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Das glücklichste Land der Welt

Mein Leben in Bhutan

Bhutan bezaubert: Gefangen von ihrer ersten Reise durch das Königreich im Himalaja, zieht die Amerikanerin Linda Leaming als Englischlehrerin in das »Land des Donnerdrachen« – wo das Bruttosozialglück wichtiger ist als das Bruttosozialprodukt und wo man im nächsten Leben nachholt, wozu man in diesem nicht gekommen ist. Humorvoll erzählt sie, wie sie die Amtssprache Dzongkha lernt, in die buddhistische Lebenswelt hineinfindet und schließlich den bhutanischen Künstler Namgay heiratet. Ein warmherziges Porträt eines exotischen Landes, in dem Schweigen ein gutes Gespräch bestimmt, man die Hand zum Flirten in die Gewandfalte legt und Nächstenliebe selbstverständlich ist.
Portrait
Linda Leaming, geboren in Nashville, Tennessee, bereiste 1994 das erste Mal Bhutan. 1997 zog sie dorthin, um Schüler in Englisch zu unterrichten. Heute lebt sie mit ihrem bhutanischen Ehemann etwas außerhalb von Thimpu, der Hauptstadt Bhutans. Sie ist Autorin, schreibt für Zeitschriften und hält Vorträge über das Land. Eric Weiner beschreibt sie in seinem Bestseller „Landkarte des Glücks: Auf der Suche nach den zufriedensten Menschen der Welt.“
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 302
Erscheinungsdatum 12.02.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-40472-3
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 18/11,8/2,5 cm
Gewicht 323 g
Originaltitel Lachen im Land des Donnerdrachens: Mein Leben in Bhutan
Abbildungen mit 17 farbigen Fotos, farbigen Illustrationen, mit 17 farbige Fotoss
Übersetzer Ursula Bischoff
Buch (Taschenbuch)
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"Ein kleines Land, jedoch umgeben von Erhabenheit und Größe"
von Dr. M. am 31.08.2018

Nach Bhutan zu reisen, dürfte auch heute noch nicht ganz einfach sein. Nicht nur wegen seiner geografischen Abgeschiedenheit, sondern auch, weil es sich erst vor nicht allzu langer Zeit überhaupt für den Tourismus geöffnet hat. Bhutan liegt in einem Tal des Himalaja und wurde mit einer herrlichen Landschaft und... Nach Bhutan zu reisen, dürfte auch heute noch nicht ganz einfach sein. Nicht nur wegen seiner geografischen Abgeschiedenheit, sondern auch, weil es sich erst vor nicht allzu langer Zeit überhaupt für den Tourismus geöffnet hat. Bhutan liegt in einem Tal des Himalaja und wurde mit einer herrlichen Landschaft und einer reichen Vegetation beschenkt, jedenfalls dort, wo es die Höhe noch zulässt. Dass man auf drei- oder viertausend Metern Höhe noch Dörfer findet, gehört auch zum Bild dieses kleinen Landes. Was aber offenbar westliche Besucher besonders fasziniert, ist die noch größtenteils intakte buddhistische Kultur, die man bis in die alltäglichen Verrichtungen der Menschen zu spüren bekommt. Davon erzählt dieses Buch. Linda Leaming aus Tennessee kam zum ersten Mal mit neununddreißig nach Bhutan und verliebte sich in dieses Land. Anschließend beschloss sie, dort als Lehrerin zu arbeiten. Nicht jeder wird einen solchen Schritt nachvollziehen können, denn das Land ist nach westlichen Maßstäben sehr arm, das Leben primitiv. Wie fast alles im Leben erweist sich auch diese Sichtweise auf Bhutan von außen als eine Frage der eigenen Vorstellungen, Ansichten oder Gewohnheiten. Linda Leaming blieb aus Prinzip kinderlos, weil sie ihre Abenteuerlust ausleben wollte und Kinder ein solches Leben aus ihrer Sicht nicht zulassen. In Bhutan lernt sie den Lehrer Namgay kennen. Sie verlieben sich und heiraten. Dadurch wird die Autorin vollständig in das bhutanische Alltagsleben integriert, von dem sie nun in ihrem Buch berichtet. Der Text liest sich ausgezeichnet, weil er eben nicht das Land aus den Augen eines Fremden beschreibt, der dort vielleicht eine Weile gelebt hat, sondern weil Linda Leaming sich dort bei allen Entbehrungen offenbar sehr wohl fühlt und ihre eigentliche Heimat gefunden hat. Mit viel Witz, Selbstironie und gleichzeitiger Hochachtung für die Geisteshaltung und Würde ihres Mannes beschreibt sie ihr neues Leben in einer noch nicht stark von den Gaben des Westens infiltrierten Kultur. Allerdings muss man wohl viele Eigenschaften der Autorin mitbringen und sich von fast allen westlichen Vorstellungen des Alltagslebens lösen, wenn man diesen Schritt nachmachen wollte. Vielleicht muss man das erst einmal selbst erlebt haben, um es wirklich zu verstehen. Ein sehr gut geschriebenes, äußerst interessantes und liebevolles Buch über ein Land, das sehr weit weg von unserem Leben ist.