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GAME OF THRONES: Hinter den Kulissen (Staffel 1-2)

Bildband zur Fantasy-TV-Serie. Einl. v. George R. R. Martin. Vorw. v. David Benioff & B. B. Weiss

G.R.R. Martins Fantasy-Saga "Das Lied von Eis und Feuer" macht nicht nur als Roman sondern auch als TV-Serie eine unglaublich gute Figur. Panini präsentiert die schönsten und eindrucksvollsten Momente der ersten 2 Bücher / TV-Staffeln in einem prallgefüllten Bildband. Von atmosphärischen Fotos der Drehorte bis hin zu eindrucksvollen Charakterabbildungen der Figuren und Darsteller zeigt das Game of Thrones Buch die gesamte bildgewaltige Vielfalt dieser einzigartigen Fantasy-Saga.

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  • Aus dem Vorwort von George R. R. Martin:

    „Ihr seid verrückt“, sagte ich zu ihnen. „Das ist zu groß. Zu kompliziert. Zu teuer.“

    David Benioff und D. B. Weiss sind mutig oder verrückt. Das mussten sie auch sein, um sich einer Aufgabe wie der Umsetzung von A Game of Thrones (und des Rests meiner epischen Fantasy-Serie Das Lied von Eis und Feuer) fürs Fernsehen zu stellen. Es gibt in Hollywood wohl kein riskanteres Unterfangen als den Versuch, aus einem beliebten oder von der Kritik gefeierten Buch eine Fernsehserie oder einen Kinofilm zu machen. DerHollywood Boulevard ist gesäumt von den Schädeln und Skeletten all jener, die es versucht haben und gescheitert sind … (…)

    Dem Romanautor stehen Methoden und Mittel zur Verfügung, die der Drehbuchautor nicht hat: innere Zwiesprache, unwägbare Erzähler, der Blickwinkel aus erster oder dritter Person, Rückblenden, die erklärende Erzählform und vieles mehr. Als Schriftsteller bin ich bestrebt, meine Leser in die Köpfe meiner Figuren zu versetzen, sie in deren Gedanken einzuweihen und ihnen die Welt durch deren Augen zu zeigen. Die Kamera jedoch steht außerhalb der Figur, die Perspektive ist also notwendigerweise extern, nicht intern. Sieht man von Off –Kommentaren ab, muss sich der Drehbuchautor darauf verlassen, dass Regisseur und Schauspieler die Tiefe der Gefühle, die gedanklichen Feinheiten und die inneren Widersprüche einer Figur vermitteln, die ein Romanautor dem Leser in klaren, direkten Worten darlegen kann. (…)

    Und das Problem kompliziert sich noch, wenn es sich beim Ursprungsmaterial um epische
    Fantasy handelt. Der Herr der Ringe wurde in drei Teile aufgegliedert, weil Tolkiens Buch dreimal so lang war wie die meisten anderen Romane, die in den 1950ern veröffentlicht wurden. Und meine eigenen Bücher sind, wie fast alle zeitgenössischen Fantasyromane, noch ein gutes Stück umfangreicher als Tolkiens. Auch Budget und Drehpläne haben einen großen Einfluss darauf, was machbar und was nicht machbar ist auf dem Weg vom Buch zum Bildschirm. Für jemanden wie mich ist es ein Leichtes, eine gewaltige Festhalle mit hundert Feuerstellen zu beschreiben, mit Sitzplätzen für tausend Ritter, jeder einzelne in seinem eigenen Wappenrock. Aber ich bedauere die armen Produzenten, die das auf dem Bildschirm wiedergeben sollen. Zunächst müssen sie dieses gigantische Set mit all den Feuerstellen bauen („Müssen es wirklich hundert sein? Reichen nicht auch, sagen wir mal, sechs?“). Dann brauchen sie tausend Statisten, um die Bänke zu füllen. Dann müssen die Kostümbildner tausend Wappenröcke entwerfen und sie den Statisten auf den Leib schneidern, und … na ja, man sieht, wo das hinführt. (…)

    Ich schrieb Drehbücher für TV-Pilotfolgen und Filme, von denen die meisten nie verwirklicht wurden. Alles in allem brachte ich fast zehn Jahre in Hollywood zu. Ich glaube, ich habe teils gute Arbeit abgeliefert, aber da ich nun einmal aus der Welt der Prosa kam, prallte ich ständig gegen die Mauern dessen, was in Film und Fernsehen möglich war. „George, das ist großartig“, hieß es da seitens des Studios, wann immer ich den ersten Entwurf eines neuen Drehbuchs vorlegte, „aber es würde das Fünffache unseres Budgets kosten, das so umzusetzen, wie es da steht. Du musst zehn Seiten streichen … schmeiß zwölf Figuren raus … mach aus dieser riesigen Schlacht ein Duell… schraub von zwölf Matte Paintings runter auf zwei …“ Und so weiter. (…)

    Aber ich mochte meine ersten, nicht umsetzbaren Entwürfe immer lieber als die endgültigen Drehbücher, und nach zehn Jahren in der Branche hatte ich es satt, mich ständig zügeln zu müssen. Vor allem das war der Grund, weshalb ich in den 1990ern zu meiner ersten Liebe, der Prosa, zurückkehrte. Das Resultat war A Game of Thrones sowie die Fortsetzungen (bis dato fünf veröffentlichte Bücher, zwei weitere sind geplant und in Arbeit). Jahrelang hatte ich TV-Konzepte entworfen, geschrieben und entwickelt, die alle auf der Basis von Fernsehbudgets umsetzbar sein mussten. Jetzt wollte ich all das hinter mir lassen, ich wollte alle Register ziehen. Gewaltige Burgen, riesige, aufregende Landschaften, Wüsten und Berge und Sümpfe, Drachen, Schattenwölfe, gigantische Schlachten mit Tausenden von Kriegern auf jeder Seite, glänzende Rüstungen, herrliche Wappen, Schwertkämpfe und Turniere, Figuren, die komplex, innerlich zerrissen und mit Fehlern behaftet waren, eine ganze Fantasiewelt mit einer tausendköpfigen Besetzung. Natürlich absolut unverfilmbar. Kein Studio oder Sender würde so eine Geschichte je anrühren, das war mir klar. Das würde gute Bücher ergeben, vielleicht sogar großartige Bücher, aber mehr würde daraus nie werden. (Ja, ja, die Ironie …)

    Etwa zu der Zeit, als A Clash of Kings erschien, hörten wir zum ersten Mal von Produzenten und Drehbuchautoren, die interessiert waren, die Serie zu optieren (Clash war der zweite Band, aber der erste, der es auf die Bestseller-Listen schaffte). Ich war skeptisch. Meine Agenten und ich führten ein paar Telefongespräche, gingen zu einigen Treffen und hörten uns Vorschläge an … aber meine Zweifel blieben. Sie sprachen alle davon, Das Lied von Eis und Feuer fürs Kino zu verfilmen – die gesamte Serie, alle sieben Romane, inklusive derer, die ich noch gar nicht geschrieben hatte. Zweifellos inspirierte sie der ungeheure Erfolg von Peter Jacksons Herr der Ringe-Filmen, den sie zu kopieren hofften. Auch mich hatte Jacksons Arbeit inspiriert, aber ich wusste auch, dass die gleiche Herangehensweise an meine eigenen Werke nicht funktionieren würde. Meine Serie war zu groß, zu vielschichtig. Jeder einzelne meiner Romane war so umfangreich wie alle drei von Professor Tolkien zusammen. Man hatte drei Filme gebraucht, um dem Herrn der Ringe gerecht zu werden. Für Das Lied von Eis und Feuer bräuchte man zwanzig Filme, und es gab auf der ganzen Welt kein Studio, das so verrückt wäre, um sich darauf einzulassen.

    Dennoch führten die Gespräche dazu, dass ich darüber nachdachte, wie man meine Geschichte verfilmen könnte. Mir wurde klar, dass das Fernsehen der einzige gangbare Weg war. Nicht als Serie für einen der frei empfangbaren Sender, das würde nie klappen. Deren Budgets waren einfach nicht groß genug, und ihre Sittenrichter würden Sex und Gewalt, wie sie in den Büchern vorkamen, abwürgen. Übrig bleiben würden allenfalls zensierte Versionen, schwacher Tee anstatt starker Met. Eine lange Miniserie mochte funktionieren, etwas in der Art von Roots oder Shogun, aber solche epischen Minis produzierten die Sender nicht mehr. HBO wäre der passende Sender, befand ich. Die Leute, die Die Sopranos, Deadwood und Rom gemacht hatten. Wenn es um die Produktion von qualitativ hochwertigem Fernsehen für Erwachsene ging, konnte niemand HBO das Wasser reichen. Aber ein Fernsehfilm oder auch eine Miniserie reichten nicht. Es müsste eine richtige Serie sein, in der jeweils eine Staffel sich ganz einem Band widmete. Das Problem war nur, HBO hatte sich noch nie mit Fantasy befasst oder auch nur Interesse am Genre gezeigt. Dazu würde es also nie kommen.

    Und dann lernte ich David Benioff und Dan Weiss bei einem Mittagessen kennen, zu dem mein Agent Vince Gerardis in Los Angeles eingeladen hatte. Das Treffen begann als Lunch, endete erst nach dem Abendessen, und es stellte sich heraus, dass David und Dan den gleichen Traum hatten wie ich: Sie wollten aus Das Lied von Eis und Feuer eine Serie für HBO machen. „Ihr seid verrückt“, sagte ich zu ihnen. „Das ist zu groß. Zu kompliziert. Zu teuer. HBO macht keine Fantasy.“ Die beiden Verrückten ließen sich nicht beirren. Sie liebten die Geschichte und waren überzeugt, sie auf den Bildschirm bringen zu können. Also ließ ich sie es versuchen. Die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe.

    (…)

    — g e o r g e r . r . m a r t i n
    Santa Fe, New Mexico
    27. Januar 2012
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Altersempfehlung 14 - 15
Erscheinungsdatum 17.09.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8332-2542-0
Verlag Panini
Maße (L/B/H) 28,7/23,5/2,7 cm
Gewicht 1318 g
Abbildungen mit zahlreichen Farbfotos.
Auflage 1
Verkaufsrang 113764
Buch (gebundene Ausgabe)
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29,95
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Zielgruppe fragwürdig
von Lovelyceska am 12.09.2017

[…] Wir wollen, dass Zuschauer überall auf der Welt sich in diese Figuren verlieben. Und dann bringen wir sie um. Also, die Figuren, nicht die Zuschauer. Wie wir das anstellen sollen, wissen wir noch nicht. – David Benioff (Ausführender Produzent, Autor) Originaltitel: Inside HBO’s Game of Thrones – Autoren: Bryan Cogman & Ge... […] Wir wollen, dass Zuschauer überall auf der Welt sich in diese Figuren verlieben. Und dann bringen wir sie um. Also, die Figuren, nicht die Zuschauer. Wie wir das anstellen sollen, wissen wir noch nicht. – David Benioff (Ausführender Produzent, Autor) Originaltitel: Inside HBO’s Game of Thrones – Autoren: Bryan Cogman & George R.R. Martin – Verlag: Panini (17. September 2012) – Format: gebundene Ausgabe – Seitenlänge: 192 Seiten – ISBN: 978-3833225420 (*Erwerben ♥) – Empfohlene Altersstufe: ab 14 Jahren ÜBER DIE AUTOREN: Bryan Cogman Cogman assistierte den Showrunnern, David Benioff und D. B. Weiss, beim Schreiben des nicht ausgestrahlten Pilotfilm. Dabei erschuf er die grundlegende Produktionsbibel für die Serie über die Charaktere und die Hintergrundinformationen, welche von dem Cast und der Crew stets benutzt und konsultiert wird. Inoffiziell gilt er als der „Hüter des Mythos“ der Show. Für Game of Thrones verfasste er das Drehbuch für insgesamt neun Episoden, angefangen beim Script für „Krüppel, Bastarde und Zerbrochenes“ Die Showrunner traten während der Produktion der ersten Staffel an ihn heran. In der zweiten Staffel wurde zum regulären Drehbuchautor befördert und schrieb für jede Staffel mindestens ein Script, insgesamt neun Drehbücher. In der vierten Staffel wurde er schließlich zum Mitproduzenten und in der fünften Staffel zum Produzenten der Serie. (Quelle) George R.R. Martin Mit dem ersten Band von „Das Lied von Eis und Feuer“ setzte er einen Meilenstein in der modernen Fantasy und schuf ein gewaltiges Epos in bester Tolkien-Tradition: eine düstere, grausame, an das Mittelalter erinnernde Welt voller Intrigenspiele, Machtpolitik und Krieg, die die Leser packt und unerbittlich in ihren Bann zieht. Autorenkollegen und Kritiker preisen das Epos einhellig als bahnbrechendes Meisterwerk, selbst Marion Zimmer Bradley sprach von der „vielleicht besten Epischen Fantasy überhaupt“. Und die Leser stimmen ihnen zu, auch wenn die monumentalen Ausmaße des Opus den Autor selbst zu verschlingen drohen: Die Wartezeiten auf die Folgebände stellen die Treue der Fans auf harte Proben und sollen in vielen Fällen Entzugserscheinungen hervorgerufen haben. (Quelle) KLAPPENTEXT: G. R. R. Martins Fantasy-Saga „Das Lied von Eis und Feuer“ macht auch als TV-Serie eine unglaublich gute Figur. […] Panini präsentiert die schönsten und eindrucksvollsten Momente der Serie in einem prallgefüllten Bildband. Von atmosphärischen Fotos der Drehorte bis hin zu eindrucksvollen Charakterabbildungen der Figuren und Darsteller. (Quelle) MEINE MEINUNG: Bereits wenige Tage nach dem 7. Staffelfinale zeigten sich Entzugserscheinungen bei mir, weshalb ich beschloss, mal einen Blick hinter den Kulissen zu werfen. Der geniale George R.R. Martin berichtet in der Einleitung von dem schwierigen Weg vom Buch zur Verfilmung. Von den Produzenten werden knappe Erläuterungen zu szenischen Umsetzungen gegeben und die Schauspieler kommentieren kurz die unterschiedlichen Charaktere. Zu den Schauplätzen gibt es ein paar Infos und Familienstammbäume helfen beim Durchblick. „Ihr seid verrückt“, sagte ich zu ihnen. „Das ist zu groß. Zu kompliziert. Zu teuer.“ Was zunächst ziemlich toll klingt, entpuppt sich für Fans schnell als Enttäuschung. Das Buch geht inhaltlich auf die ersten beiden Staffel ein und spoilert dementsprechend auch [diese Rezension allerdings nicht 😉 ]. Ich finde die Zielgruppe dieses Werks somit etwas fragwürdig. Absoluten Game-of-Thrones-Laien wird hiermit so gut wie alles aus den Staffeln verraten, während leidenschaftliche Fans gefühlt 90 % der Informationen bereits aus der Serie kennen. Einem Fan bringt es herzlich wenig, nochmal erklärt zu bekommen, was unter Die Nachtwache oder Die Mauer zu verstehen ist. Die Erläuterungen werden dabei auch ähnlich wie in der Serie wiedergegeben, sodass kein neuer Input dazukommt. Außerdem hat mir als Fan das eine oder andere gefehlt. Wenn man schon beispielsweise vom Eisernen Thron spricht, wäre es doch schon interessant zu wissen, wie viele Schwerter da drin stecken usw. Aber auch die Informationen zum Setting sind einfach unzureichend. In diesem Werk fehlt mir inhaltlich einfach die Liebe zum Detail, da überwiegend alles oberflächlich behandelt wird. Dagegen ist die Gestaltung ein wahrlicher Augenschmaus. ^^ Unterschiedliche Schriftarten gepaart mit einer vielfältigen, abwechslungsreichen Aufmachung sind definitiv sehenswert. Dazu runden tolle Illustrationen und schöne Serienfotos das Ganze wunderbar ab. FAZIT: Für Fans der Serie gibt es hier eindeutig kaum neuen Input. Inhaltlich wird das Bekannte aus den ersten beiden Staffeln knapp wiedergekaut, die Gestaltung des Settings nicht ausreichend genug erläutert. Als Fan ist dieser Blick hinter den Kulissen eine Enttäuschung und für Laien ein riesengroßer Spoiler. Immerhin ist die Buchaufmachung schön und eignet sich somit gut zum Schmöckern oder eben für Instagrambilder. ^^ Das Buch bekommt von mir die Note 4.