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Mein Herz so weiß

Roman

(9)

Erbarmungslos und genau untersucht Javier Marías in seinem internationalen Bestseller ›Mein Herz so weiß‹ die Macht uneingestandener Vergangenheit. Für Juan, der als Dolmetscher ständig zwischen New York, Genf und Madrid pendelt, ist das Leben seines Vaters ein ungelöstes Rätsel. Als er selbst heiratet, stellt er sich dem, was er nicht wissen will: Direkt nach der Hochzeitsreise seines Vaters erhob sich seine erste Frau vom Tisch, nahm eine Pistole und erschoss sich im Badezimmer. Später heiratete der Witwer ihre Schwester, Juans Mutter.

Der Roman zeigt Javier Marías als Meisterdetektiv des menschlichen Herzens, seiner dunklen Seiten und verborgenen Winkel. Verschwiegenheit kann bequem sein, aber sie fordert ihren Preis. Die Schärfe seiner Beobachtungen und die Eleganz seines Stils machen den Roman zu einem Klassiker der Moderne.

»Dies ist ein Meisterwerk, ein ganz großes Meisterwerk.«
Marcel Reich-Ranicki

Portrait

Javier Marías, 1951 als Sohn eines vom Franco-Regime verfolgten Philosophen geboren, veröffentlichte seinen ersten Roman mit neunzehn Jahren. Seit seinem Bestseller ›Mein Herz so weiß‹ gilt er weltweit als beachtenswertester Erzähler Spaniens.
Sein umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Nelly-Sachs-Preis sowie dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. Seine Bücher wurden in über vierzig Sprachen übersetzt.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 352 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 05.04.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783104019956
Verlag Fischer E-Books
Dateigröße 829 KB
Übersetzer Elke Wehr
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„beeindruckend“

Ingbert Edenhofer, Thalia-Buchhandlung Essen

Zunächst ist dieser Roman ein wenig befremdlich. Im ersten Kapitel wird ein Selbstmord geschildert, der im Anschluss etwa 250 Seiten lang nur ganz vage angeschnitten wird. Lange Zeit hatte ich also beim Lesen das Gefühl, dass die Frage, die aufgeworfen wird, einfach nicht behandelt wird, auch wenn ich relativ überzeugt war, dass sie nach vollendeter Lektüre beantwortet wäre.

Jedenfalls ist das aber eine extrem geschickte Möglichkeit, beiläufig ganz andere Themen zu behandeln, die eigentlich den Kern des Romans darstellen, sich aber sehr lang nicht so zu erkennen geben. Ein äußerst gelungener Kunstgriff ist die Tatsache, dass der Erzähler der Sohn des Witwers und der Schwester der Selbstmörderin ist, der erst nach ihrem Tod geboren wurde, sodass eine natürlich wirkende Distanz zu dem Vorfall gegeben ist, die aber mehr und mehr in eine starke Neugier umschlägt.

Ebenfalls erfolgreich ist Marias' Art, mit wiederkehrenden Versatzstücken zu arbeiten, die immer wieder unterstreichen, dass die so unterschiedlich wirkenden Beziehungen, die im Laufe des Romans beleuchtet werden, immer wieder nach sehr ähnlichen Prinzipien funktionieren (oder halt nicht).

In letzter Konsequenz ist dieser Roman intellektuell interessanter als emotional, aber es lohnt sich ohne Frage, ihn zu lesen.
Zunächst ist dieser Roman ein wenig befremdlich. Im ersten Kapitel wird ein Selbstmord geschildert, der im Anschluss etwa 250 Seiten lang nur ganz vage angeschnitten wird. Lange Zeit hatte ich also beim Lesen das Gefühl, dass die Frage, die aufgeworfen wird, einfach nicht behandelt wird, auch wenn ich relativ überzeugt war, dass sie nach vollendeter Lektüre beantwortet wäre.

Jedenfalls ist das aber eine extrem geschickte Möglichkeit, beiläufig ganz andere Themen zu behandeln, die eigentlich den Kern des Romans darstellen, sich aber sehr lang nicht so zu erkennen geben. Ein äußerst gelungener Kunstgriff ist die Tatsache, dass der Erzähler der Sohn des Witwers und der Schwester der Selbstmörderin ist, der erst nach ihrem Tod geboren wurde, sodass eine natürlich wirkende Distanz zu dem Vorfall gegeben ist, die aber mehr und mehr in eine starke Neugier umschlägt.

Ebenfalls erfolgreich ist Marias' Art, mit wiederkehrenden Versatzstücken zu arbeiten, die immer wieder unterstreichen, dass die so unterschiedlich wirkenden Beziehungen, die im Laufe des Romans beleuchtet werden, immer wieder nach sehr ähnlichen Prinzipien funktionieren (oder halt nicht).

In letzter Konsequenz ist dieser Roman intellektuell interessanter als emotional, aber es lohnt sich ohne Frage, ihn zu lesen.

„Bekenntnisse....“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln


Zwar bringt sich direkt zu Beginn des Buches eine junge Frau auf höchst dramatische Weise um, aber es ist kein Krimi oder Thriller, den es hier zu lesen gibt. Eher eine geheimnisvolle Geschichte, die sich vor über 40 Jahren ereignete und zu langen melancholischen Betrachtungen über Ehe und Beziehungen führt !
Dabei sind die Sprache und die so entstandenen Bilder einfach großartig, wenn auch nicht immer einfach zu nachzuvollziehen ! Sprache , Deutungen und Mißverständnisse sind sowieso ein großes Thema in diesem Buch - nicht zuletzt sind Juan und Luisa Dolmetscher und allein dieser Beruf weist schon auf allerhand Vielschichtigkeiten hin. Ich habe ein bißchen Zeit gebraucht, um mich in diese Geschichte hineinzulesen - aber wenn man einmal drin steckt, ist man von der Dramatik gepackt und bleibt dabei

Zwar bringt sich direkt zu Beginn des Buches eine junge Frau auf höchst dramatische Weise um, aber es ist kein Krimi oder Thriller, den es hier zu lesen gibt. Eher eine geheimnisvolle Geschichte, die sich vor über 40 Jahren ereignete und zu langen melancholischen Betrachtungen über Ehe und Beziehungen führt !
Dabei sind die Sprache und die so entstandenen Bilder einfach großartig, wenn auch nicht immer einfach zu nachzuvollziehen ! Sprache , Deutungen und Mißverständnisse sind sowieso ein großes Thema in diesem Buch - nicht zuletzt sind Juan und Luisa Dolmetscher und allein dieser Beruf weist schon auf allerhand Vielschichtigkeiten hin. Ich habe ein bißchen Zeit gebraucht, um mich in diese Geschichte hineinzulesen - aber wenn man einmal drin steckt, ist man von der Dramatik gepackt und bleibt dabei

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
8
0
0
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1

ganz klar eines meiner Lieblingsbücher
von einer Kundin/einem Kunden aus Lyss am 30.08.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch habe ich schon mehrmals gelesen und ich mag es auch nach Jahren immer noch sehr gerne. Es wird hier Zwischenmenschliches so haarklein auseinandergenommen und betrachtet, als ob man sich auf einem Seziertisch befinden würde.

von Nadine Thomas aus Kassel, DEZ am 07.09.2017
Bewertet: anderes Format

Für Leser, die gern verschachtelte, nahezu philosophische Sätze mögen und gern so richtig in eine Geschichte eintauchen...Marias ist Ihr Autor.

Mühsame Schachtelsätze
von einer Kundin/einem Kunden aus Kerzers am 22.02.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Was für ein mühsames Buch! Die unendlich langen Schachtelsätze verhindern das lustvolle Lesen. In der Schule hätten wir mit solchen Endlos-Sätzen eine ungenügende Note erhalten. Einen Punkt gibt es für das Grundgerüst mit den einzelnen Geschichten. Die waren ganz nett.