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Blade 2

Blade Teil 2

Wesley Snipes, Kris Kristofferson, Leonor Varela, Ron Perlman, Norman Reedus

Film (Blu-ray)
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14,59
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Beschreibung

Der Legendäre Blade und sein Mentor Whistler sind zurück. Und das in einer Zeit, in der die Welt von einer neuen, mysteriösen und geheimnisvollen Rasse von Supervampiren bedroht wird. Die Reapers, sie sind grausam und brutal, stellen alles Dagewesene in den Schatten. Erbarmungslos und kaltblütig löschen sie alles aus, was ihnen vor die Reißfänge kommt - ob Vampir oder Mensch. Um den brutalen, blutigen Weltuntergang zu verhindern, muss Blade sich mit seinen Todfeinden verbünden. Gemeinsam mit dem Bloodpack, einer Elite-Killereinheit der Vampire, stellt er sich der Übermacht des Bösen. Doch kann er seinen ehemaligen Feinden wirklich trauen? Darauf trainiert, um Blade zu töten, wartet das Bloodpack nur auf seine Gelegenheit, den verhassten Daywalker auszulöschen.

Regisseur Guillermo Del Toro arbeitet gern mit Stilmitteln, die die Optik eines Films teils deutlich verzerren und somit eine objektive, neutrale Bewertung erschweren. So zeigen sich auch hier die Farben nicht immer natürlich, da einige stärker betont, andere zurückgenommen wurden, um die Stimmung zu unterstützen. Viele Einstellungen wirken comichaft und knackig-bunt. Auch kontrastseitig geht es härter zur Sache, so dass gelegentlich helle Bildbereiche überstrahlen und dunkle kleine Feinheiten schlucken. Der Schwarzwert ist überwiegend tief und driftet nur selten ins anthrazit ab. Filmkorn ist vorhanden und teils auch deutlicher sichtbar und wurde nicht weggefiltert, was der Schärfe zuträglich ist und an sich auch nicht weiter stört, dem Film sogar eher einen artifiziellen Look gibt. Am deutlichsten merkt man Del Toros Einfluss aber bei der Schärfe, die bewusst immer wieder zurückgenommen wird, so dass das Geschehen insbesondere im Hintergrund weicher aussieht. Das wird nicht jedem gefallen, kann aber nicht dem Transfer angelastet werden. Die Kompression arbeitet weitestgehend unauffällig, gelegentlich sind kleinere Kratzer sichtbar.

Den Start machen gleich drei Audiokommentare. Der erste von Regisseur Guillermo Del Toro ist allgemeiner gehalten und behandelt viele Aspekte der Produktion, die frei vom Bildgeschehen erläutert werden. Der zweite von Del Toro zusammen mit Produzent Peter Frankfurt ist deutlich szenenspezifischer und erläutert Besonderheiten dieser. Der letzte von Drehbuchautor David S. Goyer und Blade-Darsteller Wesley Snipes fällt insgesamt humoriger aus und bietet viele Einblicke in die Arbeit am Set nebst Anekdoten und Gedanken rund um Blade, aber auch ‚Dirty Talk‘ ist dabei, insbesondere, wenn um die weiblichen Darstellerinnen geht.

Das Notibuch des Regisseurs (HD) ist ein für das BD-Release neu erstelltes BD-ROM-Feature. Dieses bietet einen Einblick in die Notizen Del Toros zu Film und Script, gewürzt mit einigen kurzen Behind the Scenes-Clips, die sich auf den einzelnen interaktiv geblätterten Buchseiten entdecken lassen. Diese Schnipsel ergänzen das andere Bildmaterial um weitere Details. Leider sind die Ladezeiten bei älterer Hardware etwas länger (insbesondere beim Reingehen und Verlassen des Features) – man sollte etwas Zeit mitbringen! „Blade II – Blutsbrüder“ (HD, ca. 10 Minuten) ist ebenfalls eine neue Featurette, in welcher Drehbuchautor David S. Goyer, untermalt von Filmausschnitten, über die Pre-Production und die Zusammenarbeit mit Del Toro spricht.

Die achteilige Featurette „Bloodpact“ (gesamt ca. 83 Minuten) ist wie alle weiteren nachgenannten Extras bereits von den diversen DVD-Editionen her bekannt und offeriert ausführlichere Einblicke in diverse Themen der Produktion wie etwa Regie, Ausstattung, Effekte, Kostümdesign oder Stunts. Leider liegt sie nur im SD-Format mit recht schwachem Bild vor. In „Die Ursprünge der Comics“ (ca. 5 Minuten) spricht Del Toro über die Comicvorlage und seine Intentionen bei der filmischen Umsetzung. Auch in „Der Vampir-Mythos“ (ca. 5 Minuten) kommt wieder Del Toro zu Wort und äußert sich über den vielseitigen Blutsauger-Mythos. „Damaskinos Blutbad“ (ca. 4 Minuten) ist eine kurze B-Roll inklusive Untertiteln, die im Übrigen Dialoge enthält, die im Film nicht auftauchen! Die „Alternative Sonnenaufgang-Musik“ (ca. 1 Minute) gibt es bei Anwahl dieses Punktes zur passenden Filmszene zu hören. Leider wird hier nicht erläutert, warum letztendlich eine andere gewählt wurde. Im Übrigen kann man in der Sequenz auch nicht wirklich von „Musik“ sprechen, es sind eher dezente, untermalende, atmosphärische Töne. Bei „Die Schlaginstrumente“ handelt es sich um eine Texttafelsammlung (nicht um eine Bildergalerie, wie fälschlicherweise im Menü angegeben) in Englisch, die auf satten 17 (!) Bildschirmseiten alle Musikinstrumente zum Erzeugen ritueller Vampirmusik erläutert. Hat nur am Rande mit dem Film zu tun und ist schlecht lesbar. Musikstudenten können sich ja trotzdem mal reinlesen. Anschließend geht es zu Analyse einzelner Szenen, wo man für insgesamt 6 Szenen einen Mix aus Text- und Fotogalerien zusammen mit Mini-Clips aus dem Film und vom Set betrachten kann, um die Entstehung der Szene vom Script zum fertigen Film nachvollziehen zu können. Eine weitere dreiteilige Featurette „Visuelle Effekte“ erläutert eben diese anhand von Set-Material, Skizzen und Animationen sowie Statements. Allein der Part „Die Entwicklungsstufen“ hat eine Laufzeit von ca. 40 Minuten! „Das Notizbuch des Script-Supervisors“ hat satte 208 Bildschirmseiten, von denen allerdings nicht alle interessant sind und teilweise zwar die Fotos erkennbar sind, nicht aber die handschriftlichen Notizen. „Unverfilmte Seiten des Drehubuchs“ ist erneute ein Texttafel-Feature, das den Drehbuchtext dreier nicht verfilmter Sequenzen anzeigt – leider erneut aufgrund pixeliger Schrift nur schwer entzifferbar (zu stark komprimiert?). Die folgenden Bildergalerien zeigen diverse bildschirmfüllende Fotos, Skizzen, Entwürfe etc. zu den Themen Szenenkonzepte, Requisiten & Waffen, Kostüm-, Set- und Figuren-Design. Wer dann vom interaktiven Seitenskippen immer noch keinen wunden Daumen hat, kann sich noch durch 172 (!) Storyboards blättern. Danach warten satte 17 alternative und nicht verwendete Szenen (gesamt ca. 26 Minuten), die wahlweise mit Regie-Kommentar versehen werden können. Und damit ist immer noch nicht Schluss, denn es folgen noch ein Musikvideo von Cypress Hill feat. Roni Size (ca. 4 Minuten) sowie der Teaser (ca. 40 Sekunden) und US-Kinotrailer (ca. 2 Minuten), die auf den DVD-Editionen trotz Coverangabe nicht enthalten waren, hier aber dennoch nur im SD-Format vorliegen.

Für Fans von Extras ein wahres Paradies, das zudem viele informative Clips bereithält. Dennoch ist dia Ausstattung nicht komplett gelungen, denn den Audiokommentare fehlen die optionalen Untertitel, was sie nur für Englischkundige verständlich macht und die vielen Texttafeln sowie Bildergalerien müssen per Pfeiltastendruck einzeln durchblättert werden, was bei den vielen hundert Seiten schnell mal zur schmerzhaften Angelegenheit wird! Letztendlich überzeugt die Ausstattung aber dennoch und ist dem Film mehr als angemessen.

Die deutsche Spur hatte auf DVD immerhin noch ein EX-Flag erhalten, wodurch zumindest subjektiv und, zu dieser Zeit vorbildlich, Dynamik und Differenzierung hochwertiger wirkten, als bei Standard-DD-Spuren. Doch schon der Kollege Thomas Trauth wies in seiner Review zur DVD darauf hin, dass das vorhandene Original deutlich mehr Bassdruck und Differenzierung aufwies und somit der deutsche Ton dahingegen eine kleine Enttäuschung darstellte.

Noch deutlicher wird das auf der nun vorliegenden Blu-ray, wo die deutsche Spur sogar ohne EX-Flag im komprimierten DD 5.1 startet, während der O-Ton im grandiosen DTS-HD Master Audio 7.1 vorliegt und es mit den Referenz-Titeln aufnehmen kann! Man mag sich nun den Film gar nicht mehr auf Deutsch ansehen – zumindest dann nicht, wenn mal wagte auf das Original umzuschalten! Dort werden hervorragende Surround-Effekte mit perfekter Direktionalität und Dynamik geboten, fegt der Score bassstark durch den Hörraum und werden auch Umgebungsgeräusche stets realistisch ins Raumgeschehen eingebunden. Bei all dem bleiben die Stimmen dennoch stets sauber verständlich.

Für das Original gäbe es die volle Punktzahl, während man für die deutsche Spur aus aktueller Sicht bloß noch ganz knappe sieben Punkte vergeben kann. Das macht im Mittel 8,5 Punkte mit Übergewicht zu Gunsten der deutschen Spur, da wir ja das deutsche Release besprechen, was die Gesamtwertung auf acht Punkte drückt!

Für den ersten der drei BLADE-Comic-Verfilmungen zeichnete Stephen Norrington (DIE LIGA DER AUßERGEWÖHNLICHEN GENTLEMEN) verantwortlich, der bemüht war, dem Daywalker und Vampirjäger düstere Coolness einzuhauchen. Dies gelang mit Abstrichen auch durchaus, doch lebte der Erstling schon noch sehr von der grandiosen Performance von Blade-Darsteller Wesley Snipes, der den dunklen Rächer wie einen Maßanzug zu tragen verstand. Die Mär vom Daywalker, der die Kriminellen unter den Vampiren mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln recht effektvoll jagt, wurde ein großer Überraschungserfolg, so dass man vier Jahre später entschied eine Fortsetzung zu drehen. Für diese konnte kein geringerer als Visionär Guillermo Del Toro (HELLBOY 1+2, PAN’S LABYRINTH) gewonnen werden, der zwar am Anfang seiner Hollywood-Karriere stand, aber das in ihn gesetzte Vertrauen, das Franchise noch düsterer und erfolgreicher zu machen, mehr als rechtfertigte. So ist unter Fans BLADE II auch die beste der bisherigen drei Comic-Verfilmungen, mit noch mehr Action und einem noch wesentlich cooleren Blade, aber auch etwas Humor, was dem Ganzen eine etwas leichtgängigere Note verleiht. Der Film ist Del Toro-konform auch dem Setting nach noch mal düsterer ausgefallen und bietet die stärkeren Gegner für den Daywalker, der es mit Super-Vampiren von der Spezies „Reaper“ zu tun bekommt. Die Effekte sind mit wenigen Ausnahmen (einige animierte Kampf-Sequenzen) absolut gelungen und auch die Stimmung paßt. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Videogame-Ästethik vieler Fights, die teils leider auch animiert wurden, wo es für die Kämpfer physisch unmöglich wird – da hier die Animationen nicht immer ganz perfekt gelungen sind, stellen einige dieser Fights für den Rezensenten einen minimalen Dämpfer im Unterhaltungswert dar.

Auf Blu-ray erstrahlt BLADE II in neuem Glanze. Zwar wirkt das Bild stilbedingt oft etwas weicher, bietet aber dennoch einen hohen Detailgrad und ist meist recht plastisch. Beim Ton fällt leider das komprimierte deutsche Pendant in DD 5.1 gegenüber dem HD-Original in DTS-HD Master Audio 7.1 ziemlich krass ab. Dynamik, Bassdruck und Differenzierung sind im Original haushoch überlegen, während die deutsche Spur dahingehend betagter klingt, als es das Filmalter vermuten lassen würde. Die Extras sind sehr umfangreich, überwiegend informativ und sogar gegenüber den DVD-Releases noch um neue Features ausgebaut worden. Abgesehen vom deutschen Ton und den fehlenden Untertiteln zu den drei Audiokommentaren also eine gelungene Premiere auf Blu-ray!

Produktdetails

Medium Blu-ray
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 18 Jahren
Erscheinungsdatum 20.07.2012
Regisseur Guillermo del Toro
Sprache Deutsch, Englisch (Untertitel: Spanisch, Portugiesisch, Russisch, Tschechisch, Ungarisch)
EAN 5051890109095
Genre Action/Thriller/Horror
Studio Warner Home Video
Originaltitel Blade II: Bloodhunt
Spieldauer 116 Minuten
Bildformat 16:9 (1,78:1), HD (1080p)
Tonformat Deutsch: DD 5.1, Russisch: DD 5.1, Tschechisch: DD 5.1, Ungarisch: DD 5.1, Spanisch: DD 2.0, Portugiesisch: DD 2.0, Englisch: DTS HD 7.1
Produktionsjahr 2002

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