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Der Zorn

Eine Hommage. Nachw. v. Michael de Montaigne

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Der Zorn hat keinen guten Ruf. Wir kennen nur noch die ressentimentgeladene Variante eines 'gerechten Zorns', der auf Vergeltung sinnt, es dem Anderen heimzahlen will. Mit Zorn assoziieren wir den 'Zorn Gottes' oder den Affektausbruch mythologischer Heroen, allenfalls gebrauchen wir das Wort noch im Sinn von Jähzorn, einer Unbeherrschtheit. An die Stelle des Zorns sind Begriffe wie 'Aggression' oder 'Empörung' getreten.
Die Essays in diesem Band thematisieren die unterschiedlichen Varianten des Zorns unter historischen und gegenwartsdiagnostischen Vorzeichen. Dabei geht es auch darum, die produktiven Seiten eines modernen Begriffs von Zorn auszuloten. Philosophische, psychologische, politische, sozialwissenschaftliche, kulturelle und moralische Aspekte des 'Zorns' werden miteinander in Beziehung gesetzt.
Mit Beiträgen von Jürgen Busche, Wolfram Eilenberger, Ute Frevert, Peter Glaser, Jens Jessen, Claus Leggewie, Jutta Limbach, Wolf Lotter, Bascha Mika, Bodo Morshäuser, Christian Nürnberger, Alan Posener, Jürgen Werner, Uwe Wittstock und mit einem Nachwort von Michel de Montaigne.
Rezension
»Das Buch gibt differenziert Auskunft über einen wieder ins Blickfeld geratenen politischen Erregungszustand.«
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 23. Oktober 2012

»Die Autoren des Bandes nähern sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven, etwa aus einer geschlechterhistorischen oder einer literaturhistorischen. Und auch der heilige Zorn kommt zu seinem Recht.«
Neue Deister Zeitung, 27. Oktober 2012

»Doch auch wenn Fokus und Duktus der Texte unterschiedlich ist und sie den Zorn aus völlig konträren Gesichtspunkten betrachten, so haben alle einen gemeinsamen Grundton: die Rehabilitierung des antiquierten Zornbegriffs und dessen Befreiung vom Makel des Destruktiven. Hier wird er nicht verteufelt oder stigmatisiert, sondern seine produktive Seite sichtbar gemacht. (...) Ein großartiges, sehr empfehlenswertes Buch.«
Heike Geilen in: Tabularasa – Zeitung für Gesellschaft und Kultur, 6. November 2012
Lesen Sie hier die vollständige Rezension von Heike Geilen

»Eine facettenreiche ‚Hommage’ an den Affekt ›Zorn‹ mit der Intention seiner Rehabilitation als positive Kraftquelle und eine indirekte Aufforderung (...) zur Teilnahme an einer neuen Zornkultur zur Veränderung sozialer Verhältnisse.«
ekz-bibliotheksservice, 3. Dezember 2012

»Schlaglichtartige Annäherung aus unterschiedlichen Blickrichtungen.«
Allgemeine Zeitung, 30. Oktober 2012
Portrait
Helmut Ortner, Jahrgang 1950, hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Bekannt wurde er durch seine erzählenden Sachbücher. Sie wurden in viele Sprachen übersetzt.
Als Gast des Goethe-Instituts unternahm Ortner zahlreiche Lesereisen, unter anderem nach Südamerika, Kuba und Italien.
Zuletzt erschienen bei zu Klampen 'Sacco und Vanzetti. Zwei Italiener in Amerika. Ein Justizmord' (2011) und 'Der Hinrichter. Roland Freisler – Mörder im Dienste Hitlers' (2012).
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Helmut Ortner
Seitenzahl 173
Erscheinungsdatum 28.09.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86674-176-8
Verlag Dietrich zu Klampen
Maße (L/B/H) 22,1/14,6/2,2 cm
Gewicht 345 g
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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