten ca. 12-15 Stunden am Tag, ernähren sich von wenig Kohl, Mais und Salz. Für sie gibt es weder Seife, noch Unterwäsche. Viele wissen nicht einmal, warum sie dort sind. Die Verwandten müssen für ein "Fehlverhalten" (oft soll es reichen, sich negativ über die Regierung zu äußern) auch mit gerade stehen. Diese und viele weitere Informationen über die Zwangsarbeitslager und über Nordkorea allgemein, kommen im Buch zur Sprache. Dass diese einen so großen Teil einnehmen, hatte ich nicht erwartet. Doch dadurch konnte ich z.B. viel über die Lebensbedingungen im dortigen Land erfahren. Nur ab und zu war mir das zu viel Sachinformation auf einmal und ich hätte mir den Fokus etwas mehr auf die Geschichte von Shin gewünscht. Trotzdem waren diese Einschübe sehr informativ! Dazwischen und teilweise damit verwoben, erzählt der Autor, was Shin ihm von seinem Leben im Lager, der Flucht und der Zeit danach erzählt hat. Insgesamt berichtet er dabei recht nüchtern, was in diesem Fall aber von Vorteil sein kann. Anders hätte ich mir die Grausamkeiten, die dort im Lager stattfinden, wohl kaum zu Gemüte führen können. Auch so kam ich manchmal an meine Grenzen. Vieles erinnerte mich immer wieder an Geschichten über Konzentrationslager während des zweiten Weltkrieges. Das Lager 14 soll jedoch seit etwa 50 Jahren bestehen, wenn man sich das vorstellt, dann scheint es unverständlich, dass da nicht von anderen Ländern eingegriffen wird bzw. nicht eingegriffen werden kann!! Bevor die aktualisierten und damit zusätzlichen Seiten am Ende des Buches folgten, war ich schon etwas beeindruckt von Shins Geschichte und trotz der vielen Sachinformation, wäre es für mich ein sehr lesenswertes Buch gewesen, welches ich gerne weiterempfohlen hätte! Doch dann folgte der Anhang meiner aktualisierten Taschenbuchausgabe. Und dieser hat bei mir große Enttäuschung ausgelöst: Denn plötzlich wird Jahre später sehr viel von Shins Geschichte revidiert. Ich hab Verständnis dafür, wenn er sich an manche Dinge erst mit den Jahren erinnert oder etwas auslässt (schließlich hat er traumatische Dinge erlebt) - keine Frage! Auch verstehe ich, dass er Angst hatte, und weitere Gefühle eine große Rolle spielten, als er seine Geschichte damals erzählte und sie zu Papier gebracht wurde. Doch wenn am Ende eines Buches (welches die Lebensgeschichte eines Menschen erzählen soll) herauskommt, dass das, was ich zuvor gelesen habe und was mich immer wieder sehr bestürzt hat, sich zu großen Teilen ganz anders abgespielt haben soll als dargestellt, dann fühle ich mich als Leserin leider ziemlich an der Nase herumgeführt! Meiner Meinung nach hätte man dann den Inhalt des Buches nochmals komplett umkrempeln müssen, statt am Ende zu schreiben, was sich alles doch ganz anders ereignet hat/ bzw. ereignet haben könnte! So lässt mich das Buch leider etwas verärgert, ziemlich enttäuscht und mit der Ungewissheit zurück, was bei Shins Geschichte tatsächlich der Wahrheit entspricht und was nicht! FAZIT: Auch wenn das Buch viele interessante Informationen über das Leben und die Arbeitslager in Nordkorea bietet, die ich gerne verfolgt habe, kann ich es nicht direkt empfehlen. Am Ende der aktualisierten Ausgabe werden zu viele Inhalte Jahre später revidiert, die sich doch ganz anders zugetragen haben sollen und man kann nur noch schlecht einschätzen, was sich in Shins Leben wirklich so abgespielt hat, wie zuvor im Buch beschrieben. Dies ließ mich als Leserin enttäuscht zurück. 2-2,5/5 Sterne.

von Anna Erhardt aus Münster am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

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Erschreckend
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Bewertet: Einband: Taschenbuch

Shin Dong-hyuk wird 1992 in Nord-Korea geboren. Seine Geburt wird von den staatlichen Stellen nicht registriert, denn er gehört zu denen, die nicht existieren. Shin kam in einem Arbeitslager, Lager 14, zur Welt, seine Eltern wurden als Vorzug für gute Leistung verheiratet und dürfen ein paar Nächte im Jahr verbringen. Mit Liebe ... Shin Dong-hyuk wird 1992 in Nord-Korea geboren. Seine Geburt wird von den staatlichen Stellen nicht registriert, denn er gehört zu denen, die nicht existieren. Shin kam in einem Arbeitslager, Lager 14, zur Welt, seine Eltern wurden als Vorzug für gute Leistung verheiratet und dürfen ein paar Nächte im Jahr verbringen. Mit Liebe hat diese Ehe allerdings nichts zu tun. Bereits sein älterer Bruder kam auf diese Art in die Ehe, doch mit diesem hat Shin so gut wie keinen Kontakt. Bis zu einem Alter von sechs Jahren war Shin bei seiner Mutter. Zusammen lebten sie in einer Mutter-Kind-Abteilung des Lagers, doch das Leben war hart. Die Mutter musste Arbeit verrichten und Essen gab es einfach nie genug. Sobald Shin sechs Jahre alt war, zog er in den Schultrakt des Lagers, wo ihm in den kommen acht Jahren "Unterricht" erteilt wurde, welcher mehr oder weniger einer Gehirnwäsche glich und schwere körperliche Arbeiten beinhaltete. Im Alter von 14 Jahren ist für ihn die "Schonzeit" vorbei, ab diesem Zeitpunkt muss er, wie die anderen Lagerinsassen, noch schwerere körperliche Arbeit verrichten. Nicht selten kommt dabei ein Insasse zu Tode oder sie verhungern alle - vom System unbeachtet, denn sie existieren ja nicht (mehr). In diesem Zeitraum versuchten seine Mutter und sein älterer Bruder zu fliehen, wurden jedoch geschnappt und exekutiert. Shin weiß, dass er dem Lager niemals lebend entkommen wird. Erst als ein neuer politischer Gefangener, Park, eingeliefert wird und sich die beiden, entgegen aller Lagerregeln, anfreunden, wird der Gedanke an Flucht immer intensiver. 2005 wagen die beiden den Versuch und tatsächlich gelingt Shin die Flucht - doch er landet in einer Welt, von der er nichts weiß und die er nicht versteht ... Erschreckend! Bei diesem Buch handelt es sich um einen autobiographischen Bericht über das Leben von Shin Dong-hyuk, dem bisher einzigen Nord-Koreaner, der in einem Straflager geboren wurde und dem die Flucht gelungen ist. Die Schilderungen sind dermaßen erschreckend realistisch, dass ich wahrhaftig das Gefühl hatte, jederzeit dabei zu sein. Erschreckend, neben den Bedingungen im Lager empfand ich sein Unvermögen, dieses hinter sich zu lassen und ein neues, befreites Leben zu beginnen. Die Schrecken der Vergangenheit werden ihn wohl nie loslassen.