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Carl Schmitt, Leo Strauss und "Der Begriff des Politischen"

Zu einem Dialog unter Abwesenden

Heinrich Meier

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Buch (Taschenbuch)
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19,96
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Beschreibung

Heinrich Meiers Dialog unter Abwesenden hat wie kein anderes Buch der letzten Jahrzehnte die internationale Debatte über Carl Schmitt und die Politische Theologie verändert. 1988 erschienen, bestimmte es zum ersten Mal das Zentrum und den Zusammenhang von Schmitts Werk als Politische Theologie. Die 3. Auflage enthält neben dem Epilog von 1988, der sich mit Derridas Politik der Freundschaft auseinandersetzt, ein neues Nachwort.

Heinrich Meier, Professor für Philosophie an den Universitäten München und Chicago, Leiter der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, München

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 11.03.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-476-02467-1
Verlag J.B. Metzler, Part of Springer Nature - Springer-Verlag GmbH
Maße (L/B/H) 21,3/13,1/1,5 cm
Gewicht 272 g
Auflage 3. Auflage

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Was Strauss und Schmitt einander heute fortführend zu sagen hätten
von Michael Lehmann-Pape am 12.04.2013

Leo Strauss ist sicherlich eines der Kernthemen der Forschung Heinrich Meiers, intensiv bereits hat er sich mit der Gesamtlehre Strauss auseinandergesetzt, ebenso, wie er, durchaus mit Schwerpunkten zum Begriff des „Poltischen“ sich mit Carl Schmidt. Daher liegt es durchaus nahe, die Denkmuster und Grundüberlegungen beider „poli... Leo Strauss ist sicherlich eines der Kernthemen der Forschung Heinrich Meiers, intensiv bereits hat er sich mit der Gesamtlehre Strauss auseinandergesetzt, ebenso, wie er, durchaus mit Schwerpunkten zum Begriff des „Poltischen“ sich mit Carl Schmidt. Daher liegt es durchaus nahe, die Denkmuster und Grundüberlegungen beider „politischer Philosophen“ einander gegenüber zu stellen und aneinander zu schärfen. Ein Unterfangen, welches in diesem schmalen Band als durchaus gelungen bewertet werden kann. Alleine schon die übersichtliche Darstellung der Grundgedanken beider, die im Buch als „roter Faden“ immer wieder prägnant formuliert wird, stellt sich als hilfreiche, zusammenfassende Lektüre für jene Leser dar, die ein stückweit tiefer in die Überlegungen der beiden Denker eingehen wollen und deren Diskurs der Jahre 1932/1933 genauer verstehen möchten. Die Unterscheidung zwischen „politischer Theologie“ und „politischer Philosophie“, das Verständnis des „Poltischen“ an sich, die Entwicklungen, die gerade bei Carl Schmidt in den weiteren Arbeiten abzulesen sind, all dies nimmt Meier auf, führt es präzise vor Augen und wählt hierzu die Form einer (fiktiven) Fortsetzung des damaligen Dialoges (des sich „aufeinander Beziehens“ in Veröffentlichungen). Entwicklungen, die Schmidt selbst in den Raum gestellt hat, u.U. auch als Reaktion auf die detaillierten Überlegungen und Anfragen durch Strauß. Denn Schmidt hat seine Abhandlung über das Politische mit der immensen Schärfung von „Freund und Feind“ in drei durchaus konzeptionell und inhaltlich sich weiter entwickelnde Fassungen nacheinander veröffentlicht. Reaktionen nicht eines „Streites“, sondern konstruktiver Anfragen und intellektuell redlicher „Unterstützung“, die Strauss Schmidt gegenüber an den Tag legte, dessen Entwurf es als „originären Gegenentwurf zur Kulturphilosophie jener Tage“ wertete. Nichts weniger also als die „Auseinandersetzung mit dem Liberalismus“ ist das Ziel und die Argumentation Schmidts. Auch heute noch eine lohnenswerte, grundlegende Lektüre. In Form und Sprache teils auf überaus abstrakter Ebene argumentierend, finden beide jedoch immer wieder auf die gesellschaftliche Konkretion zurück. So bildet dieser schmale Band eben nicht nur das „Binnenverhältnis“ beider ab, sondern darüber hinaus eine fassbare Darstellung einer der Grundfesten politischer Philosophie und Definition des „Politischen“ Anfragen und eine inhaltliche Auseinandersetzung, die gut nachzuvollziehen in den drei knappen Briefen Strauss an Schmitt im Buch vorliegt, die Meier unkommentiert zum Ende des Buches hin mit aufnimmt. In Form und Stil nicht einfach zu lesen bedarf einer konzentrierten Haltung bei der Lektüre. Dennoch wird sich schwerlich ein anderes Werk finden, in dem die Darstellung um „den Begriff des Politischen“ bei Schmitt in solch klarer und komprimierter Form vorliegt.


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