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Die Filmerzählerin

Roman

(25)
In einer entlegenen Minensiedlung inmitten der chilenischen Atacama-Wüste gibt es kaum etwas Aufregenderes als Kino. Die Hollywoodfilme mit Marilyn Monroe, John Wayne oder Charlton Heston bieten eine willkommene Abwechslung vom Alltag der Dorfbewohner. Doch eines Tages erlebt die Siedlung etwas noch Schöneres als Kino: María Margarita, ein zehnjähriges Mädchen, kann Filme so anschaulich und dramatisch nacherzählen, daß das ganze Dorf herbeiströmt, um sich von ihr verzaubern zu lassen …
Portrait

Hernán Rivera Letelier, 1950 in Talca/Südchile geboren, kam als Kind in die Atacamawüste im Norden. Als Heranwachsender besuchte er als einziger die Werksbibliothek der Minensiedlung und begann mit einundzwanzig, buchstäblich aus Hunger, mit dem Schreiben: Ein Radioprogramm lobte als ersten Preis für das beste Gedicht ein Abendessen in einem feinen Restaurant aus. Er schrieb ein vierseitiges Liebesgedicht und gewann prompt. Heute gehört er zu den meistgelesenen Autoren der spanischsprachigen Welt.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 107 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.04.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783458784005
Verlag Insel Verlag
Übersetzer Svenja Becker
eBook
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Buchhändler-Empfehlungen

„Eine ergreifende Geschichte!!!“

V. Harings

Die zehnjährige Maria Margarita gewinnt den Wettbewerb den ihr Vater unter den Geschwistern macht.
Sie ist nun die Filmerzählerin und das in einer Zeit in der es noch keinen Fernsehen gibt, sondern nur das Kino, was sich aber auch nicht jeder leisten kann.
Deshalb kommen alle zu Maria um ihre Erzählung eines Films zu hören.

Eine wunderbare Erzählung die sehr ergreifend, mitreißend und tragisch ist.
Die zehnjährige Maria Margarita gewinnt den Wettbewerb den ihr Vater unter den Geschwistern macht.
Sie ist nun die Filmerzählerin und das in einer Zeit in der es noch keinen Fernsehen gibt, sondern nur das Kino, was sich aber auch nicht jeder leisten kann.
Deshalb kommen alle zu Maria um ihre Erzählung eines Films zu hören.

Eine wunderbare Erzählung die sehr ergreifend, mitreißend und tragisch ist.

„Manchmal ist es fast schöner, Kinofilme erzählt zu bekommen...“

Claudia Engelmann, Thalia-Buchhandlung Korbach

Manchmal ist es fast schöner, Kinofilme erzählt zu bekommen als sie auf der Leinwand zu sehen. Das denken auch die Bewohner einer armen Salpeterminensiedlung in der chilenischen Atacama-Wüste in der fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Das Leben im Dorf ist hart, die Männer arbeiten schwer in den Minen, die Frauen versuchen, mit dem wenigen Geld zu haushalten und die vielen Kinder großzuziehen. Auch Maria Margarita lebt in schlichten Verhältnissen, denn sie haust mit ihrem nach einem Arbeitsunfall gelähmten Vater und ihren vier Brüdern in einer armseligen Wellblechhütte, die Mutter hat die Familie vor Jahren verlassen. Da ist das einzige Vergnügen ein gelegentlicher Kinobesuch, um sich die schöne Welt auch in die Enge der kargen Wüste zu holen. Und weil die Menschen dort so arm sind, reicht das Geld oft nur für eine Eintrittskarte, so dass ausgelost wird, wer gehen darf. Derjenige hat dann die Aufgabe, den Zurückgebliebenen den Film nachzuerzählen. Eines Tages, als Maria Margarita zehn Jahre alt ist, veranstaltet ihr Vater einen ungewöhnlichen Wettbewerb: er schickt sie und ihre Brüder nacheinander ins Kino, und jeder von ihnen muss dann den Film nacherzählen. Seine Idee besteht darin, wer am Besten den Film erzählen kann, der darf in Zukunft immer ins Kino gehen. Alle strengen sich unglaublich an, wachsen über sich selbst hinaus, inszenieren geradezu das Filmgeschehen und wollen unbedingt gewinnen. Aber schon sehr schnell wird klar, wer den Wettbewerb als bester Filmerzähler gewonnen hat: Maria Margarita! Bald eilt ihr der Ruf voraus, eine wahre Künstlerin zu sein und die Leinwand zum Leben zu erwecken. So eilt die halbe Siedlung in die Wellblechhütte der Familie, um sie zu erleben und sich die Welt ins Wohnzimmer zu holen. Alles läuft so gut, dass Maria Margarita und ihre Familie sich sogar mit den abendlichen cineastischen Darbietungen ein Zubrot verdienen können. Doch eines Tages passiert etwas Schreckliches, das das Leben aller Familienmitglieder dramatisch verändert.
Ein schmaler, aber intensiver Roman mit klaren und kurzen Kapiteln, fast wie einzelne Kinosequenzen, ebenso knapp und kraftvoll in der Sprache. Eine uns fremde Welt entsteht vor unserem inneren Auge, wir tauchen ein und lassen uns, vielen kleinen Kinofilmen gleich, aus dem Hier und Jetzt entführen.
Manchmal ist es fast schöner, Kinofilme erzählt zu bekommen als sie auf der Leinwand zu sehen. Das denken auch die Bewohner einer armen Salpeterminensiedlung in der chilenischen Atacama-Wüste in der fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Das Leben im Dorf ist hart, die Männer arbeiten schwer in den Minen, die Frauen versuchen, mit dem wenigen Geld zu haushalten und die vielen Kinder großzuziehen. Auch Maria Margarita lebt in schlichten Verhältnissen, denn sie haust mit ihrem nach einem Arbeitsunfall gelähmten Vater und ihren vier Brüdern in einer armseligen Wellblechhütte, die Mutter hat die Familie vor Jahren verlassen. Da ist das einzige Vergnügen ein gelegentlicher Kinobesuch, um sich die schöne Welt auch in die Enge der kargen Wüste zu holen. Und weil die Menschen dort so arm sind, reicht das Geld oft nur für eine Eintrittskarte, so dass ausgelost wird, wer gehen darf. Derjenige hat dann die Aufgabe, den Zurückgebliebenen den Film nachzuerzählen. Eines Tages, als Maria Margarita zehn Jahre alt ist, veranstaltet ihr Vater einen ungewöhnlichen Wettbewerb: er schickt sie und ihre Brüder nacheinander ins Kino, und jeder von ihnen muss dann den Film nacherzählen. Seine Idee besteht darin, wer am Besten den Film erzählen kann, der darf in Zukunft immer ins Kino gehen. Alle strengen sich unglaublich an, wachsen über sich selbst hinaus, inszenieren geradezu das Filmgeschehen und wollen unbedingt gewinnen. Aber schon sehr schnell wird klar, wer den Wettbewerb als bester Filmerzähler gewonnen hat: Maria Margarita! Bald eilt ihr der Ruf voraus, eine wahre Künstlerin zu sein und die Leinwand zum Leben zu erwecken. So eilt die halbe Siedlung in die Wellblechhütte der Familie, um sie zu erleben und sich die Welt ins Wohnzimmer zu holen. Alles läuft so gut, dass Maria Margarita und ihre Familie sich sogar mit den abendlichen cineastischen Darbietungen ein Zubrot verdienen können. Doch eines Tages passiert etwas Schreckliches, das das Leben aller Familienmitglieder dramatisch verändert.
Ein schmaler, aber intensiver Roman mit klaren und kurzen Kapiteln, fast wie einzelne Kinosequenzen, ebenso knapp und kraftvoll in der Sprache. Eine uns fremde Welt entsteht vor unserem inneren Auge, wir tauchen ein und lassen uns, vielen kleinen Kinofilmen gleich, aus dem Hier und Jetzt entführen.

Marcel Armlich, Thalia-Buchhandlung Düren

Die Filmerzählerin verzaubert nicht nur ein ganzes Dorf, sondern auch den Leser! Die Filmerzählerin verzaubert nicht nur ein ganzes Dorf, sondern auch den Leser!

Claudia Tross, Thalia-Buchhandlung Offenbach

Bezaubernde Heldin, berührende Familiengeschichte aus uns unbekannten Lebenswelten.Voller Atmosphäre, die den Staub des Dorfes riechen und spüren last.
Wirkt nachhaltig!!
Bezaubernde Heldin, berührende Familiengeschichte aus uns unbekannten Lebenswelten.Voller Atmosphäre, die den Staub des Dorfes riechen und spüren last.
Wirkt nachhaltig!!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Mit wenigen Worten wird von Hernán Rivera Letelier eine große Geschichte erzählt. Mit wenigen Worten wird von Hernán Rivera Letelier eine große Geschichte erzählt.

„Ein Plädoyer für Phantasie“

Beatrice Plümer, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Als ich das Buch zum ersten Mal in die Hand nahm, dachte ich: "Nur mal kurz reinlesen." - und ich las weiter.
Eine wunderschöne und poetische Geschichte, die den Leser in eine andere Welt führt.
Man erlebt die harte Realität der Minenarbeiter, denen oft nichts als die nackte Existenz bleibt.
Und man erfährt die Kraft der Phantasie, die Maria Margarita, die, wie alle ihre Geschwister, von ihrem verrückten, trunksüchtigen Vater als ersten Vornamen den Namen der Gottesmutter bekommen hat, gegen diese Realität setzt.
Die Atmosphäre der Erzählung ist so dicht, daß man das Gefühl hat selbst da zu sein, bei den abendlichen Nacherzählungen der Kinofilme. Fast hört man, wie das Publikum sich setzt und geräuschvoll mit den Füßen scharrt.
Die Sprache ist direkt, scheinbar einfach und grundehrlich.
Marias Lebensweg vom kleinen Mädchen zur jungen Frau schließt folgerichtig brutale Erfahrungen nicht aus. Die faszinierende Geschichte der heranwachsenden kleinen Filmerzählerin ist mit einem unglaublichen Humor und zugleich mit einem großen Wissen um die Gesetzmäßigkeiten des Lebens geschrieben.
Dieses Buch feiert das Leben und plädiert für die Phantasie!
Als ich das Buch zum ersten Mal in die Hand nahm, dachte ich: "Nur mal kurz reinlesen." - und ich las weiter.
Eine wunderschöne und poetische Geschichte, die den Leser in eine andere Welt führt.
Man erlebt die harte Realität der Minenarbeiter, denen oft nichts als die nackte Existenz bleibt.
Und man erfährt die Kraft der Phantasie, die Maria Margarita, die, wie alle ihre Geschwister, von ihrem verrückten, trunksüchtigen Vater als ersten Vornamen den Namen der Gottesmutter bekommen hat, gegen diese Realität setzt.
Die Atmosphäre der Erzählung ist so dicht, daß man das Gefühl hat selbst da zu sein, bei den abendlichen Nacherzählungen der Kinofilme. Fast hört man, wie das Publikum sich setzt und geräuschvoll mit den Füßen scharrt.
Die Sprache ist direkt, scheinbar einfach und grundehrlich.
Marias Lebensweg vom kleinen Mädchen zur jungen Frau schließt folgerichtig brutale Erfahrungen nicht aus. Die faszinierende Geschichte der heranwachsenden kleinen Filmerzählerin ist mit einem unglaublichen Humor und zugleich mit einem großen Wissen um die Gesetzmäßigkeiten des Lebens geschrieben.
Dieses Buch feiert das Leben und plädiert für die Phantasie!

„Die Filmerzählerin“

Anke Hackler, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Dieser Roman spielt in einer Bergarbeitersiedlung im Norden Chiles. Es ist eine trostlose Gegend, einzig das Kino bietet Abwechslung im Alltag der Bewohner.
Die zehnjährige Marie gewinnt einen familieninternen Wettbewerb.Sie darf das Kino besuchen und erzählt anschließend ihrer Familie und der versammelten Dorfgemeinschaft die Filme nach. Dies geschieht mit viel Hingabe und Begeisterung.
Ein kleiner feiner Roman, dem ich viele Leser wünsche.
Dieser Roman spielt in einer Bergarbeitersiedlung im Norden Chiles. Es ist eine trostlose Gegend, einzig das Kino bietet Abwechslung im Alltag der Bewohner.
Die zehnjährige Marie gewinnt einen familieninternen Wettbewerb.Sie darf das Kino besuchen und erzählt anschließend ihrer Familie und der versammelten Dorfgemeinschaft die Filme nach. Dies geschieht mit viel Hingabe und Begeisterung.
Ein kleiner feiner Roman, dem ich viele Leser wünsche.

„Kopfkino“

Silke Walther, Thalia-Buchhandlung Radebeul

Schauplatz dieses Romans ist eine Minensiedllung in der chilenischen Atacama-Wüste.Die Menschen leben hier unter härtesten Bedingungen. Der Lohn reicht kaum zum Überleben.
Einziger Lichtblick an diesem tristen Ort ist das Kino.
Doch der Preis für eine Kinokarte ist hoch. Viele Bewohner können sich die kurze Zuflucht in eine andere Welt nicht leisten.
Da gibt es ein zehnjähriges Mädchen, dass die Filme so anschaulich und dramatisch nacherzählen kann, dass die Menschen herbeiströmen, um sie zu hören und zu sehen...
Die Zeiten ändern sich. Schon bald steht der erste Fernseher im Ort. Mit Bangen liest man die Geschichte weiter...
Der Autor erzählt mit leisem Humor von den schönen und schlimmen Dingen im Leben. Das kleine unschuldige Mädchen lässt für kurze Zeit die Sorgen der Menschen vergessen. Im Gegensatz dazu stehen die ständigen Veränderungen, denen wir uns stellen müssen.
Nicht immer sind diese Veränderungen ein Gewinn für die Menschen.
Schauplatz dieses Romans ist eine Minensiedllung in der chilenischen Atacama-Wüste.Die Menschen leben hier unter härtesten Bedingungen. Der Lohn reicht kaum zum Überleben.
Einziger Lichtblick an diesem tristen Ort ist das Kino.
Doch der Preis für eine Kinokarte ist hoch. Viele Bewohner können sich die kurze Zuflucht in eine andere Welt nicht leisten.
Da gibt es ein zehnjähriges Mädchen, dass die Filme so anschaulich und dramatisch nacherzählen kann, dass die Menschen herbeiströmen, um sie zu hören und zu sehen...
Die Zeiten ändern sich. Schon bald steht der erste Fernseher im Ort. Mit Bangen liest man die Geschichte weiter...
Der Autor erzählt mit leisem Humor von den schönen und schlimmen Dingen im Leben. Das kleine unschuldige Mädchen lässt für kurze Zeit die Sorgen der Menschen vergessen. Im Gegensatz dazu stehen die ständigen Veränderungen, denen wir uns stellen müssen.
Nicht immer sind diese Veränderungen ein Gewinn für die Menschen.

„Etwas ganz Besonderes“

Christina Bierstedt, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Klein aber fein! Diese kurze Erzählung unterhält einen ungefähr solange wie ein Kinofilm gehen würde! Sprachlich auf den Punkt gebracht ist es eine wunderbare Lektüre für gemütliche Zeit auf dem Sofa und macht Lust auf Bücher und Filme! Klein aber fein! Diese kurze Erzählung unterhält einen ungefähr solange wie ein Kinofilm gehen würde! Sprachlich auf den Punkt gebracht ist es eine wunderbare Lektüre für gemütliche Zeit auf dem Sofa und macht Lust auf Bücher und Filme!

„Wunderschöne Poesie aus Chile“

Julia Joachimmeyer, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

In einem Atemzug durchlesen kann man diese kleine (große) Erzählung des chilenischen Schriftstellers Herman Rivera Letelier, der über sich selbst sagt: „In meinem Gesicht trage ich die Kartographie der Wüste.“
In eben jener Wüste im Norden Chiles, der Heimat des Autors, spielt die Geschichte der zehnjährigen Maria Margarita, einziges Mädchen in einer Familie mit vier älteren Brüdern und einem dem Alkohol verfallenen Vater. Doch ihre besondere Begabung für das Erzählen von Filmen bringt dem Mädchen Momente des Glücks und bietet den Menschen in der einsamen Minensiedlung eine Möglichkeit, der Tristesse ihres Alltags für wenige Stunden zu entfliehen. Aber die Wirklichkeit holt Maria Margarita schnell auf tragische Weise ein....

Atemberaubend schön und doch voller tiefer Melancholie, wie ein Sonnenuntergang in der Wüste, bezaubert diese Gesichte den Leser und berührt ihn tief, ohne in Sentimentalität abzugleiten. Eine wunderbare Hommage an das Kino und die Kraft des Erzählens. Unbedingt lesen!
In einem Atemzug durchlesen kann man diese kleine (große) Erzählung des chilenischen Schriftstellers Herman Rivera Letelier, der über sich selbst sagt: „In meinem Gesicht trage ich die Kartographie der Wüste.“
In eben jener Wüste im Norden Chiles, der Heimat des Autors, spielt die Geschichte der zehnjährigen Maria Margarita, einziges Mädchen in einer Familie mit vier älteren Brüdern und einem dem Alkohol verfallenen Vater. Doch ihre besondere Begabung für das Erzählen von Filmen bringt dem Mädchen Momente des Glücks und bietet den Menschen in der einsamen Minensiedlung eine Möglichkeit, der Tristesse ihres Alltags für wenige Stunden zu entfliehen. Aber die Wirklichkeit holt Maria Margarita schnell auf tragische Weise ein....

Atemberaubend schön und doch voller tiefer Melancholie, wie ein Sonnenuntergang in der Wüste, bezaubert diese Gesichte den Leser und berührt ihn tief, ohne in Sentimentalität abzugleiten. Eine wunderbare Hommage an das Kino und die Kraft des Erzählens. Unbedingt lesen!

„Kleine, aber feine Literatur“

Gisela Beuthner, Thalia-Buchhandlung Wittmund

Ein kleiner Ort in der chilenischen Atacama-Wüste: hier gibt es in den Fünfziger Jahren nur harte Arbeit im Salpeter-Abbau und kaum Abwechslung ausser dem Lichtspielhaus. Für viele reicht das Geld nicht, sich die Filme mit Größen wie Marilyn Monroe, John Wayne oder Anthony Quinn anzusehen.
Geld ist auch in der Familie der 10-jährigen Maria Margarita knapp, seit ihr Vater nach einem Arbeitsunfall gelähmt ist und die Mutter die Familie verlassen hat, um Tänzerin zu werden; man(n) lebt mit fünf Kindern von einer mehr als kargen Rente.Ins Kino kann fortan nur noch einer aus der Familie gehen und zwar derjenige, der in der Lage ist, einen Film am besten nach zu erzählen. In diesem "Wettbewerb" läuft die kleine Maria Margarita derart zu Höchstform auf, dass selbst Schwarzweiß-Filme sich den Zuhörern vermitteln, als wären sie in Technicolor und Cinemascope gedreht.Schon bald hat das Mädchen ein großes, dankbares Publikum und die Familie eine zusätzliche Einnahmequelle.
Ein unbedingt lesenswertes kleines Buch, das bei aller Liebenswürdigkeit auch traurige Seiten hat.
Ein kleiner Ort in der chilenischen Atacama-Wüste: hier gibt es in den Fünfziger Jahren nur harte Arbeit im Salpeter-Abbau und kaum Abwechslung ausser dem Lichtspielhaus. Für viele reicht das Geld nicht, sich die Filme mit Größen wie Marilyn Monroe, John Wayne oder Anthony Quinn anzusehen.
Geld ist auch in der Familie der 10-jährigen Maria Margarita knapp, seit ihr Vater nach einem Arbeitsunfall gelähmt ist und die Mutter die Familie verlassen hat, um Tänzerin zu werden; man(n) lebt mit fünf Kindern von einer mehr als kargen Rente.Ins Kino kann fortan nur noch einer aus der Familie gehen und zwar derjenige, der in der Lage ist, einen Film am besten nach zu erzählen. In diesem "Wettbewerb" läuft die kleine Maria Margarita derart zu Höchstform auf, dass selbst Schwarzweiß-Filme sich den Zuhörern vermitteln, als wären sie in Technicolor und Cinemascope gedreht.Schon bald hat das Mädchen ein großes, dankbares Publikum und die Familie eine zusätzliche Einnahmequelle.
Ein unbedingt lesenswertes kleines Buch, das bei aller Liebenswürdigkeit auch traurige Seiten hat.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
25 Bewertungen
Übersicht
20
5
0
0
0

berührend
von einer Kundin/einem Kunden am 04.09.2013

Fernsehen gibt es noch nicht. Kino ist bislang noch die einzige Zerstreuung in einer Minensiedlung irgendwo in der chilenischen Wüste. Das Geld ist knapp und nicht jeder kann sich Kinobesuche leisten. Aber es gibt Maria Margarita, ein phantasiebegabtes 10jähriges Mädchen, das Filme so faszinierend nacherzählen kann, dass die Leute herbeiströmen... Fernsehen gibt es noch nicht. Kino ist bislang noch die einzige Zerstreuung in einer Minensiedlung irgendwo in der chilenischen Wüste. Das Geld ist knapp und nicht jeder kann sich Kinobesuche leisten. Aber es gibt Maria Margarita, ein phantasiebegabtes 10jähriges Mädchen, das Filme so faszinierend nacherzählen kann, dass die Leute herbeiströmen um ihr zuzuhören. Sie wird die Filmerzählerin des Dorfes. Eine berührende Geschichte über die Kunst des Erzählens und der Phantasie.

107 kostbare Seiten....
von Katharina Fälschlein aus Augsburg am 17.07.2013
Bewertet: Einband: Taschenbuch

In kaum mehr als einer Stunde habe ich die gerade einmal 107 Seiten gelesen, auf denen Maria ihre ergreifende Geschichte erzählt. Über das Zerbrechen ihrer Familie, die politischen Veränderungen, die Verdrängung des Kinos durch die Flimmerkiste, aber vor allem über ihre Leidenschaft,Filme nachzuerzählen. Dank ihrer besonderen Begabung macht sie Filme auch für all die... In kaum mehr als einer Stunde habe ich die gerade einmal 107 Seiten gelesen, auf denen Maria ihre ergreifende Geschichte erzählt. Über das Zerbrechen ihrer Familie, die politischen Veränderungen, die Verdrängung des Kinos durch die Flimmerkiste, aber vor allem über ihre Leidenschaft,Filme nachzuerzählen. Dank ihrer besonderen Begabung macht sie Filme auch für all die Menschen in ihrem Dorf erlebbar,die es sich nicht leisten können,ins Kino zu gehen. Mit viel Witz, Scharfsinn und mit ihrem kindlichem Verständnis erweckt Maria die Filme zu neuem Leben - sich immer ermahnend nicht der Handlung vorzugreifen. “…Ich behaupte, das Leben kann gerade so gut aus dem gleichen Stoff sein wie die Filme. Einen Film zu erzählen ist, als erzähle man einen Traum. Ein Leben zu erzählen ist, als erzählte man einen Traum oder einen Film.” ( S, 61 )

kleines, feines Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Bergisch Gladbach am 07.10.2011
Bewertet: Buch (gebunden)

4 Sterne gebe ich für die schöne und berührende Geschichte! Ein dünnes Buch, aber keine dünne Geschichte :-). Dennoch hadere ich mit dem Ende!