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Foenkinos, D: Souvenirs

Roman

Der junge Held dieses Romans lebt in einem Zustand "permanenter Unschlüssigkeit", als kurz hintereinander sein Großvater stirbt, seine Großmutter nicht nur ins Altenheim, sondern auch wieder in die Schule, sein Vater in Rente und seine Mutter nach Russland geht. Irgendetwas ist in seine Familie gefahren. Was bleibt ihm anderes übrig, als in den Tiefen der Pariser Nacht seine ruhmreiche Zukunft als Schriftsteller hinter der Rezeption eines kleinen Hotels vorzubereiten? Wenn sich alles verändert, was bisher unverrückbar schien, braucht man schließlich etwas, was einem Halt gibt. Eine Frau zum Beispiel. Doch wo finden? Auf einer Beerdigung etwa? Wohl kaum. Am Ende kommt doch wieder alles anders. David Foenkinos' neuer Roman ist ein anrührendes, packendes und komisches Buch über das Altern und die alles überdauernde Kraft der Liebe und des Lebens. Dem Anschein einer sich immer stärker verändernden Welt hält der Autor die wesentlichen Dinge unseres Lebens entgegen, die sich wohl nie ändern werden. Manchmal erkennt man das aber erst im Nachhinein. Deswegen ist "Souvenirs" auch eine kleine Schatztruhe der Erinnerungen, die, wenn man sie öffnet, Erinnerungsbilder von Serge Gainsbourg, Marcello Mastroianni, Vincent van Gogh und vielen anderen enthält.

Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 13.08.12
David Foenkinos hat eine Sprache, die einen verzaubert. Seine Geschichten sind voll von schönen Sätzen, die einem lange im Gedächtnis bleiben. Er hat mit Nathalie küsst die deutschen Leser im Sturm erobert. Nun legt er nach. Souvenirs ist eine Geschichte über das Altern in unserer Gesellschaft, über das Finden von sich selbst, über die Ziele im Leben, die man bis ins hohe Alter haben kann, über das Glück, Menschen zu haben, die einem etwas bedeuten, über die Liebe, und welch Herkulesaufgabe es ist, diese auch zu behalten, über die Ehe und deren eigene Wege, und über Kinder, und wie sie das Leben beeinflussen. Souvenirs wird eine wunderbare Erinnerung in Ihrem Lesealbum sein.
Portrait
David Foenkinos, geb. 1974, Schriftsteller und Drehbuchautor, studierte Literaturwissenschaften an der Sorbonne und Jazz am CIM.

Christian Kolb, geb. 1970, studierte französische Literatur und Filmwissenschaft in Berlin und Paris. Er arbeitet als freier Übersetzer.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 332
Erscheinungsdatum 25.07.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-63947-0
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 20,5/12,4/3 cm
Gewicht 408 g
Originaltitel Les souvenirs
Auflage 2
Übersetzer Christian Kolb
Buch (Taschenbuch)
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17,95
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

Achtung Suchtgefahr!

Maren Oberwelland, Thalia-Buchhandlung

Ich habe zuvor noch nie etwas von Foenkinos gelesen, jetzt kann ich sagen, ich will alles von ihm lesen. “Souvenirs“ ist ein Roman über das Älterwerden, darüber seinen Weg in jungen Jahren zu finden, über die Liebe und über die Familie. Es ist ein Roman über das Leben. Am Ende war ich traurig, dass das Buch nur 333 Seiten hatte. Absolute Leseempfehlung!

Christine Kiefer, Thalia-Buchhandlung Frankenthal

Ein gefühlvoll und poetisch geschriebener Roman über Beziehungen und Liebe, Altern und Vergänglichkeit und ein kluges Nachdenken über das Leben an sich!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
19 Bewertungen
Übersicht
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8
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Poetischer Familienroman
von einer Kundin/einem Kunden aus Jena am 15.08.2014
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der Held des Romans scheint einem abgeschmackten Klischee zu entspringen und ist es gottlob am Ende nur ein ganz kleines bisschen. Er möchte Schriftsteller werden und sucht sich darum einen Job als Nachtportier in einem kleinen Pariser Hotel. Die nächtliche Arbeit und die vermeintlich inspirierende Stille sollen für den nötigen ... Der Held des Romans scheint einem abgeschmackten Klischee zu entspringen und ist es gottlob am Ende nur ein ganz kleines bisschen. Er möchte Schriftsteller werden und sucht sich darum einen Job als Nachtportier in einem kleinen Pariser Hotel. Die nächtliche Arbeit und die vermeintlich inspirierende Stille sollen für den nötigen Auftrieb sorgen, um endlich den ersten Satz seines Romans zu ersinnen… soweit der Plan. Doch das Leben hält sich nicht an Pläne und seine Familie schon gar nicht: Als die Großmutter aus dem Altenheim flieht, beginnt sein Leben erst richtig und damit der Stoff für diesen wunderbaren Roman. David Foenkinos beschreibt auf unsagbar komische und melancholische Weise die Geschichte einer Familie und deren Suche nach dem Leben, der Liebe, dem Abenteuer und letztlich dem Stoff für einen Roman, der im Gedächtnis bleibt. Absolut lesenswert!

Jede Erinnerung ist ein kleines Souvenir
von Johanna Radke aus Hamburg am 03.04.2013

Der junge Held dieses Romans lebt in einem Zustand permanenter Unschlüssigkeit und versucht trotzdem sein Leben halbwegs zu meistern. Als Nachtportier in einem Pariser Hotel, erhofft er sich eine Zukunft als Schriftsteller. Doch als sich in seiner Familie viele Veränderungen kurz hintereinander ereignen, wird er zum handeln gezw... Der junge Held dieses Romans lebt in einem Zustand permanenter Unschlüssigkeit und versucht trotzdem sein Leben halbwegs zu meistern. Als Nachtportier in einem Pariser Hotel, erhofft er sich eine Zukunft als Schriftsteller. Doch als sich in seiner Familie viele Veränderungen kurz hintereinander ereignen, wird er zum handeln gezwungen. Sein Großvater stirbt, seine Großmutter flüchtet aus dem Altenheim, sein Vater geht in Rente und seine Mutter reist daraufhin nach Russland. Der Familiäre Halt beginnt zu wackeln und sich zu verändern und wo soll er nun die unverrückbare Konstante finden, die er in seinem Leben durch die Familie erhalten hat? In einer Frau? Doch wie findet man diese? Ein wunderschöner, anrührender und origineller Familienroman, über das Älter werden, alt sein und den Weg zu lieben und geliebt zu werden. Das besondere an diesem Buch ist, das jedes Kapitel mit Erinnerungen von Persönlichkeiten, wie Serge Gainsbourg, Vincent van Gogh und Figuren aus diesem Roman gefüllt ist. Eine kleine Schatztruhe voller Souvenirs.

Sehr komisch und sehr originell
von Querleserin am 24.08.2012

...finde ich den "Familienroman" von Foenkinos welcher überraschenderweise auch noch eine Liebesgeschichte wurde. Denn zu Beginn der Geschichte sucht er eine Frau auf einem Friedhof?! - leider erfolglos - so ist auch seine Schriftstellerei, welche er als Nachtportier eines Pariser Hotels an der Rezeption mehr oder weniger bet... ...finde ich den "Familienroman" von Foenkinos welcher überraschenderweise auch noch eine Liebesgeschichte wurde. Denn zu Beginn der Geschichte sucht er eine Frau auf einem Friedhof?! - leider erfolglos - so ist auch seine Schriftstellerei, welche er als Nachtportier eines Pariser Hotels an der Rezeption mehr oder weniger betreibt. Lange findet er keine Frau, erlebt aber viele komische Situationen mit seiner Grossmutter, beschreibt seine Beziehung zu den Eltern und bespickt das ganze Buch mit sehr originellen Erinnerungsbildern. Diese stehem immer mehr oder weniger im Zusammenhang mit den gerade erzählten Episoden und gehen von Nietzsches Erinnerungen über Marcello Mastroianni zu "Erinnerungen des Mannes, der an einem Rasthof an der A13 nachts an der Kasse arbeitete". Der ganze Erzählstil ist einfach und unterhaltend, leicht selbstironisch, knackig und doch gefühlvoll und oft mit einem speziellen Humor durchwoben, so zum Beispiel: Beim Besuch seiner Mutter in einem Rehabilitationszentrum für psychisch Erkrankte vor dem Kaffeeautomaten mit dem Vater - "Ich sagte Ja und trank den scheusslichen Kaffee. Er schmeckte irgendwie nach Persönlichkeitsstörung; seinem Aroma nach zu urteilen, wäre er lieber einen Tomatensaft geworden. Mit der Krankheit fertig zu werden, war an sich schwer genug, warum musste man mit diesem dubiosen Gesöff doppelt bestraft werden?" Einfach ein Buch zum Schmunzeln und GENIESSEN!