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Die Erwählten

Roman

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Adrian Ziegler, der aus einem sozial und erbbiologisch »minderwertigen« Elternhaus stammt, wird im Alter von elf Jahren nach Steinhof gebracht. Dort gehen für die Kinder Phantasie und Wirklichkeit ineinander über. Der Anblick des Berges vor dem Fenster weckt bei ihnen die Hoffnung auf einen Schutzengel, der zur Rettung naht.

Adrian Ziegler, der aus einem sozial und erbbiologisch »minderwertigen« Elternhaus stammt, wird im Alter von elf Jahren nach Steinhof gebracht. Dort gehen für die Kinder Phantasie und Wirklichkeit ineinander über. Der Anblick des Berges vor dem Fenster weckt bei ihnen die Hoffnung auf einen Schutzengel, der zur Rettung naht.

Adrians Aufsässigkeit, einschließlich einer kurzzeitigen Flucht, lassen ihn sämtliche Stationen dieser Hölle des Nazi-Systems durchlaufen. Er kommt als Anschauungsobjekt in den Vorlesungssaal und schließlich auf die Krankenstation. Dort arbeitet Anna Katschenka, die den Umgang mit Kindern liebt. Doch Loyalität und Treue lassen sie fraglich erscheinende ärztliche Anweisungen strikt befolgen. Sie macht sich dadurch mitschuldig am Leiden und Tod zahlreicher Kinder. Steve Sem-Sandberg gelingt eine eindrucksvolle Schilderung des Lebens über mehr als sechs Jahrzehnte, wie es sich auch am finstersten Ort gestaltet.
Portrait
Steve Sem-Sandberg, geboren 1958, ist einer der renommiertesten schwedischen Autoren. Für den Roman »Die Elenden von Lódz« hat er den schwedischen August-Preis verliehen bekommen. Er lebt in Stockholm und Wien.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 525
Erscheinungsdatum 26.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-93987-3
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 22,2/14,9/4,7 cm
Gewicht 810 g
Originaltitel De utvalda
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Gisela Kosubek
Verkaufsrang 55.185
Buch (gebundene Ausgabe)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Es gibt mittlerweile umfassende Literatur zu dem von den Nazis jahrelangen vollzogenen Kindereuthanasiemorden in Spiegelgrund, einem der finstersten Orte der Welt überhaupt, doch in diesem Roman wird das teuflische Geschehen nochmals lebendig ! Kinder mit sozial schwierigen und laut Naziideologie mit" minderwertigen " Anlagen wurden dort schrecklichen Untersuchungen und entsetzlichen Experimenten unterzogen. Mord war an der Tagesordnung , perfekt organisiert und katalogisiert . Was den Roman lesenswert macht ist zum einen der Respekt der den vielen Opfern entgegengebracht wird.Ihr Name bekommt hier ein würdiges Denkmal und die Achtung, die ihr Leben verdient. Zum anderen ist es beachtlich , die Wandlung von Anna Katschenka mitzuerleben , im Grunde schätzt sie den Umgang mit Kindern ,sie ist positive zugewandte Person, die ihren Beruf als Pflegerin noch dazu mag . Wie sie dann aus falsch verstandener Loyalität zur Handlangerin eines kranken Systems und eine Überzeugungstäterin wird , das ist erschreckend und macht einen fassungslos. Alles in allem ein wichtiges Buch, schwer auszuhalten und doch ein Gedenken , das nötig scheint ! Es gibt mittlerweile umfassende Literatur zu dem von den Nazis jahrelangen vollzogenen Kindereuthanasiemorden in Spiegelgrund, einem der finstersten Orte der Welt überhaupt, doch in diesem Roman wird das teuflische Geschehen nochmals lebendig ! Kinder mit sozial schwierigen und laut Naziideologie mit" minderwertigen " Anlagen wurden dort schrecklichen Untersuchungen und entsetzlichen Experimenten unterzogen. Mord war an der Tagesordnung , perfekt organisiert und katalogisiert . Was den Roman lesenswert macht ist zum einen der Respekt der den vielen Opfern entgegengebracht wird.Ihr Name bekommt hier ein würdiges Denkmal und die Achtung, die ihr Leben verdient. Zum anderen ist es beachtlich , die Wandlung von Anna Katschenka mitzuerleben , im Grunde schätzt sie den Umgang mit Kindern ,sie ist positive zugewandte Person, die ihren Beruf als Pflegerin noch dazu mag . Wie sie dann aus falsch verstandener Loyalität zur Handlangerin eines kranken Systems und eine Überzeugungstäterin wird , das ist erschreckend und macht einen fassungslos. Alles in allem ein wichtiges Buch, schwer auszuhalten und doch ein Gedenken , das nötig scheint !

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