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Abenteuer reisender Frauen

15 Porträts

Armin Strohmeyr

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Beschreibung

Sie kämpften gegen Vorurteile und bereisten die Welt, getrieben von Mut und Freiheitsdrang: Abenteurerinnen aus fünf Jahrhunderten. Kompromisslos durchkreuzten sie die Pläne ihrer Männer und Familien und zogen in die Welt. So wurden aus braven Gattinnen, Müttern oder Nonnen Hochstaplerinnen, Weltreisende und Soldatinnen – mit Lebensgeschichten von Lou Andreas-Salomé, Mary Read, Agatha Christie, Annemarie Schwarzenbach und vielen anderen.

"Spannender Lesestoff, der geschickt geschichtliche Hintergründe einflicht, ohne langweilig zu werden. Ein Buch für alle, die noch nach starken Vorbildern suchen.", Augsburger Allgemeine, 03.08.2013 20151120

Armin Strohmeyr ist promovierter Germanist und Autor viel beachteter Biografien und Porträtsammlungen. Sein Buch »Verkannte Pioniere« wurde von der Zeitschrift DAMALS beim Wettbewerb »Historisches Buch des Jahres« mit dem 3. Platz prämiert und stand in Österreich auf der Shortlist für das »Wissenschaftsbuch des Jahres«. Im Piper Verlag erschienen bisher die Porträtsammlungen »Abenteuer reisender Frauen«, »Einflussreiche Frauen«, »Geheimnisvolle Frauen«, »Uns gehört die Welt«, »Weltensammlerinnen« und »Die leuchtenden Länder« sowie die Biografie »Annette Kolb«.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 303
Erscheinungsdatum 12.11.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-27431-9
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18,5/12/3 cm
Gewicht 286 g
Auflage 10. Auflage
Verkaufsrang 88041

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    Catalina de Erauso (1592 1650)
    Nonne und Konquistadorin
    Spanien zu Beginn des 17. Jahrhunderts: Es ist das sogenannte Goldene Zeitalter. Das Königreich ist eine Weltmacht. Die Kolonien in der Neuen Welt erstrecken sich von Kalifornien im Norden bis Feuerland im Süden. Spanische Galeonen und Karacken, beladen mit Gold und Silber, mit Mais, Zuckerrohr und tropischen Früchten, überqueren in Flottenstärke den Atlantischen Ozean und löschen ihre Ladungen in den Häfen von Sevilla, Cadiz und San Sebastián.
    Manchen Konquistadoren ist das nicht genug: Noch lebt der Mythos von El Dorado, dem sagenhaften Goldland. Was Hernando Cortés und Francisco Pizarro aus den zerstörten Städten der Azteken und Inka an Schätzen geraubt haben, kann so glaubt man nur der Abglanz dessen sein, was sich im unzugänglichen Inneren des Kontinents verbirgt. Der Mythos lebt daher fort, er lebt in den Köpfen der Spanier, von König Philipp III. und den Adligen bis hinab zu den Kleinbürgern und Tagelöhnern. Selbst in den weltverschlossenen Klöstern hat der Goldrausch in Gestalt prächtiger Monstranzen und Altäre, die aus den Schätzen der fernen Kolonien gefertigt wurden, Einzug gehalten.
    Flucht aus dem Kloster
    Auch in den Konvent der Dominikanerinnen von San Sebastián im Baskenland haben sich die Gerüchte von El Dorado eingeschlichen. In diesem Kloster lebt die zwölfjährige Novizin Catalina. Sie stammt aus der vornehmen baskischen Adelsfamilie Erauso. Doch als Mädchen und viertes Kind stellt sie für die Familie nur eine Last dar. Um sie gut zu verheiraten, hätte man ihr eine anständige Mitgift auszahlen müssen. Aber das Erbe wurde bereits den drei älteren Geschwistern versprochen. Also blieb für Catalina nur das Kloster. Bereits mit vier Jahren kam sie zu den Dominikanerinnen. Dort erhält sie eine solide Ausbildung in Lesen, Schreiben und Rechnen, in Latein und Musik. Und sie wird auf das Leben als Klosterfrau vorbereitet: Mit vierzehn Jahren soll sie die ewige Profess ablegen.
    Glücklicherweise schrieb sie eine Autobiografie, worin sie minutiös ihre Erlebnisse bis zum fünfunddreißigsten Jahr erzählt. Und sie hatte wirklich eine buchwürdige Vita.
    Catalina ist ein selbstbewusstes, etwas störrisches Mädchen. Mit der Lebensweise einer Nonne kann sie sich einfach nicht anfreunden. Als sie zwölf Jahre alt ist, beschließt sie, zu fliehen und ihr Glück in der Neuen Welt zu suchen. Ihre Tante, die ebenfalls im Kloster lebt, wird ihr dabei unwillentlich zur Komplizin :
    "Gegen Ende meines Noviziats hatte ich einen Streit mit einer Nonne namens Donna Catalina de Aliri, die als Witwe ins Kloster eingetreten war, und die sie war stämmig und ich jung mich grob behandelte, und die ich hasste. [ ] Am Abend des Sankt-Josephs-Tages [19. März] hatte sich der Konvent um Mitternacht zum Matutin-Gebet erhoben. Ich ging in den Chor der Kirche, wo mich meine Tante herbeirief, mir den Schlüssel zu ihrer Zelle gab, damit ich ihr das Brevier holen solle. Ich ging hin, öffnete die Zelle und sah die Schlüssel zur Klosterpforte an einem Nagel hängen. Ich ließ die Zelle offen und ging zurück, um meiner Tante den Schlüssel und das Brevier zu geben. Als die Nonnen im Chor waren, und die Matutin mit Feierlichkeit begann, bat ich beim ersten Bibelvers meine Tante, mich zurückziehen zu dürfen, ich fühle mich krank. Sie tätschelte mir den Kopf und sagte: Ja, geh zurück ins Bett. Ich verließ den Chor mit einer Kerze, ging in die Zelle meiner Tante, nahm Schere, Faden und Nadel, einige Geldmünzen, die ich vorfand, und die Schlüssel zum Kloster. Dann ging ich, öffnete und schloss die Türen, bis hin zur letzten, die die Pforte zur Straße war, wo ich mein Skapulier von mir warf. Ich trat auf die Straße hinaus, die ich noch nie in meinem Leben gesehen hatte, und wusste nicht, wohin ich mich wenden, wohin ich gehen sollte. Ich überließ mich dem Abenteuer und gelangte in einen Kastanienwald, der außerhalb der Stadt lag, hinter
  • Inhalt

    Catalina de Erauso (1592 - 1650):

    Nonne und Konquistadorin

    Hortense de Mazarin (1646 - 1699):

    Femme fatale auf der Flucht

    Mary Read (um 1685 - 1721) und Anne Bonny (um 1690 - nach 1720):

    Piratinnen der Karibik

    Ida Pfeiffer (1797 - 1858):

    Eine Wiener Hausfrau als Weltreisende

    Jane Ellenborough (1807 - 1881):

    Ungekrönte Königin des Orients

    Therese von Bayern (1850 - 1925):

    Wittelsbacherprinzessin und "weiblicher Humboldt"

    Hermione von Preuschen (1854 - 1918):

    Skandalumwitterte Muse des Kaiserreichs

    Lou Andreas-Salomé ( 1861 - 1937 ) :

    Mit Rilke nach Russland

    Mary Kingsley (1862 - 1900):

    Bei den Kannibalen Afrikas

    Alexandra David-Néel (1868 - 1969):

    Die erste Europäerin im verbotenen Lhasa

    Agatha Christie (1890 - 1976):

    Mit dem Orientexpress nach Bagdad

    Thea Rasche (1899 - 1971):

    "The Flying Fräulein"

    Leni Riefenstahl (1902 - 2003):

    Mythos Afrika

    Katharine Hepburn (1907 - 2003):

    African Queen und die abenteuerliche Geschichte des Dampfschiffs "Graf Goetzen" ("Liemba")

    Auswahlbibliografie