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Abgehauen

Roman

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Hautnah: Die Geschichte einer Flucht. 1989 in der DDR, Geschlossener Jugendwerkhof Torgau: Die rebellische Gonzo soll hier, wie schon ihre Freundin Anja, Heldin von "Weggesperrt", zu einer "sozialistischen Persönlichkeit" umerzogen werden. Hilflos ist sie den Methoden der Erzieher ausgeliefert und zerbricht fast an dieser Erfahrung. Als sie in ihren alten Jugendwerkhof zurückgebracht werden soll, gelingt ihr die Flucht. Sie will endlich frei sein! In einer Kleingartenanlage trifft sie René, der in den Westen abhauen will. Gemeinsam schaffen sie es über die grüne Grenze bis in die Prager Botschaft. "Eine Geschichte, die unter die Haut geht und gelesen werden sollte, von Jugendlichen und Erwachsenen." DIE ZEIT Die Geschichte basiert auf Zeitzeugen-Interviews sowie historischen Tatsachen und wurde Prüfungslekture in Baden-Württemberg. Für den ersten Band "Weggesperrt" wurde die Autorin mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2010 ausgezeichnet.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 334
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 01.08.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7915-1633-2
Verlag Dressler
Maße (L/B/H) 20,4/13,6/3,7 cm
Gewicht 445 g
Verkaufsrang 84.810
Buch (gebundene Ausgabe)
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Abgehauen
von janaka aus Rendsburg am 18.10.2012

Die Geschichte fängt gleich heftig an, sie erzählt von dem jungen Mädchen Nicole, die sich nicht anpassen will und sich selbst Gonzo nennt. Sie sitzt in Dunkelhaft in dem Jugendwerkhof Torgau. So etwas grausamen habe ich selten erlebt. Wie kann man sich nur so gegenüber Jugendliche verhalten? Ich bin... Die Geschichte fängt gleich heftig an, sie erzählt von dem jungen Mädchen Nicole, die sich nicht anpassen will und sich selbst Gonzo nennt. Sie sitzt in Dunkelhaft in dem Jugendwerkhof Torgau. So etwas grausamen habe ich selten erlebt. Wie kann man sich nur so gegenüber Jugendliche verhalten? Ich bin echt sprachlos... Im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau sollen aufsässige Jugendliche zu sozialistischen Persönlichkeiten umerzogen werden. Sie sind dort den Grausamkeiten der Erzieher, oder sollte man Wärter sagen, ausgeliefert. Als Gonzo mal wieder ohne Grund weggesperrt wird, verletzt sie sich selbst und kommt ins Krankenhaus. Aus dem Krankenhaus soll Gonzo ist ihr altes Jugendwerkhof gebracht werden, aber sie weiß genau, dass sie einen weiteren Aufenthalt nicht überleben wird. Bei der Fahrt kann sie fliehen, wird nach kurzer Zeit aber vom Erzieher gestellt. Als sich der Verband vom Arm löst, ist dieser erschrocken und Gonzo schreit ihm den Hergang ins Gesicht, der Erzieher ist derart geschockt, dass er sie dann laufen lässt. Auf der Flucht trifft sie René, der in den Westen abhauen will. Kann sie ihm vertrauen? Geht sie mit? Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, sie beschreibt Situationen und Schauplätze sehr anschaulich. Beim Lesen hatte die ganze Zeit das Gefühl, als ob ich immer in der Nähe von Gonzo gewesen bin und mir somit alles gut vorstellen konnte. Ich bekomme richtig Wut auf die Erzieher und alle, die Torgau haben zugelassen. Das Buch hat mich sehr bewegt und zum Nachdenken angeregt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich mit deutscher Geschichte beschäftigen will

Flucht aus einem "Kinderheim"
von Christina Fischer aus Bremen am 08.10.2012

"Abgehauen erzählt die Geschichte der 16-jährigen Gonzo, der 1989 die Flucht aus dem geschlossenen Jugendwerkhof Torgau gelingt. Anfangs schlägt sie sich alleine durch, später lernt sie den 18-jährigen René kennen und schliesst sich ihm gen Westdeutschland an. Das Buch gilt als Fortsetzung von "Weggesperrt", es kann aber auch unabhängig davon... "Abgehauen erzählt die Geschichte der 16-jährigen Gonzo, der 1989 die Flucht aus dem geschlossenen Jugendwerkhof Torgau gelingt. Anfangs schlägt sie sich alleine durch, später lernt sie den 18-jährigen René kennen und schliesst sich ihm gen Westdeutschland an. Das Buch gilt als Fortsetzung von "Weggesperrt", es kann aber auch unabhängig davon alleine gelesen werden. (Ich kenne "Weggesperrt" auch (noch) nicht und kann bestätigen dass man den Vorgängerroman nicht gelesen haben muss um alles zu verstehen. Der Autorin ist ein geniales Buch gelungen. Die Geschichte von Gonzo wird auf eine Art und Weise beschrieben dass man es sich regelrecht ganz genau vorstellen kann wie Gonzo sich fühlt und was sie durchgemacht hat. Gerade der erste Abschnitt ist so authentisch beschrieben, dass man förmlich den Modergeruch der Zelle in der Nase hatte. Das ganze Buch hindurch fiebert man mit Gonzo mit ob sie die Flucht schafft, oder ob sie nicht doch noch wieder von den "Erziehern" des Jugendwerkhofes eingesammelt wird. Dem Leser werden in diesem Buch ansatzweise die Umstände in der ehemaligen DDR vor Augen geführt und in Erinnerung gerufen, was im Osten der Republik vor gar nicht allzulanger Zeit vor sich ging. Mich hat das Buch auf jeden Fall nachdenklich gestimmt und mir nochmal vor Augen geführt wie gut es uns doch eigentlich geht und wie selbstverständlich wir alles hinnehmen. Es wird z.B. beschrieben wie Gonzo ein Bild mit einem Obstkorb sieht in dem Ananas, Bananen und Weintrauben sind. Sie sagt dann: "Auf dem Bild sind Früchte die noch nie ein Mensch gesehen hat oder sich leisten kann". Ich war zum Zeitpunkt des Mauerfalls auch erst 16 Jahre alt und damals habe ich mich nicht für Politik interessiert und das alles auch mehr am Rande mitbekommen. Durch das Buch ist aber auch meine Lust auf Recherche zu diesem Thema geweckt worden. Das Buch ist eines der wenigen die ich gelesen habe bei dem man nach dem Beenden nicht einfach mit dem Thema abschließt sondern sich noch Gedanken über das Gelesene macht. Es geht auf jeden Fall unter die Haut und ich empfehle es uneingeschränkt weiter.